Hi,
wurde eigentlic schon mal beobachtet und wissenschaftlich analysiert, wie es zur Herausbildung einer neuen Spezies kommt? Wie und wodurch konkret sich eine Art teilt?
sehr neugierig:
Frank
Hi,
wurde eigentlic schon mal beobachtet und wissenschaftlich analysiert, wie es zur Herausbildung einer neuen Spezies kommt? Wie und wodurch konkret sich eine Art teilt?
sehr neugierig:
Frank
Hallo
wurde eigentlich schon mal beobachtet und wissenschaftlich
analysiert, wie es zur Herausbildung einer neuen Spezies
kommt? Wie und wodurch konkret sich eine Art teilt?
Hat man das in der DDR nicht in der Schule
gelernt? Bio 9./10. Klasse?
Räumliche Trennung einer Population, unterschiedliche
Umwelt-Bedingungen, Selektionsdruck, Selektion usw.
Dämmerts? 
Grüße
Euer CMБ
hi semjon,
da ich nicht in der ddr zur schule gegangen bin, dämmert es bei mir auf jeden fall nicht. dennoch finde ich die frage interessant. weiter unten gab es vor kurzem einen thread zur evolution. für mich ist trotzdem die frage, wie es dazu kommt, dass unterschiedliche entwicklungen (die ja erst einmal nur populationen der gleichen art betreffen) sich auf einmal in unterschiedlichen arten manifestieren, die sich ja zumeist nicht miteinander kreuzen. klär uns doch mal bitte auf, wenn du es weisst…
grüße
burkhard
Hallo Burkhard,
da ich nicht in der ddr zur schule gegangen bin, dämmert es
bei mir auf jeden fall nicht.
Das sollte man nicht falsch verstehen. Ich schätze den Frank
durchaus als wehrhaften und inspirierenden Philosophen und
finde es lustig, wenn er sich mal auf das Glatteis der
„Einzelwissenschaften“ begibt, da darf ich ihn auch mal
ärgern …
dennoch finde ich die frage interessant. weiter unten gab es
vor kurzem einen thread zur evolution.
Habe ich nicht gelesen, das hatte ich das Forum wohl
noch nicht wahrgenommen 
für mich ist trotzdem die frage, wie es dazu kommt,
dass unterschiedliche entwicklungen (die ja erst einmal nur
populationen der gleichen art betreffen) sich auf einmal in
unterschiedlichen arten manifestieren, die sich ja zumeist
nicht miteinander kreuzen.
Ich sehe das nicht so als problematisch an. Selbst Darwin
hat ja an vielen Beispielen „bleibende Diversifikation“
durch geographische Isolation beschrieben. Diese phäno-
typischen Veränderungen müssen demnach genetisch fest-
geschrieben sein und es ist für mich unzweifelhaft, dass
eine weitere Diversifikation dann solche Unterschiede
produziert, dass eine Fortpflanzung zwischen Individuen
dieser getrennten Populationen ursprünglich einer Art
unmöglich wird.
vgl.: http://www.biologie.uni-erlangen.de/zoo2/fmayer/ag_f…
Der Abschnitt "unzweifelhaft, dass eine weitere
Diversifikation dann … " ist der philosophische
Kern des Frank’schen Problems. Es ist klar, dass ich
hier „springe“, da ein solcher Prozess schwer den
Erfordernissen des naturwissenschaftlichen Experiments
gerecht wird (wiederholbar, falsifizierbar).
Insofern ist das weitgehend „Theorie“, sprich „Evolutions-
theorie“. Ich glaube mich aber erinnern zu können, dass
tatsächlich eine Arttrennung bei einer lebenden Art nach-
gewiesen werden konnte. Soll ich mal suchen?
klär uns doch mal bitte auf, wenn
du es weisst…
Wenn ich was genau weiss?
