Englische Zeiten-->zum verzweifeln(+If-Satz Fra

Hallo ihr Experten!

Ich habe da so ein kleines Problem.
Wie oben schon steht sind das die englischen Zeiten.
Wenn ich mir die Regeln durchlesen und zu jeder Zeit ein paar popelige Übungen (online) mache dann kapier ich es auch. Dann denke ich mir jedes mal wie blöde ich doch bin das ist doch so einfach. Sobald ich aber eine Übung mach die mehrere Zeiten beinhaltet ist es als hätte ich es nie gelernt.
Es muss doch irgendeine Lösung geben wie ich diese Zeiten nicht mehr durcheinander werfe.

Wenn ich Texte lesen, oder Lieder höre, (bei Filmen klappt das noch nicht so gut mit dem raushören aber man sieht die Handlung ja auch), dann verstehe ich das, soweit wie mein Vokabular reicht. Nur traue ich mich halt kaum englisch zu sprechen.
Im Londonurlaub stand ich im Hotel und habe vor, lauter Angst die Zeiten durcheinander zuwerfen, dem Hotelangestellten nach seiner freundlichen Frage ob ich noch irgendwelche Fragen hätte den Zimmerschlüssel unter die Nase gehalten und gesagt : the key.
(Ich wollte eigentlich fragen wo ich den Schlüssel abgeben muss wenn ich abfahre)

Wäre echt klasse wenn vielleicht ein native speaker mir da helfen kann. ALLE anderen die mir helfen können will ich dadurch nicht hindern :wink:

Ich habe auch schon ganz viele Seiten mit englischer Grammatik durchgelesen.
Bei einem Test auf Cornelsen.de habe ich bei Niveau A2 79 % und bei B1 50% erreicht. Wenn ich mir meine Fehler angucke dann sind das fast nur Zeiten Fehler.

Da ich jetzt vorhabe eine schulische Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondetin in Englisch zu machen sehe ich schwarz wenn ich das mit den Zeiten nicht hinkriege :frowning:

Hier zu meiner If-Satz Frage

Es gibt ja 4 verschiedene Typen

Typ 0 Die Tatsache: If you heat water to 100 degrees Celcius, it boils.

Typ I Bedingung erfüllbar: I will be very happy if my friends come.

Typ II Bedingung theoretisch erfüllbar: I would buy a Ferrari if I had a lot of money.

Typ III Bedingung nicht erfüllbar: My parents would have bought the house if it had been cheaper.

Soweit ist das ja klar. Nur ist mein Problem jetzt das wenn ich jetzt diesen Satz nehme

If they had driven carefully, they wouldn’t have crashed into the other car.
ist das doch Typ III oder?

der ist zum Beispiel

If it wasn’t so late, I would go shopping.
ist doch Typ II oder?

Warum ist der letzte Satz denn theoretisch erfüllbar? Meiner Meinung nach ist der erste Satz auch theoretisch erfüllbar. Man kann an beiden Tatsachen jetzt nichts mehr ändern, man hätte es aber ändern können. Man hätte vorsichtiger fahren können, man hätte früher einkaufen gehen können.

Liebe Grüße
Corinna

Hier zu meiner If-Satz Frage

If it wasn’t so late, I would go shopping.
ist doch Typ II oder?

Yep, second conditional. Allerdings negativ. :wink:

Hoffe dir etwas geholfen zu haben
(du kannst mir auch mailen wenn du mehr Hilfe brauchst)
mfg
Galadriel

If they had driven carefully, they wouldn’t have crashed into
the other car.
ist das doch Typ III oder?

der ist zum Beispiel

If it wasn’t so late, I would go shopping.
ist doch Typ II oder?

Du hast die If-Sätze richtig erkannt. Die Bezeichnung ‚theoretisch erfüllbar‘ halte ich auch für irreführend. Habt ihr die so gelernt? Ich bevorzuge die Bezeichnung ‚Irrealis der Gegenwart‘ (und entsprechend ‚Irrealis der Vergangenheit‘ für Typ III). Typ II und Typ III sind nämlich im Prinzip das Gleiche nur aus einer anderen Zeitperspektive.
Heute sagst du: if it wasn’t so late, I would go shopping.
Morgen würdest du dann sagen: if it hadn’t been so late,I would have gone shopping.
‚Irreal‘, weil es eben nicht so ist. Dass die Aussage beim Typ II theoretisch erfüllbar ist, ist nicht immer so ganz passend.
Beisp.:If it wasn’t raining outside, I’d go shopping.
-> theoretisch erfüllbar, weil der Regen ja kurzfristig aufhören könnte.
Bei deinem Beispiel (if it wasn’t so late) müsste man sich vorstellen, dass die Person aus irgendeinem Grund doch noch Zeit gewinnen könnte, um einkaufen zu können.
Am besten, merkst du dir, dass II und III das Gleiche sind, nur II bezieht sich auf das Jetzt und III auf etwas, das schon abgeschlossen/vorbei/irreversibel ist.
In dem Moment, als du im Hotel nach dem Schlüssel fragen wolltest, hättest du z.B. denken können:
If I weren’t so afraid, I would ask him…
Heute würdest du so darüber denken:
If I hadn’t been so afraid, I would have asked him…

