Energieverbrauch erfassen

Hallo@all,

ich bin auf der Suche nach einer kostengünstigen Lösung für folgendes Szenario:

Ich möchte mir eine Steckdosenleiste selber bauen, diese soll 10 bzw. 14 Schukosteckdosen bekommen, soweit kein Problem.

Jetzt möchte ich aber für jede einzelne Dose den Energieverbrauch erfassen/messen und z.B. alle 5 min. die Daten an einen Unix-Rechner übergeben, um dann die Verbrauchswerte in eine MySQL-Datenbank zu schreiben, um sie weiter verarbeiten zu können.

Hat einer so eine Lösung oder Tipps für mich, wie man so etwas umsetzen kann.

Ich sage schon einmal Danke.

Grüße
Sven

Servus

Vll. kannst du mehrere solche Energiekostenmessstecker wie
Conrad 125331 (bzw billigere) kaufen und umbauen…

Gruß

Hallo Marco85,

ich dachte eher an einen Aufbau mit einen Digitalen Wechselstromzähler (z.B. Conrad 125363) mit S0-Impuls, KNX/EIB oder M-Bus.

Hallo,

eine kostengünstige Lösung ist nicht so einfach zu realisieren, weil die Daten potentialfrei auf den PC übertragen werden müssen. Bei allen Energiemessgeräten ist die Elektronik mit dem Stromnetz verbunden. Die einfachste Methode ist, die Daten per Funk zu übertragen.
Hier kannst Du einige Systeme sehen, die auch in eine MySQL-Datenbank schreiben können, aber leider nicht kostengünstig sind.

http://www.awis-gmbh.com/Produkte/logger2.php
http://www.awis-gmbh.com/Produkte/zaehler3.php

Mit einem elektronischen Wechselstromzähler mit Impulsausgang hast Du zwar die galvanische Trennung, es werden aber nur Impulse pro kWh ausgegeben.

Gruß
Axel

Hallo Axel-W,

so wie es ausschaut, ist die Beiliegende Software für Windows und daher für mich nicht geeignet, außerdem kann ich in dem Raum, in dem das Ganze aufgebaut werden soll, kein Funk und WLAN einsetzen.

jetzt muss ich nochmal was fragen.

Hier kannst Du einige Systeme sehen, die auch in eine
MySQL-Datenbank schreiben können,

wo finde ich die Information bei AWIS, wie der Datenoutput ausschaut.

Das Datenformat ist nicht zugänglich, wird kundenspezifisch (auch.csv) angepasst.

Gruß
Axel

weist du zufällig, wo sich das ganze preislich ansiedelt, wenn man z.B. 10 Dosen erfassen möchte.

weist du zufällig, wo sich das ganze preislich ansiedelt, wenn
man z.B. 10 Dosen erfassen möchte.

wie gesagt, wegen der Messgenauigkeit nicht billig, ich denke ca. 800 - 1000 €

Gruß
Axel

Jetzt möchte ich aber für jede einzelne Dose den
Energieverbrauch erfassen/messen und z.B. alle 5 min. die
Daten an einen Unix-Rechner übergeben, um dann die
Verbrauchswerte in eine MySQL-Datenbank zu schreiben, um sie
weiter verarbeiten zu können.

Hallo,

wenn das der Energieersparnis dienen soll, vergiss es. Von den Kosten kannst du jahrelangen Strom-Mehrverbrauch bezahlen, und zu allem Übel verbraucht das Messsystem selbst ja auch noch Strom. Ich halte es für ausgeschlossen, dass du in absehbarer Zeit auf eine positive Gasmtbilanz kommst (aber vielleicht brauchst du das System, um genau das festzustellen…).

Gruss Reinhard

Genau das ist das Problem, ich muss die Stromkosten der Verbraucher, aus Steuergründen, erfassen und hab keine Lust 2000 oder 3000 EUR auszugeben.

Genau das ist das Problem, ich muss die Stromkosten der
Verbraucher, aus Steuergründen, erfassen und hab keine Lust
2000 oder 3000 EUR auszugeben.

Also 10-14 Kostenstellen, die alle getrennt behandelt werden müssen?

Das geht nicht kostengünstig.
Alleine die Erfassung von Wirkleistungen / Wirkarbeit ist alles andere als trivial, da je nach Art der Verbraucher Strom und Spannung hochfrequent abgetastet, multipliziert und integriert werden müssen.
Ferraris-Zähler mit Impulsausgang würden nicht gehen? Oder optische Abtastung der Drehscheibe? Dann würde man schonmal die Erfassungselektronik durch billige Mechaink ersetzen können, zudem hätte man das Rollenzählwerk der Zähler als Backup-Speicher.
Geeichte Ferrariszähler sind so für 30€ erhältlich - also auch hier sind schon einige hundert Euro zu verballern, ohne die elektronische Erfassung!

Genau das ist das Problem, ich muss die Stromkosten der
Verbraucher, aus Steuergründen, erfassen und hab keine Lust
2000 oder 3000 EUR auszugeben.