Grüße
Euer CMБ
für mich ist trotzdem die frage, wie es dazu kommt,
dass unterschiedliche entwicklungen (die ja erst einmal nur
populationen der gleichen art betreffen) sich auf einmal in
unterschiedlichen arten manifestieren, die sich ja zumeist
nicht miteinander kreuzen.
Hallo, Burkhard,
ich habe in Deinem Zitat mal das markiert, was der Knackpunkt dabei ist.
Solche Entwicklungen sind eben nicht „auf einmal“ da. Sie entwickeln sich über Jahrzehntausende bzw. Jahrmillionen. Immer nur in ganz kleinen Schrittchen.
Natürlich hängt es von der Geschwindigkeit ab, mit der die Generationen aufeinander folgen (bei Bakterien geht das u.U. schneller als bei Säugetieren).
Wann immer sich bei einem Lebewesen eine kleine Abweichung einstellt, entscheidet diese Änderung darüber ob dieses Wesen einen (möglicherweise nur winzigkleinen) Vorteil oder Nachteil hat, seine Gene (inclusive der Abweichung) weiterzugeben. Wenn sich bei den Nachkommen dann wieder eine klitzekleine Änderung einschleicht, sorgt die in gleicher Weise für eine geringfügige Kursänderung. Aber alles eben über immense Zeiträume. Irgendwann stellt sich dann heraus, dass eine bestimmte Linie sich soweit vom „Mainstream“ entfernt hatte, dass man von einer neuen Art sprechen kann, d.h. die Merkmale sind von anderen, ähnlichen Lebewesen soweit verschieden, dass sie sich signifikant auswirken.
Außerdem ist diese Einteilung in Ordnungen, Stämme, Klassen, Arten, Rassen ja auch nur eine "Sortierhilfe für uns. Bei Pflanzen weiß ich, dass es lange Streitereien darum gibt ob eine bestimmte „Sorte“ nun einer neuen Art zuzuordnen ist oder nicht.
Gruß
Eckard
Huhu Frank!
wurde eigentlic schon mal beobachtet und wissenschaftlich
analysiert, wie es zur Herausbildung einer neuen Spezies
kommt? Wie und wodurch konkret sich eine Art teilt?
Ja. Aber dazu wurden dann ca. 1.000.000 Seiten Papier verfasst.
Und es geht über meine didaktischen Fähigkeiten, das hier auszubreiten - aber ein gutes Beispiel sind die Darwin-Finken.
(Genau, an denen wurde dass das erste mal beschrieben)
Literatur : „The Origin of Species“, Charles Darwin,
oder auf Deutsch „Die Entstehung der Arten“, Charles Darwin.
Oder schaue hier nach:
http://de.wikipedia.org/wiki/Evolutionstheorie#Artbi…
Ansonsten stelle deine Frage bitte etwas präziser.
Grüßlis!
Scrabz.
Hi Eckhard,
Wann immer sich bei einem Lebewesen eine kleine Abweichung
einstellt, entscheidet diese Änderung darüber ob dieses Wesen
einen (möglicherweise nur winzigkleinen) Vorteil oder Nachteil
hat, seine Gene (inclusive der Abweichung) weiterzugeben.
Afaik ist das „eingängig“, aber falsch.
Die Evolution findet nicht! auf der Ebene der Individuen,
sondern auf Populationsebene statt. Ein neues Merkmal kann
sich auch durchsetzen, trotzdem es einen „Nachteil“ für das
Individuum hat. Bei „Vorteil“ und „Nachteil“ stolpert man
auch allzuschnell in Anthropomorphismen und Tautologien.
Grüße
Euer CMБ
Hi,
hier ne Prätzisierung wegen SMB:
ist es möglich, dass sich eine Art dadurch herausentwickelt, weil sich durch diverse Umstände eine Art auf gleichem Territorium unter gleichen Umständen teilt?
fragt:
Frank
vielen dank semjon,
Ich schätze den Frank
durchaus als wehrhaften und inspirierenden Philosophen und
finde es lustig, wenn er sich mal auf das Glatteis der
„Einzelwissenschaften“ begibt, da darf ich ihn auch mal
ärgern …
nur zu!