Meinung nach ist der erste Satz auch theoretisch erfüllbar.
Man kann an beiden Tatsachen jetzt nichts mehr ändern, man
hätte es aber ändern können. Man hätte vorsichtiger fahren
können, man hätte früher einkaufen gehen können.

Die Erfüllbarkeit bezieht sich immer auf die Perspektive des Sprechers. Wenn du ‚if they had driven carefully‘ sagst, heißt das, dass der Unfall schon passiert. Die Möglichkeit, dass sie doch vorsichtig fahren und so den Unfall vermeiden, ist damit ausgeschlossen und (ohne Zeitmaschine) auch nicht mehr theoretisch erfüllbar.

Hallo, Corinna,

Nur ist mein Problem jetzt das wenn
ich jetzt diesen Satz nehme

If they had driven carefully, they wouldn’t have crashed into
the other car.
ist das doch Typ III oder?

ja.

der ist zum Beispiel

If it wasn’t so late, I would go shopping.
ist doch Typ II oder?

Ja.

Warum ist der letzte Satz denn theoretisch erfüllbar? Meiner
Meinung nach ist der erste Satz auch theoretisch erfüllbar.

Vergiss am besten das mit der „theoretischen Erfüllbarkeit“, sondern achte einfach auf den Inhalt der Sätze bzw. darauf, um welche Zeit es in der Bedingung geht:

Typ II : Du sprichst über eine nicht gegebene (oder höchst unwahrscheinliche) Bedingung in der Gegenwart.
(… wenn es jetzt noch früher wäre …)

Typ III Du sprichst über die Vergangenheit , in der die Bedingung nicht erfüllt war.
(Wenn sie gestern/letzte Woche/voriges Jahr… vorsichtiger gefahren wären…)

In beiden Fällen ist die Bedingung „unreal“ (nicht erfüllbar/erfüllt), „theoretisch“ hin oder her.

Gruß
Kreszenz

Na toll, wo ist der Rest von meinem Artikel denn gelandet?
*grummel*

Also das ganze nochmal von vorn:

Bei gemischten Zeiten ist es wichtig, den ganzen satz zu lesen. Für die meisten Zeiten gibt es Anhaltspunkte/Keywords die dir sagen welche Zeit du benutzen musst:
Present simple: adverbs of frequency: always, usually, never, sometimes etc.
Present continuous: at the moment, now, today, this week/month/year, Look!, Listen!
Past simple: yesterday, last week/month/year, in 1998…
Past continuous: kommt gewöhnlich zusammen mit past simple vor. Finde heraus welche Aktion länger andauert (continuous) und welche die längere Aktion unterbricht (simple)
Past Perfect: wird auch oft mit past simple im gleichen Satz verwendet. Finde heraus was chronologisch als erstes passiert: p.perfect.
Present Perfect: ziemlich schwierig auch für Fortgeschrittene manchmal. Für Aktionen die in der Vergangenheit anfingen und immer noch andauern, oder wo die Konsquenzen immer noch sichtbar sind. Keyword: since (+datum)

Hoffe das hilft,
wenn du noch Fragen hast kannst du mich gerne auch anmailen :smile:

mfg
Galadriel

Hi

@If I weren’t so afraid, I would ask him.

Weshalb nicht:

If I wasn’t so afraid I would ask him.

Fragender Gruß
Siân

Hi Corinna!

@Da ich jetzt vorhabe eine schulische Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondetin in Englisch zu machen

Eine kostenpflichtige? Da würde ich Dir dringend abraten.

Der Beruf Fremdsprachenkorrespondent/in existiert heute eigentlich nicht mehr in der Realität. Gute Englischkenntnisse sind derzeit *normal* für Menschen die in einem Büro arbeiten.

Ich kann Deine Verwirrung gut verstehen, was die Zeiten/If-clauses betrifft, eine Erklärung hier, verwirrte mich auch als Muttersprachlerin. Du solltest versuchen Dein Sprachgefühl zu verbessern.

Solltest Du daran Interesse haben schicke mir eine Mail, ich schicke Dir dann eine lange (kostenfreie) Mail mit vielen guten Links.

