Englisch lernen wo wie? Sprachschule?

Hallo Wissende,
auf der Schule wurde der Englischunterricht verpennt und mit einer Gnadenvier versehen. Jetzt ist für den Traumberuf Englisch notwendig. Keine vorzeigbaren Englischkenntnisse keine Traumausbildung. Wie kann man die fehlenden Englischkenntnisse erwerben? Helfen Sprachschulen wie wallstreetinstitute oder berlitz weiter? Hat jemand Erfahrungen mit Sprachschulen gemacht? Worauf muss man achten?

Schon mal vielen Dank für eure Tipps.
Jürgen

Hallo Jürgen,

auf der Schule wurde der Englischunterricht verpennt und mit
einer Gnadenvier versehen. Jetzt ist für den Traumberuf
Englisch notwendig. Keine vorzeigbaren Englischkenntnisse
keine Traumausbildung.

Wie muss ich das verstehen? Wenn das so ist, brauchst du ja die Englischkenntnisse so schnell wie möglich, oder sehe ich das falsch?

Dann ist eine normale Sprachschule wohl nicht die beste Wahl. Nicht, weil man so nicht Englisch lernen kann, sondern weil es recht lange dauert.

Hast du denn die Möglichkeit, für einige Wochen eine Sprachreise nach England oder in die USA zu unternehmen?

Falls das nicht geht, schau doch mal, ob es bei dir vor Ort Intensivkurse gibt. Die Volkshochschule bietet für einige Sprachen (und Englisch gehört dazu) auch Intensivunterricht an. Das ist als Bildungsurlaub konzipiert, d.h. man hat eine Woche lang ganztags Unterricht. Du musst halt mal schauen, wann die Kurse anfangen.

Aber in New York macht’s bestimmt mehr Spaß :wink:

Hat jemand
Erfahrungen mit Sprachschulen gemacht?

Nicht mit denen, die du nennst.

Worauf muss man achten?

Das wüsste ich auch gerne … Wenn du nicht eine Empfehlung für eine konkrete Sprachschule von irgendjemandem hast, ist es schwierig. Genau genommen kommt es immer auf den Lehrer an. Manchmal klingt eine Kursbeschreibung ganz toll, und dann geht man hin und stellt fest, dass man sich das hätte sparen können. Und manchmal klingt die Beschreibung nach gar nichts, und es ist einer der besten Kurse, die man je besucht hat.

Normalerweise kann man bei einer Sprachschule eine kostenlose Probestunde machen. (Wenn das nicht möglich ist, ist das schon ein Alarmzeichen.) So kannst du zumindest schon einmal feststellen, ob dir der Lehrer sympathisch ist und ob du mit der Unterrichtsart und dem Tempo zurechtkommst.

Mach dich auch schlau, für wie lange du vertraglich gebunden bist. Bei der VHS z.B. ist das für ein halbes Jahr, also für den laufenden Kurs. Bei anderen Sprachschulen kann es anders sein. … So weißt du, wann du wechseln kannst, wenn der Kurs doch nicht die richtige Entscheidung warst.

Schöne Grüße

Petra

Hallo Petra,
vielen Dank für die ausführliche Antwort. Dafür gibts von mir ein Sternchen.
Jürgen

Hallo Jürgen,

das Wallstreet Institute verkauft Englischlernen für teueres Geld, was hauptsächlich autodidaktisch am Computer vor sich geht. Die Lehrer, die man gelegentlich auch mal zu Gesicht bekommt, sind meist ungeschulte Muttersprachler, die aus dem Grund streng nach einem vorgegebenen Leitfaden vorgehen (müssen).

Selbstständig am Computer Sprachen zu lernen ist nicht unbedingt schlecht, aber es geht deutlich günstiger als bei Wallstreet, wenn man sich ein geeignetes Programm kauft und es zuhause durcharbeitet.

Da Du Englisch aber schnell und effektiv lernen möchtest, kann ich mich dem ersten Posting nur anschließen und rate Dir zum Einstieg zu einem Intensivkurs, idealerweise in England.

