Energieausweis ist schon da

Hallo Thomas,

den Energieausweis nach der Sanierung haben wir schon. Wir liegen dann weit unter dem U-Wert. Es gibt ausführliche Berichte, etc.

Und mir ist schon klar, dass ich die KfW-Darlehen abzahlen muss. Aber dann zahle ich lieber 2,5 % Zinsen anstatt 4,6.
Außerdem wäre die KfW-Rate unsere derzeitigen Heizkosten - wir würden also bei unseren Belastungen nicht steigen.

Mich würde nur interessieren, ob ich mit dem Argument der schlechteren Gewinnbringung bei der Bank landen kann? Denn ihr ist doch auch daran gelegen, ihr Geld wieder zu bekommen, oder?

Das soll jetzt nicht heißen, dass wir irgendwann nicht mehr zahlen wollen. Aber es kann ja viel passieren und dann stehen alle dumm da.

LG, TibasE

Hallo Tibas,

ich kann dir nur sagen, wie es bei uns mit dem Geld der Kfw gelaufen ist. Unsere Bank wollte eben wissen, was wir an Verbindlichkeiten zu zahlen hatten und was wir selber einschätzen, was wir vom Kfw Darlehen monatlich zurück zahlen können. Dabei haben wir auch erfahren, dass die Bank gegenüber der Kfw dafür haftet, wenn wir mal nicht mehr zahlen können. Ich denke deswegen sind die Banken da teilweise schon vorsichtig.

Gruß Bärbel

Hallo Bärbel,

die Bank weiß alles, aber mittlerweile denke ich, dass da eine riesengroße Schikane abläuft.
Gutachter war da - Gutachten falsch erstellt - er muss es noch mal bewerten!!!

Unsere Einkommen, etc. reichen völlig aus - auch das ist der Bank bekannt.

Die sind halt nur der Meinung, das Haus würde im sanierten Zustand nicht die Darlehenssumme decken.

Wir sollen jetzt zu den beigebrachten Kostenvoranschlägen Vergleichsangebote beibringen. Dabei sind die okay - sogar recht günstig. Unsere Eigenleistung interessiert gar nicht.

Jetzt wird Zeit rausgezögert, um uns weich zu klopfen, denke ich.

Der neueste Vorschlag war, einen zusätzlichen (dann 3.) Bausparvertrag abzuschließen, um die Sicherheit zu bieten. Da kommen die dann heute drauf!!! Nachdem wir seit 2 Monaten rennen wie die Irren und vieles andere liegen geblieben ist.

Sorry, aber bin stinksauer…

LG, Tibas

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Die sind halt nur der Meinung, das Haus würde im sanierten
Zustand nicht die Darlehenssumme decken.

Hi Tibas,

die Rechnung der Bank geht da wohl auf. Überleg wiehoch der Kaufpreis des Objektes war und wie hoch die schon bereitgestellte Darlehensumme. Sollte es eine 100 % Finanzierung sein, wird es i.d.R. sehr schwer, im Nachgang Kfw-Mittel für Modernisierungen zu erhalten.
Ansonsten gilt: Nicht die kompletten Modernisierungskosten sind für eine Bank „Geldwert“. (Bsp. Alte Heizung wurde mit dem Objekt gekauft-Wert evtl. 5000 €. Nun baust Du eine Neue ein und schmeisst die alte Weg. Ergo hast Du der Bank 5.000 € Sicherheit genommen und 20.000 neu gegeben. Bleibt eine rechnerische Wertsteigerung von 15.000€.) Ist zwar gemein aber so wird gerechnet. Ebenso sind nicht alle Maßnahmen zu dem Preis der Anschaffungs- und Herstellungskosten wiederzuveräußern. Hier ist wiederum die Lage und Struktur der Region nicht unwesentlich.

Ich habe schon Objekte gehabt, die im Neubau durchaus übliche 240.000€ gekostet haben und dann, nur 1 Jahr später, am Markt nur 170.000 € gebracht haben.

Wie schon geschrieben, die Bank haftet der Kfw gegenüber.

Was mir nur nicht einleutet: Wieso einen Bausparvertrag abschließen??? Da sind doch wohl eher Verkaufsinteressen vordergründig. Denn, Sicherheit ist der 0 -ja richtig- NULL!!! Jedenfalls nicht, solange noch kein Geld eingezahlt ist. Das würde ich denen auch zu verstehen geben. Hier beschleicht mich das Gefühl einer -leider gängigen Praxis- abzockerei.

