Entbindung als Mann - wie schlim issses?

Hi,

also, wir hatten uns damals entschieden, dass ich das alleine mache. Und ich denke, das war auch gut so, da es sehr lange dauerte, ich denke, früher oder später hätte er eh aufgeben müssen. Ich war ja zwangsläufig wach :smile:

Ein Kollege des Kindsvaters hatte kurz zuvor das gleiche Ereignis und war dabei. Und was er erzählte, hat den Kindsvater entmutigt.
Dieses Kollegenpaar hatte anschließend massivste Problem, ob sie diese jemals in den Griff bekamen weiß ich aber nicht. Schließendlich war das der Punkt, dass wir uns so entschieden haben.

Schließendlich muss man das aber selber entscheiden. Keine Geburt gleicht der anderen.

Ich würde aber auf jeden Fall mal mitgehen. Ich denke, wenn Du das ganze nicht ertragen kannst, wird es wohl kein Problem sein, dann doch lieber raus zu gehen.

Ich weiß nicht, ob ich der Typ dafür bin. Nur theoretisch, hab
da neulich mal mit meiner Frau drüber geredet.

Das wirst Du wohl auch praktisch erst dann wissen, wenn Du dabei warst. Hauptsache, du bist bei der Herstellung dabei :smile:

LG

Sarah

gemein
Hi

Hi auch,

falls es hier Männer gibt, die bei der Entbindung dabei waren

zwei mal

  • wie ist es denn so?

Einmalig!
Unbeschreiblich!
Wer es nicht tut, ist es selber schuld!
Gandalf

Kann mich nur bei Gandalf anschliessen. Ergänzend:
Nichts persönlich nehmen :wink:
Was zu Essen einpacken (mega-wichtig!)
Gruss Mirko

im Prinzip geb ich euch ja recht, :wink:
bei einem Punkt hab ich aber beide Male rebelliert,
nämlich als der Herr das Essen in den Kreißsaal geliefert bekam,
während ich da lag und zusehen durfte, wie man(n) das Essen verputzte.
Ich habe ALLE Anwesende dafür gehasst.
Ich wurde 2 mal um 2 Mahlzeiten besch…
Bei der ersten Geburt war der Hunger schlimmer als die Geburt selbst
(Risikogeburten, ich durfte die ganze Zeit nix essen/trinken).
LG
D

Im Ernst noch
Morgen!

Mein Mann ist eher zimperlich, was Blut und sowas anbelangt. Ihm wird ja schon schlecht, wenn er ein rohes Hähnchen zubereiten soll.

Er stand oder saß eben an meinem Kopfende. Und wir hatten vorher ausgemacht, dass er gehen darf, möglichst bevor er aus den Latschen kippt.

Um Nichts in der Welt hätte er die Nabelschnur durchgeschnitten. Aber er hat super durchgehalten, war bestimmt zwischenzeitlich noch käsebleicher im Gesicht als ich aber mir eine große Hilfe, einfach weil er als vertraute Ansprechperson für mich da war.

Was ich damit sagen will ist: Es gibt da keine Zwänge, (für den Mann zumindest, für die Mutter könnte ich ein paar aufzählen :smile: ).

Ich war sehr froh, nicht allein zu sein.

kernig

Hi,

während ich da lag und zusehen durfte, wie man(n) das Essen
verputzte.
Ich habe ALLE Anwesende dafür gehasst.
Ich wurde 2 mal um 2 Mahlzeiten besch…

Also so gesehen wurde ich um wesentlich mehr Mahlzeiten beduppt, und ich war keine Risikogeburt. Aber ehrlich gesagt, Hunger hatte ich garantiert nicht.

Das schlimmste war, dass ich nichts zu trinken bekam, es war heißester Hochsommer und ich habe knapp 2 Tage nichts getrunken.

Ich hatte so einen unerträglichen Durst, für ein Glas Leitungswasser hätte ich alles gemacht. Aber ans Essen hab ich keine Sekunde gedacht.

