Hallo!
Abseits der immer wiederkehrenden Diskussion über Sinn und Unsinn von „Anglizismen“ in unserer Alltagssprache stellt ein Autor in einem längeren Zeitungsartikel die Frage, ob es nicht angebracht wäre, auf Englisch überhaupt zu verzichten.
Der Hintergrund dieser Frage ist sowohl ein (welt- und sozial-)politischer wie auch ein wirtschaftlicher. Dennoch will ich hier keine politische Diskussion lostreten. Die angeführten (Un-)Taten speziell der USA sind ganz einfach die Wahrheit.
Es geht mir mehr um die Frage, ob wir durch die angeregte Verweigerung der Benützung der englischen Sprache tatsächlich etwas bewirken könnten.
Hier folgen einmal zwei Zitate:
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Ohne die USA gehe gar nichts, sagen Freunde und Gegner der USA. Ein Amerikaner, ein Brite, der etwa nach Frankreich oder in ein anderes europäisches Land reise, dürfe verlangen (nicht erhoffen, nicht erwarten: verlangen stand geschrieben), dass man seine Sprache spreche, las ich kürzlich in der „San Diego Tribune“. Herrenattitüde: neue (?) Form von Rassismus - nur Englisch zählt, wer der anglofonen Welt angehört, darf dem Rest der Menschheit Befehle erteilen.
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Wo immer sie auftauchen, diese Amerikaner, Briten, Australier, Kanadier et cetera, man stelle sich in Zukunft dumm, wie perfekt man Englisch auch beherrschen mag. Man zucke mit den Schultern und schweige unnachgiebig. Die anglofone Welt, die in ihrem Autismus - die Diagnose ist nicht zu stark! - fremde Kulturen ignoriert und für wertlos hält, würde endlich auf sich zurückverwiesen, in eine dann nicht länger splendid isolation. Was für eine hübsche und nutzenreiche Revolution das wäre! Ihr Zweck, ihre Botschaft: Wenn ihr mit der Welt Geschäfte treiben wollt, dann müsst ihr euch, „on equal terms“, mit dieser Welt auch einlassen.
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Den kompletten Artikel könnt ihr hier lesen:
http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=sp&res…
Gruß
Barney

