Englische Übersetzung gesucht

Hallo Ihr,

ich muß einen Amerikaner der bei Ebay mitbieten will eine Nachricht zukommenlassen. Leider ist mein Englisch ziemlich mies. Wer kann mir bitte folgenden Text übersetzen:

Hallo,

ich weiß nicht ob Fedex ein Paket das ca. 30 kg wiegt transportiert. Wenn Du möchtest kannst Du mit bieten. Aber ich kann nichts garantieren.
Übrigens ist der Weg von Düsseldorf (Hilden) nach Dortmund wirklich nicht sehr weit.

Danke für Eure Hilfe

Liebe Grüße aus Dortmund

Jim Beam

Hallo Jim,

mein Nicht-Muttersprachler-Nicht-Übersetzer-Versuch:

I don’t know if FedEx transports parcels weighing more than 30 kgs. If you want to, you can bid but I can’t guarantee anything. By the way, Düsseldorf (Hilden) isn’t very far from Dortmund.

Gruß
Christopher

Superklasse!! Vielen Dank, Christopher OWT
.

Superklasse? Na, wer weiß :wink: (mG&owT)

Hallo.

I don’t know if FedEx transports parcels weighing more than
30 kgs.

Ich hätte vielleicht „…FedEx delivers parcels of approx. 30 kg“ geschrieben. Deliver passt hier m.M. besser, den Rest würde ich auch so lassen.

mfG Dirk

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Hallo Christopher,

If you want to, you can bid but I can’t guarantee

nicht „you can bid“, sondern „you may bid“.

Wahrscheinlich ist die E-Mail eh’ schon verschickt! :wink:

Gruß Gudrun

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nicht „you can bid“, sondern „you may bid“.

Dazwischen besteht aber kein inhaltlicher, sondern nur ein Stilebenen-Unterschied, oder? Mal abgesehen davon, dass etwas wie “your biddings are welcome” aussagekräftiger gewesen wäre.

Wahrscheinlich ist die E-Mail eh’ schon verschickt! :wink:

Davon ist auszugehen.

Gruß
Christopher

Hallo Christopher,

nicht „you can bid“, sondern „you may bid“.

Dazwischen besteht aber kein inhaltlicher, sondern nur ein
Stilebenen-Unterschied, oder?

vorneweg sage ich Dir gleich, daß mein Englisch miserabel ist, aber ein paar Dinge fallen mir sofort auf, weil sie mir mal richtig gut erklärt worden sind.

„Can I help you?“ (statt richtig „May I help you?“) ist typisches „Denglisch“, weil auch im Deutschen das „kann“ so häufig falsch für „dürfen“ oder „mögen“ verwendet wird.

Auf „Kann ich Deinen PC benutzen?“ antwortest Du wahrscheinlich mit „ja“, wohlwissend, daß „Darf ich …?“ gemeint ist.

Ein Kellner bringt auf „Kann ich noch ein Bier haben?“ logischerweise ein neues Bier (er will ja Umsatz machen!), richtig wäre natürlich „Ich möchte noch ein Bier haben“ gewesen.

In beiden Fällen hätte die richtige Antwort „ich weiß nicht, ob du kannst“ lauten müssen, weil über „kann“ im Sinne von „das Können“ (= eine Fähigkeit besitzen) nur derjenige selbst befinden kann, nicht der Angesprochene.

Anders bei Fragen mit richtiger Verwendung:
„Kannst Du einen Nagel in die Wand hauen?“ -->„Ja, ich kann.“
„Kannst Du mit 10 Fingern blind tippen?“ -->„Nein, ich kann nicht.“

Zurück zur E-Mail.
Der Ausgangsposter kann nicht darüber befinden, ob sein ebay-Partner weiterhin zu bieten in der Lage/fähig ist („you can“), er kann es ihm höchstens zugestehen/erlauben („you may“).

Uff, ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt. :wink:
Ich möchte es Dir gerne besser erklären, aber ich kann nicht.

Gruß Gudrun

Hallo, Gudrun,

„Can I help you?“ (statt richtig „May I help you?“) ist
typisches „Denglisch“, weil auch im Deutschen das „kann“ so
häufig falsch für „dürfen“ oder „mögen“ verwendet wird.

da muss ich widersprechen. „Can I…“ wird auch in „richtigem“ Englisch in diesem Zusammenhang verwendet, „May…“ gilt als höflicher.

