Entwurf für geändertes Arbeitszeugnis, so ok?

Hallo,

das folgende Originalzeugnis soll, zugunsten des Arbeitnehmers, geändert werden. Dabei soll die Bewertung um eine Stufe angehoben werden (quasi von 3 auf 2). Wichtig ist vor allem, dass der Neuentwurf einheitlich wertet, dass also keine „Ausreisser“-Formulierungen enthalten sind, die eher in ein 1er- oder 3er-Zeugnis gehören.

Original-Zeugnis:

Herr XXX XXX, geboren am XXXXX in XXXXX, war vom 01. Juni 2007 bis 31. März 2009 als studentische Hilfskraft in der XXXXX beschäftigt. Sein Einsatz erfolgte in der Abteilung Benutzung und Archivierung, Referat Bestandsverwaltung, Sachgebiet Archivierung, Magazinverwaltung.

Sein Aufgabenbereich umfasste das Ausheben der für die Benutzung im Lesesaal bestellten Werke in verschiedenen Magazinbereichen, das Einstellen der Rückgaben und Neuzugänge sowie die Beschriftung einzustellender Materialien und noch unbeschrifteter Magazinbestände.

Herr XXX verfügt über gute Fachkenntnisse und praktische Erfahrung. Er erledigte die ihm übertragenen Aufgaben stets zu unserer Zufriedenheit. Auch starken Arbeitsanfall war er gewachsen. Herr XXX identifizierte sich immer mit seinen Aufgaben und stellte, falls erforderlich, persönliche Interessen gerne zurück. Mit seinen Leistungen waren wir zufrieden.

Sein persönliches Verhalten war einwandfrei. Bei Vorgesetzten und Mitarbeitern der Deutschen Nationalbibliothek war er geschätzt.

Herr XXX verlässt uns auf eigenen Wunsch vor Ablauf der Befristung.
Für die bei uns geleistete Arbeit sprechen wir Herrn XXX unsere Anerkennung aus. Gleichzeitig wünschen wir ihm für seinen weiteren Werdegang viel Glück und Erfolg.

Entwurf für das geänderte Zeugnis:

(Einleitung und Tätigkeitsbeschreibung unverändert)

Herr XXX hat sich schnell und sicher in das Aufgabengebiet eingearbeitet und seine Tätigkeiten selbstständig und gewissenhaft durchgeführt. Er erledigte die ihm übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit. Auch starken Arbeitsbelastungen war er jederzeit gewachsen. Herr XXX arbeitete stets zuverlässig und gewissenhaft. Mit seinen Leistungen waren wir immer sehr zufrieden.

Sein persönliches Verhalten war stets einwandfrei. Bei Vorgesetzten und Mitarbeitern der Deutschen Nationalbibliothek war er sehr geschätzt.

Herr XXX verlässt uns auf eigenen Wunsch vor Ablauf der Befristung. Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit und wünschen Ihm alles Gute für die Zukunft.

==================================

Erfüllt dieser Entwurf die Anforderungen?

Schwierigkeiten macht mir insbesondere der Abschnitt zum Sozialverhalten, da sich die Informationen die ich dazu im Internet gefunden habe, oft widersprechen. Ausserdem überlege ich, ob der Zusatz „…vor Ablauf der Befristung“ negativ gewertet werden könnte - vielleicht besser ersatzlos streichen?

Vielen Dank schonmal für alle Antworten!

Wilwarin

Hallo,

die Glückwünsche am Schluss würde ich auf die berufliche Laufbahn beziehen, nicht nur allgemein oder gar privat.

Ansonsten würde ich alles so lassen.
Wir reden hier ja von einem studentischen HiWi Nebenjob und nicht von einer „richtigen“ Stelle, die der fertige Student später mal ausfüllen soll.

Gruss,
TR

Hallo,

vielen Dank für den Tip!

die Glückwünsche am Schluss würde ich auf die berufliche
Laufbahn beziehen, nicht nur allgemein oder gar privat.

Würde das besser passen:

===

Herr XXX verlässt uns auf eigenen Wunsch vor Ablauf der Befristung.

Wir bedanken uns bei Herrn XXX für die gute Zusammenarbeit und wünschen Ihm beruflich viel Erfols und persönlich alles Gute.

===

Oder wäre es sogar besser, die guten Wünsche nur auf die berufliche Laufbahn zu beziehen, und den privaten Teil wegzulassen?

Wir reden hier ja von einem studentischen HiWi Nebenjob und
nicht von einer „richtigen“ Stelle, die der fertige Student
später mal ausfüllen soll.

Klar, aber solange dieses Zeugnis das aktuellste ist, und es noch keines von einer richtigen Anstellung gibt, wird es schon eine nicht zu unterschätzende Bedeutung haben - von daher will ich da nichts falsch machen.

Viele Grüße,

Wilwarin

Nachtrag
Ist es problematisch, dass sich „gewissenhaft“ wiederholt? Könnte man das vielleicht als Überbetonung verstehen, die die anderen Aussagen abwertet, oder ähnliches? Wodurch könnte man eines der „gewissenhaft“ gut ersetzen?

===

Herr XXX hat sich schnell und sicher in das Aufgabengebiet eingearbeitet und seine Tätigkeiten selbstständig und GEWISSENHAFT durchgeführt. Er erledigte die ihm übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit. Auch starken Arbeitsbelastungen war er jederzeit gewachsen. Herr XXX arbeitete stets zuverlässig und GEWISSENHAFT.

===

Vielleicht „Herr XXX arbeitete stets sorgfältig und zuverlässig“?