Energiekosten

Moin moin,

ich möchte hier icht nach einer detailierten Dokumentation fragen.
Stellt euch einmal vor da möchte jemand eine 100qm wohnung mieten.
jetzt stellt sich die frage: wie wird die beheizt.
stellen wir uns weiter vor die dämmung personen etc. allles identisch.
welches ist die billigtste heizmethode. welche ist die teuerste?
(Nachtspeicherheizung z.B.?)
wenn die billigste 100 ist wivil teuere ist dann jede andere methode?
so daumen mal pie. nur um einen anhalt zu haben
danke.

Hallo Dignam,

welches ist die billigtste heizmethode. welche ist die
teuerste?
(Nachtspeicherheizung z.B.?)

nur mal für den groben Überblick:

Heizoel / Gas: 6-7 ct. je kwh (Gastherme, Ölbrenner)
(Heiz)Strom NT: 15 ct. je kwh (Nachtspeicheröfen)
Haushaltsstrom: 25 ct. je kwh (E-Direktheizung, Heizlüfter)

wenn die billigste 100 ist wivil teuere ist dann jede andere
methode?

also ganz grob 100% Heizöl/Gas ->> 400% Heizlüfter

Gruß

Joschi

Heizoel / Gas: 6-7 ct. je kwh (Gastherme, Ölbrenner)
(Heiz)Strom NT: 15 ct. je kwh (Nachtspeicheröfen)
Haushaltsstrom: 25 ct. je kwh (E-Direktheizung, Heizlüfter)

Brennholz: 4-5 ct. je kwh. :smile:

Lg,
M.

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Hallo!

Heizoel / Gas: 6-7 ct. je kwh (Gastherme, Ölbrenner)
(Heiz)Strom NT: 15 ct. je kwh (Nachtspeicheröfen)
Haushaltsstrom: 25 ct. je kwh (E-Direktheizung, Heizlüfter)

Brennholz: 4-5 ct. je kwh. :smile:

Dabei sollte man aber nicht verschweigen, dass es mit den Kosten des Brennmaterials nicht getan ist. Man muss erheblichen Zeitaufwand treiben und muss die eigene Arbeit mit Null bewerten. Außerdem darf man das Haus nicht längere Zeit verlassen, weil die Bude auskühlt, wenn nicht in kurzen Abständen Holz nachgelegt wird.

Die Modeerscheinung Brennholz wird vorhersehbar kurzlebig sein und hat ihre Existenz nur der Vergesslichkeit vieler Leute zu verdanken. Das sind die Leute, die vor Jahrzehnten noch froh waren, ihre Öfen endlich zugunsten einer automatisch laufenden Zentralheizung entsorgen zu können. Zudem glauben viele Leute erst, wieviel Dreck eine Feuerstelle in der Wohnung macht, nachdem sie sich diesen altertümlichen Mist für einen Haufen Geld anschafften. Hinzu kommt die miserable Regelbarkeit von Scheitholzheizungen. Teilleistung ist nämlich nur auf Kosten des Wirkungsgrads zu haben.

Dieser Murks aus der Zeit unserer Altvorderen taugt gelegentlich für ein stimmungsvolles Kaminfeuerchen, ist aber als (Allein-)Heizung für ein Haus mit berufstätigen Menschen nicht brauchbar.

Gruß
Wolfgang

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Brennholz: 4-5 ct. je kwh. :smile:

Dabei sollte man aber nicht verschweigen, dass es mit den
Kosten des Brennmaterials nicht getan ist. Man muss
erheblichen Zeitaufwand treiben und muss die eigene Arbeit mit
Null bewerten.

Darauf wollte ich hinaus. :smile:

Außerdem darf man das Haus nicht längere Zeit
verlassen, weil die Bude auskühlt, wenn nicht in kurzen
Abständen Holz nachgelegt wird.

Hängt von der Art des Ofens und des Holzes ab - und was man unter längere Zeit versteht. :smile:

Das sind die Leute, die vor Jahrzehnten noch froh
waren, ihre Öfen endlich zugunsten einer automatisch laufenden
Zentralheizung entsorgen zu können.

Das habe ich auch nie verstanden. Ich bin ein großer Freund von Holzfeuerung, aber eben nicht aus finanziellen Gründen. Ich mag die Wärme, die Akustik und das Spiel mit dem Feuer. Ich koche auch gerne auf Holz.

Hinzu kommt die miserable Regelbarkeit von
Scheitholzheizungen.

Sagen wir es so: Feuern muss gelernt sein, und die wenigsten Leute können es.

