Englisch in internationalen Unternehmen

Hi

Ist ja schön, daß du alle Sprachen der Welt kannst. :wink: Ich kann es nicht, und ich bin saufroh, wenn man mir auf Englisch helfen kann. In Spanien habe ich es anders erlebt - nichtmal in einem Viersternhotel konnten die Englisch. In einem Tourismusbetrieb erwarte ich, daß man Englisch kann. Und man kann auch erwarten, daß man auf Englisch bedient wird. Viele Touristen können die Landessprache weit weniger gut als du offenbar Französisch, und die Mißverständnisse kann das Hotel dann ausbaden. Ich kann es voll verstehen, daß man sich so verhält und halte es für korrekt.

Gruß
d.

Hallo Data,

Ist ja schön, daß du alle Sprachen der Welt kannst. :wink:

Ja, verarsch mich nur. :wink: Meine Güte, ist halt ein Hobby von mir, das Sprachenlernen. :smile: So richtig zufrieden bin ich aber nie mit mir.

In Spanien habe ich es anders erlebt - nichtmal
in einem Viersternhotel konnten die Englisch.

*gg* Und wieder habe ich andere Erfahrungen gemacht. In dem Hotel auf Teneriffa, in dem ich war, konnten die sogar ausgezeichnet Deutsch.

Ich kann es voll verstehen, daß man sich so
verhält und halte es für korrekt.

Das magst du für „korrekt“ halten - ich halte es für unverschämt und reagiere darauf entsprechend empfindlich. Mit anderen Worten: Ich komme nicht wieder.

Schöne Grüße

Petra

Hallo Ludwig,

es waren nicht nur „2 Damen in 2 Hotels“. Ich habe meine Zeit in der Gegend von Lille und mehrere kürzere Aufenthalte in Paris überwiegend in schlechter Erinnerung. Da bin ich ständig abgezockt worden, oder man hat es zumindest versucht. Und es ist auf der anderen Seite nicht viel passiert, an das ich noch gerne zurückdenke.

Nur an der Côte d’Azur hat es mir gefallen.

Vielleicht fahre ich mal wieder nach Paris, aber nur wegen der Sehenswürdigkeiten. Wohl fühle ich mich dort nicht mehr. Früher fand ich Paris schön - aber irgendwann hat sich das geändert.

Mich zieht es da mehr Richtung London oder in die USA. Das ist halt so. Da bin ich zwar auch eine „böse Deutsche“, aber schön langsam bin ich das ja gewöhnt.

Vielleicht fahre ich in einigen Jahren mal wieder nach Frankreich. Aber im Moment besteht da kein Bedarf meinerseits.

Schöne Grüße

Petra

*gg* Und wieder habe ich andere Erfahrungen gemacht. In dem
Hotel auf Teneriffa, in dem ich war, konnten die sogar
ausgezeichnet Deutsch.

Hehe

Meine „Erfahrung“ lautet, daß man bis zu einem Mehrfachen des Preises mehr zahlt, wenn man zu verstehen gibt, daß man Deutsch spricht. Euro = teures Geld, kein Euro = weniger teures Geld. Zumindest trifft das auf die Türkei zu *GGG* Daher hat es mich am meisten geärgert, wenn man mich auf Deutsch ansprach. Es ist einfach teuer *G*

Wird jetzt aber offtopicst.

Gruß
d.

Guten Morgen,

Hehe

Meine „Erfahrung“ lautet, daß man bis zu einem Mehrfachen des
Preises mehr zahlt, wenn man zu verstehen gibt, daß man
Deutsch spricht.

So? Na, das Hotel hatte ich ja schon vorher gebucht, und ich konnte mich über den Preis nicht beklagen. Auch nicht über das Hotel übrigens. Ich war über Weihnachten dort, und vor der Tür blühten zwei Weihnachtssterne. Nicht die kleinen Dinger, die man hier im Supermarkt für 1,99 kaufen kann - diese wuchsen dort im Hotelgarten und waren ca. 5 Meter hoch. Wow! Seitdem sehe ich die kleinen Pflänzchen im Supermarkt mit ganz anderen Augen. :smile:

Auch sonst wuchs da alles mögliche. Es ist schon schön dort. Ich würde jetzt nicht ständig nach Teneriffa fliegen - aber zum letzten Mal war ich dort wohl noch nicht.

Wird jetzt aber offtopicst.

Stimmt, stimmt. Drum lassen wir das jetzt auch besser, bevor noch irgendjemand sauer wird. Nächstes Mal frage ich dich wieder irgendwelche komplizierten grammatikalischen Dinge. :wink:

Schöne Grüße

Petra

Na, viel Spaß noch in Frankreich. (Habe ich das richtig
verstanden, dass du gerade dort bist?)

Hallo Petra,

nein, wir waren im Dezember dort. Und es war nicht so einfach, im Hotel Französisch zu sprechen. Ich bekam ständig englische Antworten.

