Englische Studie

Gmäeß eneir Sutide eneir elgnihcesn Uvinisterät, ist es nchit witihcg

in wlecehr Rneflogheie die Bstachuebn in eneim Wrot snid, das ezniige

was wcthiig ist, ist daß der estre und der leztte Bstabchue an der

ritihcegn Pstoiion snid. Der Rset knan ein ttoaelr Bsinöldn sien,

tedztorm knan man ihn onhe Pemoblre lseen. Das ist so, wiel wir nciht

jeedn Bstachuebn enzelin leesn, snderon das Wrot als gseatems.

Ehct ksras! Das ghet wicklirh!

Hi!

Ihc gaulbe dsa desier Wtiz heir shcon ötfesr wra. Its aebr imemr weiedr ntet auznshcuane.

Gerßu püla

Bsit du ein Lgethesankier oedr was ? Du hsat in jdeem zieewtn Wrot menidsetns zewi Fheelr.

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Wboei ich bermkeen muß, das deise Schae nur mit rateliv kuzern und gberächuchlien Wröetrn kppalt.

André

Dnu achu chint ennw amn dei abcehnstu achn dem aabehlpt denrot.

Gerhard oops
adeghrr

Elkrnärug
Hllao Ghrraed,

Dnu achu chint ennw amn dei abcehnstu achn dem aabehlpt
denrot.

Du sstlloet duaarrf aehctn, den etsren und lttzeen Bhcseabutn an der rehicgtin Seltle zu lseasn, ssnot wrid das mit dem Lseen ehct srwhiiceg!!

Gßüre, Nnia

Wboei ich bermkeen muß, das deise Schae nur mit rateliv kuzern
und gberächuchlien Wröetrn kppalt.

Das kplpat acuh mit lgnäreen und unebegrilchäun Wröetrn, sanolge man drot nur irnenlahb der Memphore die Bchutabsen dchruniedenar welfrüt.

Bepiesil: Daletttinneaufdliigrniechkiteen

Ein Biepseil an eniem agßeröhwechnluien Txet
Der Bastard Assistant of Hell: BAfH

The Trtuh … and nntoihg but the Ttruh (2)

Filaron Scheil

(LRAPEY MODE ON)
„Du hast mich schon vesnadtren! Aurdsseem sind desie Schiffe, die du da
als Schuhe miraubchssst, eine Beigleidung fuer 4000 Jhrae abeaenddlnische
Ziviliatsion!“
Ich schaffe es tatlaeschich, weiheegtnd unevltrezt mein Allelrheisgites
zu eeirchren und die Tuere hetinr mir zu vemmreraln. Vewrirrt tupfe
ich mir den Kaffee von meinem ‚Ich-nodaSf-chis-‘-r-baT-hiort-dirt und
farge mich, was eigentlich pssaiert sei. Mannaire dronnet inschiwzen
draussen mit iherm Posnsakauneten ggeen die velerssschone Buerotuere,
was das Naenchkden auch nchit gdaere leietchr macht.
Habe ich wiirlkch noch im Welfaugen greefun, dass wlkirich nur eine
veekrmmlte PoweeL-rsbe eienn Posnankesauten als Pharllus-Esatz beuznten
wuerde? Ich wische mir den Scheiwss von der Siertn; das wrid mir Mannriae
naelmis vezheiren! Wanreihlschich wird sie mir in der Tieaarfgge bei
den Maennptaklrrpeaezen (die auf meine vehteemnen Prsetote bei der
Gleiegfetlschnstgualaurbten hin eingchiteret wrndeu) aurfaueln, mich mit
iehrm TitnmnP-esasiauaunokten zu Mtasch puegreln und anesselischnd eienn
Buchozlepfhnahl (-lphal?) durch mein zunecdkes Hrez hrmmeaen. Gerossr
CoDe-urmp! Enie Sonmeaerechitgdrung der Klasse 1 httae ich mir gnaz
aerdns vortegsellt!
(RLPEAY MDOE OFF)

