Liebe WWW-Leser,
wer kann mir etwas von den Tisch-, Essen- und Kochgewohnheiten der Engländer erzählen. Ich bin dabei ein kleines Referat zu schreiben. Bin für jeden Hinweis dankbar.
Gruß
Tim
Liebe WWW-Leser,
wer kann mir etwas von den Tisch-, Essen- und Kochgewohnheiten der Engländer erzählen. Ich bin dabei ein kleines Referat zu schreiben. Bin für jeden Hinweis dankbar.
Gruß
Tim
Hallo Tim
wer kann mir etwas von den Tisch-, Essen- und Kochgewohnheiten
der Engländer erzählen. Ich bin dabei ein kleines Referat zu
schreiben. Bin für jeden Hinweis dankbar.
was mir so spontan einfällt: Gemüse als Beilage wird nicht in Salzwasser gekocht, Nachsalzen ist also grunsätzlich erforderlich, falls man es nicht flau mag. Die Gabel wird beim Essen mit den Zinken nach unten gehalten (zumindest in „feinerer“ Gesellschaft *g*). Wie bekommt man also was auf die Gabel ? Mit ein bisschen Üben hab ich folgende Strategie entwickelt: man spießt auf, was aufzuspießen geht. Was nicht aufzuspießen geht, wird mit dem Messer oben auf die Gabel geschmiert und von „Aufspießmaterial“ gehalten. (Dochdoch, so kann man auch satt werden *g*).
Die Ursprünge dieser Essitte liegen darin (so hat man mir zumindest erzählt), dass Mitesser sich nicht durch aufgerichtete Gabelzinken bedroht fühlen *g*.
Das Frühstück ist eine viel wichtigere Mahlzeit (nix mit Kaffee, halbes Brötchen und huschhusch). Traditionell ist das Frühstück warm und besteht je nach Geschmack und Geldbeutel aus allerlei Bestandteilen. Beliebt sind z.B. Porridge (warmer Haferflockenbrei), Eier (Rühr-, Spiegel- oder gekochte Eier), gebratener Speck, gebackene Bohnen in Tomatensauce, Toastbrot, aber auch Müsli und Corn-flakes werden gerne genommen. Sprich: das englische Frühstück ist einfach genial *schleck*.
Sehr beliebt ist Instant-Kaffe oder Tee (meistens in Beuteln). Bohnenkaffee ist nicht sehr verbreitet. Die Englische „Teetime“ gibt es tatsächlich. Da gibts dann Tee und dazu gerne warme Muffins oder „Scones“. Butter ist i.d.R. gesalzen.
Die Käseauswahl ist wesentlich eingeschränkter als bei uns. Zwar sind auch andere Käsesorten erhältlich, aber doch eher exotisch. Um meinen „Blauschimmelweichkäse“ ala Grogonzola haben die Engländer jedenfalls immer einen weiten, angeekelten Bogen gemacht *g*.
Richtiges Vollkornbrot ist ebenfalls eine absolute Seltenheit.
In Restaurants ist es üblich, dass der Kellner einem einen Platz zuweist. Man rennt nicht einfach auf einen freien Tisch zu, sondern wartet an der Tür, bis man irgendwo hingeleitet wird. Man zahlt seine Rechnung mit dem genauen Preis, und drückt dem Kellner dann entweder nachträglich ein Trinkgeld in die Hand oder läst es auf seinem Tisch liegen, bevor man geht.
Bio-Produkte sind ebenfalls bekannt, man erhällt sie in sogenannten „health food stores“. Auch sind Vegetarier in England nichts ungewöhnlicheres als hier.
Ansonsten kann man sagen, dass die Englische Küche enorm von den vielen Einwanderern aus aller Herren Länder profitiert hat.
Im allgemeinen kann ich nur sagen, dass die englische Küche entgegen aller anderen Behauptungen hervorragend ist. Man muss nur wissen, wo man gutes Essen bekommt 
So, das wars auf die Schnelle. Falls mir noch was einfällt oder du Fragen hast, melde ich mich nochmal.
Gruss
Marion
erster Zusatz
sehr beliebt sind auch Sandwiches. Das sind zwei oder mehr Scheiben Toastbrot, zwischen die man alles erdenkliche einklemmen kann, von Thunfisch über Salat, Obst, Gemüse, Käse, Aufschnitt, Truthahn, Garnelen und was einem sonst noch so einfällt. Zusammengebeppt wird das ganze durch eine leckere feste Soße oder z.B. Majonnaise.
