Energiesparhaus Passiv vs. Aktiv

Hallo zusammen,

ich wollte mal etwas in Erfahrung bringen.

Es werden in letzter Zeit viele Energiesparhäuser gebaut, welche auf Luftwärme-Rückgewinnung, Solar, Votovoltaik und Erwärme basieren.
Was man da so liest und hört, scheint sehr interessant zu sein, da man wirklich sehr sehr geringe Heizkosten hat. Vorraussetzung solch ein Haus zu bekommen (soweit ich weiss) istes, komplett neu zu bauen.

Wie schaut es aus, wenn man ein Haus kauft, welches man gut Dammt und was gibt es für Möglichkeiten, ein „älteres“ Haus Energiesparen zu machen.

Worauf ich hinaus will ist, sollte man sich ein passives Energiesparhaus bauen lassen, oder kann man ein „älteres“ Haus was schon sagen wir mal 50 Jahre steht, genauso Energiesparend hinkriegen?!

Würde mich auf eine Antwort freuen.

Gruß

TanCok

Hallo zusammen,

Moin,

Wie schaut es aus, wenn man ein Haus kauft, welches man gut
Dammt und was gibt es für Möglichkeiten, ein „älteres“ Haus
Energiesparen zu machen.

Machbar ist alles. Die Frage ist eher ob es sich lohnt und dann noch ob es sich rechnet.

Worauf ich hinaus will ist, sollte man sich ein passives
Energiesparhaus bauen lassen, oder kann man ein „älteres“ Haus
was schon sagen wir mal 50 Jahre steht, genauso Energiesparend
hinkriegen?!

Hier würde ich die Hilfe eines Energieberaters in Anspruch nehmen. Informationen zum gesamten Themenblock gibt es, neben vielen anderen Stellen, auch hier:
http://www.kfw-foerderbank.de/DE_Home/Bauen_Wohnen_E…

Würde mich auf eine Antwort freuen.

Gruß

auch Gruß

TanCok

vnA

Wie schaut es aus, wenn man ein Haus kauft, welches man gut
Dammt und was gibt es für Möglichkeiten, ein „älteres“ Haus
Energiesparen zu machen.

Machbar ist alles. Die Frage ist eher ob es sich lohnt und
dann noch ob es sich rechnet.

Jepp. Nur die Frage des Preises. Und der baulichen Gegebenheiten. Man kann sogar eine Rückwärmeanlage in bestehende Objekte integrieren, wobei die Architektur des Hauses maßgeblich für den Preis ist (von ähnlich Neubau bis xxxxx-fach.) Ebenso ist Erdwärme nachträglich nutzbar. Solarnutzung ist ja heute schon gängig und recht unproblematisch nachträglich zu integrieren. Die entsprechende Dämmung sollte natürlich selbstverständlich sein.

Ob man allerdings das „3-L Haus“ wirtschaftlich sinnvoll aus einem Bestandobjekt „zaubern“ kann, wage ich zu bezweifeln.

Grüße

Hallo zusammen,

danke erstmal für die Antworten. Also würde sich ein 3-Liter Haus (auch langfristig gesehen mit Folgekosten und Instanhaltungskosten) eher lohnen, als wie ein älteres Haus Energiesparend herzurichten?!

Gruß

TanCok

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo zusammen,

danke erstmal für die Antworten. Also würde sich ein 3-Liter
Haus (auch langfristig gesehen mit Folgekosten und
Instanhaltungskosten) eher lohnen, als wie ein älteres Haus
Energiesparend herzurichten?!

Wobei das natürlich eine Preisfrage ist. Die Unterhaltskosten eines neuen Hauses sind sicherlich geringer, dafür ist sein Anschaffungspreis deutlich höher.
Preisbeispiel aus der Provinz:
Altbau 100.000 + 80.000 Umbau = 180.000
Neubau 200.000 + 50.000 Grundstück = 250.000
bei 5% sind das 3.500 € Zinsen pa. Da kann man ganz schön für Heizen.

Gruß

auch Gruß

TanCok

vnA

bei 5% sind das 3.500 € Zinsen pa. Da kann man ganz schön für
Heizen.

Wenn man nebenbei nicht tilgt, ja :wink:
Übrigens steht auch der Altbau auf einem Grundstück. Vergleichen wir also mal die Substanz, steht ein 50.000€-Haus gegen ein 200.000€-Haus. Und 75% Wertverlust bedeuten ein etwa 80 Jahre altes Gebäude oder überdurchschnittlich hohe Abnutzung oder sehr großer Instalthaltungsstau.
Gehen wir von 50 Jahren Bestand aus, haben wir ca 37% Wertminderung (bei Gesamtnutzungsdauer von 100 Jahren). Vergleichen wir das jetzt mal:
200.000€ - 37% = 126.000€, dazu die genannten 80.000€, komme ich auf 206.000€.
Wobei hier zusätzlich noch im Raum steht, dass das neue Haus noch Gewährleistung hat, weniger versteckte Mängel zu befürchten sind und das Haus so gebaut wird, wie man das gewünscht hat.
Die ganze Rechnung macht also nur Sinn, wenn man ein Schnäppchen erwirbt. Unter normalen Umständen und den genannten Zahlen (50 Jahre alt, 80.000€ Umbaukosten) geht das „gebrauchte“ Haus deutlich als teurer durch.

Moin,
natürlich hast du Recht. Und wenn man dann noch bedenkt, dass man bei der Raumaufteilung beim Altbau normalerweise auch noch Zugeständnisse machen muss …

Diese ganze, vollkommen richtige, Wertermittlungspraxis zeigt sich allerdings nur bedingt auf dem Konto :wink:

vnA

Hallo TanCok,

einen Altbau kann man schon sehr gut abisolieren, wenn man es richtig macht und das nötige Kleingeld hat. Ein Passivhaus daraus machen geht nicht, auch ein 3-Liter-Haus wird nicht machbar sein, u.a. weil die Bodenplatte nach unten nicht mehr isoliert werden kann. Ob das Ganze dann billiger ist als ein Neubau weiss ich nicht. Wichtig ist auf jeden Fall, dass man den Altau von einem Experten anschauen lässt, der dann entscheiden kann, ob die Isolierung wirklich möglich ist.

Ralph

Hallo TanCok,

Moin,

einen Altbau kann man schon sehr gut abisolieren, wenn man es
richtig macht und das nötige Kleingeld hat. Ein Passivhaus
daraus machen geht nicht, auch ein 3-Liter-Haus wird nicht
machbar sein, u.a. weil die Bodenplatte nach unten nicht mehr
isoliert werden kann. Ob das Ganze dann billiger ist als ein
Neubau weiss ich nicht. Wichtig ist auf jeden Fall, dass man
den Altau von einem Experten anschauen lässt, der dann
entscheiden kann, ob die Isolierung wirklich möglich ist.

Warum kann ich die Bodenplatte von unten nicht mehr isolieren? Raum hoch genug: Isolierung drauf, Estrich drüber.Fertig
Oder Raum nicht hoch genug: Boden raus, Isolierung rein, Estrich drüber.
Alles nur eine Frage des Preises.
Ach so: Die Wärmebrücken durch das aufsteigende Mauerwerk kann man auch abisolieren.

Ralph

vnA