Liebe/-r Experte/-in,
ich muss dieses thema nochmal aufgreifen. denn es bewegt mich sehr.
ich habe fokale epi. diese bekam ich zuerst 2002 und dann war ich mit carbamazepin 8 jahre lang anfallsfrei.
vor 1,5 jahren ist mein sohn gebohren. seit dem ging die epi wieder los. (zufall?) erst dachte ich an anfälle
ohne zusammenhänge. dann wurde der ein oder andere anfall ausgelöst, in dem ich meinen sohn in der in einer bestimmten situation
gesehen habe und ich mich selber erinnert habe, wie es bei mir damals war. diese Assoziationen wurden immer
öfter zum auslöser. hinzu kam noch die angst, jedes mal einen anfall zu bekommen, wenn ich an meine eigene kindheit denke.
nun sind fast alle auslöser eine solche Assoziation.
aber ich denke auch ziemlich of an meine kindheit, ohne das etwas passiert.
kennt ihr solche fälle und wenn ja, was kann man dagegen tun?
medis helfen bis jetzt nicht.
ich bin bei einem verhaltenstherapeuten, der nur mit diesem thema arbeitet.
chris
Hallo Chris
Das ein Verhaltenstherapeut seine Finger mit im Spiel hat, denke ich hat seine Gründe. Es gibt zwei Möglichkeiten die Sache von einer anderen Seite einmal anzugehen. Erstens solltest Du mal BIOFEEDBACK in Betracht ziehen was ein Profesor Nils Bierbaumer in Tübingen entwickelte und damit auch in Verschiedenen Kliniken großen Erfolg verzeichnete. Du hockst vor einer Maschine wo Du Ähnlich dem EEG angeschlossen bist und über Positive Gedankensteuerung wo der Pfeil nach rechts geht diese Anfälle eventuell schon im Ansatz abbrechen kannst, das funktioniert nicht in Jedem Fall oder bei jedem , das sollte Dir bewusst sein. Ich weis nichts über Deine Kindheit aber es Könne auch Traurigsein oder Freude ein Auslösefaktor sein. Die andere Möglichkeit ist im Kernspinn oder Speekt untersuchen lassen ob irgendwelche Hirnorganische Veränderungen statt fanden, was man so nicht gleich bemerkt sondern nur unter diesen Geräten! Sollte dann noch etwa Unklar sein, sollte ein Spezialist an Deinen Fall ran also ein Epileptologe als Neurologe, hier kennen sich die meisten Neurologen nicht richtig aus auf dem Gebiet deshalb solch einen Spezialisten. Diese Wiederum gibt es in Bonn und Freiburg beides Lehrsitze für Epilepsie wo solche Spezialisten ausgebildet werden, dann kann man auch nach Erlangen oder Weissenau wo Ehemals Prof. Fröscher tätig war. Nur von Kehl-Kork bitte die Finger lassen diese Klinik ist für Epilepsiepatienten nicht gut, weil ich dort Durch Seminare in der Fortbildung sehr schlechte Erfahrungen machte! Ich hoffe ich konnte Dir weiterhelfen und stehe gerne weiter zur Verfügung. Noch einen Lieben Gruß und schönen Tag noch Charly
Hallo charly,
danke für deine antwort.
den therapeuten habe ich mir selber gesucht. es war keine „anweisung“ vom arzt. der therapeut bietet auch die möglichkeit des biofeedbacks an. bei diesem schritt sind wir noch nicht, da wir eigentlich immer erfolge erzielt hatten. dann kamen wieder rückschläge und wir sprachen wieder über das biofeedback.
ich habe schon ein mrt machen lassen. das war unauffällig.
ich bin bereits bei einem Epileptologen in behandlung. dieser ist assistensarzt vom chefarzt des epi-zentrums berlin-brandenburg. von daher denke ich, dass ich gut aufgehoben bin.
kann es sein, dass die kindheit gar nichts damit zu tun hat? und ich mich nur darin hineingesteigert habe?
ich hatte auch schon mal 3 anfälle als ich eine ampel und ein stop-schild gesehen hatte. ich kann mir gut vorstellen, dass ich bei 2-4 weiteren anfällen von einer ampel genau in die selbe schleife gekommen wäre. denn momentan habe ich leichte angst vor ampeln. 
