EPROM-Art vergleichbar?

Moin!

Ursprünglich war in einem Gerät ein AM28F010-120PC verbaut. Kann man statt genau diesem Chip auch einen von einer anderen Firma mit der Bezeichnung 28F010=101-120 benutzen?

Beide sind von den Daten her ähnlich. Beide haben 1 MBit, 128K x 8, DIP32, und 12V.

Meine Ausbildung ist lange her und das Thema wurde nur seeeeeehr weit entfernt angekratzt.

Vielen Dank!

Gruß
MrM

Ursprünglich war in einem Gerät ein AM28F010-120PC verbaut.
Kann man statt genau diesem Chip auch einen von einer anderen
Firma mit der Bezeichnung 28F010=101-120 benutzen?

Hi,

wenn du das EProm ausserhalb programmierst, kannst du alles nehmen, was 128k x 8 hat und 5V Versorgung. Und du musst es natürlich programmieren können (die 12V braucht man nur zum Programmieren).

Wenn das EProm im Gerät programmiert wird, etwa wie eine Flash-Karte, dann muss der Typ genau übereinstimmen.

Das gilt für das Programmieren allgemein, es gibt schon lange keine generischen Typen mehr, und meistens weigert sich das Gerät bei einem falschen Typ, weil es zuerst Hersteller und Typ einliest.

Gruss Reinhard

wenn du das EProm ausserhalb programmierst, kannst du alles
nehmen, was 128k x 8 hat und 5V Versorgung. Und du musst es
natürlich programmieren können (die 12V braucht man nur zum
Programmieren).

Wenn das EProm im Gerät programmiert wird, etwa wie eine
Flash-Karte, dann muss der Typ genau übereinstimmen.

Das gilt für das Programmieren allgemein, es gibt schon lange
keine generischen Typen mehr, und meistens weigert sich das
Gerät bei einem falschen Typ, weil es zuerst Hersteller und
Typ einliest.

Hallo Reinhard,

Deine Antwort hat mir schon extrem geholfen. Um das mal kurz zu erklären:

Wir haben Info-Anzeigen, die einen Text anzeigen. Diese Anzeigen werden alle von einem uralten Steuergerät gesteuert. Die Datensätze ändern sich regelmäßig. Findet solch eine Änderung statt, wird mittels PCMCIA-Speicherkarten ein Update durchgeführt. Das Steuergerät hat einen PCMCIA-Slot.

Nun haben wir in letzter Zeit das Problem, daß sich die EPROMs nicht mehr bespielen lassen mit diesem Update und wissen aber nicht, wo das Problem herkommt. Klären lässt sich das nur sehr schwer, weil hier 3 Firmen am Werk sind. Der Hersteller, der die Speicherkarten programmiert und liefert, eine Wartungsfirma, die defekte Anzeigen repariert und eine dritte Firma, die sich nun noch eingemischt hat, um das Problem zu beheben.

Das System besteht also aus einem Steuergerät und mehreren Anzeigen. Jede der Anzeigen ist bestückt mit einer Steuerplatine, welche einen Baustein mit Software und einen Flash-EPROM für den Datensatz enthält.

Die dritte involvierte Firma bespielt zur Zeit die EPROMs mit den Datensätzen via PC. Im Moment ist die Frage, warum die EPROMs sich nicht im eingebauten Zustand beschreiben lassen. Aber da kommt jetzt Deine Antwort ins Spiel. Eventuell prüft die Software einen ganz anderen EPROM-Typ? Wobei ich mir dann die Frage stelle, wieso das Steuergerät keine Fehlermeldung anzeigt, sondern einen Fortschritt beim Programmieren. Das Update wird ganz normal durchgeführt und es wird auch eine Erfolg angezeigt (die Anzeigen zeigen eine „0“). Nur die Daten sind scheinbar nie angekommen.

Naja, jetzt weiß ich wenigstens ein wenig mehr und schaue mal selber, was der Chef sagt. Denn wenn wir selber EPROMs und einen Brenner besorgen sparen wir ganz enorm Geld.

DANKE!

Gruß
MrM

Hallo MrM,

Nun haben wir in letzter Zeit das Problem, daß sich die EPROMs
nicht mehr bespielen lassen mit diesem Update und wissen aber
nicht, wo das Problem herkommt.

Die AM28F010 kann man 10’000 mal löschen und wieder programmieren.

Allerdings steigt die Programmierzeit mit dem Alter an. Lau Datenblatt von typisch 1s bis 10s fürs Löschen und von 2s bis 12.5s fürs Programmieren.
Der Hersteller, beim AM28F010 war das AMD, gibt einen Algorithmus an, nach welchem man den FLASH-Speicher programmieren muss. Wenn man sich nicht genau daran hält, kann die Alterung auch schneller ablaufen.

Wenn der Algorithmus korrekt implementiert ist müssten eigentlich auch die Daten vorhanden sein, da dabei jedes Byte geprüft werden muss.
Möglicherweise ist der Algorithmus gar nicht richtig implementiert wurde.

Eigentlich kann man grob schon mit einem Oszilloskop feststellen ob mindestens die Programmierimpulse den Vorgaben entsprechen.