LG

Sarah

Hallo,

JETZT muss ich einfach fragen - warum darf man nichts essen/trinken während der Geburt? Ist das immer so?

Gruß
Elke
(nur neugierig)

Hallo Elke,

JETZT muss ich einfach fragen - warum darf man nichts
essen/trinken während der Geburt? Ist das immer so?

bei mir war der Grund, dass sie sich die Kaiserschnitt-Option und sonstiges mit Narkose verbundenes Gespiele offen halten wollten. Und Narkose -> nüchtern -> kann nichts hochkommen.

Gruß, Karin

Hallo timekiller,

bin zwar kein Mann, denke aber, dass ich Dir trotzdem antworten darf.

Bei unserem ersten Kind war mein Mann nicht dabei. War damals „in den 70ern“ auch noch nicht üblich. Stand also gar nicht zur Debatte. Im Gegenteil. Er hat mich nach geplatzter Fruchtblase im Krankenhaus abgeliefert und ging zur Arbeit.

Die Geburt hat extrem lange gedauert und dennoch habe ich sie als eines der besten Ereignisse meines Lebens empfunden.

Deshalb habe ich meinen Mann mehr oder weniger überredet, beim nächsten Kind, nur 18 Monate später, mitzugehen. Er war zwar nicht begeistert, tat MIR aber den Gefallen.

Danach meinte er, es wäre ein großer Fehler gewesen, NICHT dabei gewesen zu sein. SO überwältigend hätte er sich eine Geburt nicht vorgestellt. Auf meine Frage, ob er sich zu irgend einem Zeitpunkt mal geekelt habe, verneinte er dies (ansonsten kann er noch nicht mal sehen, wenn man sich in den Finger schneidet). Er saß am Kopfende. Hat dann aber die Nabelschnur durchschnitten und das Kind gleich gewogen und gebadet.

Beim dritten Kind freute er sich schon während der Schwangerschaft auf das Geburtserlebnis.

Und nun werde ICH in einigen Wochen auch mal bei einer Geburt dabei sein dürfen (ohne die Schmerzen ertragen zu müssen). Ich darf meine Tochter begleiten, weil ihr Mann es nicht wagt, beim Kaiserschnitt im OP anwesend zu sein.

Gruß
S

Ich war sehr froh, nicht allein zu sein.

kernig

Ja!!! und genau das zählt doch oder?
Deshalb war ich auch (dreimal)dabei,einmal in der Klinik und
die anderen Erlebnisse zuhause.
Ich habe mir da vorher keinerlei Gedanken gemacht, denn
ich sage: In einer Partnerschaft geht es
manchmal nur"vierhändig" …so wie das, was ca 9Monate vorher
war…?keuch

Gruß Kai

Hallo,

JETZT muss ich einfach fragen - warum darf man nichts
essen/trinken während der Geburt? Ist das immer so?

Bei mir war es so, wie bei Karin.
Ich hatte ja so großen Durst und fragte die Hebamme nach einem Getränke. Sie drückte das dann ganz dezent aus… das ginge nicht, falls sie eingreifen müssten.

Einen feuchten Lappen bekam ich um mir wenigstens die Lippen anfeuchten zu können.

Immer ist das sicherlich nicht, aber wenn es schon so aussieht, als könnte sowas kommen, die haben Dich schon in ihren Fängen, dann werden sie Dich natürlich „op-konform“ halten.

Ich hab dann übrigens keinen Kaiserschnitt benötigt, ich hätte also ruhig was trinken können. Und dass es sooo lange dauert, wusst man ja vorher auch nicht. Sonst hätte ich am ersten Tag noch kübelweise Wasser trinken können. Das Problem ist ja aber, dass man nicht weiß, wieviel Zeit noch ist. Wie so oft im Leben… hinterher weiß mans besser :smile:

LG

Sarah

Nabelschnur trennen
Hallo,

ich habe es von anderen Männern gehört, auch mein Gefühl war so: An jedem Ende der Nabelschnur „zappelt“ was quicklebendiges. Das MUSS weh tun! Aber tut es nicht. Weil eben keine Nerven da sind, die da was weiterleiten könnten. Und DAS zu verstehen, macht nur der eigenpfötige Schnitt. Das Anfassen dieser Schnur ist sicher für viele Überwindungssache, das Abnabeln selbst ein psychologisches Problem. Ich fand das damals als Abschluß der Geburt, ich fühlte mich als der Held, der die Geburt vollendete, Stolz!

