Er trägt aufeinmal die selben Schuhe wie ich?

Guten Abend, also ich bin seid letztem Jahr in einen Jungen verliebt. Und ich habe ihn letztens durch Zufall gesehen. Und dabei guckte er auf meine Schuhe.
(Habe Adidas Schuhe).
Und jetzt trägt er auch aufeinmal Adidas Schuhe.
Davor hat er seine Nike Schuhe getragen sie noch gut aussahen.

Die Frage ist zwar Cringe, aber was meint ihr ?
Oder will er mein Kleidungstill kopieren…
(Und kommt mir nicht mit blöden Antworten)

Nein, nur mit einer Gegenfrage: wann sind eure Ferien endlich vorbei? Die Zeit bis dahin solltest du dringend nutzen, um deine Deutschkenntnisse zu verbessern. Das schindet bei deinem Schwarm wahrscheinlich keinen Eindruck, dafür umso mehr bei späteren Arbeitgebern. Und in der Schule schadet‘s auch nicht! Außerdem solltest du nachts um 2 schlafen und nicht in irgendwelche Foren posten!

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Ich stehe in Deutsch 1. Und meine Ferien sind morgens Vorbei.

Davon merkt man allerdings herzlich wenig. Bei einem Satz mit sechs Wörtern zwei Fehler…

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tagsüber, abends und nachts nicht? :rofl:

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Seit einigen Jahren wird in der Schule gelehrt, dass man schreibt, wie man spricht. Leider. Ein Verbrechen an den Kindern, finde ich!

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Wenn er dieselben (<- schreibt man zusammen) Schuhe trägt wie du, kannst du sie nicht anhaben. Hat er denn dieselbe Schuhgröße?
Ich vermute, dass er nur die gleichen (<- das schreibt man nicht zusammen) Schuhe trägt. Was natürlich nicht verboten ist, und dich eigentlich gar nichts angeht. Vermutlich hat er die Schuhe rechtmäßig erworben und damit das Recht sie bestimmungsgerecht zu nutzen, sprich: zu tragen.

Wo ist jetzt ein Problem? Außer in deiner Langeweile, meine ich.

Schönste Grüße
Ann da Cava

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In Berlin, wa? In der Schule meines Kindes jedenfalls nicht.

Bist du nicht die mit dem Sportlehrer?

Also ja, dass ein Junge den Kleidungsstil eines Mädchens kopiert, halte ich für ziemlich unwahrscheinlich. Er wird sich eher mühen, die Kontaktmöglichkeiten mit dir zu erhöhen. Ich bin mal in eine AG eingetreten, deren Inhalt mir zuwider war, um mit einer Angebeteten eventuell in Kontakt zu kommen. Wie blöd ich doch war.

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Hi, ja ich war die, die Fragen zu meinem Sportlehrer gestellt hat.
Und auf Snapchat (vielleicht kennen sie die App) hat er mich geaadet, ich ihn auch. Und selbst wenn er nichts möchte. Er hat mich immer noch als Snapchat-Freundin drauf.
Hat das irgendwas zu bedeuten…? :sweat_smile:

ja, er ist ein Abgesandter vom Planeten Schwurbelmurks und bereitet deren Invasion durch vollständige Assimilierung der Menschheit vor, Du bist als „Wirt 0“ ausgewählt …

Spaß beiseite (sorry :speak_no_evil:), Frage an Dich selbst: kann es sein dasDu Dir zu viele Gedanken machst? Vielleich findet er die Schuhe schön und will/wollte sie deshalb auch tragen, vielleicht trägt er sie um Dir zu gefallen oder es ist ganz einfach Zufall … take it easy :+1:

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Die wenigsten Schuhe sind Unikate. Da kann es vorkommen, dass andere die gleichen tragen.
Dieselben wird eh schwer, wenn da schon Füße drinstecken. Scnr

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In Berlin nicht aber in NRW.

