Englisch verweigern?

Hallo!

Abseits der immer wiederkehrenden Diskussion über Sinn und Unsinn von „Anglizismen“ in unserer Alltagssprache stellt ein Autor in einem längeren Zeitungsartikel die Frage, ob es nicht angebracht wäre, auf Englisch überhaupt zu verzichten.

Der Hintergrund dieser Frage ist sowohl ein (welt- und sozial-)politischer wie auch ein wirtschaftlicher. Dennoch will ich hier keine politische Diskussion lostreten. Die angeführten (Un-)Taten speziell der USA sind ganz einfach die Wahrheit.

Es geht mir mehr um die Frage, ob wir durch die angeregte Verweigerung der Benützung der englischen Sprache tatsächlich etwas bewirken könnten.

Hier folgen einmal zwei Zitate:

Ohne die USA gehe gar nichts, sagen Freunde und Gegner der USA. Ein Amerikaner, ein Brite, der etwa nach Frankreich oder in ein anderes europäisches Land reise, dürfe verlangen (nicht erhoffen, nicht erwarten: verlangen stand geschrieben), dass man seine Sprache spreche, las ich kürzlich in der „San Diego Tribune“. Herrenattitüde: neue (?) Form von Rassismus - nur Englisch zählt, wer der anglofonen Welt angehört, darf dem Rest der Menschheit Befehle erteilen.

Wo immer sie auftauchen, diese Amerikaner, Briten, Australier, Kanadier et cetera, man stelle sich in Zukunft dumm, wie perfekt man Englisch auch beherrschen mag. Man zucke mit den Schultern und schweige unnachgiebig. Die anglofone Welt, die in ihrem Autismus - die Diagnose ist nicht zu stark! - fremde Kulturen ignoriert und für wertlos hält, würde endlich auf sich zurückverwiesen, in eine dann nicht länger splendid isolation. Was für eine hübsche und nutzenreiche Revolution das wäre! Ihr Zweck, ihre Botschaft: Wenn ihr mit der Welt Geschäfte treiben wollt, dann müsst ihr euch, „on equal terms“, mit dieser Welt auch einlassen.

Den kompletten Artikel könnt ihr hier lesen:
http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=sp&res…

Gruß
Barney

Auch hallo.

Gretchenfrage: Altbewährtes fortführen oder dem Moderneren einen Entwicklungsraum bieten ?
Englisch ist eine international bedeutende Sprache, die man nicht einfach so ignorieren kann (Wissenschaft, Internet…). Das hat man davon, dass die Engländer einstmals ein riesiges Kolonialreich besaßen… Auch wenn man die Methoden bis zu Erreichung dieses Zustands nicht immer billigen kann. Diese Sprache nicht zu verwenden ist aber auch keine Lösung. Irgendwer wird aus dieser ‚Mauer des Schweigens‘ sicher ausbrechen und damit den passiven Widerstand unterlaufen. Noch besser: wer die Aktionen anderer ignoriert, nur weil diese den eigenen Ansichten zuwiderlaufen, signalisiert, dass die anderen tun und lassen können, was sie wollen. Der Gegenüber verhält sich schliesslich neutral…
Allerdings ist Sprache auch die Identität eines Volks und sollte sicher nicht leichtfertig aufgegeben werden. So gesehen empfiehlt sich immer eine flexible Strategie: eigene Sprache weiterverwenden und andere dazulernen.
Hier noch ein Link: http://www.statistik.uni-dortmund.de/lehrst/wssoz/pu…

Ich hoffe das hilft
mfg M.L.

***Zitat aus (leider) unschöner Vergangenheit***
A.Hitler: ‚Man muss die Sprache des Feindes sprechen um diesen beherrschbar zu machen‘ (so in etwa…)

Hallo,

ich weiß nicht, wie ich es freundlicher formulieren soll, aber ich habe einfach selten so einen verquasten geistigen Müll gelesen.