…In der Umgangssprache ist „can /could“ für eine Erlaubnis („können=dürfen“) üblicher als „may“:
Can I come in?- Yes, you can. Kann /Darf ich hereinkommen? - Ja!
Stop, you can’t do that. Halt, das darfst /kannst du nicht machen!
He could go out whenever he liked. Er durfte /konnte ausgehen, wann er wollte…

http://www.asamnet.de/~legienf/Online-Grammar/can-co…

Oder auch hier:

http://www.englisch-hilfen.de/grammar/hilfsverben2.htm

Gruß
Kreszenz

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Hallo Gudrun,

„Can I help you?“ (statt richtig „May I help you?“) ist
typisches „Denglisch“, weil auch im Deutschen das „kann“ so
häufig falsch für „dürfen“ oder „mögen“ verwendet wird.

unter „Denglisch“ verstehe ich üblicherweise Konstruktionen oder Wörter, die 1:1 ins Englische übertragen werden, obwohl das nicht oder nur schlecht möglich ist. In diesem Fall handelt es sich aber nach meinen Informationen bestenfalls um umgangssprachliches Englisch, ohne deutschen Einfluss.

Auf allen englischen Grammatikseiten, die ich gefunden habe, erfüllt “may” drei Funktionen:

  1. Möglichkeit (“He may be surprised”. → „Er wird vielleicht überrascht sein.“)
  2. Erlaubnis (“You may stay here.” → „Du darfst hier bleiben.“)
  3. höfliche Frage (“May I help you?” → „Kann ich Ihnen helfen?“)

Soweit bin ich mit dir . Dann finde ich auf einer Seite (http://www.wordpower.ws/grammar/gramch10.html):

_In informal English, can is often used with the meaning to be allowed to:
e.g. He says I can take the day off. / Can I have some more soup?

However, in formal English, it is considered more correct to use the auxiliary may in such situations.
He says I may take the day off. / May I have some more soup?_

Und dann muss ich natürlich an “Clouds across the moon” von der eindeutig britischen RAH Band denken: http://home.arcor.de/wer-weiss-was/rahband.ogg

Der Ausgangsposter kann nicht darüber befinden, ob sein
ebay-Partner weiterhin zu bieten in der Lage/fähig ist („you
can“), er kann es ihm höchstens zugestehen/erlauben („you may“).

Eigentlich ist beides merkwürdig. Der Ausgangsposter kann weder über die Fähigkeit etwas sagen noch eine Erlaubnis erteilen. Er will wohl nur sagen: Biete mal mit, ich will meinen Krempel ja losbekommen; die Details regeln wir dann.

Gruß
Christopher

Hallo Kreszenz,

„Can I help you?“ (statt richtig „May I help you?“) ist
typisches „Denglisch“, weil auch im Deutschen das „kann“ so
häufig falsch für „dürfen“ oder „mögen“ verwendet wird.

da muss ich widersprechen.

damit habe ich gerechnet! :wink:

„Can I…“ wird auch in „richtigem“
Englisch in diesem Zusammenhang verwendet, „May…“ gilt als
höflicher.

Wenn das so ist, dann habe ich nur das höflichere Englisch gelehrt bekommen. Ich hatte einen Lehrer, der auf den Unterschied zwischen „can“ und „may“ solch großen Wert legte, daß ich das bis heute nicht vergessen habe.
Kurioserweise hatte es sich bei meinem ersten England-Aufenthalt sogar bestätigt, quasi als Offenbarung, daß die Schule doch nicht ganz für die Katz’ ist: da standen zwei Mädels vor Victoria Station, kämpften mit Stadt- und U-Bahn-Plan und eine englische Lady fragte: " May I help you?"

Danke für die Beispielsätze und die Links.

Gruß Gudrun

Hallo Christopher,

„Can I help you?“ (statt richtig „May I help you?“) ist
typisches „Denglisch“, weil auch im Deutschen das „kann“ so
häufig falsch für „dürfen“ oder „mögen“ verwendet wird.

unter „Denglisch“ verstehe ich üblicherweise Konstruktionen
oder Wörter, die 1:1 ins Englische übertragen werden, obwohl
das nicht oder nur schlecht möglich ist. In diesem Fall
handelt es sich aber nach meinen Informationen bestenfalls um
umgangssprachliches Englisch, ohne deutschen Einfluss.

was das „Denglisch“ zu „can“ anbelangt, habe ich nur wiedergegeben, was mir aus dem Englisch-Unterricht vor ca. 30 Jahren in Erinnerung gelieben ist. Ansonsten verstehe ich unter „Denglisch“ das gleiche wie Du (z.B. „where come you here“), aber im Fall von „can“ scheint „Denglisch“ und umgangssprachliches Englisch übereinzustimmen."