Zinwazg Mtnuein septaer bchirt Mranniae ihren Afgnrif ab (oasgr Mnnriaae
weiss, dass man sich mit eienm Poskaunesnaten nicht durch eine feueresfte
Bratnuzschtduere heaemmrn ka!nn), das Tofeeln ltueaet, und vllioeg
zerrsteut hebe ich autoatmisch ab.
„Hllao? Ist dort die Rechtrnle-oHine?“ Eine von uenrsen Usnnerien ist
darn, ein tpeschiyr DAU, aebr mit inteerssnaten Krveun.
„Ich hbae ein Porlbem mit meiner Diss“, sgat sie vliloeg unaberdft,
„ich bin ganz sicher, dass ich sie gsreten noch im Untchvzrreeeinis
‚Prtoimoon‘ geseeipchrt habe, und heute fndie ich das gnaze Verzcheinis
nicht mher …“
Habt ihr da noch Worte? Also, ich nicht. Eienltgich ist alels schon
gasget …
Rouenitmaessig wrfee ich einen Blick in den Btaarsd Ausnekeelardnder:
‚Stschitae Entnladugen wgeen Plaisnkilteal‘ steht dirn. Wie
einasllrfeich! Aebr fuer eine DAU villeiecht noch gnaz neu; man kann nie
weissn. Ich mache den Mund auf, um etwas von sttaischen Aufnlaudgen zu
schwafeln, und sage statt deessn:
„Irhe Diss ist dealhsb veudwnrschen, weil ich sie gesrten Nacht geloescht
habe. Ich dtchae, das wraee der einsfchate Weg, Sie dzau zu bmmeoekn
hier anzufruen. Jetzt wdere ich Inehn eiedrenn, dass Sie sleber aus
Veehsren mit eienm aufglaedenen Plastkliineal Ihre Dtean gscheoelt
hbean, und daanch die Diss auf ganz wuebnadrre Weise aus dem Buckap
wedeir einpisleen. Aus Darkbknaeit wedern Sie sich mit mir zum Abednessen
vebrdaeren und mit ein bchiessn Gceschik bmmekoe ich Sie dann hteue noch
ins Bett.“
Scheisse, scheisse, scheisse! Ich knnoete mir glatt die Zngue
abeeissbn! Dabei hat bis jetzt alles so gut gelpkapt! Die Baurt kann
ich jzett fuer alle Zteien ahkaebn!
Aebr nach eienr Psaue von 5 Seudnken kommt das Uneawrtrete:
„Ahem … waere acht Uhr ok?“

Nedachm ich mich taslaechtich mit der DAU verdarbeet habe, soidnere
ich ueber mneie WaCebm, ob die Lfut auf dem Gnag rein ist und schleiche
vosirtchig hbeiuenr in die Wetkrsatt. Auf dem Ruecewkg benggeet mir Frau
Belzmeann mit einem Pcaekn untschisrfeirtrefer Domnekute uternm Arm.
„Hrer Lscheischsch! Ichchch brchchchaue Ihre Untschrscherschift auf
… W… wssas hbean Sisse denn da im Gssiechst?!“
Ich spuere deuitlch wie mein Mund zu sagen verschut, dass Sie das gar
nchit ahgnee, Sie helkuhueimgelte Kak-Feutsisschittin. Zum Glcuek kmmot
nur ein
„Hm hm Hmm hm hem hm, Hm mhm hemm-hmmhehm Hmhmmm-hHemhmhm!“ hreaus, weil
ich mir keurz und quer Tepchbkpbeleiand ueebr das Schaumnadl geelkbt habe.
Frau Bezlmeann bkneedt mich mit einem ihrer tpeischyn
MinslraC-u-isl2es3u-B-idG0cke, und ich kann ptkraisch seehn, wie sie
dnekt:
„Jztzezt issst der amre Irre klmpoett ueber den Jodran!“ - und gleich
daaurf sagt sie es auch.
Ich vrchesue irhe moatemnne Verfbfuelung auszuuznten und mich in mein
Allergleihistes zu vekrcuedren, aebr Frau Bemlezann scheiendt mir den
Weg ab und haelt mir foerrdnd die Untieschrertfmnappe utenr die Nase.
„Momnet nchoch! Dssas hier mssssuss srfoot unteschrieschrben wrdeen,
diamt ichch menein lezttzzen Guerpfssa-Nauahl-milkKrsusss als beuifrlche
Foridlbtung erzztsseszt bokemme!“
Frau Bezelmann errtsart ein ztweeis Mal vor Scherck. Ich nicht. Seit
dem Vfarlol mit der Uebnahunsdnraggate bei der Erssemtneschrtrseieiebung
uebearrscht mich gar nix mher!
Ich nheme den Kugreschleiber und sehe hlolifs zu, wie mneie Hand sattt
meines unllrieeschen Untkeraritfschkrels scheirbt:
„Das koennte Ienhn so pssean, Sie stutodeerdemnnnde, heluigmueheklte
Kaki-istschFetsutin!“