Zunächst mal ein Hurra auf die Verallgemeinerung: Niemand von uns würde sich auch nur mit den eigenen Familienmitgliedern oder den direkten Nachbarn über einen Kamm scheren lassen, aber „DIE AMERIKANER“ sind natürlich eine vollkommen homogene Masse geistiger Tiefflieger und Kriegstreiber mit Weltbeherrschungsanspruch. Und weil sie zufällig eine bestimmte Sprache sprechen, die auch noch von diversen anderen Völkern gesprochen wird, fassen wir die auch gleich noch mit dazu, wobei ich den Hinweis auf Kanada besonders witzig finde, weil dies bekanntermaßen ein zweisprachiges Land ist!

Und jetzt meint da ein besonders schlauer Mensch weltpolitisch etwas bewegen zu können, wenn man die freundliche Frage eines Ausländers nach der nächsten Toilette in englischer Sprache ignoriert, und stützt sich dabei auf eine zugegeben anmaßende, aber eben einzelne Meinung eines Journalisten?

Wenn ich mir den Mist durchlese/ansehe, der in unseren Medien so über fremde Völker verbreitet wird, müsste man sich dann ja eigentlich schon fast wundern, dass wir Deutsche (als selbstverständlich homogene Masse) nicht längst überall jenseits der Grenzen gesteinigt werden.

Allerdings soll es noch so Leute wie mich geben, die jeden Menschen unabhängig von Nation, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, Parteizugehörigkeit, … individuell sehen, und die begegnen mir überall auf dieser Welt freundlich, egal ob ich deren Landessprache spreche, mich mit der Sprache des Teufels behelfe, oder auch ganz unverschämt mal meine Muttersprache einsetze, je nachdem, wovon ich mir in einer konkreten Situation den größten Erfolg, sprich die einfachste Kommunikation verspreche.

Sprache ist völkerverständigend und ich erlebe es ständig, wie sehr die zwischenmenschliche Kommunikation - egal in welcher Sprache - insbesondere auch dazu beitragen kann, solche dummen Verallgemeinerungen zu widerlegen. Und ich erlebe es hierbei ebenso häufig, dass Englisch eben die in der westlichen Welt bestverstandenste und meistgesprochene Sprache ist, und man sich dementsprechend einfach rein faktisch hierüber am besten austauschen kann (wenn man dies will, daran interessiert ist, Leute persönlich kennen zu lernen, Vorurteile abzubauen, …). Und ich erlebe eben auch, wie schwer es ist Kontakte mit Leiten aufzubauen, bei denen eine gemeinsame Sprache fehlt, was ich insbesondere bei Kontakten im östlichen Ausland immer wieder feststellen muss.

Mag also jeder der will, das Bild des arroganten A… aus Deutschland in die Welt transportieren und mal wieder Anlass zu neuen dummen Verallgemeinerungen geben, ich nicht! Ich bin froh, wenigstens eine Fremdsprache fließend zu beherrschen und es gibt glücklicherweise noch genug Leute auf dieser Welt, mit denen ich hierüberin Kontakt treten kann.

Über den belgischen Käsehändler, oder den frankokanadischen Fährbüro-Mitarbeiter die mich zwangen meine wenigen einzelnen französischen Wörter auszuprobieren und damit einfache Dinge maximal zu verkomplizieren, die auf deutsch oder englisch problemlos und schnell und ohne Seelenschaden für die Beteiligten machbar gewesen wären, konnte ich jedenfalls nur bedingt lachen. Aber wie es nunmal so ist, Spinner gibt es überall, und dass ist doch mal eine homogene Masse.

Gruß vom Wiz

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Him,
nur ein schneller Gedanke zu dem Artikel:
Verschiedene Völker (US-Amerikaner, Kanadier, Australier, Briten, Schotten, Australier etc.) und damit verbundene Kulturen NUR aufgrund ihrer gemeinsamen Sprache so über einen Kamm zu scheren, wie der Autor dies tut, um besagten Völkern damit latent Rassismus zu unterstellen ist genau so daneben und auch fast eine Form von Rassismus.

