Entnahmeplan, welche Geldanlage für 25 Jahre?

Hallo zusammen,
ich möchte heute einen Betrag x einsetzen um in 25 Jahren über einen Entnahmeplan davon leben zu können. Betrag x wird ca. 30000€ betragen. (Rechnungsbeispiele hier: http://www.zinsen-berechnen.de/entnahmeplan.php).
Wie lege ich das Geld am besten an für 25 Jahre? Aktien, Aktienfonds, Sparplan? Bei Aktien habe ich den Aufwand von der Dividende immer neue Aktienanteile zu kaufen um den „Zinseszinseffekt“ zu haben… Natürlich muss ich den Spagat zwischen Rendite und Risiko machen…
Dann lasst mal eure Vorschläge hören :wink:

Hallo zusammen,
ich möchte heute einen Betrag x einsetzen um in 25 Jahren über
einen Entnahmeplan davon leben zu können. Betrag x wird ca.
30000€ betragen. (Rechnungsbeispiele hier:
http://www.zinsen-berechnen.de/entnahmeplan.php).
Wie lege ich das Geld am besten an für 25 Jahre?

Einfache Frage, viele Antworten möglich. Gegenfrage: Was ist Ihre Risioaversion bzw. Ihre Risikotragfähigkeit?

Aktien, Aktienfonds

Für den Anlageerfolg mit Aktien ist eine breite Diversifikation Grundvoraussetzung. Diese erreicht man nur mit den richtigen Indexfonds (Stichwort: Exchange Traded Fundes (ETFs)). Von Einzelaktien sowie von aktiv verwalteten Fonds rate ich gerne ab. Doch ein Teil sollte in jedem Fall festverzinslich angelegt werden, je nach Risikoaversion.

Sparplan?

Auch sinnvoll bei Aktieninvestments wegen des Cost-Average-Effekts. Allerdings würde ich das Ansparen selbst nach einem eigenen Plan machen und nicht auf die Sparpläne der Bankern reinfallen.

Bei Aktien habe ich den Aufwand von der
Dividende immer neue Aktienanteile zu kaufen um den
„Zinseszinseffekt“ zu haben…

Es gibt auch thesaurierende Fonds, die die Dividenden gleich wieder reinvestieren.

Natürlich muss ich den Spagat zwischen Rendite und Risiko machen…

Richtig. Genauso wichtig ist die Strategie für den Anlageerfolgs. Auch die Kosten und Gebühren sind extrem wichtig.

Dann lasst mal eure Vorschläge hören :wink:

http://www.turborendite.org

Wie lege ich das Geld am besten an für 25 Jahre? Aktien,
Aktienfonds, Sparplan? Bei Aktien habe ich den Aufwand von der
Dividende immer neue Aktienanteile zu kaufen um den
„Zinseszinseffekt“ zu haben… Natürlich muss ich den Spagat
zwischen Rendite und Risiko machen…
Dann lasst mal eure Vorschläge hören :wink:

Hallo,

grundsätzlich ist dieser Betrag um mindestens eine Zehnerpotenz zu klein, um vernünftig (risikoadjustiert) direkt in Aktien zu investieren. Hier ist der Fonds das beste Vehikel.

Problem:
Du musst zum Endzeitpunkt hin kontinuierlich das Risiko abbauen, um die Auszahlung nicht zu gefährden. Das setzt aktives Management voraus.
Eine Idee hierfür sind z.B. sog. Lebenszyklus-Fonds. Diese zielen auf ein bestimmtes Endalter hin und reduzieren zu diesem Termin hin sukzessive das Risiko, starten aber mit einer brauchbaren Aktienquote.

Solche Fonds werden von verschiedenen Gesellschaften angeboten. Da man heute nicht weiß, welcher Manager auf lange Sicht am besten ist macht die Streuung z.B. über drei Gesellschaften wohl Sinn.