Viele Grüße

Hallo Ralf,

das ist ja alles einleuchtend, aber warum finanzieren die das Haus ohne Gutachter? Wir wussten zu dem Zeitpunkt nichts von der EnEV. Warum auch? Wir haben jahrelang zur Miete gewohnt und wir haben unsere Energiekosten in unserem Rahmen gehalten. Hätten wir das alles gewusst, hätten wir das Haus nicht zu dem Preis oder gar nicht gekauft. Wir versuchen jetzt den Wert zu steigern - kann ja nur im Interesse der Bank sein.

Der Gutachter hat nur die Hälfte der geplanten Investition berechnet, hat das zweite Bad nicht eingerechnet, das Grundstück mit 30.000 € weniger bewertet und den Stellplatz ebenfalls nicht berechnet. Das ausgebaute Dach stellt seiner Meinung nach keine Wohnfläche dar, weil es zu niedrig ist. Unsere Architektin meint aber, dass hier anteilig die Wohnfläche anzurechnen ist. Sie nannte mir eine Baustättenverordnung, die ich in der Aufregung vergessen habe :smile:

Letztendlich ist das Haus jetzt viel weniger Wert, als wir bezahlt haben. Der Beleihungswert nach Sanierung ist ebenfalls niedriger als unser Kaufpreis. Da stimmt doch etwas nicht.

Das Sanierungsprogramm lautet „Neubau-Niveau nach EnEV“. Warum wird das Haus nach der Sanierung nicht wie ein Neubau gewertet? Dann wären wir immer noch günstiger dran, als wenn wir eben dieses Haus auf ein Grundstück dieser Größe neu gebaut hätten. Wir kennen die Preise doch auch.

Außerdem müssen bis Ende 2008 alle 30 Jahre alten Heizungen ausgewechselt werden (grob umschrieben). Was nutzt aber eine neue Heizung, wenn die Fenster und Türen sowie die Fassade ebenfalls saniert werden müssen? Dann kann ich gleich nur Kerzen aufstellen, in der Hoffnung, der Durchzug pustet sie nicht aus.

Wieso wird so eine EnEV im großen Stil eingeführt, die Gelder dafür bereit gestellt und man kommt nicht dran?

Stimmt da etwa die These vom Immobiliencrash in den USA??

Ziemlich abstrus alles …

Hallo Ralf,

das ist ja alles einleuchtend, aber warum finanzieren die das
Haus ohne Gutachter? Wir wussten zu dem Zeitpunkt nichts von
der EnEV.

Tja, in erster Linie liegt das an den Beleihungsrichtlinien von Kreditinstituten. Der Einfachheit halber wird meist der Kaufpreis als regulärer Verkehrswert angenommen. D.h. Ihr habt dem Preis zugestimmt und dadurch der Bank gegenüber erstmal den Verkehrswert definiert.

Nachträgliche Maßnahmen werden aber nach Sanierungsrichtwerten bemessen zur Wertsteigerung anerkannt.

Hätten wir das alles gewusst, hätten wir das Haus nicht zu dem
Preis oder gar nicht gekauft. Wir versuchen jetzt den Wert zu
steigern - kann ja nur im Interesse der Bank sein.

Tja, hier kann die Bank nur schwer nachvollziehen, ob Ihr den echten Wert bezahlt habt oder einen überteuerten weil ihr „vergessen“ habt Euch ausreichend zu informieren. Da gilt: „Des einen Freud ist des anderen Leid“. Andere Kreditnehmer haben so von vornherein ein höheres Darlehen bekommen, als das Objekt Wert ist. Allerdings, wenn der Kaufpreis wesentlich überzogen gewesen wäre, hätte die Bank anhand von Vergleichswerten frühzeitig die Bremse gezogen.

Der Gutachter hat nur die Hälfte der geplanten Investition
berechnet, hat das zweite Bad nicht eingerechnet, das
Grundstück mit 30.000 € weniger bewertet und den Stellplatz
ebenfalls nicht berechnet. Das ausgebaute Dach stellt seiner
Meinung nach keine Wohnfläche dar, weil es zu niedrig ist.
Unsere Architektin meint aber, dass hier anteilig die
Wohnfläche anzurechnen ist. Sie nannte mir eine
Baustättenverordnung, die ich in der Aufregung vergessen habe.

