Schulenglisch
Hallo Elke,
und dich mit ziemlicher Sicherheit als entweder
a) buchgelehrter Auslaender
oder
b) eingebildete Trulla
halten.
zu a) ist das was Schlimmes?
wie man’s nimmt - ich rede lieber so, wie die Leute
selbst reden
das ist aber jetzt ein bißchen arrogant von Dir, weil Du an der Stelle etwas Wesentliches übersiehst. Du hast x Jahre in englischsprachigen Ländern gelebt, wahrscheinlich träumst Du auch auf Englisch, und kannst Dich von einer Sekunde zur anderen auf Deinen Gesprächspartner einstellen. Ich aber war frisch von der Schule und einfach stolz wie Oskar, daß ich mit meinem Schulenglisch in England zurechtkam - das war der Praxistest sozusagen, weil ich auf eigene Faust unterwegs war.
zu b) das ist mir nicht aufgefallen. Anscheinend habe ich mich
in den falschen Kreisen bewegt.
Vielleicht waren sie nur hoeflich 
Da muß ich lachen! Sie waren höflich (ohne „nur“), aber es war ganz anders: Teestunde, gepflegte Gesellschaft, gepflegte Unterhaltung (soweit ich folgen und mitreden konnte!), gepflegtes Feuer im Kamin (im Sommer!)… —> es war wie im Lehrbuch! 
(PS: der Lehrer, der darauf soviel Wert gelegt hat,
hat der mal in England gelebt?)
Dein Kommentar, falls Antwort „ja“:
kein Kommentar, weil ich es nicht glaube
Dein Kommentar, falls Antwort „nein“:
typisch.
Lösung des Rätsels: ich weiß es nicht, das war einer von der distanzierteren Sorte, der hat nicht über sein Privatleben geplaudert.
Tut mir leid, wahrscheinlich kommt da mein
Frust durch mit der Englischlehrerin unserer
Soehne (die beiden gehen erst seit diesem
Jahr in eine deutsche Schule, ihr Englisch ist
besser als ihr Deutsch).
Beide bekommen mit ach und krach eine Drei in
Englisch. Warum?
Zum einen haben sie die Dame am Anfang ein paarmal
kritisiert (was die Aussprache betrifft, sie hat
wohl - ich muss mich auf die Aussagen meiner
Soehen berufen - ‚lead‘ wie ‚lied‘ ausgesprochen,
oder beim Reden ueber die Fernsehserie „Tschäck“
statt ‚J.A.G.‘ gesagt), was wohl nicht gut angekommen
ist. Und jetzt muessen sie dafuer buessen,
Da brauchst Du Dich doch nur umzusehen, wie es hier zugeht, wenn einer oder eine es „wagt“, einen anderen zu verbessern. Da gibt es welche, die sich für sachliche Hinweise bedanken, und es gibt welche, die so tun, als sei ihnen ein Zacken aus der Krone gebrochen worden. Das kann ich - weil wir hier im anonymen Raum sind - überhaupt nicht nachvollziehen.
Im Gegensatz zur Situation bei Deinen Söhnen. Da kann ich verstehen, daß die Lehrerin stinkig ist, wenn von zwei „Neuen“ (10-jährigen?) ihre „Autorität“ öffentlich - weil vor der ganzen Klasse - untergraben wird. Für die Lehrerin sind es m.E. unfaire Bedingungen, zwei Schüler in der Klasse zu haben, die mit Englisch großgeworden sind.
Wenn schon Kritik, dann nur unter sechs Augen, in der Pause oder nach der Stunde.
Meinen Kindern hätte ich in vergleichbarer Lage vorher klargemacht, daß sie sich in der Englischstunde nur zu Wort melden, wenn sie gefragt werden!
—> dafür krieg’ ich jetzt Haue von Dir, das macht mir nix, es geht mir nicht um generelles Duckmäusern oder Kuschen, sondern nur um Zurückhaltung in diesem Fach.
z.B. wird ihnen ein Fehler angerechnet, wenn sie eine
Zeitform als ‚past tense‘ beschreiben und nicht als
‚simple past‘ (ein Ausdruck, den sie nicht kannten).
Tja, ich könnte mir vorstellen, daß die beiden im Unterricht nicht besonders aufmerksam sind, weil sie ja viel besser Englisch (sprechen) können als die Lehrerin und die gesamte Klasse.
—> dafür krieg’ ich schon wieder Haue. Aber vergiß nicht, ich bin Außenstehende, Du bist die Mutter und Mütter sind nie objektiv! 
Generell finde ich den deutschen Fremdsprachenunterricht
jedenfalls ziemlich kopflastig.
Das habe ich so nie empfunden, ich war aber auch zu Schulzeiten schriftlich besser als mündlich.
Gruß Gudrun