Ich sehe das nicht so als problematisch an. Selbst Darwin
hat ja an vielen Beispielen „bleibende Diversifikation“
durch geographische Isolation beschrieben. Diese phäno-
typischen Veränderungen müssen demnach genetisch fest-
geschrieben sein und es ist für mich unzweifelhaft, dass
eine weitere Diversifikation dann solche Unterschiede
produziert, dass eine Fortpflanzung zwischen Individuen
dieser getrennten Populationen ursprünglich einer Art
unmöglich wird.
das klingt sinnvoll. beinhaltet aber auch, dass es mutationen gibt, die die anzahl der chromosomen betrifft, oder? und zwar der chromosomensätze, denn so eine mutation wie trisomie 21 führt ja nicht zu einer neuen art.
Ich glaube mich aber erinnern zu können, dass
tatsächlich eine Arttrennung bei einer lebenden Art nach-
gewiesen werden konnte. Soll ich mal suchen?
das fände ich sehr spannend! wenn es dir nicht zuviel mühe macht…
klär uns doch mal bitte auf, wenn
du es weisst…Wenn ich was genau weiss?
wie es zur entstehung neuer arten im gegensatz zu variationen einer art kommt. aber da hast du ja schon geantwortet.
grüße
burkhard
p.s.: nett, max und moritz auf russisch zu lesen 
lieber eckard,
ich habe in Deinem Zitat mal das markiert, was der Knackpunkt
dabei ist.
Solche Entwicklungen sind eben nicht „auf einmal“ da. Sie
entwickeln sich über Jahrzehntausende bzw. Jahrmillionen.
Immer nur in ganz kleinen Schrittchen.
mir ist bewusst, dass es nicht dieses „auf einmal“ in der evolution gibt. dennoch ist jede mutation für sich ein „auf einmal“ und der übergang von einer varietät zu einer neuen art ist ein so großer qualitativer sprung, dass ich sagen würde, hier findet ein „auf einmal“ statt, ein point of no return gewissermaßen. interessant ist doch, dass eine einmalige mutation mit einem veränderten chromosomensatz nur ein individuum hervorbringt, das sich dann nicht mehr mit den anderen weitervermehren kann. es muss also zu einer gleichzeitigen, d.h. zur lebenszeit der individuen, entstehung derselben veränderung kommen.
Außerdem ist diese Einteilung in Ordnungen, Stämme, Klassen,
Arten, Rassen ja auch nur eine "Sortierhilfe für uns. Bei
Pflanzen weiß ich, dass es lange Streitereien darum gibt ob
eine bestimmte „Sorte“ nun einer neuen Art zuzuordnen ist oder
nicht.
oder die zuordnung von tieren. ich denke da an die hyänen, die mal zu den bärenartigen, dann zu den katzenartigen, dann den schleichkatzen oder den hundeartigen zugeordnet wurden. ich habe mir auch schon mal überlegt, ob diese art der einteilung nicht zufällig ist und nur ein spiegel unserer westlich-wissenschaftlichen denkungsart ist. eine einteilung nach gerüchen, fellbeschaffenheit oder ähnlichen sinnlicheren merkmalen wäre ja vielleicht auch denkbar…
grüße
burkhard
Hai, Frank,
hier ne Prätzisierung wegen SMB:
ist es möglich, dass sich eine Art dadurch herausentwickelt,
weil sich durch diverse Umstände eine Art auf gleichem
Territorium unter gleichen Umständen teilt?
Ja. Beispiel: es gibt Singvogelarten, bei denen das Männchen auf eine bestimmte Art singen muß, damit sich ein Weibchen für es interessiert. Bei einigen dieser Arten ist es nun so, daß der entsprechende Gesang nicht angeboren ist, sondern vom trällernden Vater erlernt wird (Prägung).