Ich finde aber auch, wenn ich in einem Hotel wohne und dafür bezahle, kann man mir als Hotelgast ruhig mal etwas entgegenkommen, wenn ich versuche mich in ihrer Sprache auszudrücken. Sie wollen doch ihr Geld damit verdienen. Und solange keine Warteschlange hinter einem steht, wird man doch wohl mal in Ruhe mit den Leuten reden dürfen.

Auf dem Rückweg hatten wir leider einen Verkehrsunfall in Belgien. In einer solchen Situation wäre es nett gewesen, sich auf Deutsch, Englisch oder Niederländisch verständigen zu können. Gerade dieses Vokabular ist doch meist nicht so geläufig. Aber Fehlanzeige! Nur ein Polizist konnte ein wenig Deutsch, auf das er aber gern verzichtete, als er merkte, dass ich auch etwas Französisch sprach. Die Leute vom Abschleppunternehmen konnten gar keine Fremdsprachen, noch nicht mal Flämisch. Der Hotelier sprach etwas Englisch, das Personal am Bahnhof nur Französisch, genau wie im Taxi. Nur der Unfallverursacher hatte ganz gute Englischkenntnisse. Das hilft aber wenig, wenn man mit einem Totalschaden in Belgien festsitzt.

Aber zum Glück habe ich dasselbe Hobby wie Du: Fremdsprachen lernen. Beruflich brauche ich kein Französisch, ich lerne das nur zum Spaß! Aber unser Beispiel zeigt, dass man eine Fremdsprache manchmal ganz unverhofft nötig hat. Sobald man nämlich aus der Touristikbranche heraus muss, sieht das mit der Bereitschaft, Fremdsprachen anzuwenden, ziemlich düster aus.

Ich denke, hier bei uns ist das auch nicht viel anders. Wenn ein Ausländer versucht, mit einem zufällig getroffenen Mann auf der Straße mittleren Alters auf Englisch zu sprechen, wird er auch nicht sehr viel Erfolg haben. Wenn jemand nach einem mittleren Bildungsabschluss nie wieder Englisch gesprochen hat und 25 Jahre aus der Schule heraus ist - was wird der noch auf die Reihe bekommen? Selbst wenn der in Englisch gar nicht mal so schlecht war?

Viele Grüße

Anne

Hallo Arwhyn,

aehem… hier mal aus der anderen Perspektive. Ich bekomme
haeufig emails oder Anrufe aus Deutschland, bei denen ich auch
nur denken kann: Oh mein Gott, wenn ich nicht Deutsch sprechen
koennte, dann wuerde ich die bestimmt nicht verstehen!
Grauenvolles „Denglisch“ ist noch das beste Niveau; bis zum
radebrechenden " I speak English not very good" (mit
entsprechendem Akzent). Die meisten sind heilfroh, wenn ich
auf Deutsch zurueckantworte.

Das kann ich voll und ganz bestaetigen! Und das nicht erst seit ich in dieser kleinen Brennerei arbeite - das gab es auch als ich noch bei einem Weltkonzern mit 2 Buchstaben gearbeitet habe… fuer eine Computerfirma ziemlich schwach, fand ich.

Also so rosig sieht es in Deutschland mit dem Englisch auch
nicht aus! Gerade diese Behauptung, „in Deutschland kann doch
jeder Englisch sprechen“, halte ich fuer vollkommen
ueberzogen.

Auch hier stimme ich zu! Wenn ich dagegen die Skandinavier hoere & lese - Englisch ist dort selten ein Problem!

In einer Randnote muss ich dafuer aber auch gestehen, dass
mein Deutsch immer schlechter wird :wink: Ausgleichende
Gerechtigkeit!

Loss of „mother tongue“… kenne ich *g*

liebe Gruesse,
Astrid

Hallo Ramona,

ich hatte das Vergnügen, ein paar Jahre u.a. Telefon-Support zu geben. Am
schlimmsten waren für mich immer Gespräche mit Pakistanern oder Indern, die
habe ich einfach nicht verstanden, selbst einfache Worte nicht, obwohl die
Gegenüber z.B. von einer Fluggesellschaft waren.
Englische Native Speaker habe ich oft auch nicht so ganz verstanden. Da wurde
viel genuschelt, exotische *g* Worte verwendet und alles viel zu schnell ins
Telefon gequakt. Hier fehlt irgendwie das Verständnis für die Probleme, die ein
Fremdsprachler haben kann.

Super war es immer, wenn ich Schweden oder Niederländer an der Leitung hatte:
Klasse Aussprache, (für mich) tolles, gut zu verstehendes Englisch.
Mit den Deutschen, mit denen ich manchmal aus Versehen auch englisch parlierte,
war es auch fast so gut. Die machten wenigstens die gleichen Fehler wie ich.

Ich gehe mal davon aus, dass meine Gesprächspartner wahrscheinlich mein
Englisch genauso belächelt haben :smile:

ciao
ecco

Hallo Petra,
vielleicht sollten wir das Thema nicht weiter vertiefen …
Oben steht noch „Englisch in …“, und du redest dann von Englisch in Frankreich und jetzt auch noch von Abzocke.