Abgesehen davon, dass Schotten aus Edinburgh und Amerikaner aus Mississippi mitnichten dieselbe Sprache sprechen (wer’s nicht glaubt, sollte erst „Trainspotting“ und dann „O Brother, where art thou“ in der Originalversion anschauen und sich anshcließend fragen, ob das beides Englisch war) haben die auch mit Sicherheit nicht alle das gleiche linguale Weltmachtstreben…

Regards,
Tom

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Barney,

Der Hintergrund dieser Frage ist sowohl ein (welt- und
sozial-)politischer wie auch ein wirtschaftlicher.

Ich würde den eher als ignorant und weltfremd bezeichnen.

Dennoch
will ich hier keine politische Diskussion lostreten. Die
angeführten (Un-)Taten speziell der USA sind ganz einfach die
Wahrheit.

Danke. Und sinnvoll wäre es auch, wenn ab und zu erkannt werden würde, dass Anglizismus von ENGLISCH kommt und nicht von AMERIKANISCH. Es ist ein Fakt, dass diese Sprache aus vielerlei Gründen, die weitaus weniger mit us-amerikanischen Hegemonialphantasien zu tun haben, viel und gern gesprochen wird. Im direkten Vergleich zur deutschen Sprache sowieso, denn letztere ist nicht nur für Ausländer schwer zu beherrschen.

Es geht mir mehr um die Frage, ob wir durch die angeregte
Verweigerung der Benützung der englischen Sprache tatsächlich
etwas bewirken könnten.

Warum sollten „wir“ das denn wollen?

Und inwiefern hat es die Italiener auf ein niedrigeres Niveau gestürzt, dass sich ihr Arme-Leute-Slang gegenüber dem großen Latein durchgesetzt hat???

Den von Dir angeführten Artikel klemme ich mir, schüttle auch so schon permanent mit dem Kopf. Vermeiderunwesen vom Feinsten. Offene Gesellschaft - wo bist Du???

Viele Grüße
Jana

Da warst Du schneller…
…und ausführlicher! Volle Zustimmung.
Gruß
Tom

Hallo,

ich weiß nicht, wie ich es freundlicher formulieren soll, aber
ich habe einfach selten so einen verquasten geistigen Müll
gelesen.

Zunächst mal ein Hurra auf die Verallgemeinerung: Niemand von
uns würde sich auch nur mit den eigenen Familienmitgliedern
oder den direkten Nachbarn über einen Kamm scheren lassen,
aber „DIE AMERIKANER“ sind natürlich eine vollkommen homogene
Masse geistiger Tiefflieger und Kriegstreiber mit
Weltbeherrschungsanspruch. Und weil sie zufällig eine
bestimmte Sprache sprechen, die auch noch von diversen anderen
Völkern gesprochen wird, fassen wir die auch gleich noch mit
dazu, wobei ich den Hinweis auf Kanada besonders witzig finde,
weil dies bekanntermaßen ein zweisprachiges Land ist!

Hallo Barney!

Dieser Meinung bin ich nicht. Und ich kenne Leute, die so ähnlich denken wie du auch.

Weißt Du? Ich bin Zweisprachig Katalanisch / Spanisch. Mir ist es egal (von der Schwierigkeiten der beiden Sprachen aus) mich auf eine oder die andere Sprache zu verständigen. Je nach Lage (zB wo ich mich gerade befinde, mit wem ich gerade rede oder an wen ich jetzt denke) kommen mir die eine oder die andere Sprache in dem Sinn.

Nur ist es so, daß in Katalonien viele Menschen gibt, die denken, Katalanisch ist eine „bessere“ Sprache, im Sinne daß diejenige die diese Sprache alltäglich reden einer „gehobenen“ Klasse angehören. Die einzige (und zugegeben sehr bescheidene udn blöde)Entschuldigung die ich dafür parat habe ist, daß die meisten Menschen in Katalonien die jetzt noch kein Katalanisch können, sind die damalige „Zugeroasten“ aus anderen, ärmeren spanischen Bundesländern, die jetzt zu alt sind um die Sprache zu lernen und dies für sie nun sehr mühevoll ist. Und sie werden deshalb oft von oben herab geschaut. Dieses Verhalten von Katalanisch sprechenden widert mich regelrecht ab. Und ich versuche, so gut ich kann mich davon zu distanzieren.