Zieht man nun einen Satz dieser Vögel von Hand auf und lehrt sie „Hännschenklein“, dann singen die Männchen eben das und werden nur von Weibchen akzeptiert, denen selbst im Nest „Hännschenklein“ vorgeträllert wurde.
Der erste Schritt zur Trennung ist vollzogen - man paart sich nicht mehr mit „dem schnöden Rest“; obwohl die Vögel untereinander genetisch noch kompatibel sind, ist die evolutionäre Entwicklung von nun an getrennt.
Ohne das Eingreifen des Menschen geht das natürlich nicht so flott - aber gerade die Darvin-Finken sind ja ein schönes Beispiel dafür, wie eine Art innerhalb eines Lebensraums unterschiedliche Nischen nutzen kann, indem sie sich in mehrere Arten aufspaltet.
Gruß
Sibylle
Hi,
eine relativ moderne Geschichte ist vielleicht die Entwicklung der Königsgeparden. Bei diesen Tiern ist das Fell nicht mit einzelnen Tupfen sondern mit ineinander verschmolzenen Streifen gefärbt.
Diese Tiere sind aber bei der Jagd in der offenen Steppe, wo man sich ja erst mal anschleichen muss damit man was jagen kann, stark benachteiligt. Das Fell bietet einfach keine gleichwertige Tarnung.
Man stellte aber fest das sich solche Tiere öfters in dichter bewaldeten Landstrichen aufhielten. Hier hilft ihnen das aussergewöhnliche sogar eher.
Dadurch dass nun aber die Tiere unterschiedliche Erfolgsraten in unterschiedlichen Landschaften haben werden sich wohl über längere Zeit eigene Arten entwickeln.
In diesem Fall kam der Selektionsdruck also aus dem „Inneren“ in Form von verschiedenen Merkmalsausprägungen. Eine Ausprägung in Richtung „Tupfen-werden-hell-oder verschwinden“ (würde wie ein Löwenfell aussehen) hätte sicher nicht die gleiche „Spannkraft“.
Bei den Darwinfinken war eine kleine Population „gestrandet“ und machte sich selber Konkurenz auf einem begrenzten Areal. Hier ist von Vorteil wer andere (bisher ungenutzte) Ressourcen nutzen kann oder effektiver in der Nutzung bestehender Ressourcen wird.
So als Anregung,
JD
Hallo Burkhard,
Ich sehe das nicht so als problematisch an. Selbst Darwin
hat ja an vielen Beispielen „bleibende Diversifikation“
durch geographische Isolation beschrieben. Diese phäno-
typischen Veränderungen müssen demnach genetisch fest-
geschrieben sein und es ist für mich unzweifelhaft, …das klingt sinnvoll. beinhaltet aber auch, dass es mutationen
gibt, die die anzahl der chromosomen betrifft, oder? und zwar
der chromosomensätze, denn so eine mutation wie trisomie 21
führt ja nicht zu einer neuen art.
Jetzt ahne ich, wo das Verständnisproblem liegt
(Vielleicht irre ich mich aber auch).
Fangen wir mal von vorne an. Das Genom eines
jeglichen Lebewesens besteht aus einem
Programm und aus Daten. Die Daten sind
Codes für Bausteine des Lebens zwiefacher Art.
Zunächst sind das Funktionselemente, also
„kleine Maschinen“ wie z.B. Enzyme und ausserdem
sind es noch Strukturelemente wie Bausteine für
Membranporen, Gefässe usw. Oder beides zugleich.
Diese Informationen werden bei der Erzeugung von
Fortpflanzungseinheiten kopiert. Dieser Kopiervorgang
ist so eingestellt, dass er *mit Sicherheit* eine
Fehlerrate von 1:10,000 bis 1:100,000,000 zulässt
(je nach Organismenklasse). D.h., jeder Organismus
kopiert seine genetische Information evtl. mit Fehlern.