Ich habe da nochmal ne Nachfrage.
So eine Steckdosenleiste kann ja nur sehr wenig Leistung verteilen, die sich dann auf die 10-14 Verbraucher aufteilt. Als Dauerleistung würde ich da nur ungern mehr als 10A drüber laufen lassen.
Warum muss man denn für so kleine Verbraucher die elektrische Arbeit so genau (und so detailliert) erfassen?
Ist das nicht ein bisserl viel Aufwand?

Was läuft denn an den Steckdosen?
Besteht nicht die Möglichkeit, das zu Schätzen / Hochzurechnen?

Hallo,

also ich bekomme von einem Elektriker diese Zähler (Firma NZR, Artikel-Nr.: 0803 012x) mit M-Bus und Geeicht für ca. 40 EUR/Stck., die erfassen mir den Verbrauch, nur wie bekomme ich jetzt diese M-Bus-Daten, von dem Zähler, in eine MySQL-Datenbank auf einen Linux-Rechner um sie dann weiter bearbeiten zu können.

Genau das ist das Problem, ich muss die Stromkosten der
Verbraucher, aus Steuergründen, erfassen und hab keine Lust
2000 oder 3000 EUR auszugeben.

Ich habe da nochmal ne Nachfrage.
So eine Steckdosenleiste kann ja nur sehr wenig Leistung
verteilen, die sich dann auf die 10-14 Verbraucher aufteilt.
Als Dauerleistung würde ich da nur ungern mehr als 10A drüber
laufen lassen.

also mein billig Messgerät und meine USV, zeigen mir so 1800 bis 2400 Watt an, der Sicherungsautomat hat 16A, das entspricht, glaube ich, 3500 Watt. Da hat es bis jetzt keine Probleme gegeben.

Außerdem wollte ich das ganze jetzt bei dieser Umstellung, auf zwei oder drei Zuleitungen aufteilen und noch eine weitere USV dazu stellen.

Warum muss man denn für so kleine Verbraucher die elektrische
Arbeit so genau (und so detailliert) erfassen?
Ist das nicht ein bisserl viel Aufwand?

Was läuft denn an den Steckdosen?

Das Problem ist, das ich drei Firmen habe, im Keller stehen die Rechner, Switche usw., das ganze Zeug hängt aber an einer Steckdose. Jetzt soll ich für jeden Verbraucher, den Energiebedarf einzeln ermitteln und der jeweiligen Firma zuordnen.

Auf deine Frage mit dem Aufwand, die kleinen Verbraucher bei mir, Verbratten so ca. 3500 EUR/Jahr an Strom, weil die 365 Tage im Jahr laufen und das ist für mich eine ganze menge, daher muss ich die Kosten erfassen und auch jeder Firma zuweisen.

Besteht nicht die Möglichkeit, das zu Schätzen /
Hochzurechnen?

Ich hatte es bis jetzt immer geschätzt, jedoch meinte der Prüfer, das da Zähler eingebaut werden sollen/müssen, und am besten Geeichte.

Das erfassen ist soweit kein Problem, dafür würde ich die Zähler von der Firma NZR (Artikel-Nr.: 0803 012x) nehmen, jetzt dachte ich mir halt nur, wenn ich schon so teure Zähler einbaue, wieso packe ich mir die Daten nicht gleich in eine Datenbank, da könnte ich mir dann eine tolle Seite bauen, wo ich auch den Verbrauch grafisch darstellen kann z.B. mit MRTG > http://oss.oetiker.ch/mrtg/ und Überwachen lässt sich das ganze dann auch noch, z.B. mit Nagios > http://www.nagios.org/ und wenn dann mal der Stromverbrauch ausbleibt oder zu hoch ist, bekomme ich eine SMS.

Moin,

Außerdem wollte ich das ganze jetzt bei dieser Umstellung, auf
zwei oder drei Zuleitungen aufteilen und noch eine weitere USV
dazu stellen.

Zu den meisten professionellen USV gibt es auch entsprechende PDU’s mit NIC. Bei denen kann man die Verbrauchswerte per SNMP auslesen.

jetzt dachte ich mir halt nur, wenn ich schon so teure Zähler
einbaue, wieso packe ich mir die Daten nicht gleich in eine
Datenbank, da könnte ich mir dann eine tolle Seite bauen, wo
ich auch den Verbrauch grafisch darstellen kann z.B. mit MRTG
> http://oss.oetiker.ch/mrtg/ und Überwachen lässt sich das
ganze dann auch noch, z.B. mit Nagios > http://www.nagios.org/

MRTG ist out, der Nachfolger heißt „Cacti“. Arbeitet auch mit den Oetiker-Routinen. Gibt vor allem viele nette Addons dazu - damit kann man sich auch eine Überwachung/Alarmierung aufbauen, ohne dafür extra ein Nagios aufsetzen zu müssen.

und wenn dann mal der Stromverbrauch ausbleibt oder zu hoch
ist, bekomme ich eine SMS.

SMS ist für eine zuverlässige Alarmierung nicht geeignet, weil die meisten Provider keine zeitnahe Zustellung garantieren. Alternative: der gute alte Pager - wenn auch Steinzeit-Tech. :wink:

Gruß
Stefan