Sehr geehrte Damen und Herren,
zur Zeit plane ich eine Entgeltumwandlung durch zu führen. Meine Firma würde dies auch unterstützen und sozusagen Geld von meinem Brutto abziehen um das denn von meiner Direktversicherung abbuchen zu lassen. Hat ja den Vorteil das ich dann keine Sozialversicherung auf den Betrag zahlen muß! Nun meine Frage. Im Internet stehen Informationen das ich ab 2009 ganz normal Sozialversicherungsabgaben darauf zahlen muß. Bringt ja dann für mich keinen Vorteil mehr. Mein Versicherungsmakler sagt aus das dies nicht für bestehende Verträge gilt. Kann mir das nur nicht so ganz vorstellen da es ja jetzt schon gesetzlich vor geschrieben ist das sich ab 2009 da was ändert. Wo kann ich weitere Infos dazu finden bzw. wer kann mir einen Rat geben? Vielen dank für Eure Hilfe im voraus. Gruß an alle!
Hallo,
Beiträge, die aus deinem Brutto in eine Direktversicherung eingezahlt werden, sind steuer- und sozialabgabenfrei. Ab 2009 fällt die Sozialabgabenfreiheit jedoch weg, zumindest ist das bisher so vorgesehen. Ob das so bleibt oder nicht ist Spekulation. Anders ist das bei Arbeitgeberfinanzierten Geschichten, da bleibt die Sozialabgabenfreiheit auch darüberhinaus erhalten.
Auch für bestehende Verträge ändert sich die Sozialabgabenfreiheit, da hast du richtig gedacht und dein Berater hat schlichtweg unrecht.
Es gibt im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge einfach sehr viele Punkte zu beachten, sowohl für den Arbeitnehmer als auch für den Arbeitgeber. Lass dich da eingehend beraten.
Viele Grüße
Laber
Hallo,
Beiträge, die aus deinem Brutto in eine Direktversicherung
eingezahlt werden, sind steuer- und sozialabgabenfrei. Ab 2009
fällt die Sozialabgabenfreiheit jedoch weg, zumindest ist das
bisher so vorgesehen. Ob das so bleibt oder nicht ist
Spekulation. Anders ist das bei Arbeitgeberfinanzierten
Geschichten, da bleibt die Sozialabgabenfreiheit auch
darüberhinaus erhalten.Auch für bestehende Verträge ändert sich die
Sozialabgabenfreiheit, da hast du richtig gedacht und dein
Berater hat schlichtweg unrecht.
Richtig
Es gibt im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge einfach
sehr viele Punkte zu beachten, sowohl für den Arbeitnehmer als
auch für den Arbeitgeber. Lass dich da eingehend beraten
Und wenn du schon dabei bist, frag mal nach einem Zeitwertkonto! Ein Zeitwertkonto ist viel flexibler als die BAV, bleibt sozialabgabenfrei, bietet für Arbeitgeber weniger Haftungsrisiken,…
MfG
Michael
Also bringt die Entgeltumwandlung ja nicht mehr Vorteile.
A) Ich komme nicht an das Geld ran vor der Rente!
B) Ich muß auf die 50€ die ich umwandeln lassen will ab 2009 auch sozialabgaben zahlen
C) später bei der Rente wird das ganze Geld was ich mir als Rente auszahlen lassen will auch nochmal versteuert mit X%
Hat die Entgeltumwandlung denn überhaupt Vorteile ab 2009?
Ich sehe keine!
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Hallo,
Beiträge, die aus deinem Brutto in eine Direktversicherung
eingezahlt werden, sind steuer- und sozialabgabenfrei. Ab 2009
fällt die Sozialabgabenfreiheit jedoch weg, zumindest ist das
bisher so vorgesehen. Ob das so bleibt oder nicht ist
Spekulation. Anders ist das bei Arbeitgeberfinanzierten
Geschichten, da bleibt die Sozialabgabenfreiheit auch
darüberhinaus erhalten.Auch für bestehende Verträge ändert sich die
Sozialabgabenfreiheit, da hast du richtig gedacht und dein
Berater hat schlichtweg unrecht.Richtig
Es gibt im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge einfach
sehr viele Punkte zu beachten, sowohl für den Arbeitnehmer als
auch für den Arbeitgeber. Lass dich da eingehend beratenUnd wenn du schon dabei bist, frag mal nach einem
Zeitwertkonto! Ein Zeitwertkonto ist viel flexibler als die
BAV, bleibt sozialabgabenfrei, bietet für Arbeitgeber weniger
Haftungsrisiken,…MfG
Michael
Also bringt die Entgeltumwandlung ja nicht mehr Vorteile.
A) Ich komme nicht an das Geld ran vor der Rente!
B) Ich muß auf die 50€ die ich umwandeln lassen will ab 2009
auch sozialabgaben zahlen
C) später bei der Rente wird das ganze Geld was ich mir als
Rente auszahlen lassen will auch nochmal versteuert mit X%
D) Wenn alles so bleibt wie heute, werden von der Rente Beiträge zur Krankenversicherung fällig (soweit nicht in PKV oder über Beitragsbemessungsgrenze)
Hat die Entgeltumwandlung denn überhaupt Vorteile ab 2009?