Auf allen englischen Grammatikseiten, die ich gefunden habe,
erfüllt “may” drei Funktionen:

  1. Möglichkeit (“He may be surprised”. → „Er wird
    vielleicht überrascht sein.“)
  2. Erlaubnis (“You may stay here.” → „Du darfst hier
    bleiben.“)
  3. höfliche Frage (“May I help you?” → „Kann ich Ihnen
    helfen?“)

Mit allen drei Funktionen im Englischen gehe ich konform, aber ich verstehe nicht, warum Nr. 2 von Nr. 3 in der deutschen Übersetzung voneinander abweichen. Auch im Deutschen ist die höfliche Frage „Darf ich …“ und eben nicht „Kann ich …“.
Das habe ich in meinem vorigen Posting versucht zu verdeutlichen.

Deine restlichen Beispiele unterscheiden ja gerade „informal/formal English“, was mich wiederum nur in meiner Meinung bestätigt, daß auf der E-Mail „you may bid“ zu stehen hat.

Und dann muss ich natürlich an “Clouds across the moon” von
der eindeutig britischen RAH Band denken:
http://home.arcor.de/wer-weiss-was/rahband.ogg

Einen Song als Quelle für gutes Englisch? :wink:

Der Ausgangsposter kann nicht darüber befinden, ob sein
ebay-Partner weiterhin zu bieten in der Lage/fähig ist („you
can“), er kann es ihm höchstens zugestehen/erlauben („you may“).

Eigentlich ist beides merkwürdig. Der Ausgangsposter kann
weder über die Fähigkeit etwas sagen noch eine Erlaubnis
erteilen.

Da ist nichts merkwürdig. In einem der beiden Links von Kreszenz heißt es zu „can“:
In der Bedeutung stimmt „can /could“ im allgemeinen mit dem dt.„können“ überein. So bezeichnet es eine körperliche oder geistige Fähigkeit (=to be able to; to know how to).

Er will wohl nur sagen: Biete mal mit, ich will
meinen Krempel ja losbekommen; die Details regeln wir dann.

Ja klar, aber warum hast Du es dann nicht sooo umgangssprachlich übersetzt?

Der Ausgangsposter wollte übersetzt haben: „Wenn Du möchtest kannst Du mit bieten.“ (sic!). Für mich liegt da die Betonung auf „wenn du möchtest“ und das bedeutet nichts anderes als „ich habe nichts dagegen“ und wird mit „you may“ ausgedrückt.

Ich bleibe bei meinem „may“, in diesem Fall und auch sonst. :wink:

Gruß Gudrun

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Hallo, Gudrun,

Wenn das so ist, dann habe ich nur das höflichere Englisch
gelehrt bekommen. Ich hatte einen Lehrer, der auf den
Unterschied zwischen „can“ und „may“ solch großen Wert legte,
daß ich das bis heute nicht vergessen habe.

dieser Standpunkt wird auch auf einigen Sprach- und Grammatikseiten vertreten - deshalb, der Ausgewogenheit halber :wink::

_PERMISSION and ABILITY

CAN refers to your ABILITY to DO something.
CAN I help you? Well perhaps you CAN help, but that’s not the question here.

You’re asking for PERMISSION.
The word MAY requests permission.
MAY I help you? -No thanks, I’m just looking._

http://www.the-office.com/iusedtoknowthat.htm#4

und

http://wvde.state.wv.us/tt/2002/grammartips/grammart…

Und in der „Zusammenschau“:

The traditional distinction between „can“ and „may“ is that „can“ shows ability or power to do something and „may“ shows the permission to do something. This distinction is often blurred, especially in oral language, and sometimes it’s just plain hard to tell whether you’re talking about ability or permission. In the question at hand, „How may/can I help you,“ are you asking in what way do you have the ability to assist someone or are you seeking permission to assist someone in some way? Oddly enough, a search on Google for these two phrases indicates that „can“ outnumbers „may“ at a 5.4 to 3.2 ratio. If we assume that the intent of the speaker or writer is to convey the tentative nature of all such polite offers of assistance, the verb „may“ is preferred. If you say „How can I help you,“ some stickler for form is apt to respond „Yes, you may.“ If you say „How may I help you,“ everyone, including the stickler for grammatical form, will be impressed by your politeness and charm.
http://webster.commnet.edu/grammar/grammarlogs5/gram…

Gruß
Kreszenz

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Hallo Kreszenz,

Wenn das so ist, dann habe ich nur das höflichere Englisch
gelehrt bekommen. Ich hatte einen Lehrer, der auf den
Unterschied zwischen „can“ und „may“ solch großen Wert legte,
daß ich das bis heute nicht vergessen habe.

dieser Standpunkt wird auch auf einigen Sprach- und
Grammatikseiten vertreten - deshalb, der Ausgewogenheit halber
:wink::

ich danke Dir und finde es sehr fair, das zu präsentieren. :wink:
Was da steht, ist genau das, was ich kenne.

