Hallo,
zu folgendem gedachten Sachverhalt bitte ich um Hinweise.
Ein älteres Ehepaar (74/67) bewohnt gemeinsam ein Einfamilienhaus. Beide sind körperlich mit etwas Mühe noch so fit, dass sie keine Hilfe von außen (Pflegedienste) benötigen. Es sind jedoch deutliche Anzeichen von Gebrechlichkeit vorhanden (Autofahren wird zum Risikofaktor für den Mann, die Frau leidet unter mediamentös kontrollierbarer Leukämie und hat ein künstliches Hüftgelenk, benötigt ein zweites in absehbarer Zeit).
Der Mann zeigt gehäuft Gedächtnisprobleme: er kann sich an aktuelle Geschehnisse nicht mehr erinnern und spricht im Dialog mit seiner Frau überwiegend über lange zurückliegende Ereignisse. Er wiederholt diese Dinge, obwohl er sie bereits sehr oft erzählt hat und ihm dies auch vesichert wurde.
Er benötigt ständige Unterstützung bei der Medikamentendosierung, da er vergisst, welche Medikamente er zu nehmen hat oder bereits genommen hat. Er verlegt Dinge wie Telefonnummern, obgleich er persönlich die Telefonnummer an z.B. den Kühlschrank geheftet hat, um sie dort einfach wiederzufinden.
Sein geistiger Zustand hat sich nach diversen schweren Operationen mit starken Betäubungen wie dargestellt verschlechtert, die Symptomatik geht (bislang nicht ärztlich bestätigt) in Richtung Alzheimer Vergesslichkeit.
Der Mann spendet häufig Geldbeträge an Tierschutzorganisationen. Seine Frau und sein Sohn haben ihm bereits erklärt, dass diese Organisationen zweifelhaften Ruf haben und das Geld keineswegs so einsetzen, wie es ihre „Bettelbriefe“ suggerieren.
Sein Sohn und seine Frau haben ihn darauf hingewiesen, dass seine eigene Situation es erfordern könnte, Geld zurückzubehalten für Pflegedienste, Taxifahrten, Wohnungseinrichtungen zur Unterstützung und Verbesserung einer häuslichen Pflege. Dies jedoch wird von dem Mann nicht eingesehen, die Spenden - teils heimlich - gehen unvermindert weiter. Angesichts des geistigen Zustand des Mannes steht zu befürchten, dass der Mann keine Kontrolle mehr über Art und Größe der von ihm geleisteten Spenden hat. Einwänden durch seine Frau ist er nicht offen und reagiert darauf aggressiv.
Die Geschäftsgebaren des Ehepaars können nur noch von der Ehefrau zuverlässig übernommen werden.
In Deutschland müssen die Kinder für die Pflege der Eltern aufkommen, falls diese nicht über ausreichende Mittel verfügen. Welche Einwände können sie, wie in diesem Beispiel, gegen uneinsichtige Eltern geltend machen, um zu verhindern, dass die Eltern oder ein Elternteil sich sehenden Auges verschulden und die Kinder diese Schulden später übernehmen müssen (auch nach dem Versterben der Eltern)?
Die Situation bei dem beschriebenen Ehepaar ist so, dass finanzielle Mittel zur Stützung einer ggf. eintretenden Pflegesituation vorhanden wären, doch diese werden von dem Mann bewusst geradezu verschleudert. Es steht zu befürchten, dass sich diese Situation verschärft. Am Ende müssten dann die Kinder für Schulden aufkommen, was leicht zu verhindern gewesen wäre.
Wer kann mir hierzu einen Link-Einstieg oder Tipps geben?
Danke für jeden Hinweis im Voraus,
Crypto.