Hi,
Die Speicherzeit ist nur eine Frage der Masse des Ofens. Viel
Stein hilft viel, soll heißen: speichert lange. Das heißt aber
auch, dass ein lange speichernder Ofen viel Zeit braucht, um
warm zu werden.
Es gibt doch für jeden Geschmack etwas, es gibt den Ofen der schnell warm wird aber die Wärme nicht lange hält, es gibt einen der mit „Stein“ verkleidet ist, etwas länger braucht dafür auch etwas länger die Wärme hält und es gibt eben die ganzlangebraucherundhalter.
Aber wie auch immer der Ofen gebaut wurde, ist die Reinigung –
es geht um erhebliche Mengen Ruß und die Arbeit findet im
Wohnzimmer statt – ein ziemlicher Schweinkram.
Nicht zwingend, unser Kaminkehrer muß nicht ins Wohnzimmer, die Revisionsöffnung ist im Untergeschoß und die Asche aus dem Ofen zu entfernen macht jetzt auch nicht so viel Dreck.
Hackschnitzelheizungen bewähren sich z. B. für Tischlereien
und Gartenbaubetriebe seit Jahrzehnten. Aber: Verwittertes
Totholz aus dem Wald ist ligninarm und beim Entasten nach
Fällarbeiten anfallendes Material hat hohen Borkenanteil.
Es handelt sich ja nicht nur um Totholz sondern auch um gelagertes Holz. Was Du allerdings mit Borken meinst weiß ich nicht. Da es Totholz war hatte es keine Rinde, es war aber auch kein Käferholz, wir haben keinen Borkenkäfer im Wald.
Das
bringt viel Volumen bei geringem Heizwert.
Der Kaminkehrer, der erst kürzlich die Heizung überprüfte, sagte der Wirkungsgrad wäre gut.
Das Material ist so
geringwertig und voluminös, dass sich der Transport über
längere Strecken nicht lohnt.
Meiner Meinung nach ist es besser, als industrieaufbereitete Pellets, aber jeden das seine.
Hackschnitzelheizungen sind
deshalb etwas für ländliche Regionen mit Wald (oder Knicks),
wo die Grundstücke groß und mit schwerem Gerät befahrbar sind
und sich der/die Bunker für einige zig Kubikmeter
Hackschnitzel unterbringen lassen.
Diesen Raum baucht man ebenfalls für Pellets, dort muß die Zufahrt noch besser geeignet sein, da sie per LKW angefahren werden.
Schredder, Transportmittel,
Treibstoff und vielleicht eine Hilfskraft müssen bezahlt
werden, aber das Brennmaterial an sich ist gratis.
Wie bereits gesagt, der Schredder kostete knapp 90,00 € und laß es noch mal 50,00€ für Diesel gewesen sein. Auf dem Land hilft man sich, Helfer sind in der Regel gratis, dafür hilft man bei Gelegenheit dem anderen auch wieder.
Auf dem
Land geht das alles problemlos, aber für die handtuchgroßen
Grundstücke Bauplätze in der Stadt, wo man kaum weiß, wohin
mit der Mülltonne, ist diese Technik nicht wirklich tauglich.
Also unsere (nicht direkten) Nachbarn, haben auf ihrem nicht allzugroßen Grundstück eine Lagerstelle für Pellets in einem Nebengebäude, die in etwa der Dimension unseres Hackschnitzelbunkers entspricht. Viele Hackschnitzelheizungen kann man auch mit Pellets beheizen, die Technik ist also in etwa gleich. Wir haben so eine Hackschnitzelheizung, die auch mit Pellets betrieben werden kann.
Dort ist man auf Pellets angewiesen, ein hochwertiger
Holzbrennstoff, dessen Preise aber vorhersehbar steigen
werden.
Jou, wie bei Industrieprodukten halt üblich.
Gruß
Tina