Der letzte Satz gefällt mir besonders gut:

… everyone […] will be impressed by your politeness and charm.

und erst das letzte Wort…! :wink:

Gruß Gudrun

Hallo,

ich wollte nicht mehr sagen als: Mit “may” fährt man in jedem Fall gut, blamiert sich aber mit “can” an dessen Stelle in umgangssprachlichen Kontexten gewiss nicht – wie im Deutschen mit „dürfen“ und „können“.

Einen Song als Quelle für gutes Englisch? :wink:

Nicht gut. Umgangssprachlich und denglisch-unverdächtig.

Er will wohl nur sagen …

Ja klar, aber warum hast Du es dann nicht sooo umgangssprachlich übersetzt?

Da hat mir der Mut zur eigenen Courage gefehlt.

Ich bleibe bei meinem „may“, in diesem Fall und auch sonst. :wink:

Das ist sicher richtig, solange du weißt, dass “can” nicht falsch ist.

Gruß
Christopher

Hi Gudrun,

… everyone […] will be impressed by your politeness and charm.

und dich mit ziemlicher Sicherheit als entweder
a) buchgelehrter Auslaender
oder
b) eingebildete Trulla
halten.

Gruesse
Elke

(PS: der Lehrer, der darauf soviel Wert gelegt hat,
hat der mal in England gelebt?)

Hi Elke,

… everyone […] will be impressed by your politeness and charm.

und dich mit ziemlicher Sicherheit als entweder
a) buchgelehrter Auslaender
oder
b) eingebildete Trulla
halten.

zu a) ist das was Schlimmes?
zu b) das ist mir nicht aufgefallen. Anscheinend habe ich mich in den falschen Kreisen bewegt.

(PS: der Lehrer, der darauf soviel Wert gelegt hat,
hat der mal in England gelebt?)

Dein Kommentar, falls Antwort „ja“: _________________________________

Dein Kommentar, falls Antwort „nein“: _______________________________

Ich hatte mehr als einen Englisch-Lehrer. Nur der eine hat es so gut erklärt. Die anderen haben nichts Gegenteiliges erklärt.

Gruß Gudrun

Hallo Gudrun,

und dich mit ziemlicher Sicherheit als entweder
a) buchgelehrter Auslaender
oder
b) eingebildete Trulla
halten.

zu a) ist das was Schlimmes?

wie man’s nimmt - ich rede lieber so, wie die Leute
selbst reden

zu b) das ist mir nicht aufgefallen. Anscheinend habe ich mich
in den falschen Kreisen bewegt.

Vielleicht waren sie nur hoeflich :wink:

(PS: der Lehrer, der darauf soviel Wert gelegt hat,
hat der mal in England gelebt?)

Dein Kommentar, falls Antwort „ja“:

kein Kommentar, weil ich es nicht glaube

Dein Kommentar, falls Antwort „nein“:

typisch.

Tut mir leid, wahrscheinlich kommt da mein
Frust durch mit der Englischlehrerin unserer
Soehne (die beiden gehen erst seit diesem
Jahr in eine deutsche Schule, ihr Englisch ist
besser als ihr Deutsch).
Beide bekommen mit ach und krach eine Drei in
Englisch. Warum?
Zum einen haben sie die Dame am Anfang ein paarmal
kritisiert (was die Aussprache betrifft, sie hat
wohl - ich muss mich auf die Aussagen meiner
Soehen berufen - ‚lead‘ wie ‚lied‘ ausgesprochen,
oder beim Reden ueber die Fernsehserie „Tschäck“
statt ‚J.A.G.‘ gesagt), was wohl nicht gut angekommen
ist. Und jetzt muessen sie dafuer buessen, z.B.
wird ihnen ein Fehler angerechnet, wenn sie eine
Zeitform als ‚past tense‘ beschreiben und nicht als
‚simple past‘ (ein Ausdruck, den sie nicht kannten).
Generell finde ich den deutschen Fremdsprachenunterricht
jedenfalls ziemlich kopflastig.