Diese Fehler entstehen im wesentlichen durch Strangbrüche
der DNA/RNS, Ablese(Matrizen)-Fehler, Herausfallen eines
Codezeichens (Deletion) usw. und sind zumeist physikalischen
Ursprungs (Strahlung, „aggressive“ Chemikalien usw.)
Wenn aus der veränderten Erbinformation ein Proteinbaustein
entsteht, führt der veränderte Code zu einem veränderten
Proteinmolekül. Dieses wird sich entweder in seinen
Funktions- und Struktureigenschaften anders verhalten –
oder es macht nichts aus. Auch das kann geschehen.
Dieser Prozess des fehlerhaften Kopierens läuft
ständig ab, in allen Lebewesen zu allen Zeiten.
99.9% der veränderten Struktur- oder Funktions-
proteine sind nicht funktionsfähig und werden
von der Zelle als solche erkannt und gleich
wieder aussortiert und eingedampft.
Wenn nicht, *kann* sich die Veränderung in
einer Modifizierung des Phänotyps des „betroffenen“
Individuums ausdrücken. Aber alle Individuen
unterscheiden sich ja sowieso voneinander.
Das ist also der Widerspruch zwischen dem
unterschiedlichen Aussehen der Individuen und
der trotzdem stabilen „Artkonstanz“. Eine
Population besteht, grob gesprochen, aus sog.
„Keimbahnen“, also einer „Geburtskette“, die
die Generationen verbindet. Aussergewähnliche
Veränderungen durch Zufallsmutationen, auch
wenn sie für das Individuum nur „Vorteile“ bringen ,
werden sofort ausgeschaltet, wenn das „tolle“ Individuum
nicht zur Fortpflanzung seiner Gruppe! taugt.
Ansonsten geht der „Vorteil“ in den Genpool der
Population ein, er „mittelt sich aus“. Daher ist
die Artkonstanz nicht zuletzt von der Größe der
in Fortpflanzungsbeziehung stehenden Population
abhängig. Ist die Population zu klein, kann eine
temporäre (unter Umständen ungünstige) Mutation,
da sie zu schnell den Genpool durchdringt, die Art
„ausrotten“, wenn sich die Umgebungsbedingungen
stärker andern, als die Art durch ihre genetische
Variabilität kompensieren kann.
Also, eine „Mutation“, die spontan eine „neue Art“
(stark mutiertes Individuum) innerhalb der alten Art
hervorbringt, wird zu 100% immer ausgeschaltet!
Auch wenn es dem Individuum 10,000 Vorteile bringt.
Der Vorteil stirbt dann mit dem Individuum.
Ich glaube mich aber erinnern zu können, dass
tatsächlich eine Arttrennung bei einer lebenden Art nach-
gewiesen werden konnte. Soll ich mal suchen?das fände ich sehr spannend! wenn es dir nicht zuviel mühe
macht…
Ich versuche es mal zu finden. Allerding ist das trotzdem
nur ein akademisches Beispiel, da es für reale Artbildungen
nicht relevant ist. Eine „Artbildung“ nur über 10 oder 12
Generationen gibt es nicht, das ist viel zu schnell
gemäss der Evolutionstheorie.
Solche „Inseln der Fortpflanzungsinkompatibilität“ werden
zu ziemlich 100% ausgeschaltet oder die Individuen finden
einen Weg zurück in den Genpool der Basis-Population.
Interessante Diskussionen hier
Vielleicht
können wir darauf aufbauen …
Grüße
CMБ
Hallo Burkhard,
da ich nicht in der ddr zur schule gegangen bin, dämmert es
bei mir auf jeden fall nicht.Das sollte man nicht falsch verstehen. Ich schätze den Frank
durchaus als wehrhaften und inspirierenden Philosophen und
finde es lustig, wenn er sich mal auf das Glatteis der
„Einzelwissenschaften“ begibt, da darf ich ihn auch mal
ärgern …
Du wirst lachen - so weit fern liegt das garnicht. Was ein qualitativer Sprung ist, weisst du sicherlich?
