Englische Lebensversicherung

Hallo,

hatte letzte Woche einen freien Versicherungsmakler bei mir, er hat meine Versicherungen durchgeschaut. War anfangs nicht begeistert, da ich eigentlich nur eine Krankenzusatzversicherung wollte.

Da hat er dann meine STANDARD LIFE Lebensversicherung gesehen und mich gefragt, ob ich die Risiken kenne. Da englische Lebensversicherungen keine Garantie haben das das Geld ausgezahlt ( von einem Absicherungsverband oder wie man das nennt ) wird, wenn Versicherung Konkurs macht.

Stimmt das man mit englischen Lebensversicherungen eine höheres Risiko darstellen, als deutsche oder andere?

Danke für die Antworten.

Danke.

Gruß

Anton

Stimmt das man mit englischen Lebensversicherungen eine
höheres Risiko darstellen, als deutsche oder andere?

Ob das bei allen Tarifen so ist, weiß ich nicht. Es gibt englische LV-Policen, bei denen sogar der Totalverlust nicht ausgeschlossen ist.

Hallo Anton, stimmt die Engländer geben keine 2,25% Garantiezinsen auf den Sparbeitrag (den so gut wie keiner kennt; effektiv garantieren dir deutsche Lebensversicherungen damit also kaum die Hälfte der Inflation. Toll.) Dafür verstehen die Engländer ihr Geschäft im Gegensatz zu den meisten deutschen Versicherungen aber um Klassen besser; im Fall der Standard Life seit 180 Jahren. Laß dir mal von deinem freien Makler einen Performancevergleich über die sagen wir mal letzten 12, 20, 30 oder 40 Jahre oder gar 50 Jahre zwischen dem genannten englischen Versicherer und einem vom ihm präferierten deutschen Versicherer geben. (Wenn möglich auch über 180 Jahre, nur gabs da noch kaum eine deutsche Lebensversicherung). Dann kannst du dein Risiko selbst einschätzen.
Ich wäre froh wenn ich vor 23 Jahren bei einem guten englischen Versicherer abgeschlossen hätte und nicht bei einem mittelmäßigen bis schlechtem deutschen Versicherer, der mir jedes Jahr vorjammert wie schlecht der Kapitalmarkt sei und man deshalb die Auszahlung reduzieren müsse.
Gruß, Waldschrat.

1.) Liegt die Inflationsrate nicht bei 4,5%

2.) Garantieren die Briten gerade mal 0,0% der Inflation

3.) Ist es immer müßig von der Vergangenheit auf die Zukunft zu schließen

4.) Hab ich nichts gegen brit. LV’s, sondern gegen falsche Aussagen und den teilweise von Vertrieblern ( ob Ver- oder Aufkäufern) verbreiteten psydopopolistischen Aussagen!

Englische Lebensversicherungen, die nicht in England ausgefertigt werden, sind in keinem Sicherungsfonds, d.h. wenn das Unternehmen konkurs geht, ist das Geld u.U. futsch. Die Standard Life stellt glaube ich seit einigen Monaten ihre Versicherungsscheine deshalb auch in England aus. Wo Deiner ausgestellt wurde, erkennst Du wohl auf dem Versicherungsschein.

Laß Dich jetzt aber vor so einem Panikargument mal nicht blenden. Ob das jetzt für Dich ein Risiko ist, musst Du selbst beurteilen. Sicherlich kann es passieren, dass Standard Life innerhalb der nächsten 20/30/40 Jahre Probleme haben kann - muss aber nicht sein, kann keiner voraussehen. Bei der Equitable Life (auch uralter englischer Versicherer, der in Dtl. aktiv war), gab/gibt es allerdings genau diese Probleme. Wenn Du Deine Altersversorgung schön „diversifiziert“ hast, kannst Du das Risiko vielleicht eingehen.

