Entlüftung der Heizung

Ich weiß nicht genau ob das in dieses Forum gehört aber ich wüsste nicht wo sonst damit hin.
Also folgendes Problem, nachts kann ich nicht schlafen weil meine Heizung obwohl aus total laut rum gluckert. Ich habe mehrere Bekannt gefragt und die haben alle gesagt das ich meine Heizung entlüften müsse. Also habe ich mir so einen Schlüssel für die Heizung besorgt. An der Seite der Heizung ist ein rad das ich mit dem Schlüssel aufgedreht habe. Nun kam Luft raus und mir wurde gesagt ich soll warten bis Wasser rauskam. Ich habe dann aber gemerkt das nach ca. 1 min. überhaupt nichts mehr raus kam. Weder Luft noch Wasser. Also habe ich alles wieder zu gedreht. In der Nacht wieder das geglucker. Hmmm… hab wohl was falsch gemacht.
WIE ALSO ENTLÜFTE ICH AUF RICHTIGE ART UND WEISE EINE HEIZUNG, oder an was kann es sonst noch liegen das meine Heizung gluckert?

Hallo Corina,
das Entlüften hast Du schon richtig gemacht, nur hat sich jetzt bestimmt Rost aus der Heizung vor die Entlüftungsöffnung gesetzt und nichts geht mehr. Laß einen Heizungsfachmann da ran der das Entlüftungsventil auswechselt.
Gruß Kobold

Hallo Corinna!

Du mußt während des Entlüftens das Thermostatventil (oder Absperrventil) voll aufdrehen.

Gruß Werner

Funktionsbeschreibung
Hallo Corinna

Ich weiß nicht genau ob das in dieses Forum gehört aber ich
wüsste nicht wo sonst damit hin.

Instandhaltung, Mechanik…

Also, du hast jetzt keinen Wasserdruck mehr in der Leitung. Damit eine Heizung funtioniert, brauchst du einen Wärmeträger zwischen Ofen und den Heizkörpern. Und das ist Wasser.
Zum Prinzip: Das Wasser in den Heizungsrohren wird vom Ofen aufgewärmt und mittels einer Wasserpumpe zu den Heizkörpern (unter Zuhilfenahme der Heizungsrohre) befördert. Dort kühlt sich das Wasser ab. Das merkst du, wenn du die Hand auf einen Heizkörper legst, denn dieser ist jetzt warm und strahlt seine Wärme in die kalte Wohnung ab.
Nun möchte das wiedererkaltete Wasser zum Ofen zurück, aber wie?
Und da kann es zu mancherlei Problemen kommen:

  • Luft versperrt ihm den Weg zurück. Und deshalb müssen die Leitungen entlüftet werden.
  • oder es kommt kein warmes Wasser vom Ofen nach, dass das erkaltete Wasser wieder zum Ofen zurückschupft. Dann fehlt die treibende Kraft, und die nennt man in diesem Fall auch Druck.

Dass irgendwas nicht stimmt, hast du ja schon selbst an diesen glucksenden, gurgelnden Geräuschen sicher festgestellt.

So, und jetzt wieder etwas ernster.
Der Druck in der Wasserleitung muss min. 1 bar betragen. Der normale Betriebsdruck einer Heizungsanlage beträgt ca. 1,5 bar. Durch dein Entlüften hast du den Druck zu weit gesenkt. Irgendwo sollte ein Manometer eingebaut sein, das dir den Druck anzeigt.
Also, Wasser nachfüllen. Es müßte am Boden des Ofens ein Füllanschluss vorhanden sein. Und beim Nachfüllen immer den Druck beachten. max 2 bar.
Und jetzt wieder alle, ich wiederhole alle , Heizkörper entlüften und auch die Leitung und den Ofen selbst. An ihrem höchsten Punkt müßte die Leitung und auch der Ofen ein Entlüftungsventil aufweisen.

Und jetzt wieder den Wasserdruck überprüfen, ob dieser nach dem Entlüften den richtigen Druck aufweist.
Am besten wäre es, wenn du diese Vorgangsweise einige Tage hintereinander immer wiederholst, damit dein System auch wirklich einwandfrei funktioniert

schöne Grüße

p.s.
entschuldige meinen Zynismus, aber an einem verregneten, saukalten Montagmorgen, mit vollgeräumten Arbeitstisch,…:frowning:

Und wo finde ich das?Wie sieht es aus?

