Hallo Peter(TOO), vielen Dank für die Anwort!
Hallo Commander,
Ich möchte eine Bewertungsskala für die Energieeffizienz von
Gebäuden erstellen, ähnlich dem Energielabel:
(http://www.vis-technik.bayern.de/de/left/fachinforma…).
Als Datengrundlage besitze ich eine Große Anzahl von
Verbrauchskennwerten.
Also Verbräuche für Strom, Wärme, Wasser eines Gebäudes
bezogen auf die Quadratmeterzahl.
Die Verbrauchskennwerte sind jeweils einer speziellen
Gebäudeart zugeordnet (z.B. Bürogebäude, Werkstätten).
Zu jeder Gebäudeart gibt es eine unterschiedliche Anzahl von
Gebäuden die immer einen bestimmten Energieverbrauch
aufweisen, z.B. unter dem Oberbegriff Bürogebäude gibt es 4
Gebäude mit 33 kWh/m²a, 7 Gebäude mit 55 kWh/m²a und 1 Gebäude
mit 100kWh/m²a…
Mir stellt sich zuerst die Frage was du mit diesem Wert
aussagen willst und für wen er gedacht ist.
Also, ich soll über mehere Gebäude eines Entsorgungsunternehmens, eine Aussage treffen, auf welchen „energetischen Level“ sich diese befinden. Ist das Gebäude als eher gut, mittel oder schlecht zu bewerten.
Natürlich als Einzebewertung zu jedem Gebäude.
Im Gegensatz zu Kühlschränken, welche hauptsächlich elektrisch
betrieben werden und je nach Ort der Aufstellung
unterschiedliche Kosten verursachen, ist das bei einem Gebäude
etwas anders.
Eigentlich nicht viel, ausser das Gebäude noch zusätzlich Wasser und Wärme verbrauchen. Um einen Vergleich zu ermöglichen (so glaube ich zumindest) wird bei Kühlschränken der Verbrauch auf das Volumen bezogen und so ein Verbrauchkennwert ermittelt. Bei Gebäuden eben auf die Grundfläche. Nach VDI3807 kann noch witterrungsbereinigt werden, um die örtlichen Einflüsse vergeleichbar zu machen.
Gibt es eine Möglichkeit die Angelegenheit mit Hilfe der
Statistik vernünftig durchzuführen?
Beim von dir als Vergleich angeführten Energielabel, war
eigentlich die Einteilung politisch, man wollte ein bestimmtes
Ziel beim Wirkungsgrad erreichen, und somit nicht rein
mathematisch begründet.
Habe mal ein ähnliches Label für Gebäude rausgesucht:
http://www.energiedepesche.de/pre_cat_42-id_157-subi…
Ich meine, die Unterteilung kann doch nicht aus dem Bauch heraus getroffen werden. Es müssen doch Untersuchungen stattgefunden haben, um eine Aussage zu treffen was gut, mittel oder schlecht ist.
Der Mittelwert dieser gesamten Verbräuche stellt ja den
Durchschnitt dar, und könnte auf der Skala den Buchstabe „D“
erhalten.
Ob das Sinnvoll ist ??
Um einen vernünftigen Durchschnittswert zu erhalten, musst du
die Daten unterschiedlicher Baukonstruktionen vergleichen und
nicht dejenigen, welche dir gerade zufällig zur Verfügung
stehen. Dein Durchschnitt dürfte Regional sehr unterschiedlich
ausfallen.
Die Werte stehen mir nicht zufällig zur Verfügung. Diese erwähnten Verbrauchskennwerte beziehe ich aus dem ages Forschungsbericht „Verbrauchkennwerte 1999“ für die Bundesrepublik Deutschland. Da gibt es eine Unterteilung in Gebäudegruppen, wo mehere Gebäude, die als weitgehenst Homogen betrachtet werden, zusammengefasst sind. Da gibt es z.B. die Obergruppe Bürogebäude unter der 4 Gebäude mit 33kWh/m²a, 10 Gebäude mit 70kWh/m²a usw. zusammengefast sind. Dabei wurde auch der Mittelwert, Modalwert… dieser Gebäudgruppe ermittelt.
Das Gebäude „meines“ Versorgungsunternehmens soll hier eingeordnet werden.
Nach welcher Methode könnte ich den Bestwert/Bestbereich „A“
bzw. den schlechtesten Bereich „G“ ermitteln. Und wie die
Zwischenbereiche B,C,E,F sinnvoll festlegen.
Der Bestwert ist sicher ein Null-Energiegebäude. Bei
Betriebsgebäuden sind, je nach Betrachtung, sogar negative
Energiewerte (Energie-Überschuss) möglich, wenn Prozessabwärme
zur Energieversorgung verwendet werden kann !
Die Einteilung sollte auf Grundlage der oben gennanten Verbrauchskennwerte einer Gebäudegruppe gebildet werden. Bei den Verbauchskennwerten von 1999 gibt es kein Null-Energiegebäude.
MfG Peter(TOO)
Ich danke Dir auf jeden Fall für die Antwort! 