Fliesst bei einem geerdetem Leiter im Haushalt bei regulärem Betrieb eigentlich ein winziger Strom, weil das Erdreich Ladung aufnehmen kann? Oder ist dies bald gesättigt? Habe ich also einen ständig kleinen Energirverlust?
Noch schlimmer … der komplette Strom
Hallo franz,
von Deinem Energieversorger bräuchte nur eine einzige Leitung ankommen. Die hat 230V, und der Rückleiter ist die Erde.
Real kommen 3 an. Das sind aber auch nur 3 X Leitungen mit 230V, der Rückleiter ist immer noch die Erde. Nur wenn Du von den 3 Phasen 2 oder alle 3 benutzt, nur dann fließt der Strom quasi zwischen den Leitungen und nicht durch die erde.
Was bei dir der Neutralleiter ist, dass ist vor dem Haus irgendwo einfach eine gute Erdverbindung.
P.S.: Die Erde ist übrigens kein schlechter Leiter, sondern ein perfekter. Bei einem idealen Anschluss (also der Kontakt Deines Hauses mit einem Stab tief versenkt in der Erde) ist er weltweit praktisch 0Ohm!. Dein Energieversorger könnte (was den Rückleiter betrifft) auch ruhig in Australien sein.
Gruß
achim
Hallo Achim,
das stimmt nicht so ganz.
von Deinem Energieversorger bräuchte nur eine einzige Leitung
ankommen. Die hat 230V, und der Rückleiter ist die Erde.
Das wäre sehr unpraktisch.
- Bräuchte man einen riesigen Erder, um den Strom sicher zur Erde zurückführen zu können.
- Wäre dieser Erder erheblicher elektrochemicher Korrosion ausgesetzt.
In einigen Entwicklungsländern oder bei Seekabeln macht man das auf der Hochspannungsseite, weil da der Rückstrom nicht so hoch ist.
Real kommen 3 an. Das sind aber auch nur 3 X Leitungen mit
230V, der Rückleiter ist immer noch die Erde. Nur wenn Du von
den 3 Phasen 2 oder alle 3 benutzt, nur dann fließt der Strom
quasi zwischen den Leitungen und nicht durch die erde.
Falsch, es kommen 3 Phasen und Neutralleiter an. Der Neutralleiter wird zwecks Potentialausgleich am Hausanschluß mit der Hauserde verbunden. 3-phasige Leitungen ohne N-Leiter benutzt man nur für Lasten, die keinen Rückleiter benötigen, z.B. Trafos oder Motoren.
Was bei dir der Neutralleiter ist, dass ist vor dem Haus
irgendwo einfach eine gute Erdverbindung.
So einfach ist es nicht, 20-30 A, bei größeren Häusern sicher noch viel mehr, mit einem Erder im Boden zu „versenken“.
P.S.: Die Erde ist übrigens kein schlechter Leiter, sondern
ein perfekter. Bei einem idealen Anschluss (also der Kontakt
Deines Hauses mit einem Stab tief versenkt in der Erde) ist er
weltweit praktisch 0Ohm!. Dein Energieversorger könnte
(was den Rückleiter betrifft) auch ruhig in Australien sein.
Das mag vielleicht sein, aber der Erder selbst stellt immer einen Engpass dar, der den Erdungswiderstand erheblich erhöht.
Jörg
Das mag vielleicht sein, aber der Erder selbst stellt immer
einen Engpass dar, der den Erdungswiderstand erheblich erhöht.
Genau.
Der Vorteil des 3-Phasenwechselstroms ist ja, daß die Ströme im Rückleiter annähernd 0 sind.
LG
Stuffi
Mein Sämpft auch noch
Hi Stuffi,
Der Vorteil des 3-Phasenwechselstroms ist ja, daß die Ströme
im Rückleiter annähernd 0 sind.
das stimmt nur, wenn die Phasen gleich belastet sind - ein Zustand, den Du nur da hast, wo die Phasen Drehstrommaschinen versorgen. Wo die 3 Phasen zur Verteilung der 220 V im Haus dienen, wird dieser Ausgleich nie erreicht.
Gruß Ralf
huhu,
das stimmt nicht so ganz.
von Deinem Energieversorger bräuchte nur eine einzige Leitung
ankommen. Die hat 230V, und der Rückleiter ist die Erde.Das wäre sehr unpraktisch.
- Bräuchte man einen riesigen Erder, um den Strom sicher zur
Erde zurückführen zu können.- Wäre dieser Erder erheblicher elektrochemicher Korrosion
ausgesetzt.
In einigen Entwicklungsländern oder bei Seekabeln macht man
das auf der Hochspannungsseite, weil da der Rückstrom nicht so
hoch ist.
ich glaube, achim wollte dem fragenden nur erklaeren, dass kein neutralleiter notwendig ist, damit die lampe brennt.
Real kommen 3 an. Das sind aber auch nur 3 X Leitungen mit
230V, der Rückleiter ist immer noch die Erde. Nur wenn Du von
den 3 Phasen 2 oder alle 3 benutzt, nur dann fließt der Strom
quasi zwischen den Leitungen und nicht durch die erde.Falsch, es kommen 3 Phasen und Neutralleiter an. Der
Neutralleiter wird zwecks Potentialausgleich am Hausanschluß
mit der Hauserde verbunden.
das kommt auf das netzsystem an. beim it-netz kommen nur 3 leiter an, beim tt-netz 4 und beim tn-s-netz 5.
mfg:smile:
rene
Hallo Rene,
von Deinem Energieversorger bräuchte nur eine einzige Leitung
ankommen. Die hat 230V, und der Rückleiter ist die Erde.Das wäre sehr unpraktisch.
- Bräuchte man einen riesigen Erder, um den Strom sicher zur
Erde zurückführen zu können.- Wäre dieser Erder erheblicher elektrochemicher Korrosion
ausgesetzt.
In einigen Entwicklungsländern oder bei Seekabeln macht man
das auf der Hochspannungsseite, weil da der Rückstrom nicht so
hoch ist.ich glaube, achim wollte dem fragenden nur erklaeren, dass
kein neutralleiter notwendig ist, damit die lampe brennt.
Es klang aber so, als ob das tatsächlich ausreichen würde und auch so gemacht wird. Eine 230-V-Heizer mit 2000W würde ich aber nicht so betreiben wollen.
Falsch, es kommen 3 Phasen und Neutralleiter an. Der
Neutralleiter wird zwecks Potentialausgleich am Hausanschluß
mit der Hauserde verbunden.das kommt auf das netzsystem an. beim it-netz kommen nur 3
leiter an, beim tt-netz 4 und beim tn-s-netz 5.
Wohnhäuser und andere kleinere Gebäudeeinheiten werden aber üblicherweise mit dem TN-C-S-Netz versorgt und da kommen vom Versorger immer 4 Leitungen an. Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/TN-C-S-System
Jörg
Hi Stuffi,
Der Vorteil des 3-Phasenwechselstroms ist ja, daß die Ströme
im Rückleiter annähernd 0 sind.das stimmt nur, wenn die Phasen gleich belastet sind - ein
Zustand, den Du nur da hast, wo die Phasen Drehstrommaschinen
versorgen. Wo die 3 Phasen zur Verteilung der 220 V im Haus
dienen, wird dieser Ausgleich nie erreicht.
In Summe mehr oder weniger schon - nicht in einer Wohnung, aber in 1.000…
Also für eine Freileitung wirds zutreffen und Verkabelungen in Häusern sind sowieso mit Nullleiter ausgeführt.
LG
Stuffi