Enkelkinder

Hallo Hildegard,

Ich persönlich kann mir kaum vorstellen, dass eine GESUNDE
Mutter-Tochter-Beziehung „einfach so“ von heute auf morgen
gekappt wird. Wenn überhaupt, dann müsste eine wirklich tiefe
Verletzung erfolgen, damit eine Seite einen derart radikalen
Schnitt macht.

Was mich stutzig macht ist, warum auch dein Mann jeweils nur
für 2 Stunden „geduldet“ wird, und das immer nur zu einer von
deiner Tochter bestimmten Zeit. Wenn wir jetzt annehmen, dass
du deine Tochter (ohne dein Wissen) wirklich tief verletzt
hast, warum „darf“ dann dein Mann a) seine Tochter und b)
seine Enkelkinder nur in einem so eingeschränkten Maß sehen?

Hallo,

ich danke Dir für Deine Darstellung. Es ist auch nicht nachzuvollziehen was ich hier darstelle; wenn ich so etwas lesen würde, wären meine Gedanken auch genau so wie Du es jetzt dargestellt hast. Aber ich verstehe nicht, als meine Tochter zuhause auszog, mußte ich ihr Versprechen, sie wöchentlich zu besuchen. Ich habe es ihr selbstverständlich versprochen, aber leider wurde mir anschließend gleich das Haus verboten. Wie sieht es denn eigentlich aus, könnte es auch an meinem Schwiegersohn liegen, setzt er sie unter Druck, wie sieht es aus mit einer Sektenangehörigkeit??? Ich kann das alles nicht beweisen, ich Suche auch nicht die Schuld bei anderen, ich bin auch sehr kritisch mir gegenüber, aber ich finde keine Erklärung. Vielleicht findest Du noch einmal für mich heraus, wie es bei dem ähnlich gelagerten Fall ausgegangen ist. Wie kann man das denn hier im Forum finden?

Ich überlege jetzt an die Öffentlichkeit zu gehen und mich zu outen. Wenn es aber daran liegt, das meine Tochter ihrem Mann hörig ist, leidet und nicht raus kommt, möchte ich es auf jeden Fall herausfinden. Wie siehst Du das. Ist das zu egoistisch etc.

Freundliche Grüsse
H. Hüber

Zudem, wo er eine recht lange Anfahrt auf sich nehmen muss.
Auch dieser Teil klingt für mich nicht nach einer gesunden
Vater-Tochter-Beziehung. Auch wenn sie auf dich sehr böse ist,
warum muss dann auch ihr Vater darunter leiden?

Ich kann mich erinnern, dass hier im Forum schon mal jemand
eine ähnliche Geschichte erzählt hat – im Archiv konnte ich
jetzt aber auf die Schnelle nichts finden…

Neun Jahre sind eine sehr lange Zeit… eine Ewigkeit. Wenn
deine Tochter bisher nicht bereit war, einen Schritt auf dich
zuzugehen, so wird sich das wohl kaum mehr ändern. Zudem ist
das Ganze inzwischen auch schon sehr eingefahren…
Als einzige (verschwindend geringe) Möglichkeit bleibt dir
wohl nur, dass deine Enkel eines Tages von sich aus auf dich
zukommen, weil sie ihr Oma kennenlernen möchten. Ich bezweifle
es, weil die beiden durch ihre Mutter und deren Haltung dir
gegenüber geprägt wurden.

Ich an deiner Stelle – aber das ist jetzt eine sehr
individuelle Sache – würde mal eine Familienaufstellung
machen. Und sei es nur, um für dich eine Art „Frieden“ zu
finden. Wobei: Hier einen wirklich kompetenten Therapeuten zu
finden… das ist im Mittel ähnlich wahrscheinlich wie dass
deine Tochter von sich aus die Tür zu ihrem Haus einen Spalt
für dich aufmacht…

Ich wünsch dir alles Gute!
gremlin

Ich habe Deinen Artikel gelesen. Eigentlich hätte ich mir das auch beantworten können oder so habe ich das auch schon gesehen. Du kannst mir vielleicht glauben, das ich den ganzen Keller schon ausgegraben habe, aber ich habe nichts gefunden. Habe Freunde, Familienmitglieder etc. befragt, sie haben auch keine Idee. Ihre Idee ist, ich hätte mich für meine Tochter krumm gelegt und sie sehr verwöhnt. Du glaubst doch wohl, das ich schon alles versucht habe, in mich gegangen bin, Psychologen, Priester, Ärzte etc. aufgesucht habe und jeder sagt mir, mein Schwiegersohn möchte den Kontakt zu uns nicht. Ich will mir das aber nicht so einfach machen, ich kann das auch nicht beweisen.