Dann mein Standardtipp:

Schreib ihn mal an und tu so, als habest du dich vertan und meintest jemanden anders.
„Hi, bringst du mir morgen wieder Gummibärchen mit?“ oder „Hi Edeltraut - Mathe war heute echt scheiße, oder?“
Wenn er dich mag, wird er sich irgendwie äußen und ihr könnt ins Gespräch kommen.

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Dich hab ich irgendwie in Berlin verortet.

Sehr richtig.

Völlig richtig. Aber um es richtig einzuordnen: angefangen hat man damit vor rd. 25 Jahren. Inzwischen (seit schwarz-gelb) kommt man davon wieder ab. Zumindest in der Theorie. Manche Lehrer praktizieren das immer noch bzw. lassen es zu und ergänzen dann um „und wir Erwachsenen schreiben das so: …“.

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Nagut, jetzt schreibe ich doch etwas darüber:

„Lesen durch Schreiben“ dürfte sogar mehr als 30 Jahre alt sein und revolutionierte damals den Schreiberwerbs-Unterricht. Die wichtige Erkenntnis war, dass von Anfang an Kinder erfahren müssen, dass man schreibt, um etwas auszudrücken, und nicht, damit der Lehrer ein Sternchen darunter malt!

Die sogenannte „alphabetische (phonetische) Phase“ durchlaufen alle Kinder, genauso wie man sitzen können muss, bevor man laufen lernen kann. Und in dieser Phase ist es tatsächlich kontraproduktiv, dem Kind zu sagen „ich mak maine klaine schwesta“ enthielte 6 Fehler und sei eine Katastrophe.

Das Problem ist das: Jedes Kind durchläuft diese Phase zu einer anderen Zeit. Viele Mittelschichtskinder durchlaufen diese Phase schon vor der 1. Klasse, und oft auch nur sehr kurz (je schlauer, desdo kürzer)! Diese müssen also vom ersten Schultag an tatsächlich herangeführt werden, Regeln zu lernen und anzuwenden. Freilich nicht ohne dass ihre Schreiblust unterbunden wird.

Kinder aus sozial schwachen Familien und auch andere Kinder mit Teilleistungsproblemen diverser Art überwinden diese Phase oft erst in der 2. Klasse (das hat oft mit Intelligenz zu tun und mit fehlender Sprachbewusstheit der Eltern, oder auch mit spezifischen Schwierigkeiten, das System der Schriftsprache zu erfassen, auch bei normalintelligenten Kindern). Diese Kinder können zu Schulversagern und zu funktionalen Analphabeten werden, wenn man von ihnen etwas fordert, was sie einfach nicht leisten können.

Die landauf landab in Medien und auch Elternschaft beliebte Behauptung, die Kinder dürfen in der Schule so schreiben wie sie wollen, ist in vielen Fällen schlicht falsch und mag an mangelndem didaktischen Verständnis liegen. Natürlich sind Lehrer unterschiedlich, aber so als Generalvorwurf halte ich das für nicht gerechtfertigt.
Übrigens schlägt das Pendel seit vielen Jahren längst in die andere Richtung aus, überall gibt es Rechtschreibwortschätze und größere Betonung der Rechtschreibung.

Was freilich auch eine Rolle spielt: Kinder sind in unserer Gesellschaft heute sehr frei. Viele Kinder kommen zur Einschulung in die Schule mit der Erfahrung von sechs Jahren, dass sie in sehr vielen Dingen entscheiden können, was sie wollen. Aus Sicht der Gesellschaft der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts z. B. verwöhnen wir als Gesellschaft unsere Kinder sehr (mit individuellen Abweichungen natürlich). Von daher ist die Anstrengungsbereitschaft der heutigen Grundschulkinder, die Bereitschaft, auch mal stupide etwas zu üben, einfach weil die Erwachsenen das fordern, viel geringer als früher (immer im Durchschnitt betrachtet). Das wird vielleicht einen negativen Einfluss auf die Rechtschreibleistungen heutiger Kinder haben. Allerdings sind sich Forscher, die das Rechtschreibniveau historisch untersuchen, keineswegs einig, ob sich die Leistungen verschlechtert haben.