Ich schfafe es leebnd zuercuk in die Wersktatt, die zum Guelck auch eine
feusefrete Bratndztuschuere hat. Alielnrdgs sgat das nicht viel; jzett
haegnt aells dvaon ab, ob Frau Bezelmann wie uelibch irhe Paznaurefst im
Wgaen dabei hat oder nchit. Schaetgsznuweise bleiben mir sches Mietunn,
bis sie aus der Tiraaefgge weeidr zueucrk ist.
Ich mache mir eine sitblae Hadssnfeel aus dem vernbelbeiden Klbeeband und
bdnie mneie rechte Hnad hnietn am Geuetrl fset. Gar nicht so einfach mit
nur eienr Hand und veetklbrem Mund! Ich bin noch nchit mal gnaz fetrig,
da bchrit drsseaun auf dem Gang ein mehistrimmger Tluumt aus. Ich gucke
vochitrsig um die Ekce und shee den Koegllen O. und den Koglelen Rilinzng
in enegm man-mtom-c-noabat. Der Kogelle O. hat den Kolgelen Riilnzng in
den Schwistakzten gnemmeon, wrenhaed diseer von hetinn O.s Harae gcapket
hat und mit aller Mchat daran zrert. Bdeie uebefuhaeren sich mit den
wuetstesen Beschpfmuingen, die aber bei nueetchnrer Beuattrchng alsleamt
der Whareiht enrpechtsen. Uensr BfH…H., der zuaelflig vokbeirommt,
vechrsut die bdeien Sthaeeirhtne zu treennn, aber astantt sie zur Vernunft
zu rfuen, buerllt er sattt dsseen, dass bdeie akieadmsche Nitstchuer und
intlteelkuelle Schmaztorer seien, die mit iherr angiebchlen Wiansseschft
sneie Steulregeder verrapssen weuedrn. Darhfauin flalen die beiden
gemseinam ueber den aemrn Bf…HH. her, der von seeinr eiengen Aeuerssung
so vebrfuelft ist, dass er viel zu spaet anaenfgt sich zu weehrn, und
der Klloege Rilnzing laendt den etsren und eieingzn Kiannkhen seeins
Leebns, bveor ihn der B.H…fH. kbpfoeuer in den Abfalaorlwllgen der
Przutfau sectkt.
Weiter htienn hbaen sich Jenny und Miannrae in den Hraaen
(bubtischaelch!), und vor dem Mikoozrko-rPprssrateikum shee ich Ygoi Folp,
unrseen noriotschen Frnfaueiend, ieimnttn eines aufgrachebten Mobs von
Stueidntnnen bluertuestbroemt zu Beodn geehn. Jztet weiss ich endilch,
waurm die Dgnier Stilettos heiessn!
Mttien im Cahos sthet der Chef, vemtrluich der Eiingze im Intsitut,
der sweoiso iemmr die Weihraht sgat, und bettchraet mit offenen Mnud
diseen Aurusbch erzuewgnner Wahhrtafgikeit an sneeim LEsERuthl. Und als
am Ende des Gngeas auch noch Frau Bezmleann mit ierhr Paaueznrfst auf
der Schtuelr auauchtft, bescheilsse ich, dass es an der Zeit ist nach
Hsaue zu geehn, SE1 hin oedr her!

Wie ich es mit nur eienm Arm die Feuleeitrer hinntuer gfafschet hbae,
wird mir saeetpr auf ewig ein Rsaetel bbeieln. Auf jeedn Flal komme
ich mher oedr weinger unvletrezt bis zur U-BhntaSat-ion, und als ich
prwboeiese bei der Kiotkbseziesrin nach einem extiamrl-den Fisemrhen’s
Feinrd frgae und dann, als sie sich uemhdrt, eine Farhrakte stbitize,
amte ich ereilchetrt auf. Offtichnselich schneit der Wahreitswhahn
tasaeltchich auf uesnern LEsRtEuhl benaeschrkt zu sein.

Zhsauue, kaum dass ich mich von den supbleekrrigen Teplbkniedchaeebpern
befeirt hbae, lggoe ich mich beim LEtsEuRhl ein und seichre alle Texte,
die auf saechmtlien Rechnren am Inittsut einelschlssiich Eaiml am
hieteugn Tag geiberschen wduren, auf ein setapares Laufwerk. Wegistnens
die nchesaetn Tage mchoete ich noch meinen Sapss haebn …

Copgyirht Forialn Scheil 2004

Und noch ne Idee schwieriger…
t@ tru:t … Qant no:thIN bUt t@ tru:t (2)

flOria:n Si:l

(r@plaI mo:d@ On)
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Qi:r@m tita:niUmpozaUn@nkast@n tsu: matS pry:g@ln Unt QanSli:szEnd QaIn@n
bu:x@nhOltspfa:l dU6C maIn tsUk@nd@s hE6ts hEm6n. gro:s6
ko:r@dUmp! QaIn@ zOnd6r6mECtIgUN de:6 klas@ 1 hat@ IC mi:6 gants
Qand6s fo:6g@StElt!
(r@plaI mo:d@ Of)

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g@za:kt …
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Sva:f@ln, Unt za:g@ Stat dEs@n:
i:r@ dIs Ist dEshalp fE6SvUnd@n, vaIl IC zi: gEst6n naxt g@l9St
ha:b@. IC daxt@, das vE:r@ de:r QaInfakst@ ve:k, zi: datsu: tsu: b@kOm@n
hi:r Qantsu:ru:f@n. jEtst ve:6d@ IC i:n@n QaInre:d@n, das zi: zElb6 QaUs
fE6ze:@n mIt QaIn@m QaUfg@la:de:n@n plastIklinea:l i:r@ da:t@n g@l9St
ha:b@n, Unt dana:x di: dIs QaUf gants vUnd6ba:r@ vaIz@ QaUs de:m bakUp
vi:d6 QaInSpi:l@n. QaUs daNkba:6kaIt ve:6d@n zi: zIC mIt mi:6 tsUm a:b@ndEs@n
fE6Qapre:d@n Unt mIt QaIn bIsS@n g@SIk b@kOm@ IC zi: dan hOYt@ nOx
QIns bEt.
SaIsz@, SaIsz@, SaIsz@! IC k9nt@ mi:6 glat di: tsUN@
QapbaIsz@n! dabaI hat bIs jEtst al@s zo: gu:t g@klapt! di: braUt kan
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Qa:b6 na:x aIn6 paUz@ fOn 5 zekUnd@n kOmt das u:n6va6t@t@:
Ehm … vE:r@ axt u:r Ok