Habt Ihr denn das Gutachten erhlten? Oder was habt Ihr in den Händen? Der Grundstückswert lässt sich relativ einfach beim Gutachterausschuss
abfragen. Soweit ich weiss, ist die Deckenhöhe eines Wohnraumes genau definiert. Wenn diese generell nicht erreicht wird, ist der Raum Bauamtlich kein Wohnraum. Hier zählt nicht die Berechnungsgrundlage der anteiligen Raumhöhen (sprich alles >2m =100%, 1m-2m =50%)um Wohnraum zu deklarieren.

Letztendlich ist das Haus jetzt viel weniger Wert, als wir
bezahlt haben. Der Beleihungswert nach Sanierung ist ebenfalls
niedriger als unser Kaufpreis. Da stimmt doch etwas nicht.

Hmmm, garnicht sooooo selten. Es obliegt einzig der Bank „ihren“ Beleihungswert festzustellen. Das Wort sagt nur aus, bis zu welcher Grenze es der Bank Wert ist Gelder zu verleihen. Der Wert hat i.d.R. Nix mit Kaufpreisen oder reinen Verkehrswerten zu tun.

Das Sanierungsprogramm lautet „Neubau-Niveau nach EnEV“. Warum
wird das Haus nach der Sanierung nicht wie ein Neubau
gewertet? Dann wären wir immer noch günstiger dran, als wenn
wir eben dieses Haus auf ein Grundstück dieser Größe neu
gebaut hätten. Wir kennen die Preise doch auch.

„Neubau-Niveau nach EnEV“ bedeutet nicht anderes, das das Haus Energietechnisch (sprich Verbrauchstechnisch) auf dem Stand der Zeit ist. Die Bausubstanz ist im schlimmsten Fall immernoch „uralt“. Was nutzt die neue Gastherme, wenn die Wasserleitungen marode sind? Oder das Dach neu gedämmt ist, aber die Ziegel das zeitliche segnen?

Der Vergleich hinkt zwar, aber wenn ein Auto mit Klima neu gekauft wird, und am nächsten Tag wieder angeboten wird, zahlt kein Kunde den Neupreis der Klima.

Außerdem müssen bis Ende 2008 alle 30 Jahre alten Heizungen
ausgewechselt werden (grob umschrieben). Was nutzt aber eine
neue Heizung, wenn die Fenster und Türen sowie die Fassade
ebenfalls saniert werden müssen? Dann kann ich gleich nur
Kerzen aufstellen, in der Hoffnung, der Durchzug pustet sie
nicht aus.

Stimmt da etwa die These vom Immobiliencrash in den USA??

Das ist zwar „noch“ zuweit hergeholt, aber wird hier auch bald Auswirkungen zeigen.

Habt Ihr eine volle KP-Finanzierung bei der Bank laufen? Wenn nicht, wieviel % vom reinen KP habt Ihr finanziert? Seit wann, mit welcher Zindbindung? Wieviel % vom Kaufpreis soll die „Sanierung“ kosten?

Grüße
Ralf

Hallo Ralf

Habt Ihr denn das Gutachten erhlten?

Natürlich nicht! Aber vom überarbeiteten Gutachten hätte ich dann schon gerne eine Kopie.

Der Grundstückswert lässt sich relativ einfach beim

Gutachterausschuss
abfragen.

Da habe ich den Bodenrichtwert abgefragt. 270 €/m2. Macht bei 600 m2 €162000, richtig? Der Gutachter hat aber den Grund mit 130.000 veranschlagt. Wir fragen uns, warum? Der Boden verändert sich doch nicht.

Die Wohnflächenverordnung hab ich mir jetzt besorgt. Demzufolge bekommen wir nach Dachausbau rund 25 m2 hinzu. Der Gutachter hat aber eine Deckenhöhe von 2,10 m gemessen. Mein Mann, 1,82 groß, kann im Dach hüpfen! Wir haben 2,54 m gemessen!

Was nutzt die neue Gastherme, wenn die

Wasserleitungen marode sind?

Wir haben jetzt Nachtspeicher - also werden alle Leitungen neu verlegt! Alle übrigen Wasserleitungen sollen ebenfalls erneuert werden.

