Die Entschädigung für Zwangsarbeiter ist ja nun durch und wird gerechterweise an noch lebende Opfer gezahlt.
Aber nun lese ich in der Zeitung von einer grossen Konferenz, die eigentlich über Rassissmus geht. Im Vorfeld gibt es aber sehr viel politisches Gezerre.
Hintergrund: Die afrikanischen Staaten wollen erreichen, daß Entschädigungszahlungen für die Sklaverei der vergangenen Jahrhunderte gezahlt wird. Nachweislich wurden aus Afrika zwischen 12 und 15 Millionen Menschen verschleppt. Überraschenderweise sind die USA und einige europäische Länder dagegen, daß so ein thema überhaupt diskutiert wird.
Also die frage:
Wo endet das Recht auf Entschädigung? oder endet es niemals und es kann für jeden Krieg und jedes ereignis mit geschichlichen Folgen Entschädigung verlangt werden?
Wo endet das Recht auf Entschädigung? oder endet es niemals
und es kann für jeden Krieg und jedes ereignis mit
geschichlichen Folgen Entschädigung verlangt werden?
Das ist eine gute Frage, deren ethische Dimension wohl kaum auszuloten ist.
Betrachtet hingegen die geschichtliche Dimension, so ist die Antwort einfach:
Das ist der Willkür der Machthaber anheimgestellt.
Wo endet das Recht auf Entschädigung? oder endet es niemals
und es kann für jeden Krieg und jedes ereignis mit
geschichlichen Folgen Entschädigung verlangt werden?
Das ist eine gute Frage, deren ethische Dimension wohl kaum
auszuloten ist.
Aber es geht mir darum, diese Frage einmal auszuloten. Ich selbst bin hin und hergerissen.
Auf der einen Seite liegen diese Ereignisse 200 und mehr Jahre in der Vergangenheit und ich sehe nicht ein, wieso ich oder mein Staat für fremde Vergehen gerade stehen soll. Schliesslich sollte Sippenhaft der Vergangenheit angehören.
Auf der anderen Seite kann ich durchaus nachvollziehen, daß die afrikanischen Staaten durch die Bevölkerungsminderung daran gehindert wurden, eine moderne Kultur zu entwickeln, Der afrikanische Kontinent war unterbevölkert und dadurch konnten die Stammesgrenzen nicht überwunden und so etwas wie ein Nationalstaat entwickelt werden, der die Voraussetzung einer modernen Kultur ist. Insofern kann man den Rückstand der afrikanischen Staaten heute darauf zurückführen (aber nur darauf??)
Du neigst also weniger dazu, den amerikanischen Negern Ansprüche zuzugestehen, weil ihre Ahnen Sklavenarbeiter waren, sonder eher den afrikanischen Negern, weil ihre Länder durch den Sklavenhandel an der nationalen Entwicklung behindert wurden?
Gruß
Wolfgang
Auf der anderen Seite kann ich durchaus nachvollziehen, daß
die afrikanischen Staaten durch die Bevölkerungsminderung
daran gehindert wurden, eine moderne Kultur zu entwickeln, Der
afrikanische Kontinent war unterbevölkert und dadurch konnten
die Stammesgrenzen nicht überwunden und so etwas wie ein
Nationalstaat entwickelt werden, der die Voraussetzung einer
modernen Kultur ist. Insofern kann man den Rückstand der
afrikanischen Staaten heute darauf zurückführen (aber nur
darauf??)