Entwicklung einer Bewertungsskala

Hallo, ich habe da ein Problem:

Ich möchte eine Bewertungsskala für die Energieeffizienz von Gebäuden erstellen, ähnlich dem Energielabel:
(http://www.vis-technik.bayern.de/de/left/fachinforma…).

Als Datengrundlage besitze ich eine Große Anzahl von Verbrauchskennwerten.
Also Verbräuche für Strom, Wärme, Wasser eines Gebäudes bezogen auf die Quadratmeterzahl.
Die Verbrauchskennwerte sind jeweils einer speziellen Gebäudeart zugeordnet (z.B. Bürogebäude, Werkstätten).

Zu jeder Gebäudeart gibt es eine unterschiedliche Anzahl von Gebäuden die immer einen bestimmten Energieverbrauch aufweisen, z.B. unter dem Oberbegriff Bürogebäude gibt es 4 Gebäude mit 33 kWh/m²a, 7 Gebäude mit 55 kWh/m²a und 1 Gebäude mit 100kWh/m²a…

Nun überlege ich wie ich aus diesem Datenpool eine Bewertungsskala entwickeln kann. Also das ich diesen Daten auswerte und eine Unterteilung in 7 Bereichen (von A bis G - von gut bis schlecht) durchführe, wie z.B. 140-170 kWh/m²a = G; 100-140kWh/m²a = F; 10-40kWh = A usw.

Gibt es eine Möglichkeit die Angelegenheit mit Hilfe der Statistik vernünftig durchzuführen?

Der Mittelwert dieser gesamten Verbräuche stellt ja den Durchschnitt dar, und könnte auf der Skala den Buchstabe „D“ erhalten.

Nach welcher Methode könnte ich den Bestwert/Bestbereich „A“ bzw. den schlechtesten Bereich „G“ ermitteln. Und wie die Zwischenbereiche B,C,E,F sinnvoll festlegen.

Ich wäre dankbar, wenn mir da jemand weiterhelfen könnte.

Mit freundlichen Grüßen

Der Commander

Hallo Commander,

Ich möchte eine Bewertungsskala für die Energieeffizienz von
Gebäuden erstellen, ähnlich dem Energielabel:
(http://www.vis-technik.bayern.de/de/left/fachinforma…).

Als Datengrundlage besitze ich eine Große Anzahl von
Verbrauchskennwerten.
Also Verbräuche für Strom, Wärme, Wasser eines Gebäudes
bezogen auf die Quadratmeterzahl.
Die Verbrauchskennwerte sind jeweils einer speziellen
Gebäudeart zugeordnet (z.B. Bürogebäude, Werkstätten).

Zu jeder Gebäudeart gibt es eine unterschiedliche Anzahl von
Gebäuden die immer einen bestimmten Energieverbrauch
aufweisen, z.B. unter dem Oberbegriff Bürogebäude gibt es 4
Gebäude mit 33 kWh/m²a, 7 Gebäude mit 55 kWh/m²a und 1 Gebäude
mit 100kWh/m²a…

Mir stellt sich zuerst die Frage was du mit diesem Wert aussagen willst und für wen er gedacht ist.

Im Gegensatz zu Kühlschränken, welche hauptsächlich elektrisch betrieben werden und je nach Ort der Aufstellung unterschiedliche Kosten verursachen, ist das bei einem Gebäude etwas anders.

Gibt es eine Möglichkeit die Angelegenheit mit Hilfe der
Statistik vernünftig durchzuführen?

Beim von dir als Vergleich angeführten Energielabel, war eigentlich die Einteilung politisch, man wollte ein bestimmtes Ziel beim Wirkungsgrad erreichen, und somit nicht rein mathematisch begründet.

Der Mittelwert dieser gesamten Verbräuche stellt ja den
Durchschnitt dar, und könnte auf der Skala den Buchstabe „D“
erhalten.