Gruesse
Elke

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Schulenglisch
Hallo Elke,

und dich mit ziemlicher Sicherheit als entweder
a) buchgelehrter Auslaender
oder
b) eingebildete Trulla
halten.

zu a) ist das was Schlimmes?

wie man’s nimmt - ich rede lieber so, wie die Leute
selbst reden

das ist aber jetzt ein bißchen arrogant von Dir, weil Du an der Stelle etwas Wesentliches übersiehst. Du hast x Jahre in englischsprachigen Ländern gelebt, wahrscheinlich träumst Du auch auf Englisch, und kannst Dich von einer Sekunde zur anderen auf Deinen Gesprächspartner einstellen. Ich aber war frisch von der Schule und einfach stolz wie Oskar, daß ich mit meinem Schulenglisch in England zurechtkam - das war der Praxistest sozusagen, weil ich auf eigene Faust unterwegs war.

zu b) das ist mir nicht aufgefallen. Anscheinend habe ich mich
in den falschen Kreisen bewegt.

Vielleicht waren sie nur hoeflich :wink:

Da muß ich lachen! Sie waren höflich (ohne „nur“), aber es war ganz anders: Teestunde, gepflegte Gesellschaft, gepflegte Unterhaltung (soweit ich folgen und mitreden konnte!), gepflegtes Feuer im Kamin (im Sommer!)… —> es war wie im Lehrbuch! :wink:

(PS: der Lehrer, der darauf soviel Wert gelegt hat,
hat der mal in England gelebt?)

Dein Kommentar, falls Antwort „ja“:

kein Kommentar, weil ich es nicht glaube

Dein Kommentar, falls Antwort „nein“:

typisch.

Lösung des Rätsels: ich weiß es nicht, das war einer von der distanzierteren Sorte, der hat nicht über sein Privatleben geplaudert.

Tut mir leid, wahrscheinlich kommt da mein
Frust durch mit der Englischlehrerin unserer
Soehne (die beiden gehen erst seit diesem
Jahr in eine deutsche Schule, ihr Englisch ist
besser als ihr Deutsch).
Beide bekommen mit ach und krach eine Drei in
Englisch. Warum?
Zum einen haben sie die Dame am Anfang ein paarmal
kritisiert (was die Aussprache betrifft, sie hat
wohl - ich muss mich auf die Aussagen meiner
Soehen berufen - ‚lead‘ wie ‚lied‘ ausgesprochen,
oder beim Reden ueber die Fernsehserie „Tschäck“
statt ‚J.A.G.‘ gesagt), was wohl nicht gut angekommen
ist. Und jetzt muessen sie dafuer buessen,

Da brauchst Du Dich doch nur umzusehen, wie es hier zugeht, wenn einer oder eine es „wagt“, einen anderen zu verbessern. Da gibt es welche, die sich für sachliche Hinweise bedanken, und es gibt welche, die so tun, als sei ihnen ein Zacken aus der Krone gebrochen worden. Das kann ich - weil wir hier im anonymen Raum sind - überhaupt nicht nachvollziehen.

Im Gegensatz zur Situation bei Deinen Söhnen. Da kann ich verstehen, daß die Lehrerin stinkig ist, wenn von zwei „Neuen“ (10-jährigen?) ihre „Autorität“ öffentlich - weil vor der ganzen Klasse - untergraben wird. Für die Lehrerin sind es m.E. unfaire Bedingungen, zwei Schüler in der Klasse zu haben, die mit Englisch großgeworden sind.
Wenn schon Kritik, dann nur unter sechs Augen, in der Pause oder nach der Stunde.

Meinen Kindern hätte ich in vergleichbarer Lage vorher klargemacht, daß sie sich in der Englischstunde nur zu Wort melden, wenn sie gefragt werden!
—> dafür krieg’ ich jetzt Haue von Dir, das macht mir nix, es geht mir nicht um generelles Duckmäusern oder Kuschen, sondern nur um Zurückhaltung in diesem Fach.

z.B. wird ihnen ein Fehler angerechnet, wenn sie eine
Zeitform als ‚past tense‘ beschreiben und nicht als
‚simple past‘ (ein Ausdruck, den sie nicht kannten).