Hier wäre noch das Datenblatt vom AM28F010.
http://www.datasheetcatalog.org/datasheet/AdvancedMi…

Auf den Seiten 13 und 16 wäre der Ablauf als Diagramm abgebildet.

MfG Peter(TOO)

Hi Peter,

danke erstmal für die Infos. Alterung haben wir auch schon vermutet und daher gegen neue Bausteine getauscht, aber auch damit klappt es nicht.

Aber das ganze Thema ist viel zu komplex (finde ich zumindest), um es hier mal eben so in einem Thread zu erklären. Das Problem zieht sich nun schon über mehrere Monate hin und das eigentliche Problem ist m.E., daß hier viele Köche den Brei verderben. Der eine sagt, meine Software ist i.O. und der Rest interessiert nicht, der andere sagt, daß seine Endgeräte i.O. sind und ihn der Rest nicht kratzt und so geht das immer weiter.

Wenn Dich das interessiert, was da genau los ist, schreib mir mal ne Mail, öffentlich kann ich das leider nicht machen… :smile:

Fakt ist, daß ich jetzt erstmal den Kauf eines EPROM-Brenners anleiern werde, damit wir vorübergehend bis zur Problemlösung die Dinger selber bespielen können. Das ist zwar ein ziemlicher Aufwand, aber es scheint ja nicht anders zu gehen. Der sollte wohl gehen, denke ich:
http://www.conrad.de/goto.php?artikel=154757

Ist nur die Frage, wo ich die originalen AMD-EPROMs herbekomme, wenn ich da wirklich haargenau die gleichen nehmen muss. Bei Reichelt und Conrad hab ich keine gefunden. Bei Schuricht suche ich noch.

Hallo,

Ursprünglich war in einem Gerät ein AM28F010-120PC verbaut.
Kann man statt genau diesem Chip auch einen von einer anderen
Firma mit der Bezeichnung 28F010=101-120 benutzen?

wenn du das EPROM ausserhalb programmierst, kannst du alles
nehmen, was 128k x 8 hat und 5V Versorgung.

Ja, aber damit er sicher funktioniert, muß er auch mind. die
Zugriffszeit haben wie der Originaltyp (in dem Fall wohl 120ns).
Ein Typ mit z.B 250ns wird wahrscheinlich nicht funktionieren.
Gruß Uwi

Hallo Fragewurm,

Wenn Dich das interessiert, was da genau los ist, schreib mir
mal ne Mail, öffentlich kann ich das leider nicht machen…

-)

Fakt ist, daß ich jetzt erstmal den Kauf eines EPROM-Brenners
anleiern werde, damit wir vorübergehend bis zur Problemlösung
die Dinger selber bespielen können. Das ist zwar ein
ziemlicher Aufwand, aber es scheint ja nicht anders zu gehen.
Der sollte wohl gehen, denke ich:
http://www.conrad.de/goto.php?artikel=154757

Der geht im Prinzip.
Allerdings hat er keine ZIF-Sockel.

Für Programmiergeräte hat man extra Sockel, in welche man die ICs ohne Kraftaufwand einsetzen kann und dann mit einem Hebel verriegelt.

Die auf dem Board montierten Stecksockel sind auch nur für etwa 20 Steckzyklen ausgelegt.

MfG Peter(TOO)

Hi Peter!

ICs ohne Kraftaufwand einsetzen kann und dann mit einem Hebel
verriegelt.

Hmm, jetzt wo Du es sagst: Schonmal gesehen. Einige der Steuerplatinen, auf denen die EPROMs verbaut sind, haben sowas.

Allerdings habe ich seit grade ein ganz anderes Problem. Ich hab heute mal die PCMCIA-Speicherkarten, mit welchen die Updates durchgeführt werden, mitgebracht (naja, einen Satz davon, es gibt wohl mehrere), um mal reinzuschauen. Mein Schlepptopp erkennt das Ding als PCMCIA-Speicherkarte, aber wenn ich nen Doppelklick drauf mache, sagt er „Auf E:\ kann nicht zugegriffen werden. Ungültige Anwendung.“ In der Datenträgerverwaltung von XP werden die Karten gar nicht angezeigt.

Alles Mist.

Gruß
MrM

Hallo, ich bin hier zufällig auf dieses Board gekommen.

Ich habe früher massenweise diese Eproms gebrannt.

So wie Sie das beschreiben, haben Sie ein EEprom.
Der Unterschied zu einem Eprom ist ist, dass Sie den Inhalt
mittels „Spannung“ löschen können. Ein Eprom löschen Sie mit UV.
Sie können anstelle von 28 er Typen eben auch Eproms 27 er Typen benutzen. Dazu mussen Sie aber zum Löschen des Inhaltes einen Brenner mit UV haben.
Ich habe ein solches Gerät bei mir und das ist voll funktionstüchtig.

Schreiben Sie eine Mail, wenn Sie das interessiert.

MfG

So wie Sie das beschreiben, haben Sie ein EEprom.

Ja, hab nachgeschaut, stimmt.

Sie können anstelle von 28 er Typen eben auch Eproms 27 er
Typen benutzen. Dazu mussen Sie aber zum Löschen des Inhaltes
einen Brenner mit UV haben.

Wäre nicht so toll, die EEPROMs sollen „im Betrieb“ mittels Steuergerät Updates bekommen.

Danke!