Es schadet aber gar nicht, z.B. wenn die Abreise noch 2 oder 4 Wochen in der Zukunft liegt, zuhause schon einmal mit einem Computerprogramm oder einem herkömmlichen Selbstlernkurs die alten Kenntnisse aufzupeppen. Gerade in dieser Phase macht man sehr schnell Fortschritte, oft kommt da ein herkömmlicher Kurs kaum mit. Ich habe das mal in Spanisch durchgezogen und musste nach wenigen Wochen den VHS-Kurs wechseln. Vieles, was man vergessen glaubte, lässt sich schnell aus seinem Dornröschenschlaf wecken.

Wenn also der Intensivkurs nicht speziell für Auffrischer ausgeschrieben ist, würde ich wirklich eine 4 wöchige Selbstlernphase vorschalten.

Auch dem Tipp, einen Sprachkurs in der Heimat erst einmal durch eine Probestunde anzutesten, kann ich mich nur voll anschließen. Oft findet man Kurse, in denen die Realität wirklich krass von der Ausschreibung abweicht. Und zwar in allen Richtungen. Man vermeidet durch das Testen Unter- und Überforderung, aber auch Langeweile. So traf ich schon in B2 Kursen auf Leute mit C1/C2 Niveau, ausgeschriebene Lehrbücher wurden nie gesehen und manche Themenschwerpunkte gingen total an meinen Interessen vorbei. So geriet ich einmal in einen Französischkurs voller Literatur- und Theaterinteressierten von denen ein großer Teil jahrelang in Frankreich gearbeitet hat. Ausgeschrieben war er als Konversationskurs B2. Das war der totale Fehlgriff!

Ob Berlitz guten Unterricht anbietet, kann ich beim besten Willen nicht sagen. Vielleicht kannst Du auch dort eine Probestunde vereinbaren? Lass aber bloß die Finger vom Wallstreet Institute! Ich habe dort mal einen Kurs gewonnen und habe das System in der Zeit gut ausgereizt. Aber ich habe dort nie jemanden gesehen, der nur eine Probestunde absolvierte. Neue werden grundsätzlich zu niedrig eingestuft und ihnen werden teuere Lernstufen verkauft, die sie eigentlich bereits beherrschen. Diese Tatsache wird ihnen dann als Lernerfolg verkauft. Kursgebühren werden nicht veröffentlicht und manchem Kunden wird ein Kurs teuerer verkauft als dem anderen. Das liegt auch am Widerstand beim Vertragsabschluss. Dazu kommt es auch schon mal zu Engpässen bei Computern und Unterrichtsstunden, so dass man manchmal gar nicht dann das lernen kann, was man sich vorgenommen hat.

Zur VHS kann ich nur sagen, dass die Qualität der Kurse stark vom Lehrer und den Mitschülern abhängt. An ein und derselben VHS kann man richtig tolle Kurse finden, aber auch absolute Reinfälle erleben. Kurse mit Lehrbüchern bringen systematisch mehr als reine Quasselkurse - meistens. Es gibt auch VHS, die sich je nach Fachbereich stark unterscheiden. „Meine“ VHS ist für Spanisch recht gut, Französisch ist für mich aber gelaufen (siehe oben). Kurse am Abend, die auf eine Prüfung vorbereiten, sind oft effektiver als Quatschkurse am Vormittag. In diesen Konversationskurse trifft man leider auch immer wieder auf Leute, die eigentlich Profis sind, aber gerade nicht arbeiten und auf dem Laufenden bleiben wollen. So hatte ich in einem Französischkurs mal eine Französischlehrerin als Mitschülerin. Und in einem Spanischkurs saß eine Fremdsprachenkorrespondentin und eine Dame, die jahrelang in Spanien gewohnt hatte. Das ist einfach nur frustrierend! Es ist nicht lustig, immer nur den Diskussionen dieser Teilnehmer mit der Lehrkraft lauschen zu dürfen.

Jetzt wünsche ich Dir nur noch viel Erfolg bei der Suche nach dem idealen Kurs und viel Erfolg!

Viele Grüße

Anne

Hallo Anne,
vielen Dank. Die Antwort hilft mir schon ein Stückchen weiter. Ich weiß jetzt wenigsten was ich nicht machen werde. Ein Sternchen ist die Antwort auf jeden Fall wert.
Jürgen

Hallo Jürgen,

ich kann eine sprachreise nur empfehlen. Ich hab das 2 x gemacht und war immer begesitert. Ich war auf Malta, denn das preis-leistungsverhältnis ist dort sehr gut. Schau mal auf www.lal.de nach

lg jacqueline