Oder das Dach neu gedämmt ist,

aber die Ziegel das zeitliche segnen?

Die Ziegel sind ca. 10 Jahre drauf.

Habt Ihr eine volle KP-Finanzierung bei der Bank laufen?

Fast - unser Eigenkapital ging zu 75 % für die „Nebenkosten“ drauf. Der Rest wanderte in die Finanzierung.

Wenn

nicht, wieviel % vom reinen KP habt Ihr finanziert?

96%
Seit wann,

mit welcher Zindbindung?

07/07 - 15 Jahre

Wieviel % vom Kaufpreis soll die

„Sanierung“ kosten?

42%

Jetzt bin ich mal gespannt auf Deine Antwort :smile:

LG
Tibas

Habt Ihr denn das Gutachten erhalten?

Natürlich nicht! Aber vom überarbeiteten Gutachten hätte ich
dann schon gerne eine Kopie.

Da es sich bei dem „Gutachten“ wahrscheinlich um ein Bankgutachten zur Ermittlung des Beleihungswertes handelt, werdet Ihr vermutlich keine Kopie erhalten. Hier geht oft der Gutachter nach den vorgegebenen Richtlinie der Bank vor.

Da habe ich den Bodenrichtwert abgefragt. 270 €/m2. Macht bei
600 m2 €162000, richtig? Der Gutachter hat aber den Grund mit
130.000 veranschlagt. Wir fragen uns, warum? Der Boden
verändert sich doch nicht.

Hier gibt es bei Kreditinstituten 2 Vorgehensweisen.

  1. So wie Du es gerne berücksichtigt haben möchtest.
  2. Gemäß Splittung nach Vorder-und Hinterland. Bebaute Fläche wird dann nicht berücksichtigt.

Die Wohnflächenverordnung hab ich mir jetzt besorgt.
Demzufolge bekommen wir nach Dachausbau rund 25 m2 hinzu. Der
Gutachter hat aber eine Deckenhöhe von 2,10 m gemessen. Mein
Mann, 1,82 groß, kann im Dach hüpfen! Wir haben 2,54 m
gemessen!

Das verstehe ich nicht! War der Gutachter im Haus? Mit Zollstock?
Auf alle Fälle würde ich da nachhaken.

Habt Ihr eine volle KP-Finanzierung bei der Bank laufen?

Fast - unser Eigenkapital ging zu 75 % für die „Nebenkosten“
drauf. Der Rest wanderte in die Finanzierung.

Wenn

nicht, wieviel % vom reinen KP habt Ihr finanziert?

96%

Wieviel % vom Kaufpreis soll die

„Sanierung“ kosten?

42%

Hier liegt der Stein des Anstosses in Augen der Bank. Gemessen an dem KP seid Ihr jetzt schon (gem. Vorgehen der meisten Banken) bei > 100% Beleihung. Die übliche Berechnung lautet 100% KP - 10 % Sicherheitsabschlag = 100% Beleihungswert.

Nun soll die Bank nochmals fast den halben KP obenauf finanzieren.

Einziger Punkt der im Gespräch nutzen kann, ist wenn Vergleichsobjekte mit den Ausstattungsmerkmalen Eures Hauses (nach Sanierung) die volle Darlehenssumme beim Verkauf erlösen. Das könnt Ihr mal recherchieren (Immoscout, örtl. Zeitung etc.)

Letztendlich liegt es nur im ermessen der Bank (bzw. des Mitarbeiters) das Darlehen zu vergeben. Wenn die nicht wollen, beisst Ihr auf Granit.

Denkt daran, warum soll die Bank das reale Risiko eingehen, im Falle eines Notverkaufes nur 70 % des Verkehrswertes (Mindestgebotsgrenze im ZV-verfahren - beim Zweittermin evtl sogar nur 50%) wieder zubekommen?

Jetzt bin ich mal gespannt auf Deine Antwort :smile:

Leider konnte ich nicht echt helfen, aber evtl. zumindest ein wenig Licht in die Sache bringen.

LG
Ralf

Hallo Ralf,

Da es sich bei dem „Gutachten“ wahrscheinlich um ein
Bankgutachten zur Ermittlung des Beleihungswertes handelt,
werdet Ihr vermutlich keine Kopie erhalten. Hier geht oft der
Gutachter nach den vorgegebenen Richtlinie der Bank vor.

so sieht das aus - es ist ein Gutachter der Bank, der aber auch im hiesigen Gutachterausschuss vertreten ist.

