ich möchte später mal in die Automobilbranche, am besten in den Bereich „Entwicklung und Forschung“.
So habe ich vor Maschinenbau zu studieren.
Bin ich da gut beraten Maschinenbau zu studieren oder doch lieber eine Naturwissenschaft, wie z.b. Physik ?
Ob Physik oder Maschinenbau, ist -finde ich- nicht ausschlaggebend.
Für Forschung eher Physik, für Entwicklung eher Maschinenbau.
Schon mal an den FH Studiengang Fahrzeugtechnik gedacht?
Entwicklung ist in der Automotive Branche ein riesengrosses Feld, reine Forschung dagegen eher unwesentlich, zur Zeit zB. „Steer by Wire“, und dann überwiegend nur am PC, und oft sogar an Unis, also nix mit Automobil Flair.
Wenn dich das KFZ an sich so fasziniert, dann meiner Meinung nach lieber Entwicklung und Maschinenbau.
in meinen Augen gibt es bei dem Themengebiet bzw. dem von Dir gewünschten späteren Arbeitsfeld eigentlich nur eine Wahl: Maschinenbau mit der Fachrichtung Kraftfahrzeugtechnik. Die Begründung dafür ist ebenso einfach wie einleuchtend: Für die Fahrzeugtechnik die anwendungsbezogene Forschung und Ausbildung viel wichtiger als ein eher grundlagenorientiertes Physik-Studium. Wenn Du in Deinem späteren Beruf konstruktive Fragen am Kraftfahrzeug lösen willst und vielleicht neue Lösungen und Produkte entwicklen möchtest, ist der Maschinenbau für Dich das richtige.
Zur Frage, ob Du lieber an einer Fachhochschule oder an einer (Technischen) Universität studieren solltest, kann ich Dir keine Antwort geben, weil Du das nach Deinen Neigungen und Fähigkeiten entscheiden mußt. Grundsätzlich ist das Studium an einer Fachhochschule eher methodenorientiert, d.h. die Absolventen einer Fachhochschule sind - grob und stark vereinfachend dargestellt - sehr gut dazu in der Lage, bekannte Probleme mit bekannten Lösungswegen zu lösen (also z.B. eine Schraubenverbindung auszulegen oder ein Getriebe zu dimensionieren). Dies beherrschen die Absolventen einer Universität zwar ebenso, diese haben aber darüberhinaus noch eine wissenschaftlichere Ausbildung, d.h. sie sind vergleichweise besser in der Lage, für neue Problemstellungen neue Lösungsansätze zu finden oder einen völlig anderen bzw. neuen konstruktiven Weg zu einr Lösung einzuschlagen. Darüberhinaus werden Universitätsabsolventen in der Regel eher auch mit Führungsaufgaben innerhalb des Unternehmens betraut (dies betrifft natürlich vor allem die großen Konzerne…). Die Entscheidung, was Du letztendlich wo studieren willst, mußt Du selbst treffen. Hierzu rate ich Dir, Dir einfach mal die für Dich in Frage kommenden Hochschulen anzusehen und Dich vor Ort persönlich beraten zu lassen. Du solltest dann die Hochschule wählen, die Dir insgesamt - Hochschule, Stadt, Umfeld, persönliche Beratung, usw. - am meisten zugesagt hat.
Ich hoffe, ich konnte Dir einen kleinen Überblick geben. Wenn Du noch weitere Fragen hast, komme gerne auf mich zu.
Alternative: E-Technik mit passender Spezialisierung, je nachdem, welcher Bereich am Auto Dich am meisten interessiert, da die Autos ja immer elektroniklastiger werden.
Ansonsten: Maschinenbau Fachrichtung Kfz.
Grüße
Helen
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Hallo Andreas,
sicherlich weißt, dass es nicht reicht, allein mit Maschinenbaukenntnissen ein Auto mit dem jetzigen Entwicklungsstand zu bauen. Ob Informatiker, Elektrotechniker(Automobilelektronik wird in Zukunft eine große Bedeutung haben), Fertigungstechniker, Projektmanager, etc. Ich mache zur Zeit bei einem Automobilhersteller in der Forschung und Entwicklung ein Praktikum. Klar ist die Mehrheit Maschinenbauer. Neues Design(Finite-Element-Methode) wird es bei Autos immer geben. Die Entwicklung im Bereich Fahrwerk, Antrieb ist gereift, jedoch auch noch weiterentwicklungsfähig. Die Zukunft wird der Automobilelektronik gehören. In den letzten Jahren war schon zu sehen, dass zunehmends mehr elektronisch im Auto gesteuert wird(ABS, ESP, Navi) . Hinzu kommt, dass Multimedia im Auto immer gefragter ist. Also ob Du am Ende Informatik, Maschinenbau, Elektrotechnik etc. studierst, ist egal. Ich kenne auch Physikalische Techniker, die hier arbeiten.
Wichtig ist, dass Du viele Praktika und Erfahrung vorweisen kannst. Eine FH ist daher besser.
An meiner Fachhochschule in Zwickau kann man direkt Kfz-Technik studieren. Also nicht wie bei vielen anderen, dass Kfz-TEchnik eine Vertiefungsrichtung von Maschinenbau ist. An meiner Fh werden schon im Grundstudium spezielle Dinge der Kfz-Technik beleuchtet. Später kann man sich auf Karosserie, allgemeine Konstruktion, Verbrennungsmotoren, Service spezialisieren. Oder man studiert gleich Autmobobilelektronik.
Was Du am Ende genau studierst , ist hier wurst. Klar sollte es ein Ingenieurstudium sein. Doch Grundlagen in den ingenieurtechnischen Studiengängen sind größtenteils gleich. Ein Mitarbeiter hatte auch Luft-und Raumfahrttechnik vorher studiert. Wichtig ist eher, dass Du teamfähig, selbstständig und sorgfältig bist. Sowas entscheidet viel mehr, ob Du später mal Erfolg in der Entwicklung/Forschung haben wirst. Du wirst auch merken, dass Erfahrung im Beruf viel mehr zählt, als was Du in Deinem Studium gelernt hast und dass Du nur einen kleinen Teil Deines Studienwissens später brauchen wirst. Der Sinn eines Ingenieurstudium liegt darin, dass Du fähig bist, Dich in einer unbekannten Materie einarbeiten zu können und nach Problemlösungen zu suchen(was an einer Uni oft vernachlässigt wird).
Viel Erfolg im Studium!
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