Furchtbar, diese Unart. Ich muss sowas sogar gelegentlich von gestandenen Redakteurskollegen lesen, die dann auch noch steif und fest darauf bestehen, dass es so richtig sei.
Furchtbar, diese Unart. Ich muss sowas sogar gelegentlich von
gestandenen Redakteurskollegen lesen, die dann auch noch steif
und fest darauf bestehen, dass es so richtig sei.
Ich finde diese „Unart“ überhaupt nicht furchtbar. Wo bleibt denn der Respekt vor dem Sprache schöpfenden Volk, mmh?
Es ist möglich, dass das Reflexivum emphatische Bedeutung hat; auf jeden Fall beweist es aber, dass Sprachwandel eben nicht nur von Verkürzungstendenz geprägt ist - da bin ich mir sicher.
Wie klänge denn hier: „… - da bin ich sicher.“? Unsicherer oder sicherer? Für mich klingt es unsicherer und das Reflexivum dient somit nicht nur dem Empathie, sondern anscheinend auch der Konzessivität („ICH bin mir sicher, du kannst ja deine Meinung haben…“).
MfG
Robert Krahl
Hi arnica,
wenn ich „mir“ sicher bin, dass etwas so oder so ist, ist das Ausdruck dafür, dass das meine ureigenste Meinung, Erfahrung, Kenntnis etc. betrifft, was aber nicht ausschließt, dass es andere Meinungen, Erfahrungen und Kenntnisse gibt.
Steht das „ich bin sicher“ allein ist es eine Behauptung, die sich über alle gegenteilige oder anderslautenden Meinungen, Erfahrungen und Kenntnisse hinwegsetzt.
Gruß,
Anja
geht da eine neue sprachliche Unart um oder lebe ich hinter
dem Mond?
Mich würde jetzt wirklich mal interessieren, wieso du dir so sicher bist , daß das eine sprachliche Unart ist. Wer behauptet, daß das eine besser oder schlechter ist als das andere.
Ich benutze beide Versionen und befinde mich dabei auch in guter Gesellschaft mit dem Duden:
5. ohne jeden Zweifel bestehend od. eintretend; gewiß: ein -er Sieg; ich bin [mir] meiner Sache gar nicht so s.; eine empfindliche Strafe ist ihm s.; ich bin s., daß …