Damals, als Franco noch lebte, war verboten sich auf Katalanisch zu verständigen (weder reden, noch schreiben dürfte man auf Katalanisch. Es war sogar strengstens verboten Bücher auf Kat. zu veröffentlichen!) Gottlob sind diese Zeiten vorbei. Nur jetzt, 30 Jahre nach seinem (erfreulichen) Tod, ist es ziemlich genau das Gegenteilder Fall: Willst du zB Kinderbücher auf Spanisch kaufen, muß du Dich wirklich auf eine etwas längere Suche gefaßt machen.

In der Schulen, vom KiGa bis zur Uni wird auf Katalanisch unterrichtet. Will zB ein Mensch aus Córdoba in Girona studieren, muß erst Kat können, sonst kann er die Lesungen schlicht und einfach nicht folgen. Im mom habe ich mir sagen lassen, daß sowohl in die Grundschule wie auch im Gym und Abi werden ALLE Fächer auf Kat. unterrichtet. Spanicht gibt es -fast wie eine Fremdsprache- nur 2 Std/wö. Und als ich mich mal bei einem Bekannten beschwerte, antwortete er -natürlich auf Katalanisch-: „Das sind bereits zwei Std in der woche zuviel!“ Ich war ensetzt!!!

Mit dieser Geschichte wollte ich Dir vor Augen machen, daß ich persönlich sehr kleinkarriert finde, wenn jemand sich in einer Fremdsprache „verbarrikadiert“ um sich mit jemandem anders nicht verständigen zu wollen. Genau auf die eine Seite wie auf die andere. Und auch wollte ich Dir damit sagen, daß es für mich unakzeptable ist, so eine Situation. Eine Sprache ist da um sich mit Menschen zu verständigen, um aus dieser Millionen-Sprachen- und Kulturen-Welt, ein Dorf zu machen, wo sich jeder Versteht und wo Fremdsprachen das mindeste Problem ist weil alle bereit sind, sich dadurch nicht stören zu lassen.

Leute die so denken: „Wer sich nicht bemüht meine Muttersprache zu reden, weil ich ja im Grunde keine Fremdsprache lernen will, dem ist mir nicht Wert auch nur ein Sterbenswörtchen mit ihm zu wechseln“ sind für mich Weltfremd und gehören weit in der Geschichte und keineswegs als Model und Vorbild für unsere Kinder. Diese Menschen würde ich sehr gerne einen Rücksack voll eigenen Klamotten geben, ein sehr, sehr knapp bemessenes Geld und ein Flugticket (nur hin!!) zu einer Ecke dieser Welt wo es nur vor Hunger, Not, Krieg, Armut und Krankheit trotzt, schicken. Mal sehen, ob danach genauso denkt mit ihrer ach ja so überall beliebte und überall geschätzte Muttersprache!

Bitte nimm diesen Beitrag nicht persönlich, Barney. Nur ich kenne das Problem sehr gut und ich bin von solcher Mentalität regelrecht angewidert und sträube mich ganz fest dagegen.

Schöne Grüße aus Nürnberg!
Helena *deren Sohn, selbstverständlich zweisprachig aufwachsen läßt, damit er sich mit allen Muttersprachler der beiden Sprachen sich mühelos verständigen kann. Und das ohne Ansprüche auf die eigenen Muttersprache.*

Für so ein toller, ausgezeichneter Beitrag…
Hallo Wiz!

Für so ein toller, ausgezeichneter Beitrag hast Du meine völlige Achtung - Hut ab!!!

Und selbstverständlich (leider nur) ein Sternchen!