Wenn wir nun mal festhalten, dass es bei höher entwickelten Lebewesen durchaus Sinn macht, zu behaupten, dass sie sich hauptsächlich anhand ihre kognitiven Fähigkeiten anpassen, ist der Sprung zur Philosophie nahe.
Was nun, wenn sich innerhalb der menschlichen Rasse eine zweite entwickelt oder sich abspaltet? Wie kriegen wir das mit?
Dämmerts?
Gruß
Frank
Hallo Frank!
Du wirst lachen - so weit fern liegt das gar nicht. Was ein
qualitativer Sprung ist, weisst du sicherlich?
Der Sprung ist zunächst „quantitativ“. „Qualitativ“ ist
eine Interpretation, eine Hypothese – entweder ist diese
dann zweckmässig oder nicht.
Wenn wir nun mal festhalten, dass es bei höher entwickelten
Lebewesen durchaus Sinn macht, zu behaupten, dass sie sich
hauptsächlich anhand ihre kognitiven Fähigkeiten anpassen,
ist der Sprung zur Philosophie nahe.
Wie gesagt, das spielt in der Population keine Rolle, wenn
es keine Auswirkung auf die lokale Fortpflanzungsrate hat.
Was nun, wenn sich innerhalb der menschlichen Rasse
eine :zweite entwickelt oder sich abspaltet?
Wie kriegen wir das mit?
Ich denke, Du hast Dich verschrieben und meinst " Art".
Das geht in geschichtlichen Zeiträumen nicht zu machen.
Das Fortpflanzungssystem, von der Kernmembran bis zu
den primären äusseren Vollzugsteilen, ist immer sehr
stark „konserviert“. Schon geringste Abweichungen werden
nicht toleriert. Mit DNA-Kopien, Assemblierung, Transport,
Kernmembran etc. betreibt die Natur einen ungeheuren Aufwand.
Diese Systeme haben schon auf molekularer Ebene die allerhöchste
Komplexität, die man findet.
Du kannst also in geschichtlichen Zeiträumen
zwei völlig unterschiedlich aussehende Phänotypen
„züchten“, die „man“ optisch nach „landläufigem Ver-
ständnis“ ohne weiteres als „Arten“ klassifiziert.
Aber sie werden sich noch paaren können. Die
Phänotypen werden sofort aufgeweicht, wenn Du die
vorher angewandte künstliche „Züchtungswahl“ auf-
hebst.
Schau mal, sogar unterschiedliche (Tier-)Arten schaffen
es bisweilen noch, „ganz von selbst“ lebensfähige
(aber nicht fortpflanzungsfähige) Nachkommen zu zeugen.
Dämmerts?
‚dusk‘ oder ‚dawn‘?
Grüße
Euer CMБ
mir ist bewusst, dass es nicht dieses „auf einmal“ in der
evolution gibt.
Anscheinend doch nicht, denn wenn Dir das bewußt wäre, dann würdest Du folgendes nicht schreiben:
interessant ist doch, dass eine einmalige
mutation mit einem veränderten chromosomensatz nur ein
individuum hervorbringt, das sich dann nicht mehr mit den
anderen weitervermehren kann. es muss also zu einer
gleichzeitigen, d.h. zur lebenszeit der individuen, entstehung
derselben veränderung kommen.