Dieser Murks aus der Zeit unserer Altvorderen taugt
gelegentlich für ein stimmungsvolles Kaminfeuerchen

Jein. Ein bißchen mehr als bloß Dekoration ist ein Feuer, wenn es richtig geschürt wird, dann schon. Es ist eine sehr angenehme Zusatzheizung, vor allem in der Übergangszeit. Ich möchte in keinem Haus ohne (zusätzliche) Holzfeuerung leben - und das ist nicht nur Deko.

ist aber
als (Allein-)Heizung für ein Haus mit berufstätigen Menschen
nicht brauchbar.

Doch, auch das geht, aber man braucht dann schon einen ordentlichen Kachelofen mit Rostfeuerung und entsprechender Wärmespeicher. In einem solchen Ofen geht zwischen November und März das Feuer niemals aus, auch wenn man tagsüber nicht zuhause isrt. Aber drei Tage Sckifahen ist nicht drin. :smile:

Lg,
M.

Holz und noch besser, weil bequemer, Pellets sind die ideale Zusatzheizung. Da sparen sie auch erhebliche Heizkosten.
Holz und Pellets sind ‚endlich‘ und werden durch Verknappung auch mittelfristig teurer werden. Bis dahin sind die Investitionskosten aber schon lange wieder drin.
Übrigens gibt es automatische Stückholzöfen, die über die Sauerstoffzufuhr geregelt werden. Da ist Regelung kein Thema mehr.

vnA

Hallo!

Pellets sind die ideale Zusatzheizung.

Durchaus auch als komfortable Alleinheizung geeignet.

Übrigens gibt es automatische Stückholzöfen, die über die
Sauerstoffzufuhr geregelt werden. Da ist Regelung kein Thema
mehr.

Das behaupten möglicherweise Lieferanten dieser Öfen. Aber sie irren. Jeder gewöhnliche Ofen wird neben der Brennstoffmenge über die Luftzufuhr gedrosselt. Letzteres geht zu Lasten des Wirkungsgrads. Ein Holzbrenner muss als Holzvergaser arbeiten. Dafür wird ein hoher Brennraum benötigt und Luftüberschuss. Sobald man die Luftzufuhr drosselt, verringert sich zwar die Heizleistung, aber Holzgas gelangt unverbrannt in den Schornstein. Dabei sinkt der Wirkungsgrad und der Holzvergaser nähert sich der Betriebsweise mittelalterlicher Köhlerei. Einstellung oder Regelung über den Wirkungsgrad ist Verschwendung von Brennmaterial und taugt nichts. Deshalb sagte ich, dass es mit Teillast und Regelung nicht weit her ist.

Bei einem Pelletsbrenner mit automatischer Zündung und automatischer Beschickung gibt es dieses Problem nicht. So ein Brenner lässt sich ähnlich wie ein Ölbrenner mit einem Zweipunktregler ausstatten. Dann ist der Brenner eingeschaltet oder eben ausgeschaltet, arbeitet aber nicht irgendwo dazwischen mit gedrosselter Leistung und schlechtem Wirkungsgrad.

Gruß
Wolfgang

Hi,

Dabei sollte man aber nicht verschweigen, dass es mit den
Kosten des Brennmaterials nicht getan ist. Man muss
erheblichen Zeitaufwand treiben und muss die eigene Arbeit mit
Null bewerten. Außerdem darf man das Haus nicht längere Zeit
verlassen, weil die Bude auskühlt, wenn nicht in kurzen
Abständen Holz nachgelegt wird.

Das kommt auf die Ausführung des Ofens an, gute Öfen speichern die Hitze längere Zeit.

Die Modeerscheinung Brennholz wird vorhersehbar kurzlebig sein
und hat ihre Existenz nur der Vergesslichkeit vieler Leute zu
verdanken. Das sind die Leute, die vor Jahrzehnten noch froh
waren, ihre Öfen endlich zugunsten einer automatisch laufenden
Zentralheizung entsorgen zu können. Zudem glauben viele Leute
erst, wieviel Dreck eine Feuerstelle in der Wohnung macht,
nachdem sie sich diesen altertümlichen Mist für einen Haufen
Geld anschafften. Hinzu kommt die miserable Regelbarkeit von
Scheitholzheizungen. Teilleistung ist nämlich nur auf Kosten
des Wirkungsgrads zu haben.

Dieser Murks aus der Zeit unserer Altvorderen taugt
gelegentlich für ein stimmungsvolles Kaminfeuerchen, ist aber
als (Allein-)Heizung für ein Haus mit berufstätigen Menschen
nicht brauchbar.

Es gibt noch andere Heizmöglichkeiten mit Holz als nur Kamin und Scheitzholz, beispielsweise Pellets und Hackschnitzel.

Beides eignet sich auch für Berufstätige.

