ich habe ein Frage zum Nachtspeicherofen-Energiebedarf im Einfamilienhaus (Bj. 1980) meiner Eltern. Derzeit beläuft sich dieser auf einem Gesamtwert von 20300 kWh pro Jahr (~2800,- €).
Die Wohnfläche des Hauses (mit Treppenhaus, Keller und Wintergarten) beträgt ca. 500qm. Auf jeder Etage befinden sich mehrere Öfen in drei Größen (MALAG, NF4048), die alle im Einsatz sind.
Alle sind, wie es ausschaut, mit Asbest. Das ist schlimm.
EG: 4 große, 4 mittlere, 1kleiner
Etage: 3 große, 4 mittlere
Keller: 3 große, 1kleiner
Kann jemand etwas zum Verbrauch sagen? Ist dieser nicht viel zu hoch? Wieviel wird normalerweise pro Person und qm pauschal gerechnet?
Derzeit ist nämlich nur eine Person mit Hund im Haus…
Welche Alternativen hat man für das Umrüsten auf umwelt- und resourcenfreundliche Wärmeerzeugung? Kann man nicht seinen eigenen Nachtstormbedarf mit Photovoltaik erzeugen?
Das Haus sollte von der Isolierung auf gutem Stand der 80er sein, allerdings liegen im Haus nur Kaltwasserleitungen, was das Umrüsten auf ein anderes Heizungssystem und alternive Warmwasserbereitung einschränkt.
Nachtspeicheröfen sind neben Radiatoren die teuerste (und unkomfortabelste) Art, ein Haus zu heizen. Das mal vorweg. Jede andere Heizung macht es erstmal billiger.
Eine neue Heizung zu installieren, ist natürlich sehr aufwändig. Vor allem bei den Gegebenheiten. Du müsstest in alle Räume Rohre legen. Und hier stellt sich die Frage, ob sich das lohnt. Wenn eine Renovierung eh anliegt, lohnt es sich!
Die Wohnfläche finde ich jetzt etwas sehr hoch. Als Anhaltspunkt kann ich dir den Verbrauch für ein Haus mit 180 qm (und das ist groß) nennen: Das hat eine Heizleistung von 40.000 kWh (inkl. Warmwasser).
Fotovoltaik für einen Nachstspeicherofen ist sinnlos. Erstens hast du Nachts keine Sonne, zweitens (und das ist der eigentliche Haken) kriegst du die benötigte Leistung nicht hin. Es sei denn, du hast viiiel Platz und Geld für viele Solarzellen.
Und unsinnig ist es auch. Aus der Sonne Strom machen und dann wieder Wärme. Da sind Solarkollektoren besser. Aber dann sind wieder Rohre für eien Heizung nötig.
Das beste wird sein, du baust ein paar Rohre ein und installierst eine moderne Heizung. z.B. Wärmepumpe plus Solarkollektoren…
Haelge
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Nachtspeicheröfen sind neben Radiatoren die teuerste (und
unkomfortabelste) Art, ein Haus zu heizen.
Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass allein für das Haus meiner Eltern ein „schneller Brüter“ benötigt wird.
Eine neue Heizung zu installieren, ist natürlich sehr
aufwändig. Vor allem bei den Gegebenheiten. Du müsstest in
alle Räume Rohre legen. Und hier stellt sich die Frage, ob
sich das lohnt. Wenn eine Renovierung eh anliegt, lohnt es
sich!
Leider steht eine Renovierung nicht an! Und meine Mutter ist mit Ende 60 leider auch nicht bereit an Ihrem Energieverschleiß viel zu ändern . Daher muss ich erst mal seniorentaugliche Argumente finden…
Die Wohnfläche finde ich jetzt etwas sehr hoch. Als
Anhaltspunkt kann ich dir den Verbrauch für ein Haus mit 180
qm (und das ist groß) nennen: Das hat eine Heizleistung von
40.000 kWh (inkl. Warmwasser).
Das sind die Auskünfte meiner Mutter. Ich habe geschätzt, dass jede Etage etwa 100qm haben könnte. Und jetzt kommt erst der Hammer! Meine Mutter wohnt allein mit einem Hund auf dieser Fläche und kein Raum ist nicht eingerichtet…
Ich wohne mit zwei Personen und Hund in einer 80qm-Etagenwhg…
Das beste wird sein, du baust ein paar Rohre ein und
installierst eine moderne Heizung. z.B. Wärmepumpe plus
Solarkollektoren…
Jope, wie gesagt, das ist schwierig! Aber ich habe noch etwas über Klimakonvektoren gelesen. Was ist davon zu halten?
ich möchte gerne noch etwas anmerken.
Und zwar gibt es drei Wehrmutstropfen in diesem Haus.
Eine Dachfläche des Satteldachs steht nach Süden und hat eine geringe Steigung.
