Engl./amerik. Männernamen

Hallo!

Ich habe vor einiger Zeit etwas bemerkt und erhoffe mir hier nähere Erklärungen.

Es kenne einige Namen (von Schauspielern), die zur Zeit ihrer Geburt für Jungen üblich waren. Heute sind diese Namen aber nur noch für Mädchen üblich.

Ich denke da an Leslie und Mandy

Leslie Nielsen: http://www.imdb.com/name/nm0000558/
Mandy Patinkin: http://www.imdb.com/name/nm0001597/

Kann jemand diese Liste noch vervollständigen?

Wie kam es zum Wechsel des Geschlechts bei diesen Namen?

Der Name Sascha wird ja in Deutschland auch für Mädchen und Jungen benutzt (Weiss jemand die ungefähre prozentuale Aufteilung und die Entwicklung?).
Kann man das miteinander vergleichen?

Ich würde mich über Aufklärung in dieser Sache freuen.

LG, biggi

Sascha

Andrea Bocelli

"A Boy Named Sue"
My daddy left home when I was three
And he didn’t leave much to ma and me
Just this old guitar and an empty bottle of booze.
Now, I don’t blame him cause he run and hid
But the meanest thing that he ever did
Was before he left, he went and named me „Sue.“
[…]
And if I ever have a son, I think I’m gonna name him
Bill or George! Anything but Sue! I still hate that name!

Johnny Cash
http://www.azlyrics.com/lyrics/johnnycash/aboynameds…

„Es kenne einige Namen (von Schauspielern), die zur Zeit ihrer Geburt für Jungen üblich waren. Heute sind diese Namen aber nur noch für Mädchen üblich.“
Viele Namen waren eigentlich schon immer fuer boys & girls gueltig; oft kamen die Namen auch im spaeteren Namensgebrauch zustande

„Ich denke da an Leslie und Mandy“

Les…: (Boy) Gaelic=Holly Garden
Lesly…: (girl) Gaelic= Heiliger Garten
Lesley.: beide) Gaelic= Heiliger Garten
Leslee.: girl Gaelic= Heiliger Garten
Leslie.: (beide)

Mandy [Mandie , Mendy]( von Amanda; lat. = ‘sie, die geliebt werden soll’)
ist mir noch nie als maennlicher Name begegnet , dafuer aber ‘Andy’. ‘Manuela’ kann sich z.B. als Spitzname zur ‘Mandy’ entwickeln.

Wie man sieht, sind Eltern nicht nur an Schreibweisen von Namen , und somit Geschlechtsbedingung , gebunden , sondern sie koennen auch eigene Namen auch erfinden , man denke nur an “Condoleezza” [Rice].

Kann jemand diese Liste noch vervollständigen?
Phonetisch : ‚Jean‘ ( boys & girls) [Hebr.=GOTT ist gnaedig] ; Jeane ; Gene …
‚Sandy‘ (boys and girls) , Ursprung GRI = verteidigende Maenner?
‚Sandra‘ natuerlich fuer Maedchen was aber auch zur ‚Sandy‘ mutieren wird.

Hope that helps … Heinz

Hallo Andrea,

Es kenne einige Namen (von Schauspielern), die zur Zeit ihrer
Geburt für Jungen üblich waren. Heute sind diese Namen aber
nur noch für Mädchen üblich.

Kann jemand diese Liste noch vervollständigen?

Maria, wird zumindest als zweiter Name für Jungen verwendet.

MfG Peter(TOO)

Mandy [Mandie , Mendy]( von Amanda; lat. = ‘sie, die geliebt
werden soll’)
ist mir noch nie als maennlicher Name begegnet , dafuer aber
‘Andy’. ‘Manuela’ kann sich z.B. als Spitzname zur ‘Mandy’
entwickeln.

Womöglich zu Manfred wie Manni, Mandi etc.?

Zur Vervollständigung: Bei Agatha Christie kommt mal ein(e) Evelyn vor, die sich als Mann entpuppt.

Gruß

Irene

Mandy [Mandie , Mendy]( von Amanda; lat. = ‘sie, die geliebt
werden soll’)
ist mir noch nie als maennlicher Name begegnet , dafuer aber
‘Andy’. ‘Manuela’ kann sich z.B. als Spitzname zur ‘Mandy’
entwickeln.

Womöglich zu Manfred wie Manni, Mandi etc.?

Well, ja , heutzutage , vergessen manche das Ende bei solch einem langen Namen schnell. Presto: ‚Manni‘ .
Auch Eheleute unternander geben sich ja oft die urigsten ‚Kosenamen‘ , heh heh , bei Manfred kommt ‚Freddy‘ ; ‚Ferdl‘ in den Sinn…

Zur Vervollständigung: Bei Agatha Christie kommt mal ein(e)
Evelyn vor, die sich als Mann entpuppt.

Gruß

Irene

Yup, das mag wohl stimmen.
Im allgemeinen war es im englischem und vor allem amerikanischem Literaturbereich anders rum , i.e. Ladies schrieben unter Maennernamen nome de plumes .
Dies hatte seine Ursache in der damaligen chauvenistischen Einstellung , dass Frauen keine Ahnung von Interessebereichen haetten, die ausserhalb von Kindern, Kueche und Kirche liegen.