na:xde:m IC mIC ta:tsQEClIC mIt de:6 daU fE6Qapre:d@t ha:b@, zOndiE:r@
QIC Qy:b6 maIn@ v@pka:m, o:stuck_out_tongue: di: lUft QaUf de:m gaN raIn Ist Unt SlaIC@
fo:6zICtIC hIny:b6 In di: vE6kStat. QaUf de:m rykve:k b@ge:gn@t mi:6 fraU
b@ts@lman mIt QaIn@m pak@n QUnt6SrIftsraIf6 dokumEnt@ QUnt6m a6m.
hE6 laISSS! ICCC braUxCC@ i:r@ QUnt6SSrIft QaUf
… v… vasss ha:b@n sszi: dEn da Im g@szICt!
QIC spy:r@ dOYtlIC vi: maIn mUnt tsu: za:g@n fE6zUxt, das zi: das ga:6
nICt Qang@h@, zi: he:liUmg@ky:lt@ kaktUsfe:tISIstIn. tsUm glyk kOmt
nu:r QaIn
hm hm hmm hm h@m hm, hm mhm hEmmhmhe:m hmhmh@mhmhmhm! hEraUs, vaIl
QIC mi:6 krOYts Unt kve:6 tEpICkl@b@bant Qy:b6 das SantmaUl g@kle:stuck_out_tongue:t ha:b@.
fraU b@ts@lman b@dENkt mIC mIt QaIn@m i:r6 ty:stuck_out_tongue:IS@n
mi:nUsQ230gra:ttSElziUsblIk@, Unt IC kan praktIS ze:@n, vi: zi:
dENkt:
dZEtstst Isst de:r a6m@ I6r@ kOmplEt Qy:b6 de:n jO6da:n! Unt glaIC
daraUf za:kt zi: @s aUx.
QIC fE6zu:x@ i:r@ momEnta:n@ fE6blyfUN QaUstsu:nUts@n Unt mIC In maIn
Qal6haIlICst@s tsu: fE6dryk@n, a:b6 fraU b@ts@lman SnaId@t mi:6 de:n
ve:k ap Unt hElt mi:6 fO6d6nt di: QUnt6SrIft@nmap@ QUnt6 di: na:z@.
momEnt nOxC! dasss hi:6 mUssssss zofO6t QUnt6Sri:b@n ve:6d@n,
damIt ICC maIn@n lEtstst@n gy:rIlana:kampfkU6sszUsz a:ls b@ru:flIC@
fO6tbIldUN E6szEtstst b@kOm@!
fraU b@ts@lman Qe:6Sta6t QaIn tsvaIt@s ma:l fo:6 SrEk. IC nICt. zaIt
de:m fo:6fal mIt de:r y:bUNshantgrana:t@ baI de:r e:6stzemEst6raInSraIbUN
Qy:b6raSt mIC ga:6 nIks me:6!
QIC ne:m@ de:n ku:gElSraIb6 Unt ze:@ hIlflo:s tsu:, vi: maIn@ hant Stat
maIn@s Unle:z6lIC@n QUnt6SrIftkra:k@ls SraIpt:
das k9nt@ i:n@n zo: pas@n, zi: StudEnt@nmO6d@nd@, he:liUmg@ky:lt@
kaktUsfe:tISIstIn!

