EPS Datei

Guten Tag allerseits,

ich hab da mal eine Frage zu einer eps Datei. Ich erstelle gerade ein Poster für eine Präsentation. das Poster wird A0 groß sein.
Links soll über die komplette Höhe ein Bild.
Ich weiß, dass so ein großes Bild (jpg, tiff, etc.) in der Regel an sich schon sehr groß sein muss, damit es im Druck nicht verpixelt. Soweit ich es richtig weiß, soll man eine Grafik nicht mehr als um 30% reduzieren oder vergrößern.

Wie sieht es mit eps Dateien aus? Ist es da das gleiche?
ich hab hier eine vor mir liegen, allerdings ist sie nicht Vektor basiert.
Kann ich sie im Photoshop hochrechnen lassen, ohne dass ich mit Qualitätsverlusten rechnen muss?

Viele Dank für die Auskunft

Grüße

Iris

Wie sieht es mit eps Dateien aus? Ist es da das gleiche?
ich hab hier eine vor mir liegen, allerdings ist sie nicht
Vektor basiert.
Kann ich sie im Photoshop hochrechnen lassen, ohne dass ich
mit Qualitätsverlusten rechnen muss?

EPS ist immer vektorbasiert, jedoch kann man Pixelgrafiken dort einbetten. Eingebettete Pixelgrafiken haben natürlich beim Skalieren die üblichen Qualitätsverluste.
Langer Rede, kurzer Sinn:
Wenn in deinem EPS das Bild als Pixelgrafik einfach eingebettet ist, dann kannst du es nicht im Photoshop ohne Qualitätsverluste skalieren.

[MOD]Vollzitat entfernt

Das man nicht mehr als 30% verkleinern bzw. vergrößern soll, ist grundsätzlich richtig und meint Folgendes: Wenn Du z.B. für eine Publikation ein Bild hast mit z.B. 10x15cm in 300dpi (300dpi sind Standard im Offsetdruck) und Du baust es ins Layout ein, dann soll es nicht mehr als 30% vergrößert bzw. verkleinert werden, weil erstens bei Ausbelichten Probleme entstehen können und zweitens die Schärfung, die ja immer in Bezug auf eine bestimmte Abbildungsgröße steht, nicht mehr optimal ist.

Zu Deinem Problem: Es wird extrem selten ein A0-Plakat in 300dpi gedruckt bzw. die Daten dafür angeliefert. Ist auch nicht nötig. In einem Buch oder einer Zeitschrift, die man im Abstand von vielleicht 30 bis 40cm vor den Augen hat, spielt die gute Schärfe eine ganz andere Rolle (daher die 300dpi) als bei einem Plakat, das an einer Wand hängt und aus größerem Abstand betrachtet wird. Ich habe schon Deko-Poster mit Fotos für Kaufhäuser in z.B. 5x1m ausdrucken lassen, die hatten eine Auflösung von 30 bis 35dpi - die hängen über der Ware an der Wand oder an einer Säule - kein Mensch geht auf Lese-Entfernung ran, sodass die Pixel stören könnten. Man bekommt ja auch von Bildagenturen gar nicht die Qualität - die liefern A4 bis max. A3 in 300dpi - da muss man ohnehin gewaltig interpolieren. Und das meint, dass man vor dem Einbauen des Fotos die Datei vergrößert, also im Photoshop neu berechnet. Für A0 (ohne dass ich Dein Motiv jetzt kenne) würden interpolierte 150dpi (also Dein Foto auf die gewünschte Größe und 150dpi hochrechnen) locker reichen, wahrscheinlich sogar weniger (vielleicht 72dpi). Die Datei wird auch so schon riesengroß!

Die vektorbasierten Teile des Plakates (Logos, Text, Linien, Tonflächen usw.) sind in jeder Ausgabegröße gleich scharf. Du kannst das Plakat entweder auf A0 konzipieren oder auf A2 und die Ausbelichtung auf 200% machen lassen. Aber da würde ich die Druckerei fragen, was die brauchen.

Gruß, Artefakt

Kann ich sie im Photoshop hochrechnen lassen, ohne dass ich
mit Qualitätsverlusten rechnen muss?

Nein. Allerdings solltest du mit der Druckerei mal abklären in welcher Auflösung sie die Druckdaten tatsächlich brauch. Bei grossformatigen Drucksachen reichen oftmals niedrigere Auflösungen als die üblichen 300 ppi.

Wieviel kann man aber pauchal so nicht sagen, dass hängt immer vom Druckverfahren und den Erfahrungswerten der jeweiligen Druckerei ab. Also am betsen dort anrufen und mit denen abklären. Die können dir genau sagen, was sie brauchen.

(Falls du übrigens InDesign Version CS oder höher verwendest … eps sollte innerhalb der Creative Suite nicht mehr verwendet werden. Da sind Ai, PSD oder PDF vorzuziehen.)

EPS ist immer vektorbasiert

Da man z.B. auch aus alten Photoshopversionen (wo noch keine Vektoren oder smartobjekts verwendet werden konnten) ein reines Pixel- eps Format exportieren kann stimmt die Aussage so nicht ganz. Vielmehr handelt es sich um eine Art Containerformat in dem (wie du richtig erwähnst) verschiedene Formate integriert werden können.

Nur so am Rande.

[MOD]Vollzitat entfernt

Ok, Hab CS3.
Ich hab das EPS jetzt im Photoshop mal hochrechnen lassen. Und auf meinem Drucker einen Ausschnitt drucken lassen.
Es sieht soweit ganz ok aus.

Danke für eure Tipps und Infos

Iris

Da man z.B. auch aus alten Photoshopversionen (wo noch keine
Vektoren oder smartobjekts verwendet werden konnten) ein
reines Pixel- eps Format exportieren kann stimmt die Aussage
so nicht ganz. Vielmehr handelt es sich um eine Art
Containerformat in dem (wie du richtig erwähnst) verschiedene
Formate integriert werden können.

Naja, EPS ist im wesentlich einfach eine Postscript-Datei erweitert um eine Boundingbox um einfacher Höhe und Breite ermitteln zu können, was bei Postscript nicht so leicht möglich ist. Ein Container-Format ist es deshalb eher nicht, da du mit Postscript auch Programme schreiben kannst.
Und Pixelgrafiken sind in EPS in einer Bounding-Box eingebettet, also einem Rechteck. Und dieses ist eindeutig ein Vektor-Element.

möglich ist. Ein Container-Format ist es deshalb eher nicht,
da du mit Postscript auch Programme schreiben kannst.

ich meinte ja auch „eine Art von“ :wink:

Und Pixelgrafiken sind in EPS in einer Bounding-Box
eingebettet, also einem Rechteck. Und dieses ist eindeutig ein
Vektor-Element.

Okay … einverstanden.