freddy
Hallo Freddy
Bei Eppilepsie ist absolut alles Möglich, es gibt über 1000 Verschiedene Anfalls formen aber noch mehr Auslösefaktoren das wissen viele nicht. Ich habe Dir aber noch einen Tipp! Bist Du aufgewühlt zuvor und denkst Du rennst wie ein uhrwerk oder hast einfach eine innere Unruhe, dann versuch mal Begleitend „LAMICTAL“ dazu zu nehmen oder aber mal über kurze Zeit „TAVOR“ es soll nicht lange genommen werden weil es normal in der Suchttherapie mit eingesetzt wird und auch abhängig machen kann, allerdings vor dem Schlafen gehen wärs nicht schlecht dann schläfst Du tief durch und es geht Dir vielleicht dadurch wieder besser das Du zur Anfallsfreiheit gelangst. Und Bitte lasse die Finger von Kebra oder anderen Neuen Medikamenten die bringen so gut wie nichts. Es kommt dem Nächst ein Ganz Neues Antiepileptikum auf den Markt das aber in der jetztigen Testphase alles andere zu Übertreffen scheint und bei allen Anfallsarten eingesetzt werden kann, es dauert noch aber in den Staaten und Kanada brachte es riesige erfolge. Noch einen schönen Abend und ä Liebs Grüßle Charly
hallo chris, ich denke die ursache liegt hier tiefer begründet!! du solltest dir echte prof. hilfe holen. ich kann die leider nicht mit rat dienen. sorry!!
lg uwe
Hallo Chris!
Nehme an dass Du seit ca. 1006 das Carb nicht mehr nimmst. Der Sohn oder Deine Jugend sind kaum
Auslöser. Wahrscheinlich hast Du keine Epilepsie, sondern dissoziantive Anfälle. Dh. Du hast Anfälle
jedoch keine Epilepsie. Etwas aus Deiner Kindheit/Jugend löst Deine Anfälle aus. Oft ein Dramatisches Ereignis aus Deiner Jugend. Da helfen Dir auch keine Medikamente gegen Epilepsie. Das Problem sollte dann behoben werden. Dazu kann ein Psychiater hilfreich sein. Dissoziantive/psychogene Anfälle gehen in der Regel innerhalb von 10 Jahren weg.
Ob das wirklich dissoziantive Anfälle oder eine Epilepsie ist, kann man nur sehr schwirig feststellen. Eine einfache pauschale Diagnose ist:
Das EEG zeigt jedesmal keine epileptische Aktivität an (ca. 5 Untersuchungen). Trotzdem Anfälle.
Eine Antwort darauf erhälst Du nach eingehender
Untersuchung in einem Epilepsiezentrum.
Dort wird abgeklärt was es ist. Bei Bedarf eine Neueinstellung.
Dieter
dann war
ich mit carbamazepin 8 jahre lang anfallsfrei.
kennt ihr solche fälle und wenn ja, was kann man dagegen tun?
medis helfen bis jetzt nicht.
ich bin bei einem verhaltenstherapeuten, der nur mit diesem
thema arbeitet.
chris
Deine Frage ist so individuell, dass es dazu keine verläßliche Statistik gibt. Alles sonst sind Einzelbeobachtungen. Psychotherapie - Verhaltenstherapie ist sicher ein Weg zur Hilfe.
Hallo!
hierzu kann ich leider nicht so viel sagen, aber
es ist oft so, dass durch Stress o.ä. Anfälle
ausgelöst werden.
Die Medi-Einstellung ist wichtig, aber wenn die
Anfälle Ihrer Meinung nach auf schlechte Kindheits-
Erfahrungen zurückgehen, ist der Weg, den Sie einge-
schlagen haben, sich gleichzeitig auch Hilfe vom
Therapeuten zu holen, sicher der richtige.
Liebe Grüße
Anke
moin chris,
ich kann mich nur auf die antwort vom letzten mal beziehen, die ich dir gegeben habe.
ich kann dir nur noch eine verhaltenstherapie im krankenhaus empfehlen (ca. 4-6 wochen)
viele grüsse
epi-schlappi
Epileptische Anfälle können durchaus durch Stress, Angst etc. ausgelöst werden. Die Frage ist, ob die schon seit langem bestehende Therapie mit Carbamazepin noch effektiv ist (Spiegel?) oder ob auf ein anderes Antikonvulsivum (z.B. Oxcarbazepin oder Lamotrigin) umgestellt werden sollte. Ich halte es für sinnvoll, in dieser Frage einen Spezialisten in einem Epilepsiezentrum aufzusuchen. Die verhaltenstherapeutische Begleitung sollte weitergeführt werden.
W.Christ, Epilepsiezentrum Kork
www.epilepsiezentrum.de
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Liebe/-r Experte/-in,
ich muss dieses thema nochmal aufgreifen. denn es bewegt mich
sehr.
ich habe fokale epi. diese bekam ich zuerst 2002 und dann war
ich mit carbamazepin 8 jahre lang anfallsfrei.
vor 1,5 jahren ist mein sohn gebohren. seit dem ging die epi
wieder los.