Hier gibt es bei Kreditinstituten 2 Vorgehensweisen.

  1. So wie Du es gerne berücksichtigt haben möchtest.
  2. Gemäß Splittung nach Vorder-und Hinterland. Bebaute Fläche
    wird dann nicht berücksichtigt.

Wenn ich ein Grundstück kaufe, dann wird doch die Bebauung auch nicht abgezogen, weil die ja noch gar nicht besteht! Und wieso macht sich der Gutachterausschuss Jahr für Jahr die Arbeit und ermittelt Bodenrichtwerte, die gerade für solche Fälle benötigt werden, wenn die dann so ausgelegt werden, dass es denen gerade passt?

Das verstehe ich nicht! War der Gutachter im Haus? Mit
Zollstock?
Auf alle Fälle würde ich da nachhaken.

Wir auch nicht :smile: Ich war leider auch nicht da, als der Gutachter hier durchgeflitzt ist. Angeblich hat er 2,10 gemessen. Wir haben jetzt halt neu gemessen und auch Fotos von der Messung gemacht. Auch von meinem Männe, wie er wunderbar unter den 2,54 durchlaufen kann :smile: Ist mir auch ein wenig zu dumm, aber wohl leider notwendig.
In der Wohnflächenverordnung steht auch, dass Freisitze jetzt auch zur Wohnfläche mit einem Viertel hinzugerechnet werden. Den hat er auch vergessen. Wären dann noch mal 5 m2. Steter Tropfen höhlt den Stein. Wir kommen noch auf den Betrag :smile:

Hier liegt der Stein des Anstosses in Augen der Bank. Gemessen
an dem KP seid Ihr jetzt schon (gem. Vorgehen der meisten
Banken) bei > 100% Beleihung. Die übliche Berechnung lautet
100% KP - 10 % Sicherheitsabschlag = 100% Beleihungswert.

Richtig - und wir bekommen immer wieder gesagt, dass wir ja gleich hätten neu bauen können. Aber in einem anderen Stadtteil auf einem viel kleineren Grundstück und viel weniger Wohnfläche und einem Zimmer weniger (welches unserer 3 Kinder sollen wir dann ins Heim einquartieren :smile:?)

Einziger Punkt der im Gespräch nutzen kann, ist wenn
Vergleichsobjekte mit den Ausstattungsmerkmalen Eures Hauses
(nach Sanierung) die volle Darlehenssumme beim Verkauf
erlösen. Das könnt Ihr mal recherchieren (Immoscout, örtl.
Zeitung etc.)

Haben wir auch schon gemacht. Ein Neubau auf einem ähnlich großen Grundstück mit ähnlicher Wohnfläche und Gasheizung ist schon 70.000 mehr wert, als die Darlehenssumme nach Sanierung. Interessiert die Bank aber auch nicht. Leider.

Letztendlich liegt es nur im ermessen der Bank (bzw. des
Mitarbeiters) das Darlehen zu vergeben. Wenn die nicht wollen,
beisst Ihr auf Granit.

Der Mitarbeiter gibt sich viel Mühe und will uns das Projekt auch ermöglichen. Ist im Übrigen Kompetenzträger dort. Aber ihm sind seitens der Direktion die Hände gebunden. Der muss dieses Procedere durchziehen. Und das zehrt unglaublich an den Nerven.

Denkt daran, warum soll die Bank das reale Risiko eingehen, im
Falle eines Notverkaufes nur 70 % des Verkehrswertes
(Mindestgebotsgrenze im ZV-verfahren - beim Zweittermin evtl
sogar nur 50%) wieder zubekommen?

Weil wir das wollen??? :smile: Nein, im Ernst - die Sanierung dient zur Erhaltung und Wertsteigerung des Objektes. Außerdem dem Umweltschutz. Wozu gibt es eine EnEV und sogar die Fördergelder, wenn man nicht dran kommt??

Leider konnte ich nicht echt helfen, aber evtl. zumindest ein
wenig Licht in die Sache bringen.

Licht ja, aber es nutzt uns nicht wirklich viel :smile: Trotzdem danke!!!