Wir haben eine Hackschnitzelheizung und sind mehr als zufrieden.

Der Arbeitsaufwand betrug dieses Jahr 5 Samstage im Wald zum Bäume fällen (in diesem Falle Totholz) und zum Lagerplatz fahren und 1 Samstag um das gelagerte Holz zu häckseln und in den Bunker zu fahren.

Alles in allem eine durchaus machbare Aufwendung.

Bezahlt haben wir rund 90,00 € für das Ausleihen der Häckselmaschine, dann noch etwas Diesel für den ausgeliehenen Traktor, billiger heizen können wir gar nicht, als mit Holz.

Davor hatten wir eine Flüssiggasheizung und selbst bei Zusatz durch Kaminofen und sehr sparsamen Verbrauch haben wir locker 1.000,00 € verheizt. Nun ist es in allen Räumen immer angenehm war und der Heizkamin wird nur noch zu besonderen Anlässen geschürrt, weil Dreck macht das Ding wirklich.

Gruß
Tina

Hallo!

weil die Bude auskühlt, wenn nicht in kurzen Abständen Holz nachgelegt wird.

Das kommt auf die Ausführung des Ofens an, gute Öfen speichern die Hitze längere Zeit.

Die Speicherzeit ist nur eine Frage der Masse des Ofens. Viel Stein hilft viel, soll heißen: speichert lange. Das heißt aber auch, dass ein lange speichernder Ofen viel Zeit braucht, um warm zu werden. Damit das Ganze funktioniert, müssen die heißen Rauchgase auf langem Weg auf und ab durch den Steinhaufen Ofen geführt werden. Diese langen Rauchgaswege müssen gelegentlich gereinigt werden. Wenn man Glück hat und der Ofensetzer verstand sein Handwerk, sind Reinigungsöffnungen an geeigneten Stellen vorhanden. Mit weniger Glück, das ist bei handwerklich hergestellten Öfen ungefähr so häufig wie untaugliche Revisionsöffnungen an Badewannen, erreicht man nicht alle Stellen der Rauchgaswege. Aber wie auch immer der Ofen gebaut wurde, ist die Reinigung – es geht um erhebliche Mengen Ruß und die Arbeit findet im Wohnzimmer statt – ein ziemlicher Schweinkram.

Es gibt noch andere Heizmöglichkeiten mit Holz als nur Kamin und Scheitzholz, beispielsweise Pellets und :Hackschnitzel.

Pellets und Hackschnitzel sind eine andere Welt. Die Heizungstechnik ist nicht vergleichbar mit einem Scheitholzbrenner. Pellets und Hackschnitzel eignen sich zur automatischen Brennraumbeschickung, was 2 entscheidende Vorteile hat: Mit der automatischen Beschickung arbeitet der Brenner so komfortabel wie eine Ölheizung (wenn man davon absieht, dass sich insbesondere bei Hackschnitzeln schon mal etwas in der Förderschnecke verklemmen kann) und lässt sich mit einem Zweipunktregler regeln.

Hackschnitzelheizungen bewähren sich z. B. für Tischlereien und Gartenbaubetriebe seit Jahrzehnten. Aber: Verwittertes Totholz aus dem Wald ist ligninarm und beim Entasten nach Fällarbeiten anfallendes Material hat hohen Borkenanteil. Das bringt viel Volumen bei geringem Heizwert. Das Material ist so geringwertig und voluminös, dass sich der Transport über längere Strecken nicht lohnt. Hackschnitzelheizungen sind deshalb etwas für ländliche Regionen mit Wald (oder Knicks), wo die Grundstücke groß und mit schwerem Gerät befahrbar sind und sich der/die Bunker für einige zig Kubikmeter Hackschnitzel unterbringen lassen. Schredder, Transportmittel, Treibstoff und vielleicht eine Hilfskraft müssen bezahlt werden, aber das Brennmaterial an sich ist gratis. Auf dem Land geht das alles problemlos, aber für die handtuchgroßen Grundstücke Bauplätze in der Stadt, wo man kaum weiß, wohin mit der Mülltonne, ist diese Technik nicht wirklich tauglich. Dort ist man auf Pellets angewiesen, ein hochwertiger Holzbrennstoff, dessen Preise aber vorhersehbar steigen werden.

Gruß
Wolfgang

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Hi,
:smiley:ann ist der Brenner eingeschaltet

oder eben ausgeschaltet, arbeitet aber nicht irgendwo
dazwischen mit gedrosselter Leistung und schlechtem
Wirkungsgrad.