Liebe Grüße
Siân

Hallo Sîan,

Ich kann Deine Verwirrung gut verstehen, was die
Zeiten/If-clauses betrifft, eine Erklärung hier, verwirrte
mich auch als Muttersprachlerin.

Puuuuuh, das beruhigt mich, dass es dir auch so geht. Ich schalte (notgedrungen) immer ab, wenn ich so Erklärungen lese.

Du solltest versuchen Dein
Sprachgefühl zu verbessern.

Viel, viel Lesen und viel, viel Zuhören (Film oder Radio) oder Unterhalten.

Gruß
eklastic

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Hi

@If I weren’t so afraid, I would ask him.

Weshalb nicht:

If I wasn’t so afraid I would ask him.

Kannst du auch sagen.
(Beim Schreiben für die Schule aber nicht das Komma nach ‚afraid‘ vergessen! :wink:)

Grüße
Smo

Hi

If I wasn’t so afraid I would ask him.

Kannst du auch sagen.
(Beim Schreiben für die Schule aber nicht das Komma nach
‚afraid‘ vergessen! :wink:)

Ich habe das Komma vergessen, Asche über mein Haupt.

If I weren’t so afraid … würde man als Muttersprachler nicht sagen.

If I were you, I would be more careful.

Gruß

Hallo!

Jetzt wird mir so einiges klar :wink:
Das ist ja super einfach *schäm*
Ich glaube ich hätte das nie richtig kapiert.
Ich habe ständig damit verbracht darüber zu grübel warum was jetzt nicht mehr oder nur theoretisch Erfüllbar ist.

Dank dir!

Liebe Grüße
Corinna

MOD: Überflüssiges Vollzitat gelöscht.

Hallo eklastic, hallo Siân!

Ich kann Deine Verwirrung gut verstehen, was die
Zeiten/If-clauses betrifft, eine Erklärung hier, verwirrte
mich auch als Muttersprachlerin.

Puuuuuh, das beruhigt mich, dass es dir auch so geht. Ich
schalte (notgedrungen) immer ab, wenn ich so Erklärungen lese.

Ihr könnt euch das auch erlauben. Ich muss leider in Englisch mir die ganzen Grammatik-Regeln angucken und lernen. Das Ergebnis ist dann, dass ich anschließend verwirrt bin und in den Lückentexten Fehler mache, die mir selbst hinterher (allerdings erst dann, wenn wir es besprechen) richtig weh tun. Ach ja, für Englisch werden bei uns im Studium 9 Jahre Englisch-Unterricht vorausgesetzt, ich weiß nicht, warum man da intensiv Grammatik besprechen muss. Auf jeden Fall habe ich große Befürchtungen, dass mir mein Sprachgefühl versaut wird. :frowning:

Viele Grüße
Car

If I weren’t so afraid … würde man als Muttersprachler
nicht sagen.

Wie schon gesagt, es sind beide Versionen möglich. Mit Subjunktiv ist es formeller. Mag sein, dass es Sprechergruppen gibt, die nur eine Variante für korrekt halten. Ich kann dir leider nicht sagen kann, wie das genau verteilt ist. Das Problem ist, dass Muttersprachler oft von ihrem eigenen Sprachgebrauch auf alle anderen Sprecher schließen. Bei Englisch sind das natürlich ganz schön viele. Ich würde auch nie sagen:„Das Cola schmeckt gut.“ Für mich heißt es immer „die Cola“. Aber es gibt halt eine Sprechergruppe, für die „Cola“ neutral ist , deswegen kann ich nicht sagen, den Satz würde man als Muttersprachler nicht sagen. Wenn man du mal in eine englische Grammatik schaust, sollte da der Gebrauch des Subjunktiv in Konditionalsätzen erklärt sein.

Viele Grüße
Smo

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Typen? … erfüllbar?
hi,

viel kann ich da auch nich’ weiterhelfen (mache das intuitiv - richtig oder falsch ;o] ) … ABER …
soweit ich mich erinner’, hab’ ich weder ‚‚Typen‘‘ von if-clauses, noch ‚‚Erfüllbarkeit der Bedingung‘‘ gelernt …

