Epilepsie und Führerschein

Hallo zusammen!

Ich habe eine Frage:

Also, ich hatte vor einiger Zeit einen epileptischen Anfall. Jetzt möchte ich meinen Führerschein machen.
Mir wurde gesagt (und das habe ich auch so in mehreren Quellen gelesen), dass ich mit meiner Erkrankung ein Jahr anfallsfrei sein muss, bevor ich einen Führerschein machen kann. Das ist seit gestern der Fall: *freu* =)

Meinen nächsten Termin bei meiner Ärztin habe ich aber erst im Dezember, und die will mir kein Attest geben, bevor sie nicht ein neues EEG von mir hat. (Meine ursprümglishe Ärztin ist umgezogen – bei dieser hatte ich also noch nie einen Termin.)

Ich habe außerdem von vielen gehört, dass sie dem Fahrlehrer nichts von der Krankheit sagen würden, weil’s ihn nichts anginge und er mir im Zweifelsfall nur noch mehr Fahstunden aufbrummen würde, dass ich es aber auf jeden fall bei der Meldestelle angeben soll (mit dem Attest).

Wißt Ihr, ob ich mit der Anmeldung warten muss, bis ich den Brief habe, oder ob ich das später machen kann?

Ein Freund meinte, er hätte sich sofort beim Bürgeramt melden müssen, weil so eine Anmeldung hier in Berlin schon mal ein Vierteljahr dauern könnte. (Ich denke, das wird woanders nicht viel besser sein.)

Habt Ihr da Erfahrungen?

Viele Grüße
Johannes

MOD: Zeilenumbrüche entfernt sowie (aufgrund der Länge des Textes) der durchgehenden Kleinschreibung abgeholfen

Hallo,

Google kaputt?
http://www.epilepsie-netz.de/155/Epilepsie-Ratgeber/…

Google kaputt?
http://www.epilepsie-netz.de/155/Epilepsie-Ratgeber/…

=( Meinst du nicht, da war ich schon?

Meinen nächsten Termin bei meiner Ärztin habe ich aber erst im Dezember.

Mir ging’s um die Frage, WAS muss ich WANN angeben?
Bei der Anmeldung zum Führerschein wird man nämlich nicht nach Krankheiten gefragt…

Mir ging’s um die Frage, WAS muss ich WANN angeben?
Bei der Anmeldung zum Führerschein wird man nämlich nicht nach Krankheiten gefragt…

Hallo Johannes,

die Antwort auf die Frage, was man wann angeben muß, ist doch so simpel. Immer dann, wenn man gefragt wird, muß man die Wahrheit vor Behörden angeben.

Wie ist das denn mit der Bundeswehr? Ist deine Krankheit mit der Musterung aktenkundig geworden?

Jetzt mach mal erst deinen Führerschein Klasse B; C würde ich nicht beantragen weil … (Begründung hier nicht erlaubt).

Und wenn du dich fit fühlst, dann fahre auch mal alleine.

Alles Gute!
John

Immer dann, wenn man gefragt wird, muß man die Wahrheit vor Behörden angeben.

^^ Klar, aber man wird ja bei der Beantragung nicht gefragt.
Deshalb wollte ich wissen, ob ich an irgendeiner Stelle laut rufen muss: „Hört mal, ich bin Epileptiker und muss Euch eigentlich attestieren, dass ich fahren darf!“

Das ist für mich unklar…

Das du mir darauf keine direkte Antwort geben darfst, ist klar.

Ja also, die Bundeswehr weiß das. Aber auch nur die Ärzte. Und die Akten sind doch eigentlich (Schweigepflicht?) unter Verschluss, oder?

Naja, ich mach’ das auch erstmal.
Natürlich nur B

Danke für die Antwort.

Immer dann, wenn man gefragt wird, muß man die Wahrheit vor Behörden angeben.

^^ Klar, aber man wird ja bei der Beantragung nicht gefragt.
Deshalb wollte ich wissen, ob ich an irgendeiner Stelle laut
rufen muss: „Hört mal, ich bin Epileptiker und muss Euch
eigentlich attestieren, dass ich fahren darf!“

Das ist für mich unklar…

HAllo, also ich musste damals einen Bogen ausfüllen (ja /nein Kreuzchen). Und zwar schon in der Fahrschule, als ich mich anmeldete.
Den musste ich zusammen mit dem Sehtest und dem Erstehilfepapier abliefern, damit er mich beim Tüv eintragen lassen konnte. Das war aber wohl ein Service meines Fahrlehrers, denn eigentlich wäre der Bogen erst bei der Anmeldung zur eigentlichen Prüfung drangewesen („aber dann kannst du womöglich nicht die Prüfung machen und all die Fahrstunden wären umsonst gewesen, wär doch doof, ne“)
„Wenn du übnerall nein ankreuzen kannst, kanns losgehen“ Konnt ich leider nicht. Frage „sind sie im letzten Jahr auf Epilepsie untersucht worden“ musste ich leider mit JA beantworten, auch wenn der Verdacht ziemlich bescheuert war. OTon Fahrlehrer, „na ne bescheuertere Stelle für dein JA hättest du dir ja nicht aussuchen können, willst nicht lieber einen neuen ausfüllen“

Ich hatte kurz vor dem Führerschein ein paar Mal Synkopen (also Ohnmachten, wegen diverser verstauchter Füsse),und wurde deshalb zur vorsicht auch auf Epilepsie hin untersucht, weshalb ich ein Attest vom Arzt brauchte,ohne Wartezeit, da ja nichts zu finden war und es sich einfach auf den Schmerz und den daraus resultierenden Blutdruckabfall zurückführen liess.
Auch für den Sehtest musste ich zum Augenarzt, da der beim optiker die falschen Sehzeichen hatte (Landoldt-Ringe und hochbrechende Gläser geht nicht)
Also nur ein bisschen komplizierter als normalerweise, aber nicht unmöglich. (und ja, ich glaub entsprechend fielen am Ende auch die Prüfungsrouten aus, durchaus Ecken, in denen extra viel Stress verbreitet wird)

Aber immer schön die Medis nehmen, sofern du welche bekommst
Und wenn du mal nen schlechten Tag hast, lass das Auto stehen
:wink:

Gruß Susanne