Nein eben gerade ein Pelletsbrenner läßt sich eben über die laufende Beschickung drosseln, eingeschränkt im Bereich von ca. 25-100%.
Bei meinem ist der Wirkungsgrad sogar im gedrosseltem Betrieb um 1-2 % höher als bei Volllast.
Die Luftmenge wird ohnehin jeweils geregelt.
Überhaupt bekommt man eine ordentliche Verbrennung bei einem wassergekühlten Ofen nur mit einer Lambdasondengesteurten Luftzufuhr hin.

Bei einem Speicherofen hingegen wird zügig und luftig geheizt, mit einer der Jahreszeit entsprechenden Holzmenge.
Je nach Speichermasse gibt der Ofen dann eben die gespeicherte Wärme (soviel man eben geheizt hat, das lässt sich relativ einfach abschätzenoder in Kwh ausrechnen) dann relativ gleichmäsig für 24 Stunden ab, also durchaus Berufstauglich, aber als alleinige Heizung nicht Urlaubstauglich.
OL

Hi,

Die Speicherzeit ist nur eine Frage der Masse des Ofens. Viel
Stein hilft viel, soll heißen: speichert lange. Das heißt aber
auch, dass ein lange speichernder Ofen viel Zeit braucht, um
warm zu werden.

Es gibt doch für jeden Geschmack etwas, es gibt den Ofen der schnell warm wird aber die Wärme nicht lange hält, es gibt einen der mit „Stein“ verkleidet ist, etwas länger braucht dafür auch etwas länger die Wärme hält und es gibt eben die ganzlangebraucherundhalter.

Aber wie auch immer der Ofen gebaut wurde, ist die Reinigung –
es geht um erhebliche Mengen Ruß und die Arbeit findet im
Wohnzimmer statt – ein ziemlicher Schweinkram.

Nicht zwingend, unser Kaminkehrer muß nicht ins Wohnzimmer, die Revisionsöffnung ist im Untergeschoß und die Asche aus dem Ofen zu entfernen macht jetzt auch nicht so viel Dreck.

Hackschnitzelheizungen bewähren sich z. B. für Tischlereien
und Gartenbaubetriebe seit Jahrzehnten. Aber: Verwittertes
Totholz aus dem Wald ist ligninarm und beim Entasten nach
Fällarbeiten anfallendes Material hat hohen Borkenanteil.

Es handelt sich ja nicht nur um Totholz sondern auch um gelagertes Holz. Was Du allerdings mit Borken meinst weiß ich nicht. Da es Totholz war hatte es keine Rinde, es war aber auch kein Käferholz, wir haben keinen Borkenkäfer im Wald.

Das
bringt viel Volumen bei geringem Heizwert.

Der Kaminkehrer, der erst kürzlich die Heizung überprüfte, sagte der Wirkungsgrad wäre gut.

Das Material ist so
geringwertig und voluminös, dass sich der Transport über
längere Strecken nicht lohnt.

Meiner Meinung nach ist es besser, als industrieaufbereitete Pellets, aber jeden das seine.

Hackschnitzelheizungen sind
deshalb etwas für ländliche Regionen mit Wald (oder Knicks),
wo die Grundstücke groß und mit schwerem Gerät befahrbar sind
und sich der/die Bunker für einige zig Kubikmeter
Hackschnitzel unterbringen lassen.

Diesen Raum baucht man ebenfalls für Pellets, dort muß die Zufahrt noch besser geeignet sein, da sie per LKW angefahren werden.

Schredder, Transportmittel,

Treibstoff und vielleicht eine Hilfskraft müssen bezahlt
werden, aber das Brennmaterial an sich ist gratis.

Wie bereits gesagt, der Schredder kostete knapp 90,00 € und laß es noch mal 50,00€ für Diesel gewesen sein. Auf dem Land hilft man sich, Helfer sind in der Regel gratis, dafür hilft man bei Gelegenheit dem anderen auch wieder.

Auf dem
Land geht das alles problemlos, aber für die handtuchgroßen
Grundstücke Bauplätze in der Stadt, wo man kaum weiß, wohin
mit der Mülltonne, ist diese Technik nicht wirklich tauglich.

Also unsere (nicht direkten) Nachbarn, haben auf ihrem nicht allzugroßen Grundstück eine Lagerstelle für Pellets in einem Nebengebäude, die in etwa der Dimension unseres Hackschnitzelbunkers entspricht. Viele Hackschnitzelheizungen kann man auch mit Pellets beheizen, die Technik ist also in etwa gleich. Wir haben so eine Hackschnitzelheizung, die auch mit Pellets betrieben werden kann.

Dort ist man auf Pellets angewiesen, ein hochwertiger
Holzbrennstoff, dessen Preise aber vorhersehbar steigen
werden.

Jou, wie bei Industrieprodukten halt üblich.

Gruß
Tina