Urspruenglich , oder vielleicht besser , besonderen Aufschwung bekam der Trend mit maennlichen nome de plumes als Frauen mit Themen die mit der Gleichberechtigung , bzw. Wahlrecht zu tun hatten ,sich fuer ihre Rechte durchsetzen wollten.
Zu diesen Rechten gehoerte natuerlich auch das Recht der Phantasie Ausdruck zu geben, ergo schrieben Ladies ,unter maennlichen nome de plumes , auch Romane, mit , hmm, ‚sizzling‘ erotischem Inhalt…*blush* heh heh…

Gruß … Heinz

Auch Hallo:smile:

„gender neutrale“ Vornamen sind in englischsprachigen Ländern relativ häufig und wenn man sich Namensstatistiken anschaut, wechselt das anscheinend, ob z.B. Ashley gerade häufiger für Buben oder für Mädchen verwendet wird.

Robin, Cameron, Claude, Ryan, Camille, Morgan, Stac(e)y, Casey,
Ashton sind ein paar, die mir noch dazu einfallen…wobei z.B. Cameron und Ryan früher praktisch nur Männernamen waren und andersrum Kelly, Payton oder Addison heute auch Männernamen sind.

Lieben Gruß aus dem Waldviertel, jenny

.

Zur Vervollständigung: Bei Agatha Christie kommt mal ein(e)
Evelyn vor, die sich als Mann entpuppt.

Womöglich kannte Agatha den englischen Schriftsteller
Evelyn Waugh (1903-1966)?

http://www.amazon.de/s/ref=nb_ss_w/302-0712944-88000…
(mein Lesetip: „Eine Handvoll Staub“)

Gruß Gudrun

Hallo!

Danke für die Antwort. Das war das, was ich gemeint hatte.

Also Robin ist ein Name, den ich mir wirklich für beide Geschlechter vorstellen kann.
Aber wo der Grund dafür liegt, dass Eltern ihren Töchtern auf einmal Männernamen geben und ihren Söhnen Mädchennamen, weiss das jemand?

Gibt es im Deutschen etwas ähnliches?

Das Beispiel Sascha habe ich schon angebracht. Es handelt sich dabei aber nicht um einen deutschen Namen.

Das Beispiel, dass Männer manchmal mit 2. Namen Maria heissen wurde hier auch schon gebracht. Das liegt aber eher daran, dass die 2. und 3. Namen etc. früher wohl die Namen der Taufpaten, Großeltern etc. waren und sich Klaus Maria Brandauer und Christoph Maria Herbst eben klangvoll anhören.

Aber als erster Name kommen doch wohl eher nur Marian oder Marius in Frage.

Grade weil ja die englische und die deutsche Sprache enger miteinander verwandt sind, dachte ich es gäbe da noch mehr Gemeinsamkeiten.
Besonders Namen sind ja identisch: Jonathan, Michael, Christian, Frank, Sandra, Elisabeth, Monik©a, Sarah, Hannah, K©arl etc. sind ja in beiden Sprachen identisch.

Danke schonmal für die Antworten soweit, LG biggi

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

Also Robin ist ein Name, den ich mir wirklich für beide
Geschlechter vorstellen kann.

Das liegt aber an Dir, Deine Vorstellung stimmt nicht unbedingt mit den Fakten überein.

Wie schon beschrieben gibt es im angelsächsischen Sprachraum eine größere Anzahl von Vornamen, die geschlechtsneutral sind. Vornamen sind Moden und Trends unterworfen, daher kann geschlechtsneutraler Name X gerade für Mädchen in Mode und für Jungen völlig out sein.

Aber wo der Grund dafür liegt, dass Eltern ihren Töchtern auf
einmal Männernamen geben und ihren Söhnen Mädchennamen, weiss
das jemand?

Die Namen wie Morgan, Addison, usw. kommen vor allem in den USA aus der Tradition des 2. Vornamens (middle name). Praktisch jeder hat dort 2 Vornamen. Als 2. Vorname für Töchter (und auch Söhne) wird oft der Mädchenname der Mutter oder Großmutter gewählt. Prominente Beispiele sind George W(alker) Bush oder William Jefferson Clinton. So kommen eben Namen wie Morgan, Addison, Mackenzie usw. überhaupt als Vornamen in Umlauf und sind noch geschlechtsneutral.

Der 2. Schritt ist dann ein Modetrend - derzeit ist es eben sehr „in“
solche Namen Mädchen als ersten Vornamen zu geben. Diese Trends treten zyklisch immer mal wieder auf und werden durch populäre Figuren in den Medien unterstützt. Ich bin sicher, dass Dr. Addison Montgomery-Shepherd für viele Mädchen namens Addison verantwortlich ist.

Geschlechtsneutrale Namen „deutschen“ Ursprungs fallen mir keine ein. Einige Namen sind aber im deutschen Sprachraum verbreitet und ebenfalls geschlechtsneutral: Kim, Sascha, Kay, Sandy, uvm. Den Moden unterworfen sind sie je nachdem eher für Mädchen oder eher für Jungen beliebt.

Gruß,

Myriam

Hallo,

Ich denke da an Leslie und Mandy

Leslie war meines Erachtens schon immer geschlechtsneutral, da ursprünglich ein Nachname (s. meine Anmerkung zum Thema „middle name“).

Mandy Patinkin heißt eigentlich Mandel mit Vornamen, vermutlich ein hebräischer (Nach-)Name. Mandy ist ein Kosename bzw. Diminuitiv. Der Frauenname Mandy ist eine Kurzform von Amanda.

Sascha ist eine russische Koseform für Alexander oder Alexandra, daher geschlechtsneutral.

Gruß,

Myriam