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Corinna!

Es ist das Handrad am Heizkörper, mit dem Du die Temperatur im Raum regelst. Das muß auf die höchste Zahl eingestellt sein.

Noch was :

Ist es Deine eigene Heizung? Dann mußt Du nach dem Entlüften der Heizkörper an der Heizung selbst den Druck kontrollieren. Er fällt nach den Entlüftungen meistens um einige Zehntel Bar ab. Dann wieder mit Wasser auffüllen.

Was mir noch dabei einfällt: Ist es ein geschlossener oder offener Kreislauf?? Es gibt nämlich immer noch Häuser mit offenem Wasserkreislauf. Dann steht oben auf dem Boden ein Ausgleichsbehälter und der gluckert Tag und Nacht vor sich hin.

Frag jetzt nicht, wo die Luft herkommt!! Jeder erzählt Dir etwas anderes. Inzwischen bin ich beim 5. oder 6. Heizungsbaumeister mit meiner Frage und jeder erzählt etwas anderes. Sie weichen alle aus, weil sie es nicht wissen.

Gruß Werner

Zur Miete ?
Wenn Du zur Miete wohnst, dann muss der Vermieter sich darum kuemmern.

Gruesse
Moriarty

Hallo *Werner*

wo die Luft herkommt? Na ja, ich fülle stets mit Warmwasser nach, da ist dann später weniger zu entlüften. Andere Variante: häufig wird vergessen, den Schlauch zum Befüllen der Anlage mit Wasser zu füllen. Dritte Variante: aus (leider Unkenntnis) wird auf Teufel komm raus entlüftet, irgendwann reicht der Wasserdruck nicht mehr aus, und es wird durch das Entlüftungsventil Luft in die Anlage gesaugt. Auch ein Transport der vorhandenen Luft in den Kreislauf der Anlage ist denkbar. Dann: Pumpen abstellen, paar Stunden warten und alle Heizkörper entlüften. Aber das wird dir sicher alles bekannt sein. Einen technischen Defekt schließe ich mal bei meinen Betrachtungen aus. Deine Beobachtungen würden mich interessieren.

Viele Grüße

André

Hallo André !

Wie oft füllst Du denn Wasser auf bei Euch, daß warmes Wasser so wichtig ist? Unsere Anlage braucht einmal im Jahr etwas Wasser. Im Herbst, also zu Beginn der Heizzeit, nach dem Entlüften der gesamten Anlage. Wenn Wasser in größeren Mengen aufgefüllt werden muß, geht die gleiche Menge irgendwo verloren.

Daß der Auffüllschlauch aufgefüllt sein muß, ist den meisten Betreibern bekannt.

So lange der Wasserdruck im höchsten Heizkörper immer noch über Null Bar ist, wird keine Luft angesaugt. Also Anzeige am Kessel max. Heizkörpereinbauhöhe (1 m = 0,1 bar) plus, sagen wir, 0,2 bar.

Was meinst Du mit : Auch ein Transport der vorhandenen Luft in den Kreislauf ist denkbar?? Ich meine, darum geht es doch!! Wie kommt Luft in den Kreislauf?

Meine Beobachtungen?? Welche??

Es gibt Heizungsanlagen, die haben keine Probleme mit der Luft, egal, wie oft die Besitzer/Betreiber wechseln. Dann gibt es Anlagen, die produzieren Luft. Egal, wer sie betreibt, ob Oma oder ausgebuffter Heizungsfachmann.
Luft in diesen Mengen, kommt nicht mit dem Frischwasser in die Anlage! Auch nicht durch Ansaugen, bei Abfall unter Null. Denn dieser Betriebszustand kann nicht erreicht werden. Normal nicht! Oder man färt die Anlage weit runter, sagen wir auf 0,3 Bar und stellt dann den Kessel ab. Dann entsteht ein Unterdruck. Aber, wer wird das schon machen?

