Epilepsie nach Meningitis

Hallo,

mein Mann hat am 17. April Menigitis bekommen. Zum Glück ist er am 18. wieder zu sich gekommen und war insgesamt 2 Wochen im Krankenhaus. Nun ist er zur Reha und sollte morgen wieder nach Hause kommen.
Nun hat er heute einen epileptischen Anfall gehabt und war fast 45 Min. bewusstlos? Weiß jemand ob das bleibende Schäden sind? Ich habe im Internet gelesen, dass das als Folgeschaden auftretten kann, aber ist das auch bleibend? Kann man das feststellen?

Hallo,

45 min bewußtlos ist recht unspezifisch und muss nicht bedeuten, dass dein Mann auch 45 min „gekrampft“ hat. Gerade bei generalisierten Anfällen (Anfällen mit Bewußtseinsverlust) tritt häufig eine große Schläfrigkeit / Desorientierung nach einem Anfall auf.

Wenn ich deine Frage richtig verstehe, möchtest Du wissen, ob auch in Zukunft mit epileptischen Anfällen zu rechnen ist.

Das ist erstmal mit ja zu beantworten… Durch die Meningitis kann es feine „Makel“ im Bereich des Gehirns geben, von denen dann epileptische Aktivität ausgehen kann. Diese muss man im MRT / CT gar nicht mal erkennen. Man spricht im Sinne dieser Makel / Närbchen von einer sogenannten symptomatischen Epilepsie. Diese tritt nach einer abgelaufenen Meningitis doch recht häufig auf. Evtl. kann man im EEG feststellen, wo mögliche Herde lokalisiert sind, die einen epileptischen Anfall auslösen können.

Zu diskutieren ist die Einstellung auf ein Antiepileptikum, um weitere Anfälle zu verhindern. Das liegt aber klar in der Hand der betreuenden Neurologen. In Abhängigkeit von Anfallsart und Patient wird ein passendes Antiepileptikum ausgesucht.
Auch kann man diskutieren, ob man zunächst noch abwartet mit der Einstellung auf ein Medikament und einstellt, sollte es noch zu einem weiteren Anfall kommen.
Das würde ich vor Ort mit den Ärzten im Detail besprechen.

Viele Grüße.