Voller Zustimmung und weiter so!! Von ganzem Herzen vielen Dank!

Schöne Grüße aus Nürnberg!
Helena

Hallo Barney,

warum kommen mir nur, wenn ich den Artikel so lese, deutsche Touristen in NL, Italien oder Spanien in den Sinn?!

Gandalf

Hallo Barney,

es wurde von meinen Vorschreibern schon vieles Richtiges
gesagt.

Ich wollte noch darauf hinweisen, dass der Newsweek-Titel
dieser oder letzter Woche hiess: Who owns English?

Es geht in dem Artikel darum, dass Englisch in vielen
Laendern in Afrika und Asien, in Australien sowieso zur
Lingua Franca geworden ist. Englisch veraendert sich dadurch
zusehens. Man vergleiche mal English in den Philipinen mit
Englisch in Ireland usw. Wenn dieser hahnebuechene Vorschlag
der Englisch-Verweigerung wirklich Erfolg haette (was ich mir
sowieso nicht vorstellen kann), wuerde man nicht nur die
„boesen Amerikaner“ ausgrenzen, sondern auch weite Teile
des Rests der Welt, gerade auch Schwellenlaender und Laender
der dritten Welt.

Gruesse
Elke

würde der autor auch so einen mist verzapfen, wenn heute deutsch weltsprache wäre und die deutschen die weltpolizisten spielen dürfen? ich denke nicht! also alles kindischer neid auf die USA - „siegermacht“.

außerdem wird englisch ohnehin systematisch verweigert: 1. ohne synchronisierung hätte ein film kaum eine chance im deutschspr. markt. 2. jedes touristenballungsgebiet bietet speisekarten, führungen, brischüren in englisch und in deutsch (weitere sprachen nicht unbedingt). aber wehe ein tourist ist in deutschland, österreich und braucht eine auskunft, zb. der bei der post, dann wird der angeschnauzt. service in geschäften und restaurants in englisch? fehlanzeige.

dataf0x

Probleme um ihrer selbst Willen generieren? owt
.

Nochmals hallo!

Da ist ja eine ganze Menge von Einwänden, Begründungen und Erklärungen zurückgekommen.
Einige davon sind mir so auf die Schnelle nicht selbst in den Sinn gekommen.

Wenn man wirklich das Wirtschafts-/Militär-Macht-Gehabe der USA außer Acht läßt, dann bleibt nicht viel übrig als „Begründung“ für eine solche Verweigerung.

Um den Sturm der Erregung wieder zu beruhigen sei besonders darauf hingewiesen, daß der Autor sein Elaborat ausdrücklich mit dem Zusatz „Eine Polemik“ versieht. So ganz ernst nimmt er sich offenbar gar nicht.
Nichtdestoweniger kann es durchaus auch nicht schaden, wenn der eine oder andere Leserbrief von euch auf der Presse-Webseite auftaucht.

Gruß
Barney

Auch mein Kompliment zu diesem Beitrag v. Wiz…
…Erfahrungen aus der eigenen Familie zufolge kann ich bestaetigen, dass vor allem Spanier aber auch Franzosen sich absolut stur stellen koennen und Service verweigern wenn man ihre Sprache nicht gut beherrscht.
DEU hingegen ist fuer nordamerikanische Touristen ein Paradies , weil fast jeder , insbesondere junge Leute, muehelos und freundlich eine Konversation in Englisch weiterfuehren kann und sogar moechte.
Thumbs up for Germany !

Mit freundlichem Gruss … Heinz

1 „Gefällt mir“

entschuldige…

service in
geschäften und restaurants in englisch? fehlanzeige.

du hast eine zu große erwartungshaltung, das gibt es ja nicht einmal in deutsch:wink:

gruß
Eve*

Re^2: reiner Selbsterhaltungstrieb :wink:
Hallo Data,

würde der autor auch so einen mist verzapfen, wenn heute
deutsch weltsprache wäre und die deutschen die weltpolizisten
spielen dürfen? ich denke nicht! also alles kindischer neid
auf die USA - „siegermacht“.

hm, Siegermacht (so gaaanz allein?), bist Du Dir da sooo sicher?

