wir sind kurz davor ein Haus aus dem Bj. 1978 zu kaufen und werden aus der EnEv einfach nicht schlau. Folgende Themen sind noch wacklig:
Fenster: diese sind noch aus dem Baujahr, allerdings schon doppeltverglast- ist hier etwas fällig?
Wände: wann muss man hier neu dämmen?
Dachboden: Ist ausgebaut (nicht bis in den Spitzboden) und hier hat auch schon einmal jemand gewohnt (Wasserleitungen, Fussbodenheizung,…ist verlegt)…muss man hier was machen? Wände sind mit Holz"Dielen" verkleidet, Dach wurde bereits damals isoliert.
Dunstabzugshaube: Was muss hier erfüllt werden?
Schiebetüren: Alleine in unserem Wohnzimmer sind drei große Doppel-Schiebetüren zum Garten. Müssen diese ausgewechselt werden?
Vielen Dank für die Hilfe. Evtl. noch anfängermäßig aber ich habe bis jetzt noch nichts wirklich eindeutiges und hilfreiches gefunden.
Nächste Woche haben wir einen Termin bei einem Energieberater, jedoch würden wir uns gerne vorher schon etwas besser mit der Materie auskennen.
Vielen Dank!
Meike
P.S.: Ab wann ist ein Haus eigentlich ein „Altbau“?
wie kommen Sie auf die Idee das Sie renovieren müssen?
Haben Sie ein rund um Wärmebild machen lassen ? Áchtung Sie sollten die Wärmebilder jetzt im winter machen lassen, von einer Person ihres vertrauens nicht von einem handwerker oder ähnl. der an einer renovierung verdienen könnte, erst nach dem sie lücken bzw. kältebrücken erkennen können sie mit dem Energieberater an Lösungen gehen, auch die Heizung verdient ihre aufmerksamkeit, schauen sie sich die messprotokolle vom Schornsteinfeger der vergangenen messungen an, alte heizungen sollten zuerst erneuert werden, dann stehen fenster und dann erst wände an…
je nach dem was sie erreichen wollen, geringe heizkosten kann man schon mit einer effizienten steuerung der heizung erreichen und mit dem absenken der raumtemperatur… machen sie also zuerst einen schlachtplan wo lücken bzw. wärmeverlust droht dort können sie ja loslegen und dann zug um zug die weiteren massnahmen ergreifen.
mfg
Vielen Dank für die Anfrage, dessen Beantwortung auf dieser Plattform wirklich den Rahmen sprengen würde.
Um die letzte Frage als Erstes zu beantworten, so gehört bereits ein neues Gebäuden zum Altbau, weil nach konventionellen Methoden gebaut wurde. Die zukunftsorientierten Gebäude bestehen aus einem massiven Kern und einer geschlossenen Gebäudehülle ohne Pfosten-Riegelkonstruktion; also ohne WDVS und keinerlei Kältebrücken. Moderne Gebäude mit dieser Basis, bewirtschaften sich für viele Jahre, in Abhängigkeit der eingebauten Technik, eigenständig.
Ein Gebäude aus dem Jahr 1978 ist einem heutigen „Neubau“ gleichzusetzen, wobei der Preis immer eine Frage nach der bereits überflüssigen energetischen Aufbereitung ist. Kein Mehrwert für falsche „Sanierungen“.
Die meisten Energieexperten berechnen eine Sanierung nach den möglichen Faktoren, die sie kennen. Am Besten, man fragt ihn nach den Erfahrungen zur vakuumierten Paneele („VIP“). Solle er da zögern, so ist dieser Experte nicht auf dem neuesten Stand und trägt nicht zu optimalen Beratung Eures Gebäudes bei.
Bei allen Überlegungen solltet Ihr berücksichtigen, welche Amortisationszeit zur Investition stehen. Diese sollte keinesfalls, auch wenn die Zuschüsse und kostengünstigen Darlehen noch so günstig aussehen mögen, nicht länger als 5 Jahre betragen.
Hallo Meike,
in der EnEV sind die Nachrüstverpflichtungen im § 10 definiert. Nach deiner Schilderung liegen keine Nachrüstverpflichtungen vor.
Eine Energieberatung scheint sinnvoll. Schau dir mal vorher den offiziellen BAFA-Musterbericht an, dann weißt du, was du erwarten kannst. Diesen findest du unter http://www.solaroffice.de/downloads
hallo meike,
wenn ihr euch in kürze mit einem kollegen trefft,kann euch dieser bei der begehung des zu erwerbenden objektes genau sagen, was zu tun ist.
aus der entfernung heraus, ist dieses immer sehr schlecht zu beurteilen.
die kollegen handeln unabhängig und sind verpflichtet alle mägel aufzulisten.
dann wäre es an euch, an hand dieser liste zu überlegen, ob sich ein kauf lohnt.
aber auch der verkäufer ist verpflichtet euch einen energieausweis vorzulegen.
sollten weitere fragen auftauchen, helfe ich gerne, denke aber,das der kollege genauso kompetent sein wird.
freundliche grüsse aus dem alten land.
H.D. te Poele Dr.h.c.
Hallo Meike,
Die EneV ist eine Verordnung für alle und deshalb allgemein, … leider… (…konkret s.u.)
´78 ist auf jeden Fall Altbau.
Wenn das meiste im Originalzustand ist, müsst Ihr auf jeden Fall mit Sanierung rechnen - wieviel, hängt von den Finanzen und der Substanz ab. Juristisch müssen muss man erstmal nichts.
Der Vorteil ist, dass vielleicht noch niemand dran rumgepfuscht (!) hat
Konkrete Beratung zum PLANEN geht nur per Augenschein und da seid ihr richtig bei einem VOR-ORT-Energie-Berater (allg. Bezeichnung ungeschützt), der mit euch zum Haus kommt.
Grundsätzliche Reihenfolge (sehr grob! nachsehen, was noch o.k. ist):erst Dach (oder oberste Decke, bei euch dasselbe), dann Fenster,Türen (besonders um diese herum), dann Wände, dann Heizungstechnik.(Schwerpunkt Energie)
Geht es um die Einschätzung des Zustandes für die KAUF- Entscheidung, dann lohnt es sich das Geld für einen Gebäude- Sachverständigen zu investieren.(Schwerpunkt Bau,Mängel)
Wer noch nie Anfänger war, hat noch nie dazu gelernt
von der Ferne aus eine Antwort geben, ist ein Ding der Unmöglichkeit.30 Jahre sind zwar eine lange Zeit, aber je nachdem wie alles gepflegt worden ist hält es noch Jahre. In Ihrem fall kann ich nur eins empfehlen: suchen Sie sich einen Fachmann, das kann auch ein Heimwerker sein, der sich mit vielen Dingen beim Haus auskennt.
Die Fensterrahmen sind aus Kunststoff oder Holz? Falls Holz - was für Holz und so geht es weiter mit den Fragen.
Leider ist mir diese Anfrage irgendwie durch gegangen. Sorry.
Wie ich aber sehen konnte, sind genügend qualifizierte Antworten eingegange, sodaß ich mir meinen Senf spare.