LG Tibas

Einziger Punkt der im Gespräch nutzen kann, ist wenn
Vergleichsobjekte mit den Ausstattungsmerkmalen Eures Hauses
(nach Sanierung) die volle Darlehenssumme beim Verkauf
erlösen. Das könnt Ihr mal recherchieren (Immoscout, örtl.
Zeitung etc.)

Haben wir auch schon gemacht. Ein Neubau auf einem ähnlich
großen Grundstück mit ähnlicher Wohnfläche und Gasheizung ist
schon 70.000 mehr wert, als die Darlehenssumme nach
Sanierung. Interessiert die Bank aber auch nicht. Leider.

Bitte kommt von dem Gedanken weg, einen Neubau als Verleich heranzuziehen. Das funktioniert nur, wenn Euer Objekt erst 1 o. 2 Jahre alt ist. Und zwar echtes Erstellungsjahr. Ihr werdet nach der Sanierung immernoch ein altes Gebäude besitzen.

Dieser Unterschied macht sich beim Wiederverkauf sofort bemerkbar. Es gibt keinen Käufer für Gebrauchtobjekte zum Preis für Neubauten. Hier gehe ich mit der Bank absolut konform.

Denkt daran, warum soll die Bank das reale Risiko eingehen, im
Falle eines Notverkaufes nur 70 % des Verkehrswertes
(Mindestgebotsgrenze im ZV-verfahren - beim Zweittermin evtl
sogar nur 50%) wieder zubekommen?

Wozu gibt es eine EnEV und sogar die Fördergelder, wenn man nicht dran kommt??

Nicht um Objekte über Wert zu finanzieren, sondern ökologische Anforderungsprofile erfüllen zu können.

Ihr habt die denkbar schlechtesten Vorraussetzungen um die Mittel zu bekommen. Der jetzige Auslauf ist einfach zu hoch. Selbst die Banken mit denen ich Nachrangfinanzierungen durchführen kann, gehen da nichtmehr ran,… leider. Dazu kommt, dass es halt ein schlechtes Bild macht, erst vor 3 Monaten ein Objekt zu finanzieren und dann nochmal nachlegen zu wollen. Das spricht nicht für ein durchdachtes Vorgehen. Daraus folgert ein Kreditgeberschnell: Schritt 1. nicht durchdacht da folgen ganz schnell weitere Probleme.
So ein Thema, wie geplante Sanierungen müssen, wenn absehbar, im Vorfeld geklärt werden.

LG Ralf

Hallo Ralf,

Nicht um Objekte über Wert zu finanzieren, sondern ökologische
Anforderungsprofile erfüllen zu können.

Eben das wollen wir ja.

Ihr habt die denkbar schlechtesten Vorraussetzungen um die
Mittel zu bekommen. Der jetzige Auslauf ist einfach zu hoch.
Selbst die Banken mit denen ich Nachrangfinanzierungen
durchführen kann, gehen da nichtmehr ran,… leider. Dazu
kommt, dass es halt ein schlechtes Bild macht, erst vor 3
Monaten ein Objekt zu finanzieren und dann nochmal nachlegen
zu wollen. Das spricht nicht für ein durchdachtes Vorgehen.
Daraus folgert ein Kreditgeberschnell: Schritt 1. nicht
durchdacht da folgen ganz schnell weitere Probleme.
So ein Thema, wie geplante Sanierungen müssen, wenn absehbar,
im Vorfeld geklärt werden.

Heute weiß ich das. Wir waren uns über das Ausmaß des Sanierungsbedarfs nicht im Klaren, weil wir z.B. über das CO2-Gebäudesanierungsprogramm überhaupt nicht informiert waren. Hinzu kamen nach Einzug versteckte Mängel (u.a. Keller nach Regen unter Wasser). Wir haben nicht nur unserer Hausbank vertraut, aus deren Bestand das Haus im Übrigen ist, sondern auch dem rührseligen älteren Ehepaar, das hier 60 Jahre gewohnt hat. Außerdem haben wir ein umfangreiches Exposé vorgelegt. Ich finde, ein Fachmann kann nicht das gleiche Wissen vom ihm gegenüber sitzenden Laien erwarten. Er hätte uns über einiges informieren können.
Im Übrigen hatten wir das Geld für zumindest eine Gasheizung. Hier mussten aber Renovierungsarbeiten in einem Umfang vorgenommen werden, der vorher nicht ersichtlich war.