Ob das Sinnvoll ist ??
Um einen vernünftigen Durchschnittswert zu erhalten, musst du die Daten unterschiedlicher Baukonstruktionen vergleichen und nicht dejenigen, welche dir gerade zufällig zur Verfügung stehen. Dein Durchschnitt dürfte Regional sehr unterschiedlich ausfallen.

Nach welcher Methode könnte ich den Bestwert/Bestbereich „A“
bzw. den schlechtesten Bereich „G“ ermitteln. Und wie die
Zwischenbereiche B,C,E,F sinnvoll festlegen.

Der Bestwert ist sicher ein Null-Energiegebäude. Bei Betriebsgebäuden sind, je nach Betrachtung, sogar negative Energiewerte (Energie-Überschuss) möglich, wenn Prozessabwärme zur Energieversorgung verwendet werden kann !

MfG Peter(TOO)

Hallo Peter(TOO), vielen Dank für die Anwort!

Hallo Commander,

Ich möchte eine Bewertungsskala für die Energieeffizienz von
Gebäuden erstellen, ähnlich dem Energielabel:
(http://www.vis-technik.bayern.de/de/left/fachinforma…).

Als Datengrundlage besitze ich eine Große Anzahl von
Verbrauchskennwerten.
Also Verbräuche für Strom, Wärme, Wasser eines Gebäudes
bezogen auf die Quadratmeterzahl.
Die Verbrauchskennwerte sind jeweils einer speziellen
Gebäudeart zugeordnet (z.B. Bürogebäude, Werkstätten).

Zu jeder Gebäudeart gibt es eine unterschiedliche Anzahl von
Gebäuden die immer einen bestimmten Energieverbrauch
aufweisen, z.B. unter dem Oberbegriff Bürogebäude gibt es 4
Gebäude mit 33 kWh/m²a, 7 Gebäude mit 55 kWh/m²a und 1 Gebäude
mit 100kWh/m²a…

Mir stellt sich zuerst die Frage was du mit diesem Wert
aussagen willst und für wen er gedacht ist.

Also, ich soll über mehere Gebäude eines Entsorgungsunternehmens, eine Aussage treffen, auf welchen „energetischen Level“ sich diese befinden. Ist das Gebäude als eher gut, mittel oder schlecht zu bewerten.

Natürlich als Einzebewertung zu jedem Gebäude.

Im Gegensatz zu Kühlschränken, welche hauptsächlich elektrisch
betrieben werden und je nach Ort der Aufstellung
unterschiedliche Kosten verursachen, ist das bei einem Gebäude
etwas anders.

Eigentlich nicht viel, ausser das Gebäude noch zusätzlich Wasser und Wärme verbrauchen. Um einen Vergleich zu ermöglichen (so glaube ich zumindest) wird bei Kühlschränken der Verbrauch auf das Volumen bezogen und so ein Verbrauchkennwert ermittelt. Bei Gebäuden eben auf die Grundfläche. Nach VDI3807 kann noch witterrungsbereinigt werden, um die örtlichen Einflüsse vergeleichbar zu machen.

Gibt es eine Möglichkeit die Angelegenheit mit Hilfe der
Statistik vernünftig durchzuführen?

Beim von dir als Vergleich angeführten Energielabel, war
eigentlich die Einteilung politisch, man wollte ein bestimmtes
Ziel beim Wirkungsgrad erreichen, und somit nicht rein
mathematisch begründet.

Habe mal ein ähnliches Label für Gebäude rausgesucht:
http://www.energiedepesche.de/pre_cat_42-id_157-subi…

Ich meine, die Unterteilung kann doch nicht aus dem Bauch heraus getroffen werden. Es müssen doch Untersuchungen stattgefunden haben, um eine Aussage zu treffen was gut, mittel oder schlecht ist.

Der Mittelwert dieser gesamten Verbräuche stellt ja den
Durchschnitt dar, und könnte auf der Skala den Buchstabe „D“
erhalten.

Ob das Sinnvoll ist ??
Um einen vernünftigen Durchschnittswert zu erhalten, musst du
die Daten unterschiedlicher Baukonstruktionen vergleichen und
nicht dejenigen, welche dir gerade zufällig zur Verfügung
stehen. Dein Durchschnitt dürfte Regional sehr unterschiedlich
ausfallen.