Ich sehe keine!
einige sehe ich schon:
- Es kommt auch niemand anders an das Geld ran (Stichwort Hartz IV)
- man unterschreitet dadurch möglicherweise Verdienstgrenzen, die für bestimmte staatliche Leistungen gezogen sind, so dass man auf diese dann Anspruch hat
- man hat den Steuervorteil jetzt tatsächlich - eine Besteuerungsregelungen in der Zukunft sieht man nur in der Glaskugel
Unter Renditegesichtspunkten ist es möglicherweise weniger vorteilhaft. Das ist aber auch abhängig vom persönlichen Grenzsteuersatz jetzt und später, gesetzl. oder privater Krankenversicherung (wenn ersteres vom Über-oder Unterschreiten der Beitragsbemessungsgrenze jetzt und später) usw.
Viele Grüße
Thomas
Also bringt die Entgeltumwandlung ja nicht mehr Vorteile.
Meinst du nicht mehr Vorteile als steuer- und sozialabgabenfrei wärend der Ansparphase? Wenn du das Meinst ist die Antwort: Falsch! Durch Entgeldumwandlung hast du eine Höhere Sparleistung als was du an Nettoeinkommen weniger Ausgezahlt bekommst. Durch den ZinesZinseffekt profitierst deshalb in der Ansparphase.
A) Ich komme nicht an das Geld ran vor der Rente!
Deswegen rate ich u.a. als zum Zeitwertkonto. Du kannst jederzeit selbst entscheiden wieviel du einzahlst oder auß diesem Zeitwertkonto außzahlen lässt. Du kannst außerdem damit z.B. deinen Vorruhestand finanzieren, Vaterschafturlaub …
B) Ich muß auf die 50€ die ich umwandeln lassen will ab 2009
auch sozialabgaben zahlen
Wiegesagt, solange sich gesetzlich nichts ändert, bleibt die Entgeldumwandlung beim Zeitwertkonto auch nach 2008 sozialabgabenfrei.
C) später bei der Rente wird das ganze Geld was ich mir als
Rente auszahlen lassen will auch nochmal versteuert mit X%
Nicht nochmal, die Steuern zahlst erstmals bei der Außzahlung. Du verschiebst also die Steuerzahlung nur auf später.
Hat die Entgeltumwandlung denn überhaupt Vorteile ab 2009?
Ich sehe keine!
Ja, bei der BAV verschiebst du nur die Steuerzahlung auf später. Beim Zeitwertkonto bleiben die anderen Vorteile
MfG
Michael
Hallo allerseits,
ein Grundsatz bezüglich Aufbau der Altersvorsorge:
Nicht alles auf ein Pferd setzen!
Aus diesem Grund gehört auch eine betriebliche Altersvorsorge in jedes ausgeglichene Konzept mit rein. (Na gut, Ausnahmen gibts sicherlich). Betrachtet nicht die betriebliche Altersvorsorge für sich allein sondern als Baustein für das ganze Konzept.
Jede Form der Altersvorsorge hat ihre Vor- und Nachteile. Im Bereich der Bav liegt konkret der Vorteil, daß der spätere Steuersatz weit unter dem jetzigen liegt und man „unterm Strich“ vergleichsweise weniger Steuern zahlt. Zumindest sollte es so sein. Natürlich spielen Hartz-IV-Resistenz auf der einen Seite und Nicht-verwertbarkeit vor der Rente und „Doppelsozialversicherung“ und diverse andere Vor- und Nachteile auf der anderen Seite eine Rolle.
Fazit: Zum geschickten Aufbau einer Altersvorsorge gehört ein Konzept, in dem aber in den meisten Fällen eine betriebliche Altersvorsorge egal in welcher Form nicht fehlen sollte.
Grüße
Laber
Hallo Christian,
meiner Meinung nach wäre eine Umwandlung über ein in Geld geführtes Arbeitszeitkonto wesentlich günstiger für dich. Hier einfach eine Berechnung unter folgenden Annahmen:
- Nettobelastung 50,11 Euro
- Bruttogehalt 2.000 Euro
- Sozialversicherungspflichtig mit KV-Beitrag 13,00%
- Steuerklasse 1
- Kirchensteuersatz 9%
Der Zufluss zu den Anlageformen Direktversicherung und Pensionskasse wäre monatlich 104 Euro. Wenn die Sozialversicherungsfreiheit ab 2009 abgeschafft wird, blieben nur noch 82,84 Euro die in diese Anlageformen investiert würden.
Bei den Arbeitszeitkonten werden bei der selben Nettobelastung monatlich 125 Euro investiert und zwar auch noch über das Jahr 2008 hinaus.
Aus Arbeitnehmersicht gibt es keine bessere Anlagemöglichkeit.
Viele Grüße
Ralf
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