QIC Saf@ @s le:b@nt tsuryk In di: vE6kStat, di: tsUm glyk aUx QaIn@
fOY6fEst@ brantSUtstyr@ hat. al6dINs za:kt das nICt fi:l; jEtst
hENt al@s dafOn ap, o:stuck_out_tongue: fraU b@ts@lman vi: y:stuck_out_tongue:lIC i:r@ pantsE6faUst Im
va:g@n dabaI hat o:d6 nICt. SEtsUNsvaIz@ blaIb@n mi:6 zEks minu:t@n,
bIs zi: QaUs de:6 ti:fgara:Z@ vi:d6 tsuryk Ist.
QIC max@ mi:6 QaIn@ Stabi:l@ hantfEs@l QaUs de:m fE6blaIb@nd@n kl@b@bant Unt
bInd@ maIn@ rECt@ hant hInt@n am gy:6t@l fEst. ga:6 nICt zo: QaInfax mIt
nu:r aIn6 hant Unt fE6kle:stuck_out_tongue:t@m mUnt! IC bIn nOx nICt ma:l gants fE6tIC,
da brICt draUs@n QaUf de:m gaN QaIn me:6StImIg6 tu:mUlt QaUs. IC gUk@
fo:6zICtIC Um di: Ek@ Unt ze:@ de:n kOle:g@n o. Unt de:n kOle:g@n rIntslIN
Qi:n eng@m mantomankOmba:t. de:6 kOle:g@ o. hat de:n kOle:g@n rIntslIN In
de:n SvItskast@n g@nOm@n, vEhr@nt di:z6 fOn hInt@n o.s ha:r@ g@pakt
hat Unt mIt al6 maxt daran tsE6t. baId@ Qy:b6hOYf@n zIC mIt de:n
vy:st@st@n b@SImpfUN@n, di: a:b6 baI nyCtE6n@6 b@traxtUN al@zamt
de:6 va:6haIt EntSprEC@n. Unz6 p.ha:.f.ha:., de:6 tsu:fElIC fo:6baIkOmt,
fE6zUxt di: baId@n StraIthEhn@ tsu: trEn@n, a:b6 QanStat zi: tsu:6 fE6nUnft
tsu: ru:f@n, bruElt 6 Stat dEs@n, das baId@ akade:miS@ nICtsty:r Unt
QIntElEktuEl@ SmarOts6 zaI@n, di: mIt i:r6 Qang@plIC@n vIs@nSaft
zaIn@ StOY6gEld6 fE6pras@n vy6d@n. daraUfhIn fal@n di: baId@n
g@maInza:m Qy:b6 de:n a6m@n p.ha:.f.ha:. he:6, de:6 fOn zaIn6 aIg@n@n OYsz6rUN
zo: fE6blyft Ist, dasz 6 fi:l tsu: spE:t QanfENt zIC tsu: ve:r@n, Unt
de:6 kOle:g@ rIntslIN land@t de:n e:6st@n Unt QaIntsIg@n kInha:k@n zaIn@s
le:b@ns, b@fo:6 i:n de:6 p.ha:.f.ha:. kOpfy:b6 In de:n QapfalrOlva:g@n de:6
pUtsfraU StEkt.
vaIt6 hInt@n ha:b@n zIC je:ni Unt marian@ In de:n ha:r@n
(bu:xStEplIC!), Unt fo:6 de:m mikroprotsEso:6praktikUm ze:@ IC jo:gi flo:stuck_out_tongue:,
QUnz6r@n no:to:rIS@n fraU@nfaInt, InmIt@n QaIn@s QaUfg@braxt@n mo:stuck_out_tongue:s fOn
StudEntIn@n blu:ty:b6Str9mt tsu: bo:d@n ge:@n. jEtst vaIsz IC @ntlIC,
va:rUm di: dIN6 StilEtOs haIsz@n!
mIt@n Im ka:open_mouth:s Ste:t de:6 SEf, fE6mu:tlIC de:r QaIntsIg@ Im Institu:t,
de:6 zaUi:zo: Im6 di: va:6haIt za:kt, Unt b@traxt@t mIt Of@n@n mUnt
di:z@n QaUsbrUx E6tsvUN@n6 va:6haftICkaIt an zaIn@m le:6Stu:l. Unt a:ls
Qam End@ dEs gaN@s aUx nOx fraU b@ts@lman mIt i:r6 pantsE6faUst QaUf
de:6 SUlt6 QaUftaUxt, b@Sli:sz@ IC, dasz @s an de:6 tsaIt Ist na:x
haUz@ tsu: ge:@n, z@1 hIn o:d6 he:6!

vi: IC @s mIt nu:r QaIn@m a6m di: fOY6laIt6 hInUnt6 g@Saft ha:b@,
vI6t mi:6 spE:t6 QaUf e:vIk QaIn rE:ts@l blaIb@n. QaUf je:d@n fal kOm@
QIC me:r o:d6 ve:nIg6 UnfE6lEtst bIs tsu:r Uba:nStatsjo:n, Unt a:lz IC
pro:b@vaIz@ baI de:6 kioskb@zIts6rIn na:x QaIn@m EkstramIld@n fIshe:6m@ns
fri:@nt fra:g@ Unt dan, a:ls zi: zIC Umdre:t, QaIn@ fa:6ka6t@ StibIts@,
Qa:tm@ IC E6laICt6t QaUf. Of@nzICtlIC SaInt de:6 va:6haItsva:n
ta:tsQEClIC QaUf Unz6r@n le:6Stu:l b@SrENkt tsu: zaIn.

tsu:haUz@, kaUm dasz IC mIC fOn de:n zu:stuck_out_tongue:6kl@brIg@n tEpICkl@b@bEnd6n
b@fraIt ha:b@, lo:g@ IC mIC baIm le:6Stu:l QaIn Unt zIC6r@ al@ tEkst@,
di: QaUf zEmtlIC@n rECn6n am Institu:t QaInSli:slIC emaI am
hOYtIg@n ta:k g@Sri:b@n vU6d@n, QaUf QaIn zeparat@s laUfvE6k. ve:nICst@ns
di: nE:Cst@n ta:g@ m9Ct@ IC nOx maIn@n Spas ha:b@n …

kopy:rICht flOria:n Si:l 2004

und hier der Originaltext vom Autor
Letzte Woche habe ich zwei Versionen der Story ‚Truth2‘ an euch
geschickt, die - sagen wir mal vorsichtig - eine etwas erhoehte Konzentrations-
faehigkeit beim Lesen erforderten. Oder - wie es einige von euch so schoen
auszudruecken pflegten: „Das beschissene Zeug war total unleserlich, Mann!!!“

Sicher haben sich die meisten von euch gefragt, was der Scheiss soll.

Ganz einfach: In Zukunft werde ich jede neue Bastard-Folge in dieser
Form verschicken, wenn in der Woche davor weniger als 10 Buecher bei
mir bestellt wurden!!! (Harharhar!)

