Ich stelle mir vor, dass Koerperteile, die unnatuerlich oft zur
Regeneration gezwungen sind, haeufiger Krebs entwickeln als andere.
Stimmt das? Konkret denke ich da z.B. an Entzuendungsherde. Dort muss
sich das Gewebe staendig erneuern und da bei jeder DNA-Kopie eine
gewisse Wahrscheinlichkeit besteht, dass ein Fehler auftritt, waechst
die Zahl der Fehler (d.h. auch das Krebsrisiko) mit der Anzahl der
Kopien. Oder nehmen wir ein jahrelang bestehendes Ekzem, an dem der
Kranke andauernd herumkratzt. Ist das Risiko, dass sich dort Krebs
bildet hoeher als an anderen Stellen des Koerpers?
Rein logisch betrachtet ist das der Fall. Allerdings kann eine Zelle auch ihren Tod programmieren um weiterführende Schäden zu verhindern. Im Bezug auf die Evolution ist eine genetische Mutation ausserdem notwendig um sich der gegebenen Umwelt (besser) anzupassen als vorher. So gesehen ist nicht alles genetisch Mutierte gleich ein Zeichen für Krebs
Hallo Tychi
Ergänzend zu Markus (dem ich zustimme), möchte ich sagen: In einigen Fällen trifft das zu. Beispiel: Bei Rauchern wird die Bronchialschleimhaut durch die ständige Einwirkung von Teerstoffen etc. dazu angeregt, ihre Gewebe-Zellen zu ändern. Es entsteht dann oftmals eine METAPLASIE, die bei weiterer Zufuhr der Giftstoffe sich dann in krebs-artiges Gewebe umwandelt.
Die Entzüdnung durch dauerndes Reiben oder ähnliches reicht oft (glücklicherweise) nicht aus, sondern es muss eine Noxe (eine krankheitserregende Substanz) hinzukommen. Beispiel: Der Zungen- und der Gaumen-Krebs bei Zigarren- und Pfeifen-Rauchern.
Gruß,
Branden