Eine winzige Möglichkeit besteht dort, wo eine Abdichtung durch Ejektorwirkung Luft ansaugen kann. Und das ist an den Thermostatventilen an den Heizkörpern selbst. Dort erhöht sich die Geschwindigkeit des strömenden Wassers durch die Drosselung und eine Ejektorwirkung entsteht.
Überall sonst steht die Anlage meistens unter einem Druck von 1,5 - 2,0 Bar und die Fließgeschwindigkeit ist so gering , daß eine Ejektorwirkung nicht möglich ist.

Nur - bevor man nicht weiß, ob die Anlage eine offene oder geschlossene ist, kann man dazu nichts sagen. Ich habe genau dieses Problem vor ein paar Tagen erlebt. Es gluckert die Heizung, kein Mensch kann schlafen. (Die Leute sind gerade eingezogen). Auf dem Boden ein ominöser Topf, der vor sich hin dampft und Krach macht und in den Heizkörpern nur Luft. Wer von einer geschlossenen Anlage auf eine offene trifft, muß umdenken. Es gibt hier nur noch den Wasserdruck von Ausgleichstopfhöhe auf dem Boden in Metern mal 0,1. Kein Auffüllen bringt eine Erhöhung des Kesseldruckes, der Ausgleichstopf läuft aufs Dach über.

Gruß Werner

Hallo Werner !

Wie oft füllst Du denn Wasser auf bei Euch, daß warmes Wasser
so wichtig ist? Unsere Anlage braucht einmal im Jahr etwas
Wasser. Im Herbst, also zu Beginn der Heizzeit, nach dem
Entlüften der gesamten Anlage. Wenn Wasser in größeren Mengen
aufgefüllt werden muß, geht die gleiche Menge irgendwo
verloren.

Es geht bei mir um eine 3 Anlagen mit 10 bis 14 Wohnungen und 2 Gaststätten, also ziemlich groß. Fernheizungsspeisung. Auffüllen: siehe weiter unten.

So lange der Wasserdruck im höchsten Heizkörper immer noch
über Null Bar ist, wird keine Luft angesaugt. Also Anzeige am
Kessel max. Heizkörpereinbauhöhe (1 m = 0,1 bar) plus, sagen
wir, 0,2 bar.

Richtig. Bei meinen großen Anlagen fahre ich allerdings mit 2,8 bar, bei 23 Meter Höhe letzter Heizkörper (also Höhe Keller-Dachgeschoß).

Was meinst Du mit : Auch ein Transport der vorhandenen Luft in
den Kreislauf ist denkbar?? Ich meine, darum geht es doch!!
Wie kommt Luft in den Kreislauf?

OK. Wenn man kaltes Wasser einfüllt, wird es logischerweise erwärmt. Dabei löst sich mit Sicherheit Luft aus dem Wasser (laienhaft gesagt, wieviel Luft löst sich in Wasser bei bestimmten Temperaturen?). Das passiert unten im Keller in oder nach dem Wärmeaustauscher, allerdings dürften die Luftblasen vorerst mikroskopisch klein sein. Fülle ich warmes Wasser ein (60°), so entfällt dieser Faktor fast. Transport der Luft: Bei entsprechender Fließgeschwindigkeit im geschlossenem System sammelt sich Luft an bestimmten Stellen, schlimm wird es, wenn es an der Pumpe passiert (sie klopft dann). Die Luftblasen wandern im System rum und werden immer größer, irgendwann mal kriegt man sie fast raus. Übrigens, bei zu hoher Pumpenleistung (ist bei modernen Anlagen ja einstellbar) dann ist dieser Effekt des Lufttransportes sehr deutlich. Wie ich schon schrieb, ein Defekt der Anlage mal ausgeschlossen.

Meine Beobachtungen?? Welche??

Ja, was hast du in Erfahrung gebracht mit den verschiedenen Heizungsbaufirmen? Ich kenne inzwischen auch schon 4 verschiedene Meinungen.

Es gibt Heizungsanlagen, die haben keine Probleme mit der
Luft, egal, wie oft die Besitzer/Betreiber wechseln. Dann gibt
es Anlagen, die produzieren Luft. Egal, wer sie betreibt, ob
Oma oder ausgebuffter Heizungsfachmann.