Just kidding :wink:

Jetzt mal Spass beiseite; das Ganze ist gar nicht mal so uninteressant:

Sicher habt ihr gemerkt, dass der erste Text gar nicht so unleserlich ist,
wie er auf den ersten Blick aussieht. Vor allem, wenn man ‚nicht so genau
hinschaut‘, die ohnehin schon kurzsichtigen Augen etwas zusammenkneift
und den Blick laessig ueber die Zeilen schweifen laesst:

‚Es hnlaedt scih auch nhict um enie neue Kduienorg, wie eniige von ecuh
dhctean,‘

sondern um ein ganz simples Skript, das jeweils den Anfangs- und
Endbuchstaben eines jeden Wortes stehen laesst und den Rest random
neu verteilt.
Es gibt deshalb auch kein Programm zur Dekodierung, das ein paar
Bastard-Leser prompt bei mir eingefordert haben, weil eine
Zufallsverteilung nicht so leicht rueckgaengig zu machen ist :wink:
Was man machen koennte: ein sehr grosses Lexikon nehmen und systematisch
nach Anagrammen suchen. Dann bekommt man fuer jedes Wort 1…N Anagramme
und muss mit Hilfe einer deutschen Grammatik (die es es bekannterweise
nicht gibt!) hoffen, die richtige Wortkombination herauszufinden. Das
ist ein erstaunlicher Aufwand - und nicht mal dann ist garantiert, dass
man den urspruenglichen Text wieder hinbekommt!
Wie kommt es dann, dass jeder halbwegs faehige Alphabet es mühelos
schafft, so einen massakrierten Text zu lesen?

Um der Antwort naeher zu kommen, habe ich ein paar Experimente mit
Erstsemestern gemacht (Erstsemester sind die idealen Versuchkaninchen;
sie halten einen nicht mit blöden Fragen auf, weil bei ihnen die
Vorstellung vom akademischen Halbgott mit Titel noch unverfaelscht
vorhanden ist! Leider verliert sich das spaeter ziemlich schnell…):

Wenn man anstatt nur des ersten und letzten Buchstabens längere
Gruppen stehen laesst, z.B. in Woertern mit mehr als 6 Buchstaben die
ersten 2 und die letzten 2, in Woertern mit mehr als 9 Buchstaben die
ersten und letzten 3 usw., dann - aendert sich gar nichts!
Die Erkennung wird also nicht besser (und auch nicht schlechter).

Wenn man bei Woertern mit mehr als 6 Buchstaben die Laenge um einen
Buchstaben zufallsgesteuert aendert, also entweder einen Buchstaben
weglaesst oder irgendeinen Buchstaben einfuegt, geht die
Erkennungsleistung runter, aber nicht viel.

Wenn man dagegen die ‚inneren‘ Buchstaben voellig random auswaehlt,
also alle Buchstaben des Alphabets zufaellig in Wortinneren verteilt,
dann ist es mit der Erkennung schlagartig vorbei! Nix geht mehr!

Und schliesslich noch eine interessante Beobachtung: Die
Erkennungsleistung scheint mit der Geschwindigkeit zu korrelieren, mit
der die Kaninchen sonst normalerweise lesen. D.h. ein Kaninchen, dass
ueblicherweise für eine Seite Text nur eine Minute braucht, hat weniger
Schwierigkeiten, als ein Kaninchen, das 5 Minuten braucht.

Schlussfolgerungen koennt ihr jetzt selber ziehen; muss euch ja nicht
alles vorbeten! Wer sich nicht zurueckhalten kann, schickt mir mal eine
email mit seiner Theorie, was in den grauen Zellen da oben ablaeuft
([email protected]).

(Uebrigens bekommt man solche Texte muehelos durch saemtliche Spam-Filter…)

Jetzt zum zweiten Text:
Entgegen der populaeren Meinung unter den Bastard-Fans, dass ‚ich mich
wirklich mal untersuchen lassen sollte‘ (Danke!), war das kein reiner
Bullshit, sondern ganz einfach eine phonetische Umschrift der
Geschichte.
Entgegen einer weitverbreiteten Vorstellung (vor allem unter Akademikern!)
sprechen wir naemlich keineswegs so wie wir schreiben - und, nein: ich
spreche jetzt hier keineswegs nur von Bayern und Sachsen!
Wir sprechen auch nicht so, wie es in der oben erwaehnten phonetischen
Umschrift wiedergegeben wurde, aber ein imaginaerer, idealer Sprecher
vorzugsweise aus Hannover koennte eventuell so sprechen, wenn er ganz
langsam und deutlich vorliest.
Mit anderen Worten: die phonetische Umschrift spiegelt wieder, was fuer
die einzelnen Woerter im Ausspracheduden steht!

Wie mache ich so etwas? Ganz einfach: ein kleines Expertensystem mit knapp
1400 mehr oder weniger komplizierten Regeln und schon bist du dabei!
Natuerlich ist jedem Bytewusler klar, dass ein Algo mit ueber 1000 Regeln
nur eines bedeuten kann: Das Problem, d.h. die Abbildung von Schriftsprache
auf Lautsprache ist grottenschlecht definiert! Und genau so ist es fuer
das Deutsche und noch mehr fuer das Englische! (Spanisch ist eine loebliche
Ausnahme, und Italienisch geht noch so…)

Die interessante Frage ist: wieso koennen wir dann ueberhaupt jemals lernen,
laut vorzulesen? Die Antwort ist: wir koennen es gar nicht, jedenfalls niemals
vollkommen fehlerfrei (nicht mal Radiosprecher können das!)

