Englische Dialekte

Hallo zusammen,

zur Zeit höre ich gerade die neue CD der britischen Band Maximo Park aus Newcastle an. Dabei fiel mir auf, dass sich die Aussprache des Sängers doch deutlich vom Standardenglisch unterscheidet.
So wird fast jedes u wie ein deutsches u ausgesprochen: ‚understand‘ klingt wie in ‚Underberg‘, ‚but‘ wie in ‚Heilbutt‘, ‚trust‘ wie in ‚Frust‘.
Öfter als gewohnt wird auch das ‚a‘ wie ein deutsches ‚a‘ ausgesprochen: ‚hand‘ wie in ‚Gewand‘, etc.
Besonders ungewöhnlich klingt für mich, dass ‚young‘ wie ‚jung‘ rüberkommt.
Lange Rede, kurzer Sinn: Gibt es Webseiten, auf denen man über diese Aussprache-Unterschiede mehr nachlesen kann? Um Dialekte dürfte es sich hier wohl eher nicht handeln, da mir Wortschatz und Grammatik bekannt vorkommen (tolles Argument *g*).

ciao
ecco

Hallo,

vielleicht ist folgender Artikel interessant für dich:

http://en.wikipedia.org/wiki/Geordie

Gruß
Christopher

Hallo

Die Aussprache weist innerhalb Englands eine starke Variation auf.
Neben den Beispielen, die du schon nanntest, ist z.B. die des ay oder
a oder ai in way, day, hate, wait auffaellig, die abweichend von der
Standardaussprache vielerorts fast wie das deutsche ei gesprochen
werden. In niedrigen sozialen Schichten oder in manchen Gegenden
sagen die Leute -in statt -ing, z.B. nothin. Auch das Ignorieren des
h ist verbreitet. Zusammen mit a->ei kommt man dann auf
to hate->to eit
Lustig wird das ganze in dem alten Film My fair lady mit Audrey
Hepburn verarbeitet, die als armes Blumenmaedchen bei einem
Linguistikprofessor richtiges Englisch lernt. Den kannst du dir ja
mal auf Englisch ansehen.
siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Britisches_Englisch

Gruss, Tychi

Jaja, die Geordies :smile:

Have a look at this:
http://www.thenortheast.fsnet.co.uk/GeordieOrigins.htm

A.

vielen Dank für die interessanten Links zum Thema. Ich hatte zwar im dt. Wikipedia gesucht, aber offenbar mit den falschen Suchbegriffen.

ecco

Hallo,

Die Aussprache weist innerhalb Englands eine starke Variation
auf.

das fiel mir vor Jahren mal auf einer Reise durch Irland auf. Trampenderweise wurden wir damals von einem Lastwagenfahrer mitgenommen, der auf uns in einer Sprache einredete, die wir noch nie gehört hatten. Ein Wort, das er öfter benutzt hatte, klang wie ‚woada‘ mit einem ganz tiefen o.
Nach ein paar Minuten haben wir ihm dann gebeichtet, dass wir nichts verstehen und dann kam raus, dass er über das Wetter mit uns gesprochen hatte.
‚woada‘ bedeutete also ‚weather‘

-)

ecco

Hallo,

Die Aussprache weist innerhalb Englands eine starke Variation
auf.

das fiel mir vor Jahren mal auf einer Reise durch Irland auf.
Trampenderweise wurden wir damals von einem Lastwagenfahrer
mitgenommen, der auf uns in einer Sprache einredete, die wir
noch nie gehört hatten. Ein Wort, das er öfter benutzt hatte,
klang wie ‚woada‘ mit einem ganz tiefen o.

Wenn das mal nicht irisch war. Aber dann waere Wetter ja aimsir.

Gruss, Tychi

Wenn das mal nicht irisch war. Aber dann waere Wetter ja
aimsir.

ich weiss nur, dass er aus Nordirland kam und dass er ‚englisch‘ mit uns sprach *g*

Moin,

zur Zeit höre ich gerade die neue CD der britischen Band
Maximo Park aus Newcastle an. Dabei fiel mir auf, dass sich
die Aussprache des Sängers doch deutlich vom Standardenglisch
unterscheidet.

Klar. Auch in Deutschland wird man de facto nur wenig Leute finden, die wirklich „Standard-Deutsch“ reden.
In GB ist mein Eindruck, daß man, je weiter nördlich man geht, die Vokale dem deutschen sich immer weiter annähern. Gerade telefonierte ich mit ein paar Leuten auf Orkney - ich wollte schon fast vermuten, daß ich da mit Deutschen redete… dem war aber nicht so.

Das beste Archiv für Akzente englischer Sprach, das ich kenne, ist dieses:
http://classweb.gmu.edu/accent/

Schau unter „englisch“ und Du wirst verschiedene Native-Speaker Dir anhören können.

Gruß,
Ingo

Das beste Archiv für Akzente englischer Sprach, das ich kenne,
ist dieses:
http://classweb.gmu.edu/accent/

Schau unter „englisch“ und Du wirst verschiedene
Native-Speaker Dir anhören können.

Schöner Link!

Wobei ich allerdings etwas das Gefühl hatte, dass vielleicht der eine oder andere Sprecher in dieser Situation sich besondere Mühe gegeben hat, „schön“ zu sprechen. Ich habe mir hauptsächlich BE, schottisches und irisches Englisch angehört und irgendwie … habe ich Schotten schon schottischer gehört und die Engländer schienen vorrangig doch weniger „Mann/Frau von der Straße“ - und gerade in England wird der Akzent noch heute oft stärker von der Schichtzugehörigkeit als von der Region bestimmt. Diesen sozialen Signalcharakter hatten Akzente in Deutschland in der Weise nie und ich vermute auch nicht in den USA.

Sehr schön: die beiden irischen Sprecher aus Strebane. Die irische Satzmelodie, die sich ja sehr von der englischen unterscheidet, war gut herauszuhören.

Grüße
Christiane

Hi,

Geordie ist ja schon erwähnt worden und das ist ja auch ziemlich speziell, da es in meinen Ohren schon fast wie eine eigene Sprache klingt. Aber es gibt wirklich viele deutlich zu identifizierende Dialekte in England mit großen Ausspracheunterschieden. (Irland, Wales und Schottland kenne ich nicht so gut.)

Als ich als Jugendlicher bei einer Familie im Norden Englands wohnte, habe ich Ehrgeiz darein gesetzt, die verschiedenen Dialekte auseinander halten zu können. Das ist allerdings schon ziemlich lange her. Geblieben ist mir, das Geordie und das Benutzen von „w“ statt „r“ in Suffolk. (Freddie wird dort eher Fweddie gesprochen).

Liebe Grüße
Burkhard