hallo,
würde man statt eines Akkus im Handy einen Kondensator als Stromquelle verwenden
-wieviel Farad hätte dieser und wie groß wären die räumlichen Abmessungen des Kondensators?
danke
Friedrich
hallo,
würde man statt eines Akkus im Handy einen Kondensator als Stromquelle verwenden
-wieviel Farad hätte dieser und wie groß wären die räumlichen Abmessungen des Kondensators?
danke
Friedrich
Hallo Friedrich,
würde man statt eines Akkus im Handy einen Kondensator als
Stromquelle verwenden-wieviel Farad hätte dieser und wie groß wären die räumlichen
Abmessungen des Kondensators?
Das kann man nicht direkt miteinander vergleichen.
Bei einem Akku, bleibt die Spannung annähernd konstant, während dieser entladen wird.
Bei einem Kondensator entspricht die Spannung direkt dem Ladezustand. Wenn also der Kondensator halb entladen ist, hat er auch nur noch die halbe Spannung. Da die Elektronik aber eine konstante Spannung benötigt, ergibt dies ein ziemlich hoher Schaltungsaufwand, welcher zudem den Stromverbrauch des Gerätes erhöht.
Man kann zwar theoretisch mAh eines Akkus, bei bekannter Spannung, in die Kapazität und Spannung eines Kondensators umrechen, der erhaltene Wert ist aber für praktischen Anwendungen unbrauchbar.
MfG Peter(TOO)
Hallo,
würde man statt eines Akkus im Handy einen Kondensator als
Stromquelle verwenden
-wieviel Farad hätte dieser und wie groß wären die räumlichen
Abmessungen des Kondensators?
rechne es doch aus.
Eine gewöhnliche NiMH-Akkuzelle (Größe „AA“) hat eine Kapazität von ≈2700 mAh bei 1.2 V Spannung (steht beides außen drauf). Ihr Energieinhalt ist also ≈1.2 · 2.7 Wh = 3.24 Wh. Ein Handy-Akkupack aus mehreren leistungsstarken Lithium-Zellen dürfte also ungefähr 10 Wh Energie beinhalten.
Sog. Doppelschicht-Kondensatoren („GoldCaps“, SuperCaps" etc.) modernster Technologie bieten laut Wikipedia [*] derzeit Energiedichten von ca. 4.7 Wh/l.
[*] http://de.wikipedia.org/wiki/Doppelschicht-Kondensator
Ergebnis: Man müsste ein Volumen von mehr als zwei Litern (= zwei große Tetrapacks Milch nebeneinander) mit solchen Kondensatoren füllen, damit das Ding dem Handyakku – wenigstens energiemäßig – gleichkäme.
Gruß
Martin
Hi…
würde man statt eines Akkus im Handy einen Kondensator als
Stromquelle verwenden
-wieviel Farad hätte dieser und wie groß wären die räumlichen
Abmessungen des Kondensators?
rechne es doch aus.
Eine gewöhnliche NiMH-Akkuzelle (Größe „AA“) hat eine
Kapazität von ≈2700 mAh bei 1.2 V Spannung (steht
beides außen drauf). Ihr Energieinhalt ist also ≈1.2 ·
2.7 Wh = 3.24 Wh. Ein Handy-Akkupack aus mehreren
leistungsstarken Lithium-Zellen dürfte also ungefähr 10 Wh
Energie beinhalten.
Handyakkus sind im Allgemeinen so klein, daß sie nicht aus mehreren Zellen bestehen und auch (relativ) wenig Kapazität haben. Meiner zB 3,4 Wh, also nicht viel mehr als Dein Mignon-Akku.
Sog. Doppelschicht-Kondensatoren („GoldCaps“, SuperCaps" etc.)
modernster Technologie bieten laut Wikipedia [*] derzeit
Energiedichten von ca. 4.7 Wh/l.
Der Raumbedarf liegt also unter 1 l, ist aber immer noch viel zu groß. Laut Wikipedia wird erwartet, daß etwa 60 Wh/l irgendwann erreicht werden. Dann wäre ein Kondensator mit 57 cm³ notwendig, das wäre etwa so groß wie ein durchschnittliches Handy (incl. konventionellem Akku).
Fazit: Auch in Zukunft taugt ein Kondensator nicht als Energiespeicher für Mobiltelefone, es sei denn, deren Stromverbrauch wird massiv verringert oder man ist mit sehr kurzen Laufzeiten zufrieden.
genumi
Hallo Peter
Das kann man nicht direkt miteinander vergleichen.
Bei einem Akku, bleibt die Spannung annähernd konstant,
während dieser entladen wird.Bei einem Kondensator entspricht die Spannung direkt dem
…
umrechen, der erhaltene Wert ist aber für praktischen
Anwendungen unbrauchbar.
Im Prinzip gebe ich dir ja recht, allerdings meine ich, dass in der Praxis ein DC/DC-Wandler in solchen Anwendungen oft gerechtfertigt ist und damit einen direkten Vergleich doch wieder ermöglicht:
Ein Satz Doppelschichtkondensatoren ist _so_ teuer, dass ein Wandler den Preisrahmen nicht sprengt (es sei denn, seine Leistung muss so hoch sein, dass die Ladung der Kondensatoren in kürzester Zeit gewandelt werden muss). Den Wirkungsgrad kann man mit ungefähr 90 % ansetzen, und wenn man, um den Wirkungsgrad des Wandlers hoch zu halten, nur eine Entladung auf 50% der Ladespannung annimmt, werden schon 75% der Energie im Kondensator genutzt. Bei Entladung auf 32% sogar 90%. Aus den zwei Tetrapacks werden also gerade mal 2 1/2 bis 3 Tetrapacks.
Nehmen wir mal die ursprünglich Frage ernst; nehmen wir an, dass aus bestimmten Gründen z. B. kein chemischer Sammler zulässig ist. Dann wäre das eine Anwendung, für die meine Überlegung zutrifft. Wer allerdings ein (Modell)Flugzeug mit Kondensatoren betreiben will, hat schlechte Karten… Es hängt halt von der Applikation ab.
Grüße
Uwe
(PS: Ich bin mir sicher, dass du das alles auch selber weißt, also will und brauche ich nicht dich „belehren“, sondern nur allgemein vollständiger antworten.)