Englischsprachiges Kind in den Ferien aufnehmen

Hoffentlich bin ich hier richtig.
Wir würden gern ein englischsprachiges Kind zwischen (10-15 Jahre) aufnehmen. Wir haben selber zwei Söhne und würden sie gerne in Kontakt bringen mit anderen (englisch sprechenden ) Kindern
Gibt es irendwelche Organisationen oder private Möglichkeiten dies durchzuführen ?
danke in voraus
josef

Hallo m,

Oft bieten Schulen einen Schüleraustausch mit ihren Partnerschulen im Ausland an.Da verbringt dann Dein Kind 10 - 14 Tage dort in einer Gastfamilie und das ausländische Kind kommt anschließend zu Euch. Wenn auf diese Art mal ein netter Kontakt geknüpft ist, kann man einen Besuch ja auch mal privat in den Ferien organisieren.
Ansonsten haben viele Städte auch Partnerstädte im Ausland und suchen eigentlich immer nach Gastfamilien. Frag mal bei Deiner Stadtverwaltung nach.

Viel Glück
carolinchen

Hi Josef,

dir ist aber schon klar, dass die englischsprechenden
Kinder nach Deutschland kommen, um deutsch zu lernen?

Grüße
Elke

Hi Elke!

dir ist aber schon klar, dass die englischsprechenden
Kinder nach Deutschland kommen, um deutsch zu lernen?

Wieso? Es ist bestimmt nicht immer so und bei Aufenthalte so um die 10 - 15 Tage kann ich mir sehr gut vorstellen, daß dies eher die Ausnahme als die Regel ist.
Wenn ich für rund 2 Wochen in einem Land fahre, heisst es noch lange nicht, daß ich mich für diese Kultur interessiere, geschweige denn für dessen Sprache (oder alle Kinder die im sommer nach Italien fahren wollen Italienisch lernen?)
Das kann ich mir nicht vorstellen.
Meine Stadt ist zufälligerweise mit einer deutschen Stadt im Partnerschaft. Oft gibt es „Ausflüge“ in die eine oder die andere Richtung. Alle sind sehr zufrieden, soweit ich weiß. Doch ich kenne in meinem Dorf absolut kein Kind, der ein gesteigertes Interesse an Deutschland hat (oder durch diese Austausch gestiegen wäre). Warum soll english / deutsch anders sein???

Gruß
Helena

Hallo helena,

Wieso? Es ist bestimmt nicht immer so und bei Aufenthalte so
um die 10 - 15 Tage kann ich mir sehr gut vorstellen, daß dies
eher die Ausnahme als die Regel ist.

Weil Kinder, die ohne Eltern zu Gastfamilien geschickt werden,
ohne dass eine andere Bindung (Partnerstädte, verschwisterte
Clubs, etc.), das fast nur in Verbindung machen, damit
die Sprache gelernt wird. Ob die Kinder dann „gesteigertes“
Interesse haben, steht auf einem anderen Blatt, dass die
Eltern aber den Lerneffekt wünschen, steht wohl kaum in
Frage.
Gruß
Elke

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Hallo Elke,

Weil Kinder, die ohne Eltern zu Gastfamilien geschickt werden,
ohne dass eine andere Bindung (Partnerstädte, verschwisterte
Clubs, etc.), das fast nur in Verbindung machen, damit
die Sprache gelernt wird.

Das sehe ich ganz bestimmt nicht so.
Und ich bezweifle sehr, daß jemand wirklich glaubt, daß man in rund 2 Wochen (darüber reden wir ja) eine sprache zu lernen sei.
Gruß
Helena

Hallo helena,

Und ich bezweifle sehr, daß jemand wirklich glaubt, daß man in
rund 2 Wochen (darüber reden wir ja) eine sprache zu lernen
sei.

da gebe ich Dir recht. Allerdings meine ich Elke so zu verstehen, dass es ihr auch darum nicht ging.
Zumindest mir ging es damals nicht nur darum. Ich bin nach 1 Jahr französisch in der Schule und ein paar Monaten „Brieffreundschaft“ in unsere Partnerstadt gefahren. Und weisste was? Der grösste Aha-Effekt war „ja Herrschaftszeiten, es gibt ja ausserhalb von meinem Schulbuch Leute, die diese Sprache in echt sprechen.“ Sorry, das mag trivial klingen, aber mit 13 ist’s das nicht :wink:
Und ich bin meiner Gastfamilie äusserst dankbar, dass sie nur französisch mit mir geredet haben, obwohl sie sich durchaus auch auf deutsch hätten verständlich machen können. Aber sie haben’s sehr stur nicht getan, und so war ich darauf angewiesen, zu verstehen, zuzuhören, nachzufragen, erklären zu lassen und selber zu reden. Und das hat mir viel für die Sprache gebracht, aber noch mehr fürs Selbstvertrauen.
Und natürlich ging es mir damals auch drum, Land, Leute und Kultur kennen zu lernen.

*wink*

Petzi

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Hallo Petzi,

Und ich bezweifle sehr, daß jemand wirklich glaubt, daß man in
rund 2 Wochen (darüber reden wir ja) eine sprache zu lernen
sei.

habe ich nicht behauptet. Wer schickt denn ein
Kind zu einer Gastfamilie ohne rudimentäre Sprachkenntnisse?
(die man vertieft haben möchte)

Allerdings meine ich Elke so zu
verstehen, dass es ihr auch darum nicht ging.

Richtig. Du hast mich verstanden. Danke.

Gruß
Elke

Hallo Petzi!

Haargenau die beiden Fällen die du beschreibst sind mir auf genau diegleiche Weise passiert:

In meiner Abiturklasse haben wir 1 woche Paris gehabt und dort waren wir 1 ganzen Tag mit Abiturienten aus Paris zusammen. Jeder von uns „bekam“ einem/-r „zugewiesen“. Und obwohl meine, aus Portugal stammend fließend Spanisch gesprochen hat, an dem Tag haben wir ausschließlich französisch gesprochen. Noch heute, fast 30 Jahre danach, sind wir Freundinnen und stehen im engen Kontakt (leider aber nicht auf Französisch, denn der ist bei mir total eingerostet)

Und auch vor ca. 20 Jahren kam ich als Au-Pair nach Deutschland. Mein Au-Pair-Vater, frisch verwitwet, mit einer 2- und einer 4-jährigen Tochter sprach fließend Spanisch. Als er mich zum ersten mal begrüßte, sagte im perfektem, akzentfreiem Spanisch: „Ich kann zwar Spanisch, wie Sie hören. Da Sie aber nach Deutschland gekommen sind, um diese Sprache zu lernen, betrachten Sie diesen Wörtern als meine letzte an Sie in Ihrer Muttersprache.“ Daran hielt er sich eisern und ich bin ihn noch heute dafür dankbar. Ebenfalls haben wir noch heute Kontakt. ich blieb bei dieser Familie über 1 Jahr.

Mit diesen beiden Geschichten wollte ich nur zum Ausdruck bringen, daß dies was Du beschrieben hast, mir bekannt ist, aus eigener Erfahrung.

Und gerade deshalb kann ich mich nur wiederholen und sagen, daß in 15 Tagen kann man höchstens ein etwas gründlicheres Sigtseeing einer Stadt machen und eine Familie mehr oder weniger flüchtig kennen. Aber in einem solchen Zeitraum ist mMn. nichts mehr drin. Schon gar nicht eine Sprache zu lernen (höchstens diese zu üben -wenn man Glück hat!)

Das ist meine Erfahrung und meine Meinung.

Schöne Grüße
Helena

hje,
du kannst ja mal versuchen, dich an die interessengesellschaft für deutsche im ausland zu wenden: www.imausland.org
vielleicht hat da jemand interesse.
viel glück und grüsse aus dk, nicht mit englisch, sondern dänischsprachigen kindern
evi

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