Hallo cassiesmann,
Zu 1.) Die 2,25% garantierte Zinsen bezogen sich auf den Sparanteil. Zieht man die Verwaltungs- und Abschlußkosten vom Beitrag ab, so liegt die garantierte Rendite der deutschen Versicherer bei rd. der Hälfte der von mir z.Zt. geschätzten Inflation von knapp 3%. Von mir aus vielleicht auch noch etwas darüber. Immer noch nicht toll.
zu 2.), 3.)und 4.) stimme ich dir voll zu.
Gruß, Waldschrat

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Versicherer bei rd. der Hälfte der von mir z.Zt. geschätzten
Inflation von knapp 3%. Von mir aus vielleicht auch noch etwas
darüber.

Das Stat. Bundesamt hat gerade 2,4 % veröffentlicht. Wie kommst Du auf 3 und mehr ?

Probelm ist nicht nur die fehlende Mitgliedschaft im Sicherungsfonds, sondern in der Kalkulation. Britische LVU haben einen verhältnismäßig sehr hohen Schlussüberschuss gegenüber der lfd. Überschussbeteiligung. Der Schlussüberschuss wird jedoch erst bei Vertragsende gutgeschrieben.

Da der gutgeschriebene lfd. Überschuss relativ gering ist, fällt das zu sichernde Deckungskap. im Inso.-Fall entsprechend gerinegr aus.

Geht das LVU jedoch nicht insolvent, so haben die Briten einfach eine bessere Rendite als dt. LVU vorzuweisen. Daher ist meine Meinung, private i.O., in der bAV jedoch auf keinen Fall einen Briten.

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Hallo Nordlicht, Auszug aus Spiegel.de, Wirtschaft von heute:

"Inflation schnellt auf höchsten Wert seit 13 Jahren

Rekordteuerung in Deutschland: Die Verbraucherpreise sind im November so stark gestiegen wie seit 13 Jahren nicht mehr. Zum ersten Mal seit Februar 1994 steht bei der Inflationsrate eine drei vor dem Komma.

Wiesbaden - Die Verbraucherpreise sind damit im November deutlich stärker gestiegen als erwartet. Nach vorläufigen Daten aus sechs Bundesländern beläuft sich die Teuerung im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 3,0 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Volkswirte hatten zuvor nur einen Anstieg von 2,8 Prozent erwartet. Im Oktober waren die Verbraucherpreise noch um 2,4 Prozent gestiegen.

Grund für den Preisanstieg waren vor allem die deutlich höheren Kosten für Heizöl, Benzin und Diesel sowie für Milchprodukte und Brot. Ohne Heizöl und Kraftstoffe ergibt sich den Statistikern zufolge eine Teuerungsrate von schätzungsweise 2,1 Prozent.

Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht die Preisstabilität ab einer Inflation von zwei Prozent gefährdet. Nach den aktuellen Novemberzahlen steigt damit der Druck auf die EZB, die Zinsen zu erhöhen. Dadurch könnte der Preisanstieg gedämpft werden - gleichzeitig würde allerdings auch das Wirtschaftswachstum gebremst.

Zuvor hatten schon einzelne Bundesländer enorme Preissteigerungsraten gemeldet. So mussten die Verbraucher in Sachsen im Jahresvergleich 3,4 Prozent mehr für Waren und Dienstleistungen zahlen. In Nordrhein-Westfalen betrug der Preisanstieg 3,2 Prozent, in Brandenburg und Bayern 3,1 Prozent, in Baden-Württemberg 3,0 und in Hessen 2,9 Prozent. In allen genannten Ländern stiegen die Teuerungsraten damit auf die höchsten Stände seit Anfang der neunziger Jahre.