Tja, ich könnte mir vorstellen, daß die beiden im Unterricht nicht besonders aufmerksam sind, weil sie ja viel besser Englisch (sprechen) können als die Lehrerin und die gesamte Klasse.
—> dafür krieg’ ich schon wieder Haue. Aber vergiß nicht, ich bin Außenstehende, Du bist die Mutter und Mütter sind nie objektiv! :wink:

Generell finde ich den deutschen Fremdsprachenunterricht
jedenfalls ziemlich kopflastig.

Das habe ich so nie empfunden, ich war aber auch zu Schulzeiten schriftlich besser als mündlich.

Gruß Gudrun

off topic
Hallo Gudrun,

das ist aber jetzt ein bißchen arrogant von Dir, weil Du an
der Stelle etwas Wesentliches übersiehst.

Mag sein, dass ich das uebersehe - allerdings ging ich
nicht von mir aus, sondern davon, dass z.B. ohne Frage
alle Skandinavier sich kringelig lachen, wenn ihnen
Deutsche begegnen, die versuchen Englisch zu sprechen.
Schulenglisch halt.

.

Vielleicht waren sie nur hoeflich :wink:

Da muß ich lachen!

Es war zum Lachen, d.h. ironisch gemeint:
sie waren vielleicht nur zu hoeflich, dich
etwas merken zu lassen. Vergiss es.

Im Gegensatz zur Situation bei Deinen Söhnen. Da kann ich
verstehen, daß die Lehrerin stinkig ist, wenn von zwei „Neuen“
(10-jährigen?) ihre „Autorität“ öffentlich - weil vor der
ganzen Klasse - untergraben wird. Für die Lehrerin sind es
m.E. unfaire Bedingungen, zwei Schüler in der Klasse zu haben,
die mit Englisch großgeworden sind.
Wenn schon Kritik, dann nur unter sechs Augen, in der Pause
oder nach der Stunde.

Dann bitte das gleiche Recht von der Lehrerin, die
nicht meine Zwei vor der ganzen Klasse abkanzeln
muss, dass sie nicht sofort eine gute Note bekaemen,
nur weil sie ‚zufaellig‘ Englisch koennten. Ach ja,
ausserdem koennten sie ja gar kein richtiges Englisch,
weil sie ja Amerikanisch reden wuerden (was objektiv
betrachtet schon mal gar nicht stimmt, zwar haben sie
einen leichten amerikanischen Klang durch die letzten
drei Jahre an der am. Schule, aber ihr Umfeld war
eher britisch - beide koennen, wenn sie wollen, mit
schottischem Akzent + Vokabular reden).

Meinen Kindern hätte ich in vergleichbarer Lage vorher
klargemacht, daß sie sich in der Englischstunde nur zu Wort
melden, wenn sie gefragt werden!

Ehhh… meine Zwei melden sich anscheinend NIE von
allein. Wurde mir bei der Lehrerkonferenz mitgeteilt.
Sie trauen sich nicht. Mehr Mitarbeit wurde gefordert.
Wenn sie sich dann auf Englisch trauen, soll
ich es ihnen untersagen? Wenn sie einmal denken,
sie koennen mithalten und wissen was?
Es ist auch nur am ersten oder zweiten Tag passiert,
inzwischen haben sie die LEktion gelernt: sie
schweigen.

Tja, ich könnte mir vorstellen, daß die beiden im Unterricht
nicht besonders aufmerksam sind, weil sie ja viel besser
Englisch (sprechen) können als die Lehrerin und die gesamte
Klasse.

Das mag sein. Aber eine gute Paedagogin koennte das nutzen.
Wir hatten ein Maedchen mit einer englischsprachigen
Mutter in unserer Klasse - unsere Lehrerin hat sicher gemacht,
dass wir und sie davon profitiert haben.

—> dafür krieg’ ich schon wieder Haue. Aber vergiß nicht,
ich bin Außenstehende, Du bist die Mutter und Mütter sind nie
objektiv! :wink:

Das ist ein Totschlagargument. Ich sehe es nur aus einem
anderen Blickwinkel, deshalb ist dieser Blickwinkel aber
nicht von vorneherein irrelevant.

Generell finde ich den deutschen Fremdsprachenunterricht
jedenfalls ziemlich kopflastig.

Das habe ich so nie empfunden, ich war aber auch zu
Schulzeiten schriftlich besser als mündlich.

Ich habe ueber Jahre hinweg gesehen, mit welchem Schul-
englisch Menschen ins Ausland kommen. Es MUSS einfach
etwas besseres geben (und gibt es auch).

Gruesse
Elke

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