Hallo!
Seit 2009 habe ich Schmerzen an der linken Hüfte, mal mehr mal weniger. Angefangen haben die Schmerzen, durch Schuheinlagen nach Verletzung des linken Fusses.
Seither wenigstens 7 Orthopäde und Ärzte konsultiert.
Letzter Stand, eine Entzündung des Nerves, ich bekam eine Spritze. (vor 2 Tagen) Die Schmerzen blieben, vor allem nachts, wenn ich mich bewege. Weiss jemand einen Rat, oder hat jemand etwas ähnliches. Bin für jeden Rat sehr dankbar!
Nervenschmerzen werden unter dem Oberbegriff „Neuralgie“ zusammengefasst. Das Wort „Neuralgie“ stammt aus dem Griechischen und setzt sich zusammen aus den griech. Worten „neuron“ (Nerv) und „algos“ (Schmerz). Der menschliche Körper ist eine komplexe Ansammlung verschiedener Systeme. Eines davon ist das Nervensystem. Die Nerven leiten Impulse und Informationen vom Gehirn in alle übrigen Körperregionen. Wie alle anderen Körperteile, so können auch die Nerven verletzt werden und sehr starke Schmerzen verursachen.
Bei dieser Erkrankung unterscheidet man zwischen zwei Formen: der (echten) Neuralgie und dem neuralgiformen Schmerz. Bei der (echten) Neuralgie treten die Schmerzen in Attacken auf und haben oftmals keine erkennbare Ursache. Des Weiteren kann sich die Neuralgie auch als Dauerschmerz bemerkbar machen. Der neuralgiforme Schmerz wird als kurzer, häufig einschießender, jedoch sehr intensiver Schmerz beschrieben. Diese Schmerzform ist durch äußere Reize wie z.B. Berührung oder Kälte und Wärme auslösbar. Es können sowohl nur ein Nerv als auch mehrere Nerven betroffen sein.
Die Ursachen für eine Neuralgie können vielfältig sein. In der Regel werden oberflächlich (peripher) gelegene Nerven beschädigt, z.B. durch mechanische, metabolische, aktinische oder chemische Einwirkung. Das können unter anderem sein: Bandscheibenvorfall, Amputationen, Multiple Sklerose, Schlaganfall, Entzündungen,Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus, radioaktive Strahlung und ätzende Flüssigkeiten.Die Nervenschäden werden in verschiedene Kategorien eingeteilt. Bei einer oberflächlichen Verletzung des Nervs sind die Nervenfasern freigelegt. Diese reagieren empfindlich auf Berührung oder andere äußere Einflüsse wie z.B. Kälte, was zu sehr starken Schmerzen führen kann. Sind die Nervenfasern betroffen, werden die Impulse und Informationen (ZNS) nicht mehr weitergeleitet und es kann zu Schmerzen und Sensibilitätsstörungen in dem betroffenen Gebiet kommen. Bei Bandscheibenvorfällen kann es aufgrund des Druckes auf den Nerv zu einer Durchblutungsstörung kommen, was sowohl sehr starke Schmerzen als auch Gefühlsstörungen auslösen kann.
Die am häufigsten betroffenen Nerven sind u.a. Nervus trigeminus (Trigeminus-neuralgie), Nervus nasociliaris (Nasoziliarisneuralgie od. Charlin-Syndrom), Nervus ischiadicus (Ischialgie od. Ischias), Nervus medianus (Karpaltunnelsyndrom).
Die Diagnostik der Neuralgie ist oftmals schwierig und aufwendig, da Schmerz ein individuelles Empfinden ist. Eine gezielte Befragung durch einen fachlich ausgebildeten Schmerztherapeuten und der Einsatz von sog. Schmerzfragebögen erleichtern die Anamnese. Des Weiteren erfolgt eine umfangreiche neurologische Untersuchung mit Unterstützung moderner Untersuchungsmethoden wie z.B. Ultraschall, Szintigramm, Kernspintomographie als auch der Messung der Nervenleitgeschwindigkeit.
Bei der Behandlung einer Neuralgie kann man zwischen einer ursächlichen Therapie und einer symptomatischen Therapie unterscheiden. Bei der ursächlichen Therapie wird z.B. mittels eines chirurgischen Eingriffs (Bsp.: bei einem Bandscheibenvorfall) der Druck auf den Nerv beseitigt. Man muss hierbei jedoch berücksichtigen, dass jede Operation auch Risiken für weitere Nervenverletzungen birgt. Bei der symptomatischen Therapieform werden die Schmerzen mithilfe von Medikamenten, physiotherapeutischen und ergotherapeutischen Maßnahmen behandelt. Je nach Art und Stärke des Schmerzes können Opiate, Antiphlogistika wie auch Antidepressiva im Rahmen einer Schmerztherapie eingesetzt werden. Bei der Physiotherapie wird verstärkt auf Elektrotherapie (Reizstromtherapie oder TENS – Transkutane elektrische Nervenstimulation) oder auf Thermotherapien gesetzt. Des Weiteren kann als Behandlungsmethode eine kontinuierliche Nervenblockade mittels eines Katheters durchgeführt werden.