Ich kann doch nicht bei Hausbesichtung darum bitten, hinter die Tapeten zu gucken. 75 % dessen, was wir gesehen haben, war kaschiert. Die Krönung ist halt der Keller, dessen Isolierung locker 10.000 verschlingt. Und wo der Vorbesitzer behauptet, nie etwas von dem Zustand des Kellers gewusst zu haben (aber die Fugen im Hof dick mit Silikon ausspritzen!). Auch hier gilt - hätten wir die Holzverkleidung runterreißen sollen bei Besichtigung?

Ganz klar - mit dem Wissen von heute ein Jahr zurück - ich hätte das Haus nicht zu dem Preis und nicht ohne das Geld für eine Sanierung gekauft - wenn überhaupt.

Hatte dann heute das Gespräch mit dem Gutachter. Haarsträubende Argumente, die ich nicht nachvollziehen kann. Dachausbau (also zusätzliche Wohnfläche - wir haben 3 Kinder, zwei davon fast erwachsen) sowie alle anderen Maßnahmen, die wir durchführen können, sind purer Luxus! Eine Gasheizung reicht aus. Und einen Energieausweis benötigen wir sowieso nicht! Und jemand, der bei der RWE arbeitet, würde das Haus schon ohne Energieausweis kaufen, weil der ja den Strom billiger kriegt! Hallo?!

Sorry, aber das kann doch alles nicht sein, oder. Heute erfahre ich dann, dass alle Hauseigentümer, die ihre alten Heizung nicht erneuern, mit einer Strafe belegt werden sollen. Dann kann ich ja dafür schon mal sparen, oder?!

Ich sehe das so - das Kind ist in den Brunnen gefallen - wir versuchen es jetzt mit viel Mühe und Not wieder raus zu holen. Nach dieser Sanierung kann nichts mehr kommen. Alles andere ist fertig. Etwaige Schäden sind durch die Versicherung abgedeckt. Und wir sind durchaus auch in der Lage zu sparen, um später Verbesserungen vorzunehmen, die wirklich Luxus sind (Bangkirai-Terrasse z.B.)

Sorry, aber ich verstehe das nicht wirklich. Und ich bin nicht von Dummbach!

LG
Tibas

Hallo Tibas,

eine bescheidene Frage meinerseits:

Habt ihr vorher kein Gutachten vom Haus gesehen, bevor ihr es gekauft habt?

Gruß

Samira

Hallo Samira,

es gab keines. Der Makler hat es bewertet und den Preis festgelegt, den wir im Übrigen schon erheblich gedrückt hatten.
Es handelte sich dabei um die Immobilienabteilung meiner Hausbank. Hab denen einfach vertraut.
Die Vorbesitzer waren ein älteres Ehepaar - irgendwie hatte ich ein Problem damit, denen einen Gutachter durchs Haus zu jagen. Hätte ich mal besser getan.
Wer geht denn davon aus, von einem 80jährigen Ehepaar über’n Leisten gezogen zu werden?

Kennst Du den Film „Geschenkt ist noch zu teuer“ mit Tom Hanks, wo er der armen älteren Dame dieses tolle Haus abkauft, was nachher total entkernt werden muss? Jetzt weiß ich, wie er sich gefühlt hat.

Achso - jetzt wollte ich die Bewertung haben, die der Makler damals erstellt hat - sie ist verschwunden … irgendwie wirklich witzig alles.

LG
Tibas

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Tibas,

das siehst du jetzt wohl richtig. Ich persönlich würde NIEMALS ein Haus ohne ein aktuelles Gutachten kaufen.

Ich würde an deiner Stelle nicht die Schuld bei dem Ehepaar suchen. Vielleicht konnten sie den Zustand des Hauses wirklich nicht mehr richtig einschätzen. Und die Bank hat nur interessiert das Haus möglichst gut zu verkaufen das ist doch klar. So blöd wie es auch ist, aber suche lieber die Schuld bei dir, ich weiß das ist immer schwieriger.

Bei solchen Summen, wie bei einem Hauskauf, darf man einfach nicht nur vertrauen und dann hoffen das alles gut geht. Man sollte sich schon absichern. Aber das weißt du ja jetzt auch.

Gruß

Samira