Die Werte stehen mir nicht zufällig zur Verfügung. Diese erwähnten Verbrauchskennwerte beziehe ich aus dem ages Forschungsbericht „Verbrauchkennwerte 1999“ für die Bundesrepublik Deutschland. Da gibt es eine Unterteilung in Gebäudegruppen, wo mehere Gebäude, die als weitgehenst Homogen betrachtet werden, zusammengefasst sind. Da gibt es z.B. die Obergruppe Bürogebäude unter der 4 Gebäude mit 33kWh/m²a, 10 Gebäude mit 70kWh/m²a usw. zusammengefast sind. Dabei wurde auch der Mittelwert, Modalwert… dieser Gebäudgruppe ermittelt.

Das Gebäude „meines“ Versorgungsunternehmens soll hier eingeordnet werden.

Nach welcher Methode könnte ich den Bestwert/Bestbereich „A“
bzw. den schlechtesten Bereich „G“ ermitteln. Und wie die
Zwischenbereiche B,C,E,F sinnvoll festlegen.

Der Bestwert ist sicher ein Null-Energiegebäude. Bei
Betriebsgebäuden sind, je nach Betrachtung, sogar negative
Energiewerte (Energie-Überschuss) möglich, wenn Prozessabwärme
zur Energieversorgung verwendet werden kann !

Die Einteilung sollte auf Grundlage der oben gennanten Verbrauchskennwerte einer Gebäudegruppe gebildet werden. Bei den Verbauchskennwerten von 1999 gibt es kein Null-Energiegebäude.

MfG Peter(TOO)

Ich danke Dir auf jeden Fall für die Antwort! :smile:

Hallo Commander,

Im Gegensatz zu Kühlschränken, welche hauptsächlich elektrisch
betrieben werden und je nach Ort der Aufstellung
unterschiedliche Kosten verursachen, ist das bei einem Gebäude
etwas anders.

Eigentlich nicht viel, ausser das Gebäude noch zusätzlich
Wasser und Wärme verbrauchen. Um einen Vergleich zu
ermöglichen (so glaube ich zumindest) wird bei Kühlschränken
der Verbrauch auf das Volumen bezogen und so ein
Verbrauchkennwert ermittelt. Bei Gebäuden eben auf die
Grundfläche. Nach VDI3807 kann noch witterrungsbereinigt
werden, um die örtlichen Einflüsse vergeleichbar zu machen.

Richtig betrachtet sollte man auch noch in Betracht ziehen mit welcher Energieform beheizt wird, da ist beim Kühlschrank die Energieform eben praktisch auf eine beschränkt (normal elektrisch, ausser Gas bei Camping-Kühlschränken) und kann einfach aus der Gleichung gestrichen werden.

Habe mal ein ähnliches Label für Gebäude rausgesucht:
http://www.energiedepesche.de/pre_cat_42-id_157-subi…

Was spricht dagegen diese Werte zu verwenden ?
Zumindest wäre dann ein Vergleich gegeben.
Allenfalls könntest du noch die Klassen etwas unterteilen also z.B B.1 81-95kWh/m2a und B.2 96-110kWh/m2a, dann wäre immer noch ganz einfach ein Vergleich mit der Norm machbar (Einfach den Index weglassen).

Ich meine, die Unterteilung kann doch nicht aus dem Bauch
heraus getroffen werden. Es müssen doch Untersuchungen
stattgefunden haben, um eine Aussage zu treffen was gut,
mittel oder schlecht ist.

Hast du da alles gelesen was unter dem Link steht ??

Das Gebäude „meines“ Versorgungsunternehmens soll hier
eingeordnet werden.

ber dann sollte man auch sehen, dass man zumindest mit der nationalen Norm vergleichbar ist.

MfG Peter(TOO)

Hey Peter(TOO)

Hallo Commander,

Im Gegensatz zu Kühlschränken, welche hauptsächlich elektrisch
betrieben werden und je nach Ort der Aufstellung
unterschiedliche Kosten verursachen, ist das bei einem Gebäude
etwas anders.