Für Heizöl mussten Verbraucher bis zu ein Viertel mehr zahlen als vor einem Jahr. Tanken verteuerte sich um ein Fünftel. Nachdem der Ölpreis zuletzt auf ein Rekordhoch von knapp 100 Dollar gestiegen war, kostete Sprit so viel wie nie. Auch Milchprodukte rissen ein größeres Loch in die Haushaltskasse als noch vor einem Jahr. Allein Milch verteuerte sich je nach Bundesland um 20 bis 27 Prozent. Käse und Quark kosteten rund ein Fünftel mehr, Butter wurde um fast die Hälfte teurer. Die Mehlpreise stiegen um knapp ein Viertel.

Die Preise werden in diesem Jahr auch durch die Einführung von Studiengebühren in zahlreichen Bundesländern getrieben. Teilweise stiegen die Kosten für das Bildungswesen um die Hälfte. Zahlreiche Bundesländer hatten Studiengebühren im April eingeführt, im Oktober folgten auch Hessen und das Saarland.

Preissteigerung in Deutschland in Prozent
im Vergleich zum Vormonat im Vergleich zum Vorjahresmonat
November 07 0,4 3,0
Oktober 07 0,2 2,4
September 07 0,1 2,4
August 07 -0,1 1,9
Juli 07 0,4 1,9
Juni 07 0,1 1,8
Mai 07 0,2 1,9
April 07 0,4 1,9
März 07 0,3 1,9
Februar 07 0,4 1,6
Januar 07 -0,2 1,6
Dezember 06 0,8 1,4
November 06 -0,1 1,5
Quelle: Statistisches Bundesamt

Im Gegensatz dazu sanken in einigen Bundesländern die Preise für Obst und Gemüse wie Äpfel, Kartoffeln oder Kohl. Preiswerter als vor einem Jahr war den Angaben zufolge auch Heimelektronik wie Fernseher, Videorekorder oder Computer. Das Statistische Bundesamt berechnet aus den Daten von sechs Bundesländern die vorläufigen Inflationszahlen. Die endgültige Monatsrate weicht meist nur geringfügig von den vorläufigen Inflationszahlen der Statistiker ab.

Die Dynamik der Entwicklung überraschte sogar Experten. „Wir hatten eine Beschleunigung des Preisanstiegs für November erwartet, aber nicht ganz so stark“, sagte Roland Döhrn vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI). Die bisher für 2008 prognostizierte Teuerungsrate von rund zwei Prozent sei angesichts der jüngsten Entwicklungen zwar „noch im Bereich des Möglichen, aber weniger wahrscheinlich geworden“. Realistischer sei wohl die Annahme einer „etwas höheren Preissteigerung“.

Ausschlaggebend für den Anstieg der Inflationsrate ist nach Döhrns Worten die Preisentwicklung auf dem Weltmarkt. Das günstige Preisniveau vergangener Jahre bei Mineralöl und Nahrungsmitteln gehöre angesichts der boomenden Nachfrage aus Schwellenländern wie China oder Indien wohl der Vergangenheit an.

Dennoch sieht der Experte keinen Grund zur Panik. In diesem Jahr habe die Mehrwertsteuererhöhung die Inflationsrate angeheizt, im kommenden Jahr falle dieser Effekt weg. Schon dadurch werde die Teuerung um etwa einen Prozentpunkt gedämpft, betonte er.

Bundesweit sind die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozent gestiegen. Hier hatten Volkswirte einen Anstieg um 0,3 Prozent erwartet. Die endgültigen Ergebnisse für November wird das Bundesamt am 14. Dezember bekanntgeben.

wal/dpa-AFX/AP/AFP" Zitatende.
Damit lag ich mit meiner Schätzung von knapp drei Prozent nicht schlecht.
Gemeint waren drei Prozent oder etwas weniger. Der Satz „Von mir aus vielleicht auch noch etwas darüber.“ bezog sich auf darauf, daß die deutschen Lebensversicherer effektiv mit der garantierten Rendite etwas knapp über der Hälfte der von mir geschätzten knapp drei Prozent liegen.
Gruß, Waldschrat.

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