Vielen Dank für die ausführliche Antwort.
Und danke auch an alle anderen, die hier geantwortet haben.
meine Kinder (5. Klasse) schreiben Arbeiten in denen nicht nur
ihre Englischkenntnisse sondern auch Fakten aus gelesenen
Texten abgefragt werden.
Gleich vorneweg: Das geht nicht, wie Sie selbst schon richtig
vermuten. Das ist kein Namensquiz hier, sondern ein
fremdsprachlicher Test. Alles andere ist Schikane. Oder pure
Unwissenheit und Unkenntnis der schulrechtlichen Grundlagen.
Selbstverständlich handelt es sich um ungültige
Korrekturpraxis.
Aussage: Robert likes to play football.
Antwort: No, he doesn`t. Kenny likes to play football.
Aussage: The picture is for Angela
Antwort: No, it isn’t. It’s for Jenny.
Leider sehe ich hier nicht, wie der Test genau konzipiert war.
Falls für die Antwort keine Teilvorgaben vorhanden waren - die
Antwort also selbständig in voller Länge produziert werden
mußte - sehe ich hier eine total andere Form der Wertung, den
Willen zur Fairneß vorausgesetzt:
Leider haben die Kids ihre Arbeiten gestern schon wieder abgeben müssen, daher kann ich leider nicht genau antworten.
Es war aber eine komplette Antwort zu formulieren, daran erinnere ich mich.
- Nicht klar ist, ob in jedem Falle verneint werden soll.
Jain, es wurde nicht explizit angegeben, dass verneint werden sollte, wenn man aber den Textinhalt kannte, war klar, dass die Aussagen falsch und somit zu verneinen waren.
Sollte die Entscheidung darüber dem Schüler überlassen sein,
sich aber im Kontext der Vorlage als falsch erweisen, liegt
Mißbrauch vor. M. a. W.: der Lehrer muß vorgeben, ob verneint
werden soll oder bejaht. Das kann er natürlich auch pauschal
tun, etwa mit dem Hinweis: „Verneine alle Aussagen“.
Ihre Ausführungen 2. - 6. waren (Gott sei dank) nicht das Problem.
Ich kenne die anderen Sätze nicht, vermute aber, daß in ihnen
zusätzliche Schwierigkeiten versteckt sind. Zu vergeben sind
pro komplett richtiger Lösung mindestens 3 Punkte. Die
korrekte Namenswahl spielt dabei keine Rolle.
Das mit der Punktevergabe ist interessant, aber gibt es Regelungen, die die Höhe der zu vergebenen Punkte klar formuliert?
Meine Tochter erhielt je einen halben, da nicht Kenny sondern
Paul derjenige war, der gern Fußball spielt, bzw. weil das
Bild nicht für Jenny sondern für ihre Familie war.
In beiden Fällen hat der Lehrer seinen Ermessensspielraum
verlassen und begeht damit einen Verfahrensfehler.
Wo kann ich so etwas nachlesen?
Und nun zur Frage an den ehemaligen Lehrer:
Lohnt es sich und hat es Aussicht auf Erfolg, dieses Thema bei der Lehrerin anzusprechen? Oder führt dies eher zu einem künftig ablehnendem Verhalten gegenüber der Töchter? Wie sind Ihre eigenen Erfahrungen als Lehrer, wenn man Ihnen Fehler (so Sie denn welche gemacht haben) aufgezeigt hat? Es sollte zwar nicht, aber ändert sich das Lehrer-Schüler-Verhältnis ins Negative, wenn die Eltern zu pingelig sind?
Meine Kinder haben in besagter Arbeit die Note 2, es ist also nicht dramatisch, dass sie die Punkte nicht bekommen haben, aber auf der anderen Seite will man als Elternteil natürlich auch, dass die Kinder die Punkte bekommen, die ihnen zustehen.
Wie also sollte ich mich verhalten?
Gruß
R.