Ich frage mich dreiDinge: Warum wechselst du von einem Schwerpunkt zum nächsten? Werden Touristen, wenn schon, nicht in allen Gegenden der Welt mal gelegentlich abgezockt, oder sie fassen es wenigstens so auf? Und drittens: Ich will dir nicht zu nahe treten, aber wie verhältst du dich denn selbst? Wie trittst du auf? Und noch eine Erfahrung, auch als Reiseleiter: Viele Menschen nehmen in der Fremde exakt das wahr, was sie bereits vorher im Kopf hatten. Das heißt, man fühlt sich in seionen eigenen Vorurteilen bestätigt. Was dagegen spricht, wird verdrängt. (Ist mir anfangs natürlich auh passiert.) Könnte das bei dir auch ein bisschen so gewesen sein?
Gruß,
Ludwig

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Hallo

Schon witzig, wie unterschiedlich die Wahrnehmung ist.

In der Tat…!

Ich
habe Spanier und Franzosen derartig in Erinnerung, daß man
sich zu fein und stolz ist, Englisch zu sprechen.

Von Franzosen will ich hier nichts sagen. Aber ich kann dir versichern, daß die meisten spanier eben KEIN Englisch können. Und es wundert mich sehr, daß ausgerechnet Du es anders empfunden hast. In Spanien Fremdsprachenkenntnissen ist wirklich noch gar nicht verbreitet und sogar im touristichen Gebieten bzw. betrieben können das nur eine handvoll, spricht, die allerwenigsten.

Selbst bei
MacBlöd hieß es „no english, spanish!“ Es war nicht nur es
nicht zu können, sondern die totale Weigerung.

Das habe ich von Frankreich öfters gehört. Aber nicht von Spanien. Wenn ich versuche zu verstehen warum es so ist, so denke ich daß der McDoof -Mitarbeiter kann, wenn überhaupt, nur die Zahlen und „good morning“. Und er hat einen Schiß darüber, daß der Kunde jetzt meinetwegen sagt „und bitte das Getränk ohne Eis; der Hamburger ohne Käse und mit doppelter Portion Mayonaise“ weil er dann wirklich nichts versteht und hinter Dir noch 20 weitere Kunden langsam ungeduldig werden. Da der McDoofler nichts auf die schnelle ändern kann, dann sagt er von Anfang an, bitte auf Spanisch.
Für mich in Spanien, ganz normal und alltäglich. Aber nicht wg. Verweigern!
(Ich könnte hier 1001 Geschichten erzählen, die mich betreffen und allesamt schöne und mit bestem Happy-End sind, nur weil ich früher angefangen habe, mich mit Fremdsprachen zu beschäftigen).

Offenbar hast
du die seltene Spezies derer erwischt, die tatsächlich
Englisch können

Das hat tatsächlich in Spanien eine ausgesprochen hohe Seltenheitswert!

und mit Freude Touristen helfen.

…das, mMn. eher weniger. Auch darüber könnte ich viele Geschichten (nicht nur mich betreffend) erzählen…

Versetz dich doch bitte mal in die Lage eines Menschen, der
sich mit einem Touristen konfrontiert sieht. Da geht es darum,
möglichst schnell und effizient zu helfen. Wenn derjenige gut
Englisch kann, wird es ihm einfach zu blöd sein, dem Touristen
noch eine gratis Sprachlektion nachzuliefern. Das mache ich
auch so, und ich habe selbst auch nicht anders kennengelernt.

Ich denke, das liegt in der Natur des Menschen. Eine anekdote:
Ich bin in der Innenstadt mit meinem Sohn. Selbstverständlich reden wir miteinander ausschließlich Spanisch. Jetzt kommt uns jemand entgegen und mit einem sehr sehr starkem Akzent fragt uns nach der Uhrzeit. Natürlich auf Englisch. Wenn meine Antwort auf Deutsch kommt, ist sein ganzes Gesicht ein wahres Fragezeichen: „Also, Sie…ähm. Sie kö… hmm Sie können also… mmmhhh doch Deutsch!!“ „Sie haben ja jetzt kein Deutsch gesprochen!..“ Das passiert uns immer wieder und immer wieder. Und genauso oft muß ich lächeln.

Auf den anderen Seite, der Einheimische weiß ja nicht wie gut tatsächlich die Sprachkenntnissen des Fragestellers ist. Es kann gut sein, daß gerade der Fragender gerade noch in der Lage ist, diese 3 Wörter aufzubringen. Sollte das einigermaßen gut ausgesprochen worden sein, so idR. der Antwortenden gibt eine Erklärung vor sich, daß genauso auf JHGILULZIROLGJHGÖLI hätte sein können: Der Fragestellender hat nix verstanden!! (Also in Moskau habe ich mich mal verlaufen. Da habe ich gefragt wo die Straße XY ist. Offenbar habe ich das einigermaßen gut gemacht, denn die antwort war eine ganze Erklärung auf Russisch. Und da verstand ich nicht einmal das bekannte Bahnhof!!! Also der nette Russe mußte das ganze nochmals wiederholen -und zwar wahlweise auf Deutsch, Englisch oder Spanisch! ;o)) *lol*

Schöne grüße,
Helena