Entzündung/Arthrose Fesselkopfgelenk hinten

Liebe/-r Experte/-in,

Meine Pflege-Oldenburger Stute fast 18jährig, hat eine Entzündung am Bein hinten um den Fesselkopf herum und ist in diesem Bereich schon länger geschwächt bevor die Entzündung sich zeigte.
Der Tierarzt sagt es sei eine Gelenk-Verschleiss-Angelegenheit, altersbedingt, arthroseverdächtig…er hat ein Langzeit-Cortison gespritzt. :frowning:(
Nun ist es meines Erachtens nur scheinbar besser, das gesamte System der Stute ist in Mitleidenschaft durch das Cortison gezogen…Atmungsgeräusche und dergl.
Meine Fragen:
Was hilft der Stute nun trotz dem Cortison aus der homöopathischen Apotheke, bzw Naturheilkunde, bzw. Heilenergetischen Bereich?
Oder ist das Cortison so dominant dass nichts anderes derzeit wirken kann?
Wann ist die Wirkung des Langzeitcortisons vorrüber?
Ich bin derzeit mit Silicea D12 und Calcium flouratum D6 3mal tägl. am tun.
Kann ich dieselbe Dosis wie in meinen Homöopath. Büchern für Menschen am Pferd verwenden?
Oder muss da transformiert werden?

Herzlichen Dank für deine Antwort
von der Stute und Sharina Hawk***

Hallo Sharina,

das ist eine sehr komplexe Frage. Ich will versuchen sie möglichst verständlich zu beantworten.

Der Tierarzt sagt es sei eine
Gelenk-Verschleiss-Angelegenheit, altersbedingt,

Das kann gut sein. Es kann aber auch sein, daß sie jetzt im Alter einfach sensibler auf eine nicht korrekte Hufform oder den Zwang der Eisen reagiert.
Man neigt dazu die Pferde zu steil zu stellen und außerdem werden Hufe oft im Laufe der Jahre enger, weil die Eisen nicht die volle natürliche Dehnung zuläßt. Wenn irgend möglich sollte die Stute auf barhuf mit Hufschuhen beim Reiten umgestellt werden. Mach die aus Karton einen Winkel von 45° und einen von 55°. Diese Schräge sollen die Hufe haben. Die vorderen flacher die hinteren steiler. Kürze die trachten bis diese Winkel passen. Es wird einige Monate brauchen, bis sich das positiv auswirkt, kann zwischenzeitlich sogar schlechter werden. Das ist normal und kein Grund zu zweifeln.

er hat ein Langzeit-Cortison gespritzt. :frowning:(

Ja leider fällt den TAs nicht mehr dazu ein.

Nun ist es meines Erachtens nur scheinbar besser,

wundert mich nicht

das gesamte System der Stute ist in Mitleidenschaft
durch das Cortison gezogen

wundert mich auch nicht
Das zeigt, wie geschwächt der Organismus der Stute schon ist.

Was hilft der Stute nun trotz dem Cortison aus der
homöopathischen Apotheke, bzw Naturheilkunde, bzw.
Heilenergetischen Bereich?

Was hilft kann ich dir nicht so aus dem Ärmel schütteln. Dazu müßte man den Fall sehr umfangreich aufnehmen und auswerten. Richtig gemacht, denke ich, daß man noch Regeneration erreichen kann. Aber sicher nicht mit Standardverordnungen aus Büchern. Davon ist eher abzuraten, weil sich dauerhaft das nicht passende Mittel besondern bei einem geschwächeten Organismus (wie bei deiner Stute) negativ auswirken kann.
Damit sollte sich ein guter klassisch arbeitender Tierhomöopath beschäftigen.

Oder ist das Cortison so dominant dass nichts anderes
derzeit wirken kann?

Mit besonderen homöopathischen Potenzen kann man neben dem Cortison erfolgreich behandeln. Dazu braucht es aber eine gut fundierten ganzheitlich klassischen Homöopathie durch einen guten Fachmann. Das geht so über eine Frage nicht.