Wenn die USA nicht etliche Verbündete gehabt hätten, hätten sie die militärische Auseinandersetzung mit dem NS-Regime doch glatt verloren. Ohne die massive Unterstützung der Russen, die dafür unter einer enormen Opferzahl zu leiden hatten, und der anderen Verbündeten wäre die Geschichte möglicherweise ganz anders gelaufen.

Du reduzierst den 2. WK auf eine Auseinandersetzung NS-Regime (= Dtl.) - schon das ist nicht ganz korrekt, wie Du weisst - und USA. Imo eine unnötige Geschichtsreduzierung. Wenn Dich ein Poster (oder Artikelschreiber - hier oder in einer Zeitung) nervt, schreibs direkt ohne Umwege zu wählen und zwischen den Zeilen zu argumentieren.

außerdem wird englisch ohnehin systematisch verweigert:

Ach Data, das hatten wir doch schon. Ich zitiere jetzt nicht wieder Ignazio Buttita, der der Sprache umfangreiche Bedeutung beimaß.

BUTTITA, Ignazio: Der 1899 in Bagheria geborene Autor ist mit Sicherheit der bedeutendste Dialektschriftsteller Siziliens. In seinen Gedichten besingt und verteidigt B. unermüdlich die sizilianische Sprache als Kern der kulturellen Identität seines Volkes.

aus:
http://www.fratellilarosa.ch/?menu=kultur&lang=de&le…

  1. ohne synchronisierung hätte ein film kaum eine chance im
    deutschspr. markt.

Filme in die eigene Sprache synchronisieren, liebe Data, täten beispielsweise die Finnen auch gerne. Nur ist leider das Volk zu klein und eine Übersetzung finanziell schwer tragbar. Und wenn schon, das weisst Du auch, kann ich mir immer Originalfassungen in der jeweiligen Sprache anschauen.

  1. jedes touristenballungsgebiet bietet
    speisekarten, führungen, brischüren in englisch und in deutsch
    (weitere sprachen nicht unbedingt).

Nana, es gibt auch welche in Italienisch und Französisch. Ersteres kenne ich aus Salzburg und letzteres ist mir mal im Schloss Schönbrunn bei einer Wientour untergekommen. Also alles halb so wild.

aber wehe ein tourist ist
in deutschland, österreich und braucht eine auskunft, zb. der
bei der post,

Tststs, data, bei unsrer „klitzekleinen“ Post bemühen sich die Postbediensteten durchaus auch mal Informationen in Englisch zu geben, obwohl sie das eher schlecht in der Schule gelernt haben und ihre Vokabel-, Grammatik- und Aussprachekenntnis ihnen dieses Unterfangen auch nicht gerade erleichtert. Du verallgemeinerst und ich habe konkret zum Teil ganz andere Erfahrungen.

dann wird der angeschnauzt.

Das ist auch verallgemeinert. Gut, geschenkt, es kommt vor. Ich kenne allerdings auch bemühte AuskunftgeberInnen, die trotz schlechter Ausgangsbedingungen versuchen, Informationen zu geben.

service in geschäften und restaurants in englisch? fehlanzeige.

Auch das stimmt so pauschal nicht, wie Du es behauptest.

dataf0x

Liebe Grüße
Klaus

2 „Gefällt mir“

Du reduzierst den 2. WK auf eine Auseinandersetzung NS-Regime
(= Dtl.) - schon das ist nicht ganz korrekt, wie Du weisst -
und USA.

ich denke du verwexelst hier etwas: mein beitrag war eine kritik an genau dieser vereinfachung („USA=böse da siegermacht“-blabla).

Sprache als Kern der
kulturellen Identität seines Volkes

fremdsprachenkenntnisse schließen nicht aus, daß man die eigene sprache hegt und pflegt. ganz im gegenteil. je unsicherer sich ein volk seiner eigenen identität ist, desto mehr hackt man auf die vermeintlich schädlichen und gefährlichen fremden einflüsse drauflos.

