Entsehung neuer Arten

hi mrstupid,

vielen dank für deine erklärung. es bleiben mir jedoch restzweifel oder restfragen, denn es ist ja ein qualitativer sprung von der kompatibilität zur fortpflanzungsbarriere. daher mein „auf einmal“. du schreibst zwar, es ist eine fließende barriere, aber sie ist entweder da oder sie ist nicht da. es gibt kein dazwischen, oder liege ich da falsch?

Die Taxonomie wird und wurde in allen Kulturen so
ähnlich gehandhabt

das würde ich ad hoc in frage stellen. kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. da hätte ich aber gerne mal einen beleg für!

grüße
burkhard

du schreibst zwar, es ist eine
fließende barriere, aber sie ist entweder da oder sie ist
nicht da. es gibt kein dazwischen, oder liege ich da falsch?

Nein, das stimmt so nicht. Man kann auch innerhalb einer Art nie vorhersagen, ob die Fortpflanzung gelingt oder nicht, sondern man kann dazu nur eine Wahrscheinlichkeit angeben. Diese Wahrscheinlichkeit wird um so geringer, je weiter sich zwei Populationen dieser Art genetisch voneinander entfernen. Die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Fortpflanzung fällt bei der Trennung in neue Arten also nicht schlagartig von 100% auf 0%, sondern sinkt so allmählich ab, daß es einen Bereich gibt, in dem man gar nicht objektiv feststellen kann, ob man es schon mit zwei neuen Arten zu tun hat oder nicht. Diese Entscheidung ist dann mehr oder weniger willkürlich und üblicherweise auch entsprechend umstritten.

Die Taxonomie wird und wurde in allen Kulturen so
ähnlich gehandhabt

das würde ich ad hoc in frage stellen. kann ich mir überhaupt
nicht vorstellen. da hätte ich aber gerne mal einen beleg für!

Das sieht man bereits daran, daß man die Namen von Tier und Pflanzenarten in so ziemlich alle Sprachen übersetzen kann. Das wäre nicht möglich, wenn bei der Einteilung der Arten nicht alle Kulturen nach grundsätzlich gleichen Kriterien vorgehen würden.

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