Energieerhaltung bei totaler Interferenz?

Hallo!

Also ich frage mich schon seit längerem, was eigentlich mit der Energie bei einer Interferenz passiert…
Am Anfang hat man zwei Lichtstrahlen, die genau die gleiche Energie und Frequenz haben. Die schickt man phasenverschoben (heisst das glaube ich) so aufeinander, das die Wellenberge sich gegenseitig aufheben, im besten Fall zur totalen auslöschung, mindestens aber wird die Amplitude verringert. Da die Ampitude sich verringert, haben wir weniger Energie. Wohin ist dieser Fehlbetrag verschwunden?

Ich hoffe ihr habt mein Problem verstanden und könnt mir helfen, meinen Denkfehler/Verständnissproblem (um ein solches muss es sich ja handeln) zu beseitigen…

Hallo!

Eine grundlegende Frage: Löschen sich die Wellen aus, sodass nachher nichts mehr da ist, oder heben sie sich nur in der Wirkung auf?

Falls letzteres stimmt wäre auch die Frage nach der „verlorenen“ Energie gelöst, denn dann würden die Wellen ja weiterhin in ihrem Ursprungszustand bestehen. Sie würden dann auch ihre Energie beibehalten.

mfg
Beatrix

Hi.
Das ist eine interessante Frage.
Habe ich mir auch mal gestellt und die Antwort, die ich gefunden habe, ist etwa folgende: Die Wellen löschen sich bei entsprechender Phasenverschiebung schon aus (also result. Amplitude ist null),
aber(!) nur dort, wo (oder besser solange) sie aufeinander treffen und einander durchlaufen. So eine Welle besteht ja aus mehr als ein paar Schwingungsperioden…
Ich versuch das mal schematisch darzustellen :wink:
1.-> ~~~~~~ 0
4. (nun ja)
Die Energie bleibt auf jeden Fall erhalten!
Man stellt nur an der Stelle der destruktiven Interferenz keine Wirkung fest (z.B. dunkle Stellen bei Interferenzmuster auf einem Leuchtschirm).
Grüße,
Grünblatt

Hoi Lennard,

Fakt ist: Wo es negative Interferenz gibt, da ist auch konstruktive.

Beispiel Doppelspalt: Hier liegen Gebiete konstrukiver und destruktiver Interferenz in einer Ebene (eigentlich eine sehr schwach gekrümmte Kugeloberfläche) alternierend nebeneinander. Die Energie die an den destruktiven Interferenzstellen fehlt, findet sich, TADAA! an den Orten konstruktiver Interferenz.

Das Prinzip kannst du in der kompletten Optik anwenden. Wenn irgendwo mirakulös Energie verschwindet, taucht sie woanderst wieder auf.
Noch’n Beispiel: Antireflexbeschichtung von Gläsern: der reflektierende Teil des einfallenden Strahls wird durch Interfernzeffekte „neutralisiert“, also weginterferiert. Wo steckt die Energie? Findet sich im transmittierten Strahl wieder.

Interference-Boy: Und wieder einmal ist die Energieerhaltung gerettet! Die Menschheit kann in Ruhe schlafen.
Optic-Man: Aber für wie lang… für wie lang?!

Gruß, Robert

Super!
Hi Robert!

Interference-Boy: Und wieder einmal ist die
Energieerhaltung gerettet! Die Menschheit kann in Ruhe
schlafen.
Optic-Man: Aber für wie lang… für wie lang?!

Ein Sternchen für Optic-Man!!!

Ciao Christoph C>