Eigentlich nicht viel, ausser das Gebäude noch zusätzlich
Wasser und Wärme verbrauchen. Um einen Vergleich zu
ermöglichen (so glaube ich zumindest) wird bei Kühlschränken
der Verbrauch auf das Volumen bezogen und so ein
Verbrauchkennwert ermittelt. Bei Gebäuden eben auf die
Grundfläche. Nach VDI3807 kann noch witterrungsbereinigt
werden, um die örtlichen Einflüsse vergeleichbar zu machen.

Richtig betrachtet sollte man auch noch in Betracht ziehen mit
welcher Energieform beheizt wird, da ist beim Kühlschrank die
Energieform eben praktisch auf eine beschränkt (normal
elektrisch, ausser Gas bei Camping-Kühlschränken) und kann
einfach aus der Gleichung gestrichen werden.

Habe mal ein ähnliches Label für Gebäude rausgesucht:
http://www.energiedepesche.de/pre_cat_42-id_157-subi…

Was spricht dagegen diese Werte zu verwenden ?
Zumindest wäre dann ein Vergleich gegeben.
Allenfalls könntest du noch die Klassen etwas unterteilen also
z.B B.1 81-95kWh/m2a und B.2 96-110kWh/m2a, dann wäre immer
noch ganz einfach ein Vergleich mit der Norm machbar (Einfach
den Index weglassen).

Dieses Label orientiert sich an den Energiebedarf, der unter normierten Bendingungen, errechnet wurde. Ich habe nur den Energieverbrauch von Wärme, Elektroenergie und zusätzlich Wasser eines Gebäudes. Der Bedarf und Verbrauch sind kaum zu vergleichen.

Weiterhin orientieren sich diese Werte an den Wohnungsbau, wo ja eine gewisse Homogenität vorhanden ist. Ich möchte aber Bürogebäude, Werkstätten, Sozialgebäude… hinsichtlich ihres Verbrauchskennwertes mit jeweils gleichen Gebäuden vergelichen. Als gleiche Gebäude, kann ich nur die Werte aus dem ages-Bericht verwenden.

Ich könnte also den Kennwert meines Bürogebäudes, mit den Kennwerten der Gebäudgruppe -Bürogebäude- des ages-Berichtes vergleichen. Der Mittelwert der Gebäudgruppe -Bürogebäude- beträgt lt. ages z.B. 100 kWh/m²a. Mein Gebäude hat z.B. einen Vebrauchskennwert von 90kWh/m²a.
Dann steht ja mein Gebäude so ziemlich in der Mitte. Will aber darstellen, das es Bereich gibt die besser bzw. schlechter sind.

Kann ja nich sagen, weil es ein Gebäude mit 5kWh/m²a gibt, das dies Bereich A wäre und das Optimum darstellt. Ich denke es wäre aber repräsentativ zu sagen es gibt eine Anzahl von Gebäuden, die ihren Mittelwert im oberen Bereich haben. Analog halt im unteren Bereich und den Zwischenstufen.

Mir fällt der Begriff Häufigkeitsverteilung, Modalwert, Richtwert usw. ein. Kann ihn aber nicht übertragen.

Also Ziel für mich ist es, eine mathemtische Begründung für die Aufteilung, auf Basis der vorhandenen Verbrauchskennwerte zu liefern.

Ich meine, die Unterteilung kann doch nicht aus dem Bauch
heraus getroffen werden. Es müssen doch Untersuchungen
stattgefunden haben, um eine Aussage zu treffen was gut,
mittel oder schlecht ist.

Hast du da alles gelesen was unter dem Link steht ??

Das Gebäude „meines“ Versorgungsunternehmens soll hier
eingeordnet werden.

ber dann sollte man auch sehen, dass man zumindest mit der
nationalen Norm vergleichbar ist.

MfG Peter(TOO)

Danke für die Hilfe

MfG Commander