Energiesparend heizen

Hallo,

welche Methode zum Heizen ist für ein Haus die ökologischste?

a) Nur die Räume, die intensiv genutzt werden heizen:
Wohnzimmer, Küche und bei Bedarf Schlafzimmer, Flur, Büro und Bad.

b) alle Räume ständig heizen, dafür jedoch die Heizung nicht so hoch drehen?

Ich denke, dass beide Methoden Vor und Nachteile haben, kann mir jedoch jemand erklären, was besser ist? Vielleicht gibt es ja noch eine andere Methode?

Vielen Dank,

Kai Becker

a) Nur die Räume, die intensiv genutzt werden heizen:
Wohnzimmer, Küche und bei Bedarf Schlafzimmer, Flur, Büro und
Bad.

b) alle Räume ständig heizen, dafür jedoch die Heizung nicht
so hoch drehen?

a: erscheint mir am logischten ; wichtig ist , das man nur kurz lüftet , und dann die Fenster wieder verschließt .
Wenn eine Fußbodenheizung da ist , braucht man nicht so viel heizen , und eine gute Isolation gelten als wichtig .

Es ist kompliziert…

Hallo,

welche Methode zum Heizen ist für ein Haus die ökologischste?

a) Nur die Räume, die intensiv genutzt werden heizen:
Wohnzimmer, Küche und bei Bedarf Schlafzimmer, Flur, Büro und
Bad.

b) alle Räume ständig heizen, dafür jedoch die Heizung nicht
so hoch drehen?

Ich denke, dass beide Methoden Vor und Nachteile haben, kann
mir jedoch jemand erklären, was besser ist? Vielleicht gibt es
ja noch eine andere Methode?

Hallo Kai,

es reicht nicht aus, die Frage nur unter dem Gesichtspunkt des Energiesparens zu berücksichtigen. Dann müßtest Du nämlich „einfach nur“ das ganze Haus luftdicht bauen und die Fenster immer geschlossen lassen. Dies wäre äußerst ungesund und würde auch bald Schimmelbildung begünstigen.

Die gesündeste Heizart sind Strahlungsheizgeräte (im Gegensatz zu den lufterwärmenden Konvektionsheizungen). Diese Heizungen lassen sich im Fußboden oder in den Wänden unterbringen. Es gibt keine Staubverwirbelung. Man spart Energie, weil man die Raumtemperatur senken kann, ohne daß subjektiv die Temperatur als zu kalt empfunden wird.

Warum muß man überhaupt lüften? Man muß nicht etwa deswegen lüften, weil die Bewohner frischen Sauerstoff benötigen. Diese Sauerstoffmenge ist letzlich sehr gering im Vergleich zum Luftvolumen im Haus und läßt sich leicht durch wenige Bewegungen austauschen. Man muß lüften, um der Feuchtigkeit im Haus einen Weg nach draußen zu ermöglichen. Diese würde sich sonst im Haus an den Wänden niederschlagen und für Schimmelpilzbefall sorgen.

So eine „Stoßlüftung“, wie sie typischerweise meistens durchgeführt wird, ist erforderlich, weil die Wärmeisolierung der Wände einen Feuchtigkeitstransport/-Ausgleich durch die Wände verhindert und die Wände durch Einsatz von Konvektionsheizung stets kälter sind als die Raumluft.
Bei einer Strahlungsheizung sind die Wände entweder ohnehin beheizt oder werden wärmer als die Raumluft, so daß sich die Feuchtigkeit nicht an den Wänden niederschlagen kann. Dann ist eine Stoßlüftung nicht mehr erforderlich und das Wohnklima verbessert sich erheblich.

Die Wärmeschutzverordnung verlangt, daß ein Haus luftdicht sein muß und total wärmeisoliert, um energiesparend zu sein. Aber hierbei wird nur der statische Fall betrachtet, bei dem die Erwärmung der Wände im Tagesverlauf und das Feuchtigkeitsproblem nicht berücksichtigt wird, und wo auch dynamische Temperaturveränderungen durch ganz verschiedene Prozesse nicht miteinbezogen wurden.

Es gibt gewisse „ideale“ Temperaturen für die Wohnräume. Das Bad sollte z.B. auf 22° geheizt sein, Schlafzimmer 18° etc. Es wäre nicht gesund, im Bad nur 15° zu haben. Daher ist die Lösung a) die richtige (energietechnisch am günstigen wäre es, gar nicht zu heizen - trivial).

Gruß,
Snubbelfoot.