Die Fortpflanzungsbarriere entsteht NICHT durch eine Mutation, sondern durch eine sehr lange Folge verschiedener Mutationen und sie entsteht erst Recht nicht bei einem Individuum, sondern auf Populationsebene. Grundvoraussetzng für die Aufspaltung einer Population einer Art in zwei oder mehrere Populationen unterschiedlicher Art ist eine genetische Isolation. Dabei dürfte es sich fast immer um eine räumliche Isolation handeln. Wenn es nun bei einem Individuum in einer der beiden Populationen zu einer Mutation kommt, die dieses Individuum nicht allzusehr daran hindert, sich fortzupflanzen, dann kann sich diese Mutation in der jeweiligen Population (und nur dort!) ausbreiten. Sie wird dort zum Polymorphismus. Dadurch ist zwar noch keine neue Art enstanden, aber die beiden Populationen haben sich genetisch voneinander entfernt. Die Entfernung ist zwar winzig, aber durch sehr viele solcher Schritte, wird sie im laufe der Zeit immer größer, bis sie irgendwann so groß ist, daß die beiden Populationen genetisch nicht mehr kompatibel sind. Das Ganze kann sich über zigtausende von Generationen hinziehen, wobei selbst die Grenze der Fortpflanzugnsbarriere fließend ist. Es gibt beispielsweise Fälle, bei denen von drei Populationen A, B und C eine Fortpflanzugnsbarriere zwischen A und C, nicht aber zwischen A und B oder B und C besteht.
ich
habe mir auch schon mal überlegt, ob diese art der einteilung
nicht zufällig ist und nur ein spiegel unserer
westlich-wissenschaftlichen denkungsart ist.
Mit „westlich-wissenschaftlichen denkungsart“ hat das nichts zu tun. Die Taxonomie wird und wurde in allen Kulturen so ähnlich gehandhabt, daß hier bestenfalls von einer „menschlichen denkungsart“ die Rede sein kann, wobei nicht einmal sicher ist, daß Außerirdische nicht genauso vorgehen würden.
Hi,
Jetzt habe ich meinen Kaffee getrunken und
Deinen Artikel gründlich gelesen 
…
Wenn wir nun mal festhalten, dass es bei höher entwickelten
Lebewesen durchaus Sinn macht, zu behaupten, dass sie sich
hauptsächlich anhand ihre kognitiven Fähigkeiten anpassen ,
…
Wenn das der Punkt ist, worauf Du hinauswillst, dann
solltest Du beachten, dass es in der Population immer
eine Variabilität der kognitiven Eigenschaften gibt.
Diese (Verteilung) ist möglicherweise kein Zufall
sondern für die Artkonstanz ausschlaggebend. So
ist es klar, dass jede Humanpopulation innerhalb
von 10 Generationen verschwindet, wenn alle
ihre Konstituenten einen Stanford-Binet von >= 160
haben.
Eine solche Population wäre nicht in der Lage,
auch nur im Geringsten eine gesellschaftliche
Stabilität oder soziale Konstanz zu schaffen.
Allerdings werden von der Population wohl etwa 10-15%
Individuen gut „vertragen“, die stark verbesserte
sensorische und kognitive Fähigkeiten besitzen.
Bei den kognitiven Fähigkeiten der Menschen gibt
es wohl zwei Klassen von zu Grunde liegenden
synaptischen Pattern. IIRC den 200ms-Typ und
den 50ms-Typ, die aber auch wieder nicht ‚pure‘
auftreten (immer mehr oder weniger ‚blended‘).
Aber das ist Psychogenetik. Da bin ich Laie.
Grüße
Euer CMБ
Hi Sem,
Du wirst lachen - so weit fern liegt das gar nicht. Was ein
qualitativer Sprung ist, weisst du sicherlich?Der Sprung ist zunächst „quantitativ“. „Qualitativ“ ist
eine Interpretation, eine Hypothese – entweder ist diese
dann zweckmässig oder nicht.
So nicht gemeint. Dauerhaft quantitative Änderungen führen zu einem qualitativem Umschlag, zwangsweise.
Wie gesagt, das spielt in der Population keine Rolle, wenn
es keine Auswirkung auf die lokale Fortpflanzungsrate hat.
Kann es verschiedenstlich durchaus.
Was nun, wenn sich innerhalb der menschlichen Rasse
eine :zweite entwickelt oder sich abspaltet?