Leider, hab ich auch festgestellt. Die relative Wartungsfreiheit trifft vor allem auf dezentrale Heizungsanlagen zu, also eigener Kessel. Da gibt es keine Regeln oder genaue Erfahrungen! Bei diesen dezentralen Heizungen erwärmt man das Wasser „nur“ auf 60 bis 80 Grad, bei Fernspeisung kommt das Wasser mit der 140 Grad heißen Brühe des Heizwerkes in Berührung (ähm, natürlich nicht direkt, eben getrennt durch die Lamellen des Wärmeaustauschers). Vielleicht sollten wir hier die Ursache suchen?

Luft in diesen Mengen, kommt nicht mit dem Frischwasser in die
Anlage! Auch nicht durch Ansaugen, bei Abfall unter Null.

Das dachte ich auch, doch wenn ich dauernd (also alle 14 Tage etwa 50 Liter Wasser) nachfüllen muß, dann werde ich schon stutzig. In dieser Anlage sind im Moment ca. 6m³ Wasser. Ich dachte, irgendwo muß das Wasser, das ich reinfülle ja rauskommen, ??? Nix! Auch nach dem Abdrücken der Anlage mit 6 bar war kein Fehler feststellbar.

Eine winzige Möglichkeit besteht dort, wo eine Abdichtung
durch Ejektorwirkung Luft ansaugen kann. Und das ist an den
Thermostatventilen an den Heizkörpern selbst. Dort erhöht sich
die Geschwindigkeit des strömenden Wassers durch die
Drosselung und eine Ejektorwirkung entsteht.

Kann sein, doch wie kann dies geprüft werden? Mit dem Abdrücken der Anlage ist dies nicht feststellbar, obwohl es so sein müßte.

Nur - bevor man nicht weiß, ob die Anlage eine offene oder
geschlossene ist, kann man dazu nichts sagen. Ich habe genau
dieses Problem vor ein paar Tagen erlebt. Es gluckert die
Heizung, kein Mensch kann schlafen. (Die Leute sind gerade
eingezogen). Auf dem Boden ein ominöser Topf, der vor sich
hin dampft und Krach macht und in den Heizkörpern nur Luft.
Wer von einer geschlossenen Anlage auf eine offene trifft, muß
umdenken. Es gibt hier nur noch den Wasserdruck von
Ausgleichstopfhöhe auf dem Boden in Metern mal 0,1. Kein
Auffüllen bringt eine Erhöhung des Kesseldruckes, der
Ausgleichstopf läuft aufs Dach über.

Zum Glück gehören offene Anlagen der Vergangenheit an, sollten sie mittlerweile eigentlich. Ich kann deine Gedanken nachvollziehen. Sicher, der Preis einer offenen Anlage ist schon um einiges niedriger, als der einer geschlossenen. Egal, das Problem der Luft in solchen Anlagen ist interessant.

Gruß, André

Hallo Andre !

Wir kommen eigentlich von der Frage ab : Wie entlüfte ich einen Heizkörper?

Aber egal!
140° C Heizwassertemperatur ist doch nichts, im Vergleich zu mehr als 1000°C im Feuerraum des Kessels.
Alle 14 Tage 50 Ltr nachfüllen, heißt, 50 Liter laufen irgendwo weg. Wer weiß, was die Bewohner mit dem Wasser machen! Wahrscheinlich zapfen sie es ab zum Füße waschen. Ich würde mir mal die einzelnen Heizkörper in den Wohnungen vornehmen und kontrollieren, ob von den Entlüftungen der Heizkörper in die Badewannen Verbindungen geschaffen wurden. Ein technisch begabter Opa allein genügt da schon. Fünf mal Fußwäsche gibt 50 Liter.
Bei Abdrücken der Anlage, also erhötem Druck in der Anlage, legt sich die Manschette des Absperrventils noch dichter um die Welle des Ventilkegels und Wasser kommt nicht heraus. Ähnlich einem Simmering, der ist auch nur von einer Seite dichthaltend.

Gruß Werner

:smile:
Hallo Werner,

Füße waschen genial! Puhh!

OK, wir sind ja im falschen Brett. Danke trotzdem. Vor allem der Tip mit der Manschette.

André