Englisch-Uhrzeit

Liebe - vor allem - native speaker,

Habe mich heute mit einer Amerikanerin unterhalten und
die Rede kam drauf, dass sie in ihrer eigenen Sprache
immer noch dazulernt bzw. manchmal zweifelt :smile: (wem geht es nicht so?).
Sie hat Zeit ihres Lebens gesagt (und sie hat auch noch die
Worte ihrer Mutter im Ohr): z.B. it’s ten after five.
Ihrem Sohn in der Schule (beginnt gerade mit Englisch-Unterricht in Österreich) - obwohl ihm „erlaubt“ wurde American English zu sprechen und zu schreiben - wurde dieses „after“ als falsch angestrichen.
Es hieße „ten past five“.
Nun klappert meine Bekannte alle native speaker, die ihr unterkommen, ab und fragt nach deren Meinung.
Hier erreiche ich ein paar mehr - deshalb gebe ich die Frage weiter und danke schon vorab für Eure Hilfe.
Ist „after“ unüblich?

Grüße
Irene

Hallo Irene,

‚after‘ ist wohl nur im American English erlaubt und üblich, dann allerdings dürfte das typisch englische ‚After Eight‘ (ich hasse Pfefferminz-Schoko! *g*) sowas von megafalsch sein… Einen Linktip hätte ich für Dich:

http://www.ego4u.de/de/cram-up/vocabulary/time

Viele Grüße

Renee

Liebe - vor allem - native speaker,
Ist „after“ unüblich?

Hi Irene!
Sagen wir, es ist nicht ganz korrekt. In meinen dictionaries fand ich nur ‚past‘.
Happy holiday
FJ

Super, danke! Vor allem für den link, denn da steht’s quasi schwarz auf weiß, dass man es durchaus verwenden kann!
Was die Pfefferminzschoko betrifft … ins Schwarze getroffen *g* - sie sollte vielleicht der Englischlehrerin eine Schachtel davon bringen :smile:

Liebe Grüße
Irene

Thanks a lot, ebenfalls schönen Feiertag
wünscht
Irene

*g* - sie sollte vielleicht der Englischlehrerin eine
Schachtel davon bringen :smile:

Hallo Irene,
die Lehrerin wird sich wahrscheinlich herausreden, dass after eight keine Uhrzeit, sondern Tageszeit bezeichnet, wie bei afternoon.
Have a nice evening
FJ

Hi!

Ich bin native speaker aus Wales und würe „after“ auch stets korrigieren.

Gruß
Siân

bin zwar kein native speaker, aber…

Ist „after“ unüblich?

absolut nicht. ist in film und fernsehen ständig zu hören.

aber es wird sich nix ändern mit dem sprachunterricht, solange nur das als korrekt zählt, was in irgendwelchen (britischen) uralt-lehrbüchern steht, obwohl die halbe welt via TV, film und internet amerikanische umgangssprache hört, liest und zwangsweise auch als richtig empfindet.

gruß
dataf0x

Hallo Irene,

auch Native-Speaker können sich irren. Ich kenne ein Deutsch-Amerikanisches Pärchen. Er ist Deutscher und hat Englisch (Lehramt) studiert. Er hat ausserdem viel Zeit im englisch-sprachigen Ausland verbracht. Seine Frau (Amerikanerin) behauptet ernsthaft, dass er besser und korrekter Englisch spricht als sie.
Ich komme aus der Eifel. Wir haben alle einen Sprachfehler, denn wir behaupten es heißt: „Pizza zum mitholen“ und nicht „zum mitnehmen“. Oder: „Ich habe 3 Kilo zugeholt“. Soviel zu den Muttersprachlern.
Andere Sache: Die Amerikaner unterscheiden auch kaum zwischen Simple Past und Present Perfect. Einem Briten stehen dann meistens die Haare zu Berge!!

Gruß, Maja

Hallo Irene,

bin zwar nicht „native“ lebe aber seit ziemlich genau 8 Jahren hier in Ir®land - ach ja, ich habe ein Diplom, das eigentlich fuer englische Muttersprachler ist…:wink:

Und ich habe so etwas wie „10 after 5“ noch nie gehoert. Das „past“ wird oefters weggelassen, d.h. da wird dann nur „it’s five ten“ gesagt. Richtig verwirrend wird es fuer uns Deutsche bei ‚halb‘. Half eleven ist hier 11:30h und nicht wie bei uns halb elf also 10:30h - die Gewoehnung dauert eine Weile.

‚10 minutes after 5‘, ja, aber das war’s dann auch schon. „After“ in dem von Dir beschriebenen Zusammenhang ist unueblich, zumindest in IRL und GB.

liebe Gruesse,
Astrid

Conclusio
Vielen Dank Euch allen für die Beiträge.
Ich will nicht oberg’scheit dieses „tot caput tot…“ bemühen,
aber so ist es wohl.

In manchen Gegenden wird „after“ als falsch empfunden, nicht verwendet, klingt komisch. Im American English, und auch wie man in Filmen hört usw. wird es durchaus verwendet.

Im konkreten Fall wird es wahrscheinlich darauf hinauslaufen, dass der Bub zu Hause sprechen darf, wie ihm der Schnabel gewachsen ist und wie er es von seiner Mutter hört, in der Schule aber zur Kenntnis nehmen wird müssen, dass die Lehrerin auf die andere Ausdrucksweise besteht. (Auch ein Lernprozess).

Beim Weiterdenken sind mir einige regionale (österreichische) Varianten eingefallen (Viertel über Vier, z.B.), die durchaus gebräuchlich sind und verstanden werden, aber dem „Schuldeutsch“ eben nicht entsprechen. So ist’s eben.

Vielen Dank für Eure Mühe und liebe Grüße
Irene