Wann ist die Wirkung des Langzeitcortisons vorrüber?

Das gespritzte Cortison ist in einigen Wochen verbraucht, aber Sorgen muß man sich um die Folgen, die es bewirkt hat und die bei einem älteren geschwächten Patienten bleibend seiin können.

Ich bin derzeit mit Silicea D12 und Calcium flouratum
D6 3mal ägl. am tun.

Ob das für deine Stute das richtige ist kann ich ohne weitere Infos nicht sagen, habe aber Zweifel. Homöopathie muß individuell sein, pauschale Verordnungen können auch nachteilig sein.

Kann ich dieselbe Dosis wie in meinen Homöopath.
Büchern für Menschen am Pferd verwenden?
Oder muss da transformiert werden?

Die Dosis ist egal. Was zählt ist die Potenz und die Häufigkeit der Arzneigaben.

Fazit
Die Hufe sollten kritisch geprüft und evtl. geändert werden.
Kortison ab sofort gänzlichst weglassen.
Homöopathie kann noch helfen. Dazu einen guten Tierhomöopathen beauftragen und Geduld mimtbringen.
Pauschalverordnungen nach Büchern können einen geschwächten Organismus schaden.

Herzlichen Dank für deine Antwort

Herzlich Bitteschön

von der Stute und Sharina Hawk***

Gruß Steffi

Hallo Sharina,

normalerweise wirkt ein Langzeit-Cortison-Präparat 1-5 Tage lang - je nach dem welches Präparat der Tierarzt einsetzt… hier müsstest du also beim Tierarzt nachfragen. Nach etwa einer Woche dürfte es aber auf jeden Fall ausgewirkt haben.

Auf deine Frage was man homöopathisch tun kann, ist leider nicht so einfach zu antworten. Solange ein hochdosiertes Cortisonpräparat eingesetzt wird, würde ich jetzt keine Homöopathie einsetzen und zwar aus dem Grund, dass die beiden Behandlungsmethoden ganz einfach vom Wirkprinzip her entgegengesetzt wirken:
Cortison „unterdrückt“ die Abwehrreaktion des Körpers (= Entzündung des Körperteils), während Homöopathie die Entzündung sogar kurzzeitig intensivieren kann um die Selbstheilungskräfte des Körpers zu beschleunigen.

Ein passendes homöopathisches Mittel kann eine Arthrose (= Gelenkverschleiß) nicht heilen, aber es kann die Symptome lindern und einer Arthritis (= Gelenksentzündung) entgegenwirken und auch bei anderen Problemen der Stute helfen. Dazu sollte ein erfahrener klassischer Tierhomöopath aber eine vernünftige Fallaufnahme vor Ort machen. Hier übers Internet einen Rat zu geben halte ich nicht für sinnvoll, denn eine Gelenksentzündung durch Arthrose ist ja eine chronische Sache, die über längere Zeit beobachtet und behandelt werden muss. Mittel die in einem Buch empfohlen werden, würde ich nur mit äußerster Vorsicht, auf keinen Fall zusammen mit dem Cortison und nur unter genauer Beobachtung ausprobieren. Wenn sie nach dreimaliger Gabe nichts bewirken (oder alles verschlimmern bzw. wenn sie neue Symptome hervorbringen die vorher noch nie da waren - was auch vorkommen kann) muss man die Mittel unbedingt wieder absetzen. Denn dann passen sie einfach nicht. Auf keinen Fall dürfen sie über einen längeren Zeitraum immer wiederholt werden.

Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen und wünsche dir und deinem Pflegepferd alles Gute!

Tipps wo und wie man gute klassische Tierhomöopathen findet, findest du auf meiner Homepage unter:
http://iaomai.de/tierhomoeopathie_therapeutensuche.html

Liebe Grüße,
Yvonne

Vielen Dank für deinen Rat!!!

LG Sharina