Hallo Iris,
dies dürfte einer der größten Irrtümer sein, dass Nichtjuden unterstellen, bei den Juden stünden alle Nichtjuden unter Generalverdacht. Dies ist eine abgedroschene Phrase. So werden Behauptungen und Unterstellungen versuxcht dem anderen in die Schuhe zu schieben. Mir persönlich ist es im übrigen völlig wurscht, was ein Deutscher oder eine Jude oder ein Chinese über mich denkt.
Nur kann es nicht erlaubt sein, dass ein User einfach jemand als Nazi tituliert. Mit einer solchen kriminellen Energie will ich nichts zu tun haben und werde mich einmischen. Habe mich stets eingemischt. Genauso wenig wie ich bereit bin die Doppelzüngigkeit der Moral in politischen Fragen und/oder Menschenrechtsverletzungen einmal als kriminell und einmal als staatlich erforderlich anzuerkennen.
Genauso wenig bin ich aber auch bereit, wenn ich Scharon kritisiere, wenn ich Bush kritisiere, wenn ich Schröder kritisiere, die Menschen eines Landes zu kritisieren. Institutionen darf, soll und manchmal muss man kritisieren. Ein Volk kann nicht haftbar für die Haltung ihrer Politiker gemacht werden, der Einzelne, ja, aber nicht das Volk.
Und da scheint mir, sei es die Diskussion um die Privatperson Friedmann, die unseelige Geschichte mit dem Denkmal in Berlin, die systematischen Diffamierungen ganzer Bevölkerungsgruppen in den Fällen Möllemann und Hohmann, während man die Aktivitäten eines Herrn Karsli oder die früheren Aktivitäten eines Herrn Fischer unter den Tisch kehren will, gezielt verleumdet wird.
Eines, was Du nicht nachvollziehen kannst, ich habe dafür Verständnis ( ich bin durch meine Tätigkeit der Rechtsordnung und somit der Rechtsstaatlichkeit verpflichtet ) ist , dass für mich die rechtsstaatliche Ordnung bei der Jagd auf Menschen und bei dem Ziel, diese Menschen nicht nur politisch, sondern gesellschaftlich und menschlich zu vernichten endet.
Es reicht meines Erachtens völlig, wenn Presseorgane oder andere Medien sich an Methoden aufhalten, die tatsächlich unter Göbbels üblich gewesen sind. Man könnte selbstverständlich gehässig sein und behaupten, was Göbbels als Propaganda-Methoden eingesetzt zeigt sich uns heute als die Fortentwicklung der Informationsgesellschaft. Ich sage könnte. Denn öffentliche Kritik an Richtern und an Presseorganen gehören nicht zur Demokratie. Auch wenn zugestanden einige die Grenzen von Information und Desinformation fliessend nutzen.
Gruss Günter
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]