Viel Erfolg wünscht der Money-Schorsch

Ok, ich merke schon, entweder ich arbeite mich jetzt ein paar Monate in die ganzen Themen ein um dann Entscheidungen treffen zu können oder ich lager das ganze aus und finde einen guten Finanzberater…Ich glaube erstere Möglichkeit ist die einfachere :smile:

Hey Christopher,

wenn ich momentan die Entscheidung treffen müsste, würde ich nicht alles in Fonds investieren…wenn du die Anlage in 2008 noch tätigst, hast du natürlich den Vorteil die Kursgewinne steuerfrei zu realisieren, auch in 25 Jahren (nach aktuellem Stand - Abgeltunssteuer), jedoch unterliegen die Erträge / Dividenden der Abgeltungssteuer. D.h. früher oder später wirst du schon eine höhere Steuerlast haben. Daher denke ich, dass es eine gute Variante wäre, dass Geld zu splitten. Einen Teil in Festanlage, einen Teil in Fonds und Aktien und einen Teil z.B. in eine Rentenversicherung (bezgl. Steuervorteil bei Auszahlung) und später hast du automatisch den Auszahlplan den du dir wünscht.

Wie hoch du die jeweilige Anlagesumme verteilst - kommt auf deine Risikofreudigkeit an.

Viel Glück.

Viele Grüße,
Bridget_Jones*

Ok, ich merke schon, entweder ich arbeite mich jetzt ein paar
Monate in die ganzen Themen ein um dann Entscheidungen treffen
zu können oder ich lager das ganze aus und finde einen guten
Finanzberater…Ich glaube erstere Möglichkeit ist die
einfachere :smile:

Die Frage ist halt, welcher Finanzberater wirklich ein Interesse hat, Ihr Vermögen zu vermeheren. Ich würde mich freuen, wenn mich jemand vom Gegenteil überzeugen kann, aber ich habe bisher nur soclhe Berater getroffen, die zu allererst an sich selbst oder ihre Firma denken.

Was sind schon ein paar Monate im Vergleich zu 25 Jahren?

Wie wär’s mit einer vermieteten Immobilie? Kommt natürlich auf die Bonität an, wie viel eine Bank da mit finanziert. Aber bei einem Zeithorizont von 25 Jahren kann eine vermietete Immobilie (z. B. mit Denkmalschutz-Abschreibung, d.h. hoher Steuerersparnis über 12 Jahre) viel mehr bringen als die „nakte“ Geldanlage. Und bei der gegenwärtigen Situation der Finanzmärkte sind Sachwerte eine richtig gute Alternative.

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Jede/r langfristig denkende unabhängige Finanzberater/in vermehrt das Vermögen seiner Kunden. Dann hat er oder sie nämlich einen zufriedenen Kunden mehr, der wieder Geld anzulegen hat und im übrigen seinen guten Bekannten erzählt, dass er eine/n gute/n Berater/in gefunden hat. Es ist ungleich aufwändiger, immer wieder neue Kunden zu finden als mit einem zufriedenen Kundenstamm immer wieder neue Geschäfte zu machen.

Ich weiß auch, dass es nicht leicht ist, die Spreu vom Weizen zu trennen, aber ich kenne inzwischen etliche Kolleginnen und Kollegen, die ebenso denken. Also, falls Sie ernsthaft vom Gegenteil überzeugt werden wollen, die Herausforderung nehme ich gerne an!

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Ich weiß auch, dass es nicht leicht ist, die Spreu vom Weizen
zu trennen, aber ich kenne inzwischen etliche Kolleginnen und
Kollegen, die ebenso denken.

Hallo,

und wievielen sind Sie schon begegnet, die diesem Anspruch nicht gerecht werden (können)?
Nicht, weil es schlechte Menschen sind, sondern weil sie einfach nicht das Wissen, die Möglichkeiten und Erfahrungen haben?

Mein Eindruck: Dies ist die Mehrheit.
Aber ich kenne natürlich auch nicht alle…

Gruß vom Money-Schorsch

Hallo Money-Schorsch,

ich kenne auch nicht alle, aber ich habe diesen Beruf erlernt, weil ich die Beraterin werden wollte, die ich bis dahin nicht gefunden hatte.