Das große Familienbad im 1. Stock und eine kleines Gästebad im Erdgeschoss sind an einem Warmwasserboiler im Keller angeschlossen.
Es gibt im Haus einen sehr großen Kamin, an dem eine offene Feuerstelle im Erdgeschoss angeschlossen ist, welche das Zentrum des Hauses (EG: ein Vorraum mit den zwei verbundenen Räumen des Wohnzimmers, 1. Et: wie EG, jedoch ein halbes Zimmer weniger)
Könnte man an dieser Stelle nicht einen wärmespeichernden Kachel- oder Spechsteinofen hinbauen?
Ich bin nicht sicher, denn die Bezeichnung des Ofens taucht in der Asbestliste auf. Das Bj. muss ich noch genau herausfinden. Ich finde die Liste etwas unschlüssig.
Kann jemand etwas zum Verbrauch sagen? Ist dieser nicht viel
zu hoch? Wieviel wird normalerweise pro Person und qm pauschal
gerechnet?
Dazu wurde bereits etwas beigetragen.
Dazu meinte Haelge 180qm brauchen 40000kWh Heizleistung. Hier sind es jedoch merh als doppelt soviel qm. Demanch sollte unser Haus wenigstens 80000kWh verbrauchen?
Wie kann man die Heizleistung mit der Stromleistung von 20300, die fürs Heizen verwendet wurde, gleich setzen?
konstruktive Hinweise kann ich keine geben, bin kein Installateur, aber vielleicht zum Verbrauch.
Wir brauchen in einem Haus mit ca. 350m² Nutzfläche (ich denke davon ist die Rede) mit Gas-Zentralheizung je nach Kälteperioden im Winter ca. 25-35.000kW/h.
Somit wäre der Verbrauch 20.300 kW/h bei 500m² recht günstig.
Ich gehe aber mal davon aus, dass Frau Mutter nur wenige Räume beheizt.
Ein direkter Vergleich ist somit schwierig.
Wir brauchen in einem Haus mit ca. 350m² Nutzfläche (ich denke
davon ist die Rede) mit Gas-Zentralheizung je nach
Kälteperioden im Winter ca. 25-35.000kW/h.
Ich glaube, dass der Wirkungsgrad einer elektrischen Heizung nur einem Viertel der Pumpenwarmwasserheizung entspricht. Niht nur, dass meine Mutter unter diesen Verhältnissen relativ wenig Strom fürs heizen verbraucht, es sollte somit auch mehr als ein Viertel kälter sein als bei Dir.
Trotz aller Sparsamkeit lässt sich nichts anderes sagen, als dass diese Nachspeicherheizung nur äußerst energieunbewusst verwenden werden kann.
Hi, eine Stromheizung ist natürlich unwirtschaftlich und relativ unsinnig.
Aber aufgrund der Verluste bis der Strom erzeugt und bis er beim Zähler angekommen ist.
Deshalb ist er auch relativ teuer.
Aber der Strom selbst, der einmal da ist wird dann mit höchstem Wirkungsgrad in Wärme umgewandelt,
was bei kaum einer anderen Heizung so verlustfrei funktioniert.
(Wasserdampf, Schornstein, etc.)
Das heisst bei 25000KWh elektrischer Leistung hast du 25000KWh In Wärme umgewandelt.
bei einem Brennwert von 25000KWh (welches Brennmaterial auch immer) hast du mehr oder weniger Verluste je nach Wirkungsgrad der Anlage.
bekommst also vielleicht nur 15000- 20000 KWh als Wärme.
Du musst also um einige MWh mehr Brennmaterial einkaufen, was im Normalfall aber doch immer noch erheblich billiger und wirtschaftlicher ist, als bei Strom.
OL
ich habe hier 55m² Wohnung von 1929 (schlecht isoliert) mit moderner Gasetagenzentralwasserheizung von 1999.
Ich habe im letzten Verbrauchsjahr (07/06-07/07) 707m³ Gas (vom Versorger umgerechnete 7509kWh) Gas verbraucht.
ich habe ein Frage zum Nachtspeicherofen-Energiebedarf im
Einfamilienhaus (Bj. 1980) meiner Eltern. Derzeit beläuft sich
dieser auf einem Gesamtwert von 20300 kWh pro Jahr (~2800,-
€).
Wenn Deine Angaben mit den 500m² stimmen, wäre der Verbrauch doch ganz Ok.
Ansonsten gilt eben: Wenn Deine Mutter nicht auf Ihre Gewohnheiten (siehe Beitrag unten) verzichten möchte, mußt Du sie eben bluten lassen bis sie Pleite ist. Unsere Mutter hat nun daraus gelernt, daß sie nicht mehr wie bereits 32 Jahre Ihres Lebens mit einem solventen Geschäftsmann zusammenlebt. Sie läuft mittlerweile zu Fuß in die Stadt vom äußersten Stadtrand aus )