Wie kriegen wir das mit?Ich denke, Du hast Dich verschrieben und meinst " Art".
Maybe, Rassist bin ich jedenfalls keiner
Ich wollte nur typisch den Unterschied zwischen z.B. negriden und mongoliden oder europiden Typen und einer neuen Art deutlich machen.
Das geht in geschichtlichen Zeiträumen nicht zu machen.
Das Fortpflanzungssystem, von der Kernmembran bis zu
den primären äusseren Vollzugsteilen, ist immer sehr
stark „konserviert“. Schon geringste Abweichungen werden
nicht toleriert. Mit DNA-Kopien, Assemblierung, Transport,
Kernmembran etc. betreibt die Natur einen ungeheuren Aufwand.
Diese Systeme haben schon auf molekularer Ebene die
allerhöchste
Komplexität, die man findet.
Die Komplexität ist uninteressant.
Du kannst also in geschichtlichen Zeiträumen
zwei völlig unterschiedlich aussehende Phänotypen
„züchten“, die „man“ optisch nach „landläufigem Ver-
ständnis“ ohne weiteres als „Arten“ klassifiziert.
Aber sie werden sich noch paaren können. Die
Phänotypen werden sofort aufgeweicht, wenn Du die
vorher angewandte künstliche „Züchtungswahl“ auf-
hebst.
Daher die Frrage tiefgründig: wie trennen sich Arten. Selektion etc. sind zwar betrachtete Wirkungen, nicht aber die Ursache. Da fehlt der dial. Dipol, weshalb ausgerechnet diese Art sich zu einer neuen Art entwickelt hat. Die physische Ursache.
Schau mal, sogar unterschiedliche (Tier-)Arten schaffen
es bisweilen noch, „ganz von selbst“ lebensfähige
(aber nicht fortpflanzungsfähige) Nachkommen zu zeugen.
Auch Pferde und Esel überschneiden sich zuweil. Ein zeugungsfähiger Mischling exidstiert wohl nachweislich, von weitere tragenden Masultieren wurde berichtet.
Also nicht so einfach die Sache.
Gruß
Frank
Hallo Frank,
Maybe, Rassist bin ich jedenfalls keiner
Ich wollte nur
typisch den Unterschied zwischen z.B. negriden und mongoliden
oder europiden Typen und einer neuen Art deutlich machen.…
Daher die Frrage tiefgründig: wie trennen sich Arten.
Selektion etc. sind zwar betrachtete Wirkungen, nicht aber die
Ursache. Da fehlt der dial. Dipol, weshalb ausgerechnet diese
Art sich zu einer neuen Art entwickelt hat. Die physische
Ursache.
Aha, jetzt kommen wir zum Kern. Wir wollen also fragen,
Mein Senf dazu:
zu 1) Aussetzen einer sehr kleinen Population in
entlegenen Regionen ohne Fortpflanzungskontakt nach
aussen. Die Minipopulation wird sterben oder nach
c.a. 500-1000 Generationen (10000J-15000J) eine neue
„Rasse“ sein.
zu 2) wie 1), aber mindestens 2 solcher kleinen Gruppen
(max. 50-150 Individuen), die sich über längere Zeiträume
(mind. 50,000 Generationen) getrennt entwickeln. Bleiben beide
am Leben, hat sich die Art (wahrscheinlich) getrennt.
oder auch nicht 
Grüße
CMБ
Sdrastvuite Semjon,
herzlichen Dank für die ausgezeichnete Erklärung! Ich beginne das Prinzip zu verstehen, das mit dem Genpool leuchtet mir ein. Wo ich noch immer Probleme mit habe ist die veränderte Chromosomenzahl. Veränderte Eigenschaften werden auf den Chromosomen innerhalb der Population weitergetragen - bon. Aber aus abgebrochenen Chromosomenteilen werden doch keine eigenen Chromosomen, oder doch? Und fließen die dann in den Genpool ein?
Grüße
Burkhard