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Das war lokal sicherlich unterschiedlich. Ich konnte es zeitlich ein bisschen anhand der Schwestern meiner Frau eingrenzen, weil zwischen der jüngsten und der zweitjüngsten die Änderung stattfand - hier.

Ich weiß. Ein Schwager hat sich wissenschaftlich mit dem Thema befasst und legte neulich dar, dass langfristig kein Unterschied zwischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen nachgewiesen konnte, die so oder so unterrichtet wurden.

Ich für meinen Teil kann das weder allgemeingültig beurteilen oder gar bewerten. Ich kann aber eine Anekdote anführen, die interessanterweise genau das bestätigt, was ich mir vor vielen, vielen Jahren dazu überlegt habe und was auch zu dem passt, wie ich Rechtschreibung bei mir und anderen wahrnehme. Das große Kind ist inzwischen in der 6. Klasse und lernte Schreiben nach dem skizzierten Prinzip. Sie ist eine herausragende Schülerin (zumindest, was die Noten betrifft) und schreibt in Diktaten und anderen Situationen, in denen es erkennbar auf die Rechtschreibung ankommt, nahezu fehlerfrei. Schreibt sie jedoch in anderen Fächern als Deutsch bzw. schreibt sie privat, ist das Ergebnis oftmals grauenerregend und vor allem ein Stück weit erratisch in dem Sinne, dass manche Worte mal so, mal so und mal ganz anders geschrieben werden.

Fragt man sie später, wie dieses oder jenes Wort geschrieben wird, bekommt man wie aus der Pistole geschossen die richtige Antwort. Das kann ich mir nur dadurch erklären, dass sie weiß, wie richtig geschrieben wird, aber sich dieses Wissen nicht so verfestigt hat, dass es automatisch abgerufen wird. Denkt sie über die Schreibweise nach bzw. konzentriert sie sich auf die Rechtschreibung, kann sie die korrekte Fassung abrufen. Richtig- und Falschschreibung sind aber grundsätzlich als gleichberechtigt in der Rübe abgelegt. Dadurch, dass verschiedene Schreibweisen abrufbar sind, wird das Hirn auch nicht auf die eine richtige Schreibweise trainiert und irrt sich, „wenn es mal schnell gehen muss“.

Den umgekehrten Effekt nahm ich hier und bei mir im Zeitraum 2000-2005 wahr. Ich wurde auf einmal und wie nie zuvor mit ganz furchtbaren, sich immer wiederholenden Fehlschreibungen konzentriert. Standart, seid/seit, widerholen/wiederholen usw. Das führte dazu, dass mich dabei ertappte, dass mir diese Fehler (die mir ansonsten vollkommen fremd waren) auch unterliefen und mir diese nur auffielen, wenn ich mir Artikel vor dem Abschicken sorgfältig durchlas. Das Gehirn kann sich also quasi auch „entlernen“, wenn es nur oft genug mit Fehlern konfrontiert wird.

Der langen Rede kurzer Sinn: das, was man nicht von vornherein richtig lernt, muss man u.U. zweimal lernen und da dem Rechtschreibunterricht zumindest in NRW in der weiterführenden Schule kaum Bedeutung beigemessen wird und dieser auch mit der siebten Klasse als abgeschlossen betrachtet wird, führt das dazu, dass wir Kinder ins Leben entlassen, die u.U. nur dann (wenn überhaupt) richtig schreiben können, wenn sie sich darauf konzentrieren.

Dass es ihnen (sicher nicht in jedem Fall) in diesem Szenario gelingt, ist dann möglicherweise auch die Erklärung für die Studienlage, denn die Rechtschreibfähigkeiten werden bei den Kindern und Jugendlichen nicht dadurch erhoben, dass man ihre privaten Aufzeichnungen und Korrespondenzen untersucht, sondern diese werden in Testsituationen abgefragt und da kann dann der ein oder andere eben mehr abrufen als in „free style“-Situationen.

Gruß
C.