Wow, Vielen Dank, Marion
)
Da gabs mal die Theorie, daß ein Engländer, wenn er für eine bestimmte Schuld zu büßen hat, ein Sandwich essen geht (Douglas Adams). Ich war jedenfalls bei jedem Sandwich froh, wenn ich WUSSTE, was auf einem Sandwich drauf war. Oft konnte man es nur erahnen und in den seltensten Fällen hat es gut geschmeckt. Die Dinger, schon diagonal halbiert, hatten immer irgendwelche Geheimnisse vor mir…
Überleben kann mans freilich schon. Fish & Chips ohne Fish habe ich sehr genossen, auch wenn die Darreichung (in alten Zeitungen) irgendwie bizarr war.
Gruß
Christian
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Das Gulasch der Briten ist das Curry-Gericht
Das Gulasch der Briten ist das Curry-Gericht. Diesen Eindruck hatte ich jedenfalls. Im Prinzip ist es in der assimilierten britischen Küche ein indisch-paktistanisches Currygericht, aber nicht so scharf, eher sogar flau.
Ich war mal bei der Britischen Armee während eines Manövers zu Gast, da gab es eine spezielle Kantine für die aus Nepal stammenden „Gurkha“-Soldaten, die in eigenen Regimentern als Berufssoldaten bei den Briten dienen. Diese Kantine hieß „Gurkha-Curry-Bar“ und die britische Begleitung erzählte mir, es sei für den ungeübten europäischen Gaumen völlig unmöglich, dieses Curry zu vertragen, da es extrem gut gewürzt sei. Es roch jedenfalls toll!
fish’n ships
Hallo Christian 
Ich war jedenfalls bei jedem Sandwich froh,
wenn ich WUSSTE, was auf einem Sandwich drauf war. Oft konnte
man es nur erahnen und in den seltensten Fällen hat es gut
geschmeckt. Die Dinger, schon diagonal halbiert, hatten immer
irgendwelche Geheimnisse vor mir…
Manchmal ist es ganz gut, wenn man nicht so ganau weiss, was da verarbeitet wurde *gg*.
Überleben kann mans freilich schon. Fish & Chips ohne Fish
habe ich sehr genossen, auch wenn die Darreichung (in alten
Zeitungen) irgendwie bizarr war.
Jaaaaa!!! Natürlich, wie konnte ich das vergessen. FISH & SHIPS !! So beliebt wie hier Curry-Wurst. Die in den alten Zeitungen sind übrigens die besten (ist Druckerschwärze eigentlich giftig ? *g*). Und dann noch nen ordentlichen Schluck Essig drüber. *jamjamjam*
Gruss
Marion
Jaaaaa!!! Natürlich, wie konnte ich das vergessen. FISH &
SHIPS !! So beliebt wie hier Curry-Wurst. Die in den alten
Zeitungen sind übrigens die besten (ist Druckerschwärze
eigentlich giftig ? *g*). Und dann noch nen ordentlichen
Schluck Essig drüber. *jamjamjam*Gruss
Marion
*lach*…also, „ships“ essen die Briten sicher nicht, die wären auch schwer verdaulich…hier waren wohl „chips“ gemeint, also Fritten 
und mit der Beliebtheit ist es heutzutage auch nicht mehr weit her, McDonalds rules auch in good old Britain…
*lach*…also, „ships“ essen die Briten sicher nicht, die
wären auch schwer verdaulich…hier waren wohl „chips“
gemeint, also Fritten
achnee, ich denke, es war wohl jedem klar, was gemeint ist 
Aber das nächste Mal lass ich meine Postings wieder von meiner Sekretärin korrekturlesen, sonst fritiert hier demnächst noch irgend ein Depp seine Jolle, übergießt sie anschließend mit Essig und macht mich dann haftbar, wenns nicht schmeckt *gg*.
und mit der Beliebtheit ist es heutzutage auch nicht mehr weit
her, McDonalds rules auch in good old Britain…
Kommt drauf an, wo man sich aufhält. Ich hab im McDonalds in GB jedenfalls hauptsächlich Touristen getroffen, die sichen diesen Fraß reingestopft haben, weil die englische Küche ja angeblich so schlecht sei *gröööhl*. Wo die Engländer (und Gourmets) noch unter sich sind, werden auch Fish & Chips noch gewürdigt. 
Gruss
Marion