Hallo Wissende,
angesichts der Heiligsprechung des Gründers von ‚Opus Dei‘ frag ich mich, ob es jemals scho passiert ist, daß ein Heiliggesprochener wieder ‚entheiligt‘ wurde, weil ein Nachfolger des heiligsprechenden Papstes festellen muß, das besagte Person gar nicht so heilig war.
Es gibt ja die Unfehlbarkeit des Papstes (man bedenke: erst seit 1870) aber ein neuer Papst ist ja nun auch unfehlbar, wenn er festellt, daß der Vorgänger unrecht hatte.
Also gibt es einen Fall in dem ein Heiliger wieder in die Reihen der ‚gemeinen‘ Gläubigen zurückgestuft wurde und wenn ja wann war das.
Gandalf
Hallo Gandalf,
ein solcher Fall ist Simon von Trient, kath. Gedenktag 24. März.
Geschichte:
Am Gründonnerstag 1475 verschwand in Trient der dreijährige Simon, am Ostersonntag fand man seine Leiche in einem Bach. Die jüdische Gemeinde Trients wurde des Ritualmordes angeklagt, eine Komission von Papst Sixtus IV. „klärte“ die Schuldfrage schnellstens, was zu blutigen Ausschreitungen führte.
Papst Sixtus V. sprach Simon als Märtyerer 1588 heilig.
1965 stellte eine päpstliche Komission fest, dass die Trienter Juden „einem Justizirrtum zum Opfer gefallen seien“ und machte die Heiligsprechung rückgängig.
Nichtsdestotrotz ist Simon von Trient immer noch im Heiligenkalender als Märtyrer zu finden…
Gruss
Feanor
Auch wenn … (off topic)
… hier nicht das Witzeboard ist, darf ich dich bei dieser Gelegenheit sicher mal fragen:
Kennst du einen Heiligen mit vier Beinen?`
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Den heiligen Stuhl!
Liebe Grüße
Peggy
Habe mal gehört, daß ein kleiner Junge namens Werner in einem Rhein- oder Moselstädtchen einem jüdischen Ritualmord zum Opfer gefallen sein soll. Er wurde daraufhin heilig gesprochen.
Später stellte sich dann heraus, daß dieser angebliche Ritualmord eine reine Erfindung aus der damaligen Zeit war, um den Juden zu schaden.
Werner wurde danach aus dem Heiligenkalender gestrichen.
Stimmt das so?