Und ich muss meine Miete bezahlen können. Deshalb brauche ich eine Gegenleistung für das, was ich für meine Kunden mache. Es ist bei uns nicht üblich, Honorare für solche Beratungen zu zahlen (wie z. B. bei Anwälten oder Steuerberatern). Solange ich also erst dann Geld bekomme, wenn mein Kunde einen Vertrag abschließt, darf ich das - übrigens auch im Interesse meiner Kunden - nicht vernachlässigen. Ich verstehe mich als eine, die Menschen hilft, finanzielle Entscheidungen zu treffen. Und erst nachdem eine Entscheidung gefallen ist, bekomme ich meine Provision - oder auch nicht. Ich leiste mir nämlich den Luxus, ehrlich zu sagen, wenn ein Kunde im seiner Situation keine neue Entscheidung treffen sollte.

Außerdem habe auch ich Zeit gebraucht, um die Vor- und Nachteile mancher Lösungen zu begreifen. Erfahrung entsteht durch Handeln und Lernbereitschaft und braucht Zeit. Und je länger ich in dieser Branche tätig bin, desto mehr Respekt habe ich vor denen entwickelt, die wirklich gut sind und bin dankbar für den kollegialen Austausch.

Herzliche Grüße
Ihre Barbara Moos

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Ok, ich merke schon, entweder ich arbeite mich jetzt ein paar
Monate in die ganzen Themen ein um dann Entscheidungen treffen
zu können oder ich lager das ganze aus und finde einen guten
Finanzberater…Ich glaube erstere Möglichkeit ist die
einfachere :smile:

Hm…!?

Wie wäre es mit einen Finanzberater, der unabhängig und kostenfrei für Dich arbeitet!? Und jetzt bitte nicht an AWD oder Deutsche Vermögensberatung denken - die sind nicht unabhängig…

Gruß Maik

Jub… Es gibt sie noch, die Berater, die unabhängig und frei sind und sich für das Kundeninteresse einsetzen!

Ich habe nach AWD und Deutscher Vermögensberatung endlich einen unabhängigen Maklerverbund gefunden, die den Kunden ernst nehmen und keinerlei Provisionsdenken haben!

Gruß Maik

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Sehr schön! Dieser Aussage kann ich mich anschließen, obgleich es z.B. hier im Schwarzwald äußerst schwierig ist, die Menschen zu überzeugen, dass man was für sie tun möchte.

Teilweise schaut man in entsetzte Augen: „Warum wollen ausgerechnet sie mir eine geeignete Anlage o.ä. anbieten!? Warum sollte man ihnen jetzt Glauben schenken, wenn man jahrelang nur angemeiert wurde!?“

Tja, es muss sehr schnell die Spreu vom weizen getrennt werden, bevor noch mehr Menschen auf Provisionsorientierte Berater reinfallen!

Gruß Maik

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Hi Maik,
kostenfrei und unabhängig passt nicht wirklich zusammen!?
Ich hab kein Problem einen Finanzberater einen angemessenen Stundensatz zu bezahlen (~70Euro), aber wer sagt mir dass er wirklich unabhängig ist? Vielleicht verdient er dann doppelt…

Gruß
Christopher

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Tja, kostenfrei bedeutet ja, dass der Kunde z.B. bei einer Datenaufnahme oder bei der Beratung kein Geld bezahlt, wie z.B. bei anderen (nicht unabhängigen Vertrieben) ab 90,-€ aufwärts… Für die Produkte (Anlagen usw.) entstehen einmalige Kosten, wie z.B. Depotgebühren o.ä. - das ist immer so und wird schwarz auf weiß gezeigt!

Heutzutage gilt eine Nachweispflicht und es ist sehr wichtig, dass der Berater seine Unabhängigkeit nachweisen kann!