The Truth … and nothing but the Truth (2)

Florian Schiel

(REPLAY MODE ON)
„Du hast mich schon verstanden! Ausserdem sind diese Schiffe, die du da
als Schuhe missbrauchst, eine Beleidigung fuer 4000 Jahre abendlaendische
Zivilisation!“
Ich schaffe es tatsaechlich, weitgehend unverletzt mein Allerheiligstes
zu erreichen und die Tuere hinter mir zu verrammeln. Verwirrt tupfe
ich mir den Kaffee von meinem ‚Ich-bin-root-ich-darf-das‘-T-Shirt und
frage mich, was eigentlich passiert sei. Marianne donnert inzwischen
draussen mit ihrem Posaunenkasten gegen die verschlossene Buerotuere,
was das Nachdenken auch nicht gerade leichter macht.
Habe ich wirklich noch im Weglaufen gerufen, dass wirklich nur eine
verklemmte Power-Lesbe einen Posaunenkasten als Phallus-Ersatz benutzen
wuerde? Ich wische mir den Schweiss von der Stirne; das wird mir Marianne
niemals verzeihen! Wahrscheinlich wird sie mir in der Tiefgarage bei
den Maennerparkplaetzen (die auf meine vehementen Proteste bei der
Gleichstellungsbeauftragten hin eingerichtet wurden) auflauern, mich mit
ihrem Titanium-Posaunenkasten zu Matsch pruegeln und anschliessend einen
Buchenholzpfahl (-phall?) durch mein zuckendes Herz haemmern. Grosser
Core-Dump! Eine Sonderermaechtigung der Klasse 1 hatte ich mir ganz
anders vorgestellt!
(REPLAY MODE OFF)
Zwanzig Minuten spaeter bricht Marianne ihren Angriff ab (sogar Marianne
weiss, dass man sich mit einem Posaunenkasten nicht durch eine feuerfeste
Brandschutztuere haemmern kann!), das Telefon laeutet, und voellig
zerstreut hebe ich automatisch ab.
„Hallo? Ist dort die Rechner-Hotline?“ Eine von unseren Userinnen ist
dran, ein typischer DAU, aber mit interessanten Kurven.
„Ich habe ein Problem mit meiner Diss“, sagt sie voellig unbedarft,
„ich bin ganz sicher, dass ich sie gestern noch im Unterverzeichnis
‚Promotion‘ gespeichert habe, und heute finde ich das ganze Verzeichnis
nicht mehr …“
Habt ihr da noch Worte? Also, ich nicht. Eigentlich ist alles schon
gesagt …
Routinemaessig werfe ich einen Blick in den Bastard Ausredenkalender:
‚Statische Entladungen wegen Plastiklineal‘ steht drin. Wie
einfallsreich! Aber fuer eine DAU vielleicht noch ganz neu; man kann nie
wissen. Ich mache den Mund auf, um etwas von statischen Aufladungen zu
schwafeln, und sage statt dessen:
„Ihre Diss ist deshalb verschwunden, weil ich sie gestern Nacht geloescht
habe. Ich dachte, das waere der einfachste Weg, Sie dazu zu bekommen
hier anzurufen. Jetzt werde ich Ihnen einreden, dass Sie selber aus
Versehen mit einem aufgeladenen Plastiklineal Ihre Daten geloescht
haben, und danach die Diss auf ganz wunderbare Weise aus dem Backup
wieder einspielen. Aus Dankbarkeit werden Sie sich mit mir zum Abendessen
verabreden und mit ein bisschen Geschick bekomme ich Sie dann heute noch
ins Bett.“
Scheisse, scheisse, scheisse! Ich koennte mir glatt die Zunge
abbeissen! Dabei hat bis jetzt alles so gut geklappt! Die Braut kann
ich jetzt fuer alle Zeiten abhaken!
Aber nach einer Pause von 5 Sekunden kommt das Unerwartete:
„Aehm … waere acht Uhr ok?“