Filme in die eigene Sprache synchronisieren, liebe Data, täten
beispielsweise die Finnen auch gerne. Nur ist leider das Volk
zu klein und eine Übersetzung finanziell schwer tragbar.

das ist falsch. es ist eine andere filmkultur. bei finnland bin ich mir zwar nicht ghanz so sicher, aber hier zum beispiel würde sich NIEMAND einen synchronisierten film ansehen WOLLEN, weil das einfach bescheuert ist. in den skandivanischen ländern ist das (angeblich) auch so. dort sprechen alle englisch fast als zweite mutterpsrache.

obwohl sie das eher schlecht in der Schule gelernt
haben und ihre Vokabel-, Grammatik- und Aussprachekenntnis
ihnen dieses Unterfangen auch nicht gerade erleichtert.

das ändert sich plötzlich, wenn man in länder fährt, wo niemand synchronisiert… dort können alle fließend englisch. warum wohl? :smile:

service in geschäften und restaurants in englisch? fehlanzeige.

Auch das stimmt so pauschal nicht, wie Du es behauptest.

mehrfach erlebt und/oder erstaunt mitgehört. es ist einfach nur peinlich.

gruß
dataf0x

Hallo Heinz!

…Erfahrungen aus der eigenen Familie zufolge kann ich
bestaetigen, dass vor allem Spanier aber auch Franzosen sich
absolut stur stellen koennen

Von Franzosen habe ich das ebenfalls gehört.

Aber viele Menschen haben mir bestätigt (ich persönlich kann es aus gegebenem Anlaß nicht bestätigen) daß gerade in Spanien und sogar in den meisten lateinamerikanische Ländern, genau umgekehrt der Fall ist: Da die meiste Menschen keine Fremdsprache kennen, sind sie stets bemüht, auf Ausländern zuzugehen.

Selbstverständlich, wenn man in Ballerman voll besoffen und sturzbetrunken um 4 in der früh im Hotel nach noch ein Bier brüllt, werden sich die meisten nicht gerade vor den Füßen schmeissen um diesem entzükenden Turist eifrig zu bedienen und zu verstehen.

Ich denke, wir Spanier sind im allgemein sehr bemüht, unsere Gäste ein schönes Aufenthalt zu bieten. Nur ein bißchen Entgegenkommen wird ebenfalls erwartet, wie überall sonst.

Schöne Grüße aus Nürnberg
Helena *die sehr wohl weiß, daß Eigenlob stinkt. Nur ich bin „die Allgemeinheit“ nicht, kenne aber tausende Beispiele, die das von mir besagte bestätigt *

Hallo Gandalf

warum kommen mir nur, wenn ich den Artikel so lese, deutsche
Touristen in NL, Italien oder Spanien in den Sinn?!

Weil diese die Länder sind, die von den Deutschen am meisten besucht werden, wenn sie Urlaub haben???
Schöne Grüße aus Nürnberg!
Helena
PS. Evtl fehlt dir Frankreich noch dazu?

Hi Elke,
wie du weiss, bin ich ein Native Speaker. Vor ein Paar Jahren war ich in New York und verweilte in dem Waldorf Astoria. Das Frühstück war so sündhaft teuer, dass ich schnell in einem nahegelegenen „Coffee Shop“ frühstückte. Zuerst beim Self Service verstand ich gar nichts. Ich wurde von einem angeschnauzt und verstand schließlich, dass der Mann wissen wollte, ob ich ein „Toasted Bagel“ oder nur ein „Bagel“ brauchte. Danach hörte ich ein Gespräch zwischen der Bedienung hinter der Theke und einem orientalisch aussehenden Mann. Sie unterhielten sich auf englisch. Ich verstand kein Wort.
So geht es mir heute noch mit einigen Schotten und einigen Leuten aus Irland.
Viele Grüße
John