Grüße
André

Hallo Elke,

trinken ist bei normaler geburt kein Problem. Die Frau sollte sogar genug zu trinken bekommen, so wie sie es wünscht. Futter gibts keines, weil eben „Futter“ auch den Darm belastet. Wenn bei der Geburt die Blase mit entleert wird, kein Problem, Urin ist steril.

Grüße
André

@alle drei
Hi,

danke - das scheinen einleuchtende Gründe.

Gruß
Elke

Hi,

JETZT muss ich einfach fragen - warum darf man nichts
essen/trinken während der Geburt? Ist das immer so?

Nein, selbst Kleinigkeiten zum Essen sind, sofern die Frau überhaupt danach verlangt (was die absolute Ausnahme sein dürfte), sicher kein Problem. Es gibt ja auch keine Garantie, daß die Frau vor der Entbindung nicht noch üppig gegessen hat (wie es meine Frau vor der Entbindung unseres Großen getan hat: 21:00 Uhr reichhaltiges Abendessen, ab 23:00 Uhr Wehen und um 3:45 Uhr war er da).

Eine Haxe mit Semmelknödeln wird man einer Entbindenden sicher ausreden, aber gegen einen Joghurt oder etwas Obst spricht nichts…

Gruß Stefan

Hallo Andrea.
Da bin ich ja tatsächlich nicht die einzige, die unter der Geburt ihren Mann „verstümmelt“ hat. Grins.
Ich habe mich so dolle in die Hände meines Schatzis gekrallt, daß es fast vier Wochen gedauert hat, bis der auf der Arbeit wieder alles wie immer anpacken konnte.
Leider kommt einem vor einer Geburt relativ selten der Gedanke, sich die Fingernägel zu schneiden…
Gruß Anja

HI,

trinken ist bei normaler geburt kein Problem. Die Frau sollte
sogar genug zu trinken bekommen, so wie sie es wünscht. Futter
gibts keines, weil eben „Futter“ auch den Darm belastet. Wenn
bei der Geburt die Blase mit entleert wird, kein Problem, Urin
ist steril.

auch die Entleerung des Darms ist kein Problem und gar nicht so selten. Bei einer normalen Geburt ist der Füllgrad des Darms weder vorhersehbar noch beeinflussbar. Und während einer Presswehe (oder sind das die Austreibungswehen???) verliert die Entbindende nun mal die Kontrolle.
Die betroffene Frau ist über diese Tatsache verständlicherweise nicht gerade begeistert (man wird wohl am liebsten im Erdboden versinken), Hebammen kennen das Spiel aber und gehen entsprechend damit um…

Gruß Stefan

1 „Gefällt mir“

*anschließ* *owt*

Und nun werde ICH in einigen Wochen auch mal bei einer Geburt
dabei sein dürfen (ohne die Schmerzen ertragen zu müssen). Ich
darf meine Tochter begleiten, weil ihr Mann es nicht wagt,
beim Kaiserschnitt im OP anwesend zu sein.

Hallo, Susanne,

das finde ich toll von dir, aber auch toll für dich.

Ich bin übrigens in deinem Alter, habe auch zwei Kinder und beide ohne Mann im Kreissaal in den 70igern zur Welt gebracht. Hat aber keinem etwas geschadet.

Alles Gute für Euch

LG, Karin

Trinken
Hallo,

ich habe bei meiner ersten Entbindung sage und schreiben 4 Liter Sprudel vernichtet (innerhalb von ca. 10 Stunden)(soviel schaffe ich sonst nicht einmal an zwei Tagen). Habe allerdings bei der Geburt auch viel Blut verloren.

Sonnige Grüße von Soni

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]