Hi,
ich bin einer, der sich generell nur schwer entscheiden kann, wie im Moment, wo es um einen Arbeitsplatzwechsel geht. Viel spricht dafür, viel dagegen, so habe ich mit einem gedanklichen Patt zu kämpfen. Gibt es irgendwelche spontan anwendbare Psychostrategien, um den Entscheidungsprozeß konstruktiv zu gestalten???
(mein Bauchgefühl ist übrigens eher ambivalent, schlägt sich heute auf die, morgen auf die andere Seite… hilft mir also auch nicht wirklich weiter)
Danke für Tipps!
Hi,
daß Dir die Entscheidung für oder gegen den neuen Arbeitsplatz nicht leicht fällt ist sehr verständlich. Denn immerhin sind viele Veränderungen damit verbunden, auch läßt sich ein gewisses Risiko schwer im Voraus minimieren. Manchmal gibt es einfach nicht die richtige und die falsche Lösung.
Mein Tip: mach Dir ne Liste. Pro und Contra gegenüber stellen für beide Möglichkeiten. Dann die Argumente gewichten (z.B. 5 Punkte für sehrsehr wichtige Argumente und weniger Punkte je unwichtiger die Konsequenz ist). Du kannst auch mit Personen Deines Vertrauens darüber reden - damit ordnest Du Deine Gedanken und Dein Gegenüber kennt Dich, kann daher vielleicht helfen, Dein Augenmerk auf nen verdeckten wichtigen Gesichtspunkt zu richten.
Hoffe Du verstehst was ich meine. Bye, >Körst
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Mahlzeit,
Viel
spricht dafür, viel dagegen, so habe ich mit einem
gedanklichen Patt zu kämpfen.
wenn es denn tatsächlich so ist (ich gehe jetzt mal davon aus, daß du alle Für- und Wider-Argumente gegeneinander aufgewogen hast), so ist das letztendlich eine Bauchentscheidung - uas sachlicher Sicht ist es egal, wie du dich entscheidest, es kommt nur noch auf dein Gefühl an.
Dummerweise ist es bei entscheidungsschwachen Menschen so, daß sie auch vom Gefühl her nicht sagen können, was sie gern möchten: sie sind nicht in der Lage zu erkennen, was ihr Bauchgefühl ihnen rät. Für solche Situationen sind „fremde“ Entscheidungshilfen sehr hilfreich. Man wirft eine Münze und entscheidet danach.
Lustigerweise zeigt sich dann oft, daß man nicht bereit ist, die Münzentscheidung zu akzeptieren. Dann rebelliert man: Nein, ich werde doch nicht meine Berufswahl von einer Münze abhängig machen! Dann hat man plötzlich entdeckt, daß man im tiefsten Inneren die Entscheidung tatsächlich schon getroffen hatte. Und die Münze war nur ein Katalysator.
Münzwerfende Grüße
Sancho
hallo tobybs,
wenn das bauchgefühl (das immerhin eine trefferquote von rund 90% hat) schwankt, habe ich eine andere entscheidungsstrategie:
ich mache mir eine liste und trage dort die dinge/umstände, die ich unter keinen umständen bereit bin zu ertragen, ein. eine arbeitsstelle (oder für was immer ich mich in dem moment enscheiden muß), die einen oder mehrere negative listenpunkte aufweist, scheidet aus. gäbe es bei der anderen auch negative punkte, müßten die ja auch auf der liste stehen.
haben ich bei allen wahlmöglichkeiten kröten zu schlucken, wähle ich natürlich die kleinsten zu schluckenden kröten.
meist bringt es aber schon erheblich weiter, wenn man sich klar macht, was man auf keinen fall will.
gruß & viel erfolg
ann
Seelenverwandt?
Selbermahlzeit,
diese Art der Münzentscheidung empfehle ich seit Jahren, funzt gut, finde ich. Du kannst es allerdings viel besser erklären …
Prost!
Burkh
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*g* ich mach das ganz genauso - nur ohne Münze!!!
Wenn das ‚Bauchgefühl‘ entscheiden soll, ist ne Liste viel zu rational.
Also fragt man andere nach ihrer Meinung - sei es beim Klamottenkauf:
Und da sagt ne Freundin, nee, gefällt mir nicht.
Und Dein Bauch sagt Dir: WAS? DAS schöne Teil hierlassen? Nee!
…und die Entscheidung ist gefallen.
Nur ist die Erklärung dann immer etwas anstrengend, denn unwiderruflich kommt dann der Kommentar: ‚Warum fragst Du mich dann???‘ (und dazu musste nicht mal verheiratet sein…)
gruss, isabel