Um einer Neuralgie vorzubeugen, sollte neben einer gesunden Ernährung und keinem Alkohol auf ausreichend sportliche Betätigung geachtet werden. Des Weiteren sind Krankengymnastik und ergotherapeutische Übungen eine sinnvolle prophylaktische Maßnahme.
(Quelle: http://ischiasnerv.org/neuralgie-wenn-einem-der-schm… )
Hallo,
ich finde es schwierig, auf Deine Frage sinnvoll zu antworten. Du müßtest genauer sein.
Was meinst Du mit Hüfte? Eine Stelle über dem Hüftgelenkskopf? Wenn ja: wie ausgedehnt, Oberschenkel teilweise mitbetroffen? Ist die Leiste schmerzfrei? Und der hervorstehenden Teil der Beckenschaufel? Am besten schaust Du Dir, wenn Du die Stelle beschreiben möchtest, mal ein Abbild des Sketells an und versuchst, Dich an den dortigen Bezeichungen zu orientieren, weil diese Bereiche sonst schwierig schriftlich (ohne Anschauung) vermittelt werden können.
Hat mal jemand auf eine Schleimbeutelentzündung im Bereich des Trochanter major (Hüftgelenksknochen) getippt?
Ich finde „Nervenentzündung“ etwas unbefriedigend, Du müßtest dann auch sensible Störungen (Taubheitsgefühle, Kribbeln usw.) oder Lähmungen/ Muskelschwächen haben (oder beides). Aber wenn schon auf „Nervenentzündung“ eines bestimmten Nerven getippt wird - warum dann nicht zum Neurologen? (es gibt Fälle, da wiegt einer 7 Orthopäden auf)
Hast Du unmittelbaren Druckschmerz irgendwo?
Hast Du es mal mit einem guten Krankengymnasten oder Physiotherapeuten versucht? Manchmal, wenn man die Statik verändert (wie Du z.B. mit den Schuheinlagen), werden Muskeln gezerrt oder gestaucht und in ihrer natürlichen Funktion gehindert. Das kann zu sehr schmerzfaften Folgen im Bereich der Sehnenansätze am Muskeln führen, Physiotherapeuten kriegen das mitunter besser raus als Ärzte …
Typisch für nächtliche Schmerzen wäre auch eine Meralgie, aber um eine solche zu vermuten, müßte man den Ort der Schmerzen kennen. Hast du tagsüber Probleme dort?
S.I.
Guten Tag,
vielen Dank für deine schnelle Antwort. Also die besagte Stelle liegt genau unter dem letzten Rippenwirbel, aber Röntgen und Scanner waren ohne Befund. Die Schmerzen sind so pfeilartig und strahlen zum Rücken hin auf derselben Höhe, nachts beim Hinlegen und bei jedem Seitenwechsel tut’s am meisten weh, am Tage spüre ich fast nichts auch keinen Druckschmerz. Danke für den Rat einen Neurologen oder Physiotherapeuten zu kontaktieren.
Hallo!
am Tag stört es mich nicht so sehr, habe aber vergessen zu sagen, dass der Schmerz sich bemerkbar macht bei unebenen Strassen oder bei ruckartigen Bewegungen, z.B. wenn ich mit der Wasserpistole bespritzt werde, oder mich so unglücklich gegen einen Schlüssel stosse, dass ich nur erschrecke …
Hallo Vicky,
entschuldige, aber immer noch ist mir der Ort der Schmerzen unklar. „Unterhalb des letzten Rippenwirbels“ „und strahlen zum Rücken aus“ - Wirbel SIND in der MITTE des Rückens, wohin solls da ausstrahlen, wenns schon dort IST? Und „12.Rippenwirbel“ - meinst Du den Brustwirbel 12?
Laß, wenns der ist, doch jemanden mit Massageerfahrung mal mit den Händen suchen. Vielleicht hast Du dort Muskelhärten (Myogelosen), die können elend weh tun, v.a. nachts melden sie sich mit Graus.
WENN es solche sind, kläre, ob Du eine berufliche, häusliche oder Hobby-Standardbelastung hast (Sitzen auf einem ungünstigen Stuhl, langanhaltende Computerarbeit, Spielen eines Musikinstrumentes etc. pp) - die solche Verspannungen fördern könnten.
Gute Besserung, S.I.