Entwicklung von Digitalfotos - Profis

Hallo,

seit einiger Zeit stelle ich mir die Frage, wie professionelle Fotostudios Ihre Fotos entwickeln. Als ich vor einer Weile Bewerbungsportraits habe machen lasse, habe ich zuhause festgestellt, dass das Bild, bzw. das Papier nicht glatt sondern leicht struktuiert war. Professionell eben. Drucken Profis die Bilder auch einfach aus? Verwenden Sie dann einfach Profidrucker? Oder werden die Bilder doch, auf altmodische Art und Weise belichtet?

Danke für das Stillen meiner Neugier!

Hallo,

seit einiger Zeit stelle ich mir die Frage, wie professionelle
Fotostudios Ihre Fotos entwickeln.

Hallo Smarty,
Beide Wege führen nach Rom: - Drucken auf einem Fotodrucker : machen Profis meist dann, wenn es eilt; also z. B. Ausweisbilder und Kleinportraits im weitesten Sinne mit Sofortlieferung.

  • und Laborverarbeitung : wenn Zeit keine Rolle spielt, Sonderformate, Sondermaterial oder sonstige Spezialitäten gefragt sind. Die Labors verwenden meist Fotopapier mit der chemischen Verarbeitung, weil da Rollenmaterial verschiedener Dimensionen seit langem Standart ist und sicherlich immer noch preislich günstiger.
    Die Belichtung dürfte heutzutage allerdings mit farbigen Laserdioden erfolgen; kann evtl bei starker Vergrößerung sichtbar werden.

Besten Gruß
von Julius

MOD(TOO): „Falsches Brett“ Kommentar entfernt.

Hallo,

[…]Als ich vor einer Weile
Bewerbungsportraits habe machen lasse, habe ich zuhause
festgestellt, dass das Bild, bzw. das Papier nicht glatt
sondern leicht struktuiert war. Professionell eben. […]

keine Antwort auf Deine Fragen, sondern mehr eine Anmerkung: die Tatsache, dass das Papier vom Fotografen nicht glatt, sondern strukturiert ist, hat nur indirekt etwas mit Professionalität zu tun. Der eigentlich Grund ist, dass das Bild mit dieser speziellen Oberfläche nicht in entsprechender Qualität reproduziert (abfotografiert oder eingescannt) werden kann; somit müssen weitere Abzüge beim Fotografen bestellt werden.

Gruß
Jürgen

Hallo Jürgen!

Das (im Portraitbereich) verwendete Seidenraster-Papier mit der Oberflächenkennzahl 7 gibt es seit über 50 Jahren. Da war das Wort Scannen noch nicht erfunden. Der Vorteil des Seidenraster-Papier liegt darin, daß es extrem unempfindlich gegen Fingerabdrücke ist, hervorragende Retuschemöglichkeiten bietet und hinter einer normalen Bilderglasscheibe auch einen feinen seidigen Glanz behält. Da es von den Labors praktisch nur im professionellen Bereich angeboten wurde, hat es bis heute einen professionellen Charakter.
Für den Profifotografen hat es eben auch den Vorteil, daß es praktisch nicht scannbar ist, sozusagen ein Urheberschutz, seit dem jeder meint, Profibilder mit dem Scanner und Farbdrucker selbst nachmachen zu müssen. Das ist aber nur ein Nebeneffekt. Repros kann man sehr wohl machen, wenn man weiß, wie es richtig geht.
Gruß
lichtpunkt