Sondern - mehr oder weniger - strikt nach einer Zeitenfolge.
Leider krieg’ ich’s nich’ mehr - nich’mal grob erklärt …
ABER immerhin soviel:
[Dt.:] ‚‚Wenn ich im Lotto gewänne (gewönne?), würd‘ ich [usw]‘’
‚‚Wenn ich im Lotto gewinne, werd‘ ich [usw]‘’
Das klingt für mich logisch … ‚mal geht’s um ‚‚die Möglichkeit, daß‘‘,
‚mal geht’s um ‚‚die Tatsache, daß, wenn wirklich‘‘
… dann braucht man eben den Konjunktiv, wenn’s ‚‚nur möglich, oder wahrscheinlich oder irreal oder unmöglich oder unwahrscheinlich‘‘ is‘
… und den Indikativ, wenn’s ‚‘(und wenn auch nur sich vorgestellt) eine mögliche Tatsache, eine Wirklichkeit, eine echt anzunehmende, eintreffende Möglichkeit‘’ is’ …
Das is’ fast dasselbe, aber es hängt eben davon ab, ob der Sprecher eine Möglichkeit (Lottogewinn) als ‚‚wenn wirklich eingetroffen‘‘ oder als ‚‚falls wirklich einmal, möglicherweise‘‘ hält …
Naja … das’ jetzt wahrscheinlich eher verwirrend, als hilfreich, … aber denk’ Dir ‚mal, Du sagst entweder
‚‚Ich geh‘ jetzt.‘‘ (=Tatsache)
oder
‚‚Wenn Du nich‘ aufhörst, geh‘ ich jetz.’’ (wenn nich’ aufhörst (=möglich), dann aber geh’ ich (= Tatsache) )
oder
‚‚Wenn der Bus kommt, muß ich gehen.‘‘ (wenn Bus (=dann, wenn=unklar=möglich), dann geh’ ich (=Tatsache)
oder
‚‚mal seh’n, wenn Du nett bist … vielleicht geh‘ ich, vielleich‘ aber auch nich’.’’
(wenn (=möglich), dann vielleicht (=möglich) geh’ ich oder bleib’ ich)

Ok … wollt’ nur sagen … es geht hier - gleub’ - nich’ um ‚‚Typen (römisch eins bis vier)‘‘, sondern vielmehr um Sprachgefühl für
‚‚tatsächlich‘‘ (wenn, dann wirklich /nur dann, wenn, dann wirklich [usw] )
‚‚möglicherweise‘‘ (=falls /nur, wenn /im Falle, daß [usw] )

Weiß’ nich’, ob Dir das hilft, … aber
Es geht nicht um ‚‚Typen‘‘ oder ‚‚Erfüllbar‘‘, sondern um ‚‚möglich /unklar‘‘ oder ‚‚tatsächlich /wirklich‘‘
Vielleicht hilft Dir das weiter.
Naja … so erklär’ ich es mir … aber es funktioniert.

Wirklich oder möglich /irreal
jetzt hab’ ih auch die anderen Beiräge gelesen und ich schließ’ mich an bzw seh’ mich bestätigt, daß es nicht um ‚‚Typen (römisch I bis IV)‘‘ und ‚‚Erfüllbarkeit‘‘ geht, sondern schlicht um entweder VOM SPRECHER angenommene)
‚‚Wirklichkeit / Tatsächlichkeit‘‘
bzw
‚‚Unmöglichkeit /Wahrscheinlichkeit /Unwägbarkeit /Abwegigkeit /usw‘‘
geht.
Dementsprechend werden Indikativ (’‚tatsächlich /wirklich (möglich) /höchstwahrscheinlich‘’) bzw Konjunktiv (’‚unwahrscheinlich /möglicherweise / vielleicht /allerhöchstens, wenn /usw‘’)verwendet.
Vergiß ‚‚Typen‘‘ und ‚‘ Erfüllbarkeit’’!
Die Stichworte für Konjunktiv oder Indikativ sind ‚‚wirklich‘‘ oder ‚‘(nur) möglich’’.
ABER … auch bedingt … das heißt, wenn der Sprecher eines Satzes etwas für möglich hält, dann ist die Folgerung daraus ‚‚Tatsächlich (im Falle, daß, dann auch wirklich)‘‘
Also zB
‚‚If I put my crosses right in lotto, i will have a SIX and lots’a money and rich a.s.o.‘‘
(’‚Wenn ich die Zahlen richtig ankreuz‘, werde ich einen Sechser haben und reich usw.’’)
‚‚If i’d put my crosses right, i would get a SIX [usw]‘‘
(Wenn ich die Kreuzchen richtig setzen WÜRDE, dann (erst) würd’ ich einen Sechser haben.’’)
oder gar - in der Vergangenheit - :
‚‚If I’d had put the crosses right, i’d have a six in lotto, now.‘‘
(’‚Wenn ich die Kreuzchen richtig ausgefüllt hätte, dann hätte ich jetzt einen Sechser.‘’)

were’nt … was’nt …
Es gibt soooo viele ‚‚Muttersprachler‘‘ zwischen Irland, Schottland, Australien, U.S. undundund …
Da kann man sich nich’ drauf verlassen, daß die alle dasselbe sagen
;o||

glaub’, die englische Sprache läßt in diesem Fall beide Versionen zu.
(Und es gibt nich’ma 'n Unterschied)