Nachdem ich mich tatsaechlich mit der DAU verabredet habe, sondiere
ich ueber meine WebCam, ob die Luft auf dem Gang rein ist und schleiche
vorsichtig hinueber in die Werkstatt. Auf dem Rueckweg begegnet mir Frau
Bezelmann mit einem Packen unterschriftsreifer Dokumente unterm Arm.
„Herr Leischschsch! Ichchch brauchchche Ihre Unterschschschrift auf
… W… wasss haben Sssie denn da im Gesssicht?!“
Ich spuere deutlich wie mein Mund zu sagen versucht, dass Sie das gar
nicht angehe, Sie heliumgekuehlte Kaktus-Fetischistin. Zum Glueck kommt
nur ein
„Hm hm Hmm hm hem hm, Hm mhm hemmm-hmhehm Hmhmm-Hemhmhmhm!“ heraus, weil
ich mir kreuz und quer Teppichklebeband ueber das Schandmaul geklebt habe.
Frau Bezelmann bedenkt mich mit einem ihrer typischen
Minus-230-Grad-Celsius-Blicke, und ich kann praktisch sehen, wie sie
denkt:
„Jetzzzt issst der arme Irre komplett ueber den Jordan!“ - und gleich
darauf sagt sie es auch.
Ich versuche ihre momentane Verblueffung auszunutzen und mich in mein
Allerheiligstes zu verdruecken, aber Frau Bezelmann schneidet mir den
Weg ab und haelt mir fordernd die Unterschriftenmappe unter die Nase.
„Moment nochch! Dasss hier mussssss sofort unterschschrieben werden,
damit ichch meinen letzzzten Guerilla-Nahkampf-Kursssusss als berufliche
Fortbildung ersssetzzzt bekomme!“
Frau Bezelmann erstarrt ein zweites Mal vor Schreck. Ich nicht. Seit
dem Vorfall mit der Uebungshandgranate bei der Erstsemestereinschreibung
ueberrascht mich gar nix mehr!
Ich nehme den Kugelschreiber und sehe hilflos zu, wie meine Hand statt
meines unleserlichen Unterschriftkrakels schreibt:
„Das koennte Ihnen so passen, Sie studentenmordende, heliumgekuehlte
Kaktus-Fetischistin!“

Ich schaffe es lebend zurueck in die Werkstatt, die zum Glueck auch eine
feuerfeste Brandschutztuere hat. Allerdings sagt das nicht viel; jetzt
haengt alles davon ab, ob Frau Bezelmann wie ueblich ihre Panzerfaust im
Wagen dabei hat oder nicht. Schaetzungsweise bleiben mir sechs Minuten,
bis sie aus der Tiefgarage wieder zurueck ist.
Ich mache mir eine stabile Handfessel aus dem verbleibenden Klebeband und
binde meine rechte Hand hinten am Guertel fest. Gar nicht so einfach mit
nur einer Hand und verklebtem Mund! Ich bin noch nicht mal ganz fertig,
da bricht draussen auf dem Gang ein mehrstimmiger Tumult aus. Ich gucke
vorsichtig um die Ecke und sehe den Kollegen O. und den Kollegen Rinzling
in engem man-to-man-combat. Der Kollege O. hat den Kollegen Rinzling in
den Schwitzkasten genommen, waehrend dieser von hinten O.s Haare gepackt
hat und mit aller Macht daran zerrt. Beide ueberhaeufen sich mit den
wuestesten Beschimpfungen, die aber bei nuechterner Betrachtung allesamt
der Wahrheit entsprechen. Unser B.H.f.H., der zufaellig vorbeikommt,
versucht die beiden Streithaehne zu trennen, aber anstatt sie zur Vernunft
zu rufen, bruellt er statt dessen, dass beide akademische Nichtstuer und
intellektuelle Schmarotzer seien, die mit ihrer angeblichen Wissenschaft
seine Steuergelder verprassen wuerden. Daraufhin fallen die beiden
gemeinsam ueber den armen B.H.f.H. her, der von seiner eigenen Aeusserung
so verbluefft ist, dass er viel zu spaet anfaengt sich zu wehren, und
der Kollege Rinzling landet den ersten und einzigen Kinnhaken seines
Lebens, bevor ihn der B.H.f.H. kopfueber in den Abfallrollwagen der
Putzfrau steckt.
Weiter hinten haben sich Jenny und Marianne in den Haaren
(buchstaeblich!), und vor dem Mikroprozessor-Praktikum sehe ich Yogi Flop,
unseren notorischen Frauenfeind, inmitten eines aufgebrachten Mobs von
Studentinnen blutueberstroemt zu Boden gehen. Jetzt weiss ich endlich,
warum die Dinger Stilettos heissen!
Mitten im Chaos steht der Chef, vermutlich der Einzige im Institut,
der sowieso immer die Wahrheit sagt, und betrachtet mit offenen Mund
diesen Ausbruch erzwungener Wahrhaftigkeit an seinem LEERstuhl. Und als
am Ende des Ganges auch noch Frau Bezelmann mit ihrer Panzerfaust auf
der Schulter auftaucht, beschliesse ich, dass es an der Zeit ist nach
Hause zu gehen, SE1 hin oder her!

Wie ich es mit nur einem Arm die Feuerleiter hinunter geschafft habe,
wird mir spaeter auf ewig ein Raetsel bleiben. Auf jeden Fall komme
ich mehr oder weniger unverletzt bis zur U-Bahn-Station, und als ich
probeweise bei der Kioskbesitzerin nach einem extra-milden Fishermen’s
Friend frage und dann, als sie sich umdreht, eine Fahrkarte stibitze,
atme ich erleichtert auf. Offensichtlich scheint der Wahrheitswahn
tatsaechlich auf unseren LEERstuhl beschraenkt zu sein.

Zuhause, kaum dass ich mich von den superklebrigen Teppichklebebaendern
befreit habe, logge ich mich beim LEERstuhl ein und sichere alle Texte,
die auf saemtlichen Rechnern am Institut einschliesslich Email am
heutigen Tag geschrieben wurden, auf ein separates Laufwerk. Wenigstens
die naechsten Tage moechte ich noch meinen Spass haben …

Copyright Florian Schiel 2004