Das Maklerunternehmen, von dem ich spreche, arbeitet mit über 400 Gesellschaften seit 1993 zusammen, die Berater, die Mitarbeiter im Rechenzentrum und die Fachberater haben ein Festgehalt, die Daten der Kunden werden in einem Rechenzentrum ausgewertet und dann wird durch einen Fachberater ein individuelle Kundenkonzept vorgestellt.

Der Fachberater hat kein Laptop dabei und kann an diesem Konzept nix verändern - es wurde auf die Bedürfnisse des Kunden erstellt und nicht nach: „Wo bekomm ich mehr Provision - das bekommt der Kunde!“.

Ich bin zufrieden!

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Hallo Frau Moos,

Ihre aufrichtigen Bemühungen in diesem Forum, für Ihre Beratertätigkeit Werbung zu machen, lasse ich jetzt mal in der Diskussion aussen vor.

Nehmen wir aber mal an, Sie wollten wirklich nur das Beste für Ihren Kunden. Die Frage ist doch, ob Ihr Geschäft dann überhaupt überlebensfähig wäre. Sie und Ihre Kollegen können sich nur dann unabhängig in der Beratung verhalten, wenn der Verkauf von Produkten provisionsunabhängig ist. Ansonsten entsteht ein unauflösbarer Interessenkonflikt: Das was für Sie, Ihre Familie, Ihre Miete etc. gut ist, ist fast immer schlecht für den Kunden. Wie dieser Interessenkonflikt aussieht, schreiben Sie ja selbst …

Und ich muss meine Miete bezahlen können. Deshalb brauche ich
eine Gegenleistung für das, was ich für meine Kunden mache. Es
ist bei uns nicht üblich, Honorare für solche Beratungen zu
zahlen (wie z. B. bei Anwälten oder Steuerberatern).

Honorare wären die einzige Lösung, die die Voraussetzung für Unabhängigkeit schaffen könnten. Es gibt in Deutschland mittlerweile eine ganze Reihe von Honorarberatern. Warum schließen Sie sich denn nicht dieser Praxis an? Für mich wären Sie dann zumindest etwas glaubwürdiger.

ich also erst dann Geld bekomme, wenn mein Kunde einen Vertrag
abschließt, darf ich das - übrigens auch im Interesse meiner
Kunden - nicht vernachlässigen.

Eben. Und das Geld, das Sie bekommen, hängt maßgeblich von den Provisionen und Margen derjenigen Prudukte ab, die Sie empfehlen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Ich verstehe mich als eine, die Menschen hilft, finanzielle Entscheidungen zu :treffen. Und erst nachdem eine Entscheidung gefallen ist, bekomme ich meine
Provision - oder auch nicht.

Ich würde es so formulieren. Sie helfen Menschen, finanzielle Entscheidungen zu treffen, die zum Kauf von solchen Produkten führen, für die Sie eine (hohe) Provision einstreichen können. Wieviele Produkte haben Sie schon verkauft, bei denen Sie keine Provision bekommen? Selbst wenn Sie es wollten, es wäre für Sie selbst ruinös.

Ich leiste mir nämlich den Luxus, ehrlich zu sagen, wenn ein Kunde im seiner :Situation keine neue Entscheidung treffen sollte.

Bevormundung gehört auch zu Ihrem Repertoire?

Außerdem habe auch ich Zeit gebraucht, um die Vor- und
Nachteile mancher Lösungen zu begreifen. Erfahrung entsteht
durch Handeln und Lernbereitschaft und braucht Zeit.

Heisst das also, dass Sie in Ihrer Anfangszeit die Nachteile mancher Lösungen nicht begriffen haben. Ich hoffe, das liest keiner Ihrer ersten Kunden.

Wie auch immer. Ich denke, Sie wollen eigentlich nur das Beste. Doch selbst der beste Mensch kann nur so gut sein, wie es das System zulässt. So wie Sie das System und die Mechanismen selbst beschreiben entstehen unauflösbare Interessenkonflikte. Diese führen unweigerlich zu Handlungen, die nicht optimal für Ihre Kunden sind. Leider.