Hallo noch mal,
der Unterschied zwischen notwendigen (defining
oder
restrictive relative clauses) und nicht
notwendigen
Relativsätzen (non-defining oder non-
restrictive
relative clauses) liegt, wie der Name schon sagt,
in ihrer
Relevanz für die Verständlichkeit des ganzen Satzes.
Ein
Relativsatz ist dann notwendig oder
restrictive, wenn
erst durch ihn klar wird, auf welche Person oder auf
welches
›Ding‹ in der realen Welt sich die Aussage bezieht.
In einem Satz wie “My friend Tom is a boy who plays
the piano
very well.” lässt der Relativsatz erst erkennen, was
für ein
Junge Tom ist. Das allgemeine ›Junge‹ wird durch den
Relativsatz so eingegrenzt, dass man weiß: Ah, okay,
er ist
ein Junge, der sehr gut Klavier spielt – und
nicht etwa
einer, der gerne abends weggeht oder blaue Sneakers
hat. So
verhält es sich auch bei deinem Beispielsatz: Das
generelle
Konzept ›Unternehmen‹ wird erst durch den Relativsatz
so
spezifisch, dass man die konkrete Firma, bei der
Barbara
arbeitet, zumindest einer Branche zuordnen kann. Bei
Relativsätzen, die sich auf noch unbekannte Personen
oder
Gegenstände beziehen, handelt es sich meist um
_restrictive
relative clauses._
Auch der unbestimmte Artikel
kann ein
Indiz sein, dass das Nomen näher definiert werden
muss.
Vergleiche den Satz oben mit folgendem: “My friend
Tom, who
plays the piano very well, has a cute sister.” Hier
ist die
nominale Gruppe ›My friend Tom‹ informativ genug, um
den
Bezugspunkt der Aussage genau zu bestimmen. Der
Relativsatz
gibt nur eine illustrierende zusätzliche Information
über Tom,
die nicht notwendig ist, um zu wissen, welcher deiner
Freunde
eine süße Schwester hat. Bei non-restrictive
relative
clauses ist es in der Regel möglich und inhaltlich
sinnvoll, ein ›by the way‹ oder – in der
Übersetzung – ein ›übrigens‹ einzufügen. In einem
notwendigen Relativsatz wäre das deplatziert.
Du solltest dich also fragen, ob der Satz seine
Aussage auch
ohne den Relativsatz behält. Wenn ja, hast du einen
nur
ausschmückenden, nicht aber notwendigen Relativsatz.
Hilft dir das weiter?
Gruß
Christopher
Hallo,
hier noch ein Bsp:
Tom , who speaks Italian and English , is a tourist
guide.
hier könnte ich zB übrigens einfügen:
Also: Tom, der übrigens Ital. und Englisch spricht, ist
ein Reiseführer.
Aber wenn man nur den Relativsatz anschaut, dann
bezieht sich dieser auf den „unbekannten“ Tom, und
deshalb könnte es ja auch ein notwendiger Relativsatz
sein?? Oder nicht??
Vielen Dank