Ich suche schon auch die Schuld bei mir, nur ich wüßte nicht und finde es nicht heraus, was ich meiner Tochter angetan habe, das sie sich so verhält. Den Grund, wenn ich etwas gegen meine Mutter habe, kann ich doch wohl äußern, wenn nicht persönlich, dann schriftlich etc.

Vielleicht hast Du ja noch etwas hierauf zu sagen. Trotzdem danke für Deine Anteilnahme.

Liebe Grüsse

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Hallo Beate,
was glaubst Du wohl, ob Eltern auch im Nachhinein mit dem Verhalten Ihrer Kinder nicht einverstanden sein könnten. Es würden sich Eltern aber auf keinen Fall einfallen lassen, den Grund nicht zu nennen.
Auf jeden Fall ich nicht. Meine Tochter ist nicht mein Eigentum, aber ich habe sie eigentlich anders erzogen. Ein offenes Gespräch müßte ja wohl immer drin sein.

Wenn Du noch einmal antworten möchtest darauf, würde ich es gut finden.

Liebe grüsse

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Hallo Diana,
Deine Frage habe ich mit Interesse gelesen. Wir haben schon versucht unseren Schwiegersohn anzusprechen. Wir sind auch schon ohne zu Fragen dorthin gefahren. Er hat uns verbal so fertig gemacht und als wir uns wehren wollte, war seine Aussage: " Wenn ihr hier noch irgendetwas äußert, dann müßt die die Türe von außen betrachten." Meine Tochter saß dabei, sagte kein Ton mit Tränen in den Augen.
Mein Schwiegersohn ist Manager und glaubt, seine Frau sei sein Besitz. Aber ich glaube, meine Tochter hat keine Möglichkeit sich aus der Abhängigkeit zu befreien.

Du siehst, versucht haben wir wirklich alles.

Würde mich freuen, wieder von Dir zu hören

Liebe Grüsse
Hildegard

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Hallo

Ich überlege jetzt an die Öffentlichkeit zu gehen und mich zu
outen. Wenn es aber daran liegt, das meine Tochter ihrem Mann
hörig ist, leidet und nicht raus kommt, möchte ich es auf
jeden Fall herausfinden. Wie siehst Du das. Ist das zu
egoistisch etc.

Deine ganze Schilderung gefällt mir irgendwie
nicht - bzw. paßt das alles nicht zusammen.

Normalerweise brauche ich, wenn ich irgend
wo hinkomme, ca. 5 min um zu „erriechen“
was da läuft.

Und Dein Mann ist doch desöfteren 2 Stunden da?
Frag ihn doch mal!

Obige „Ideen“ Deinerseits: „Ich überlege jetzt
an die Öffentlichkeit zu gehen und mich zu outen.“
haben bei mir deutlich hörbar die Alarmglocken
schrillen lassen.

Das hätte bei mir auch eine massive Einschränkung
des Kontaktes zu meiner Familie zur Folge!

Grüße

CMБ

Hallo Hildegard,

Wie sieht es denn eigentlich aus, könnte es auch an meinem Schwiegersohn liegen, setzt er sie unter Druck, wie sieht es aus mit einer Sektenangehörigkeit???

So wie du euren Schwiegersohn - bzw. sein Verhalten euch gegenüber – in den Antworten beschrieben hast, wäre so etwas denkbar. Vor allem in Anbetracht daran, dass das damals für deine Tochter scheinbar schmerzvoll war mit anzusehen, wie er mit euch umgeht.
So lässt es sich natürlich leicht deuten – nur: Es ist deine Schilderung – und hier schwingt auch sehr stark deine subjektive Wahrnehmung mit. Es ist… beinahe beängstigend, wie stark das, was wir denken/hoffen/fühlen ect. darauf einwirkt, wie wir unsere Umwelt wahrnehmen.
Ja, durch deine Schilderungen könnte man Hörigkeit vermuten. Aber ist ist nur eine der zig Möglichkeiten, die es für den Kontaktabbruch zwischen euch gibt.

Vielleicht findest Du noch einmal für mich heraus, wie es bei dem ähnlich gelagerten Fall ausgegangen ist. Wie kann man das denn hier im Forum finden?

Du kannst sämtliche Artikel aus dem Forum (ausgenommen die aus dem Plauderbrett so weit ich weiß) mittels „Schlagworten“ über die „Archiv-Suche“ finden. Ich habe zwar nochmal ein wenig gesucht, aber dadurch, dass mein Internet hier extrem langsam ist, ist mir das im Moment zu mühselig. Vielleicht komme ich nächste Woche dazu, nochmal genauer nachzusehen.
Ich bezweifle auch, dass die Artikelschreiberin ne Rückmeldung gegeben hat, wie der Kontakt jetzt ist, ob er letztendlich zustande gekommen ist, und vor allem wie. Das war eine ähnliche Situation wie die eure, und sie hat damals um Hilfe/Ratschläge gebeten.

Ich überlege jetzt an die Öffentlichkeit zu gehen und mich zu outen. Wenn es aber daran liegt, das meine Tochter ihrem Mann hörig ist, leidet und nicht raus kommt, möchte ich es auf jeden Fall herausfinden. Wie siehst Du das. Ist das zu egoistisch etc.

Was stellst du dir da genau vor? Und was erhoffst du dir, indem du mit eurer Familiengeschichte „an die Öffentlichkeit“ gehst?
Also mein erster Gedanke war, dass du mit einem solchen Schritt den letzten ohnehin sehr dünnen Faden, der zwischen euch noch besteht, zerschneidest – und zwar völlig egal, welcher Grund letztendlich hinter dem Kontaktabbruch steht. Bei mir würde eine solche „Offenlegung meiner Privatsphäre“ voll nach hinten losgehen.
Man macht eigenartige Dinge, wenn man sich um einen Menschen sorgt, der dem eigenen Herzen nahe steht – vor allem wenn man unsicher ist, sich nicht auskennt. Und natürlich kann das als egoistisch gewertet werden – es kann aber auch ein Schritt sein, hinter dem die Sorge um den Anderen im Vordergrund steht.
Ich kann dir nicht sagen, ob es ein guter oder gar ein richtiger Schritt wäre. Aber was immer du tust: Du solltest dir vor Augen halten, dass – wenn ihr „scheitert“ - der Kontakt durch eine solche Aktion gänzlich abbrechen wird – auch dein Mann wird dann im Hause deiner Tochter bestimmt nicht mehr geduldet werden. Zudem: Eine öffentliche „Schlammschlacht“ - das kann sehr übel werden – ob gewollt oder nicht. Ich würde mir diesen Schritt wenn nochmal wirklich gut überlegen, und auch darüber nachdenken, ob du mit den Konsequenzen rundherum klarkommen wirst.

Liebe Grüße
gremlin

Liebe Hildegard,

Ich habe Deinen Artikel gelesen. Eigentlich hätte ich mir das
auch beantworten können oder so habe ich das auch schon
gesehen. Du kannst mir vielleicht glauben, das ich den ganzen
Keller schon ausgegraben habe, aber ich habe nichts gefunden.

Das glaube ich Dir nicht. Du hast ein Paar Ecken vergessen. Vielleicht ist der
Keller auch zu dunkel und es wäre besser wenn Du Dir eine Taschenlampe besorgst.
Am besten sind die, die man sich auf dem Kopf schnallen kann, so wie Bergarbeiter. Das hat den
Vorteil, dass man genau das sieht, was genau vor einem ist. Vielleicht hast Du auch das falsche
Werkzeug benutzt. Wahllos mit einer groben Schaufel umherzuspachteln ist nicht so effektiv wie wie eine
Spitzhacke. Und wenn die Grobarbeit erledigt ist, dann musst Du mit einem feinen Pinsel weitermachen,
bis Du behutsam Deinen Fund von dem Staub befreit hast.

Habe Freunde, Familienmitglieder etc. befragt, sie haben auch
keine Idee.

Woher auch? Es kann nur etwas sein, was zwischen Dir und Deiner Tochter ist.

Ihre Idee ist, ich hätte mich für meine Tochter

krumm gelegt und sie sehr verwöhnt.

Sicher, das sagen die wohlgesonnen Freunde immer. Du hast die falschen Leute gefragt (falsches
Werkzeug). Was Du brauchst sind nicht, die die Dir auf die Schulter klopfen und sagen, dass Du die Gute
bist und Deine Tochter die Böse, sondern die unparteiischen, kritischen Stimmen, die Fragen stellen, in
Frage stellen und Dich zum reflektieren bringen. Meine Mutter hat mich auch verwöhnt und ich
verwöhne auch mein Kind. Da sehe ich keine Wertung drin, außer dass man dabei etwas Schönes geben
möchte. „Krumm gelegt“ ist ein komischer Ausdruck. Was damit wohl gemeint ist?

Du glaubst doch wohl, das

ich schon alles versucht habe, in mich gegangen bin,
Psychologen, Priester, Ärzte etc. aufgesucht habe und jeder
sagt mir, mein Schwiegersohn möchte den Kontakt zu uns nicht.

Warum meinen sie das? Kennen sie ihn oder hast Du den Psychologen, Priester und
Ärzten mehr erzählt als uns?

Ich will mir das aber nicht so einfach machen, ich kann das
auch nicht beweisen.

Dass der Schwiegersohn nichts mit Dir zu tun haben will und Deine Tochter
dazu bringt den Kontakt anzubrechen finde ich eigentlich gar nicht so abwegig.
Was soll daran einfach sein - hättest Du es gern noch komplizierter?
Was schon oft gefragt wurde: wie war Dein Verhältnis zu deinem Schwiegersohn?

Ich suche schon auch die Schuld bei mir, nur ich wüßte nicht
und finde es nicht heraus, was ich meiner Tochter angetan
habe, das sie sich so verhält.

Das solltest Du auch, denn sonst wirst Du keine Antwort finden.

Den Grund, wenn ich etwas gegen

meine Mutter habe, kann ich doch wohl äußern, wenn nicht
persönlich, dann schriftlich etc.

Was hast Du denn bisher unternommen Kontakt mit Deiner Tochter aufzunehmen?
Hast Du sie angerufen oder ihr geschrieben? Bist Du hingefahren? Was hast Du gesagt?
Hast Du geschrien und geweint, hast sie mit Vorwürfen und Selbstmitleid beschossen?

Du solltest wirklich nochmal mit professsioneller Ausrüstung in den Keller gehen und danach
versuchen, vielleicht über eine Vertrauensperson Deiner Tochter, Kontakt zu ihr aufzunehmen
und dabei klare Regeln einhalten: ihr zeigen dass Du sie liebst, stark sein (kein Selbstmitleid)
und die Ohren ganz weit aufstellen wenn sie anfängt zu erzählen worum es ihr geht.
Keine Vorwürfe, zuhören, ausreden lassen und ihr Deine Gefühle mitteilen.
Und lass die Kinder erstmal aus dem Spiel. Dies ist etwas zwischen Dir und Deiner Tochter.

Viel Glück!

Hallo Hildegard,

sehr gut kann ich mir vorstellen, wie sehr Dich die Situation belastet. Es scheint momentan gar kein Ansatzpunkt für Dich zu geben, diese zu ändern, und ich kann mir vorstellen, dass Dich nicht nur Zweifel plagen, sondern Du auch über den Gedanken zornig bist, dass die Enkelkinder nicht die Wahl also die Chance haben, ihre Großmutter kennenzulernen.
Ich sehe für Dich zweierlei Möglichkeiten: Zum einen werden sich mit der Zeit die Wogen glätten, vielleicht dauert das noch einmal ein Jahr. Ich persönlich würde dazu neigen es vollständig still um mich werden zu lassen, und hoffen, dass die Tochter dann doch einmal eventuell aus Neugier nachfragt. Zum anderen kommt bei der Tochter nach einer gewissen Zeit der Funkstille der Automatismus der Gegenwehr nicht mehr vor. Es könnte also sein, dass sie zum späteren Zeitpunkt für ein Gespräch mit Dir aufgeschlossener ist, im Gegensatz zum jetzigen Zeitpunkt.

Ich wünsche Dir viel Glück und den Glauben daran, dass diese Krise vorbei gehen wird.
Alles Gute und mit Grüßen
Reni

Hallo Hildegard,

ich denke du hälst dein Verhältnis zu dem Schwiegersohn ziemlich raus. Wie war euer Verhältnis vor der Ehe, habt ihr viel gemeinsam unternommen? Konntet ihr gut reden? Wart ihr euch nicht grün? Wusste deine Tochter, dass ihr nicht so gut miteinander auskommt?

Wenn er euch so angemacht hat, als ihr einfach zu ihnen gefahren seit und eure Tochter weinend daneben stand würde ich wirklich mal auf dei Fragen nach dem Schwiegersohn eingehen.

Das hat nichts mit „sich-leicht-machen“ zu tun, sondern nach Ursachenforschen.

Was ich allerdings nicht gut finde ist, wen du da alles mit rein ziehst. Ärzte, Prister